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UK 2006
Originaltitel:Wild Country
Länge:69:54 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Craig Strachan
Buch:Craig Strachan
Kamera:Jan Pester
Musik:Scott McIntyre
SFX:Kieran Reed
Darsteller:Samantha Shields, Martin Compston, Peter Capaldi, Alan McHugh, Kevin Quinn, Nicola Muldoon, Jamie Quinn, Karen Fraser, Tracey Robertson, Jordan Young, Karen Coleman, Josh Irwin
Vertrieb:Legend Film / Universum
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:06.02.2007 (Verleih) / 09.04.2007 (Kauf)



Inhalt
Nachdem Kelly Ann, ein Teenager aus Glasgow, ihr frisch geborenes Baby zur Adoption freigeben musste, beschließt sie, mit Freunden zum Campen in die schottischen Highlands zu fahren. Unangemeldet stößt ihr Ex Lee zur Gruppe, um ihre Beziehung wiederaufleben zu lassen. Als die Camper in den Ruinen einer alten Burg ein verlassenes Baby entdecken, bringt dieser Fund einen blutrünstigen Werwolf auf ihre Spur. Schon bald realisieren die Gejagten, dass es nur eine Möglichkeit gibt, dem brutalen Albtraum zu entrinnen: Die Bestie muss sterben!

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Ein muss man bedenken: "Wild Country" ist ein reiner Low Budget-Film, welcher mit einfachen HD-Camcordern gedreht wurde, eine teilweise schlechte Ausleuchtung hat und mit Filtern stark bearbeitet wurde. Kann man sich mit all diesen Punkten abfinden, so wird man mit dem vorhandenen Transfer sehr zufrieden sein können. Das Bild ist überraschend scharf, frei von Defekten oder Störungen und trotz der farblichen Anpassungen wirkt die Farbgebung weitgehend sehr angenehm. Nahaufnahmen zeigen einige Details, wobei in Bewegungen die Detailschärfe etwas nachlässt. Zudem fällt deutliches Bildrauschen auf, welches in dunkleren Szenen dominierende Ausmaße annimmt. Die Konturen erscheinen etwas schwammig, wodurch es dem Bild an Tiefe fehlt, aber zumindest der Kontrast bietet eine solide Arbeit ohne große Ausreißer und lediglich in dunklen Szenen saufen feine Details ab. Die Kompression arbeitet ebenfalls sehr sauber und selbst auf einem Blu-ray-Player macht der Transfer hochskaliert auf 1080p einen guten Eindruck, weshalb großzügig vier Punkte vergeben werden können.
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Ton
FormateDTS 5.1 (nur dt.), Dolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch
 Soundtechnisch enttäuscht "Wild Country" aber deutlich, zumindest verschenkt sowohl der 5.1-Mix, als auch der DTS-Track deutlich Potenzial, weil sich beide überwiegend im Frontbereich abspielen und sich nur sehr selten aus diesem lösen. Lediglich der Score und ein paar wenige Surroundeffekte lassen auf einen Mehrkanal-Mix schließen. Insgesamt fehlt es aber an Druck und Dynamik und somit ist der DTS-Mix auch absolut unnütz, bietet keinen besseren Klang und klingt nur etwas lauter. Auch der englische Track erscheint nicht sonderlich anders und ich vermute einfach, dass Budget bedingt einfach nicht mehr drin war. Somit bleibt der Surroundmix eher unbefriedigend, bietet dafür aber gut verständliche Dialoge. Optional gibt es deutsche und englische Untertitel.
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Extras
Extras
  • Making of "Wild Country" (30:39 Min.)
  • Featurette: Rinderwahnsinn - Das Geheimnis der toten Kuh (6:17 Min.)
VerpackungKeepCase im Schuber
 Leider spendiert man uns nicht den Original-Trailer zum Film, dafür aber ein 31minütiges Making of, welches aber überwiegend aus kurzen Interviewblöcken besteht und kaum einen wirklich informativen Einblick in die Dreharbeiten gewährt. Interessanter ist hier das 7minütige Featurette mit dem Titel "Rinderwahnsinn - Das Geheimnis der toten Kuh". Hier bekommen wir einen sehr schönen Einblick hinter die Kulissen und werden Augenzeuge beim Sprengen einer SFX-Kuh. Die DVD wird zudem als KeepCase im Schuber ausgeliefert. Bis auf auf Kapitelblatt und etwas Werbung gibt es keine weiteren Goodies.
 +/----

Fazit
Genre-Filme aus England haben mich in den letzten zwei Jahren eigentlich nie enttäuscht. Egal ob der abgefahrene Interner Link"Evil Aliens", Interner Link"Severance", Interner Link"Wilderness" oder jetzt der 2006 inszenierte "Wild Country" - die Engländer beweisen einmal mehr, dass man auch ohne großes Budget effektive und spannende Produkte auf den Markt bringen kann. Gerade mal 70 Minuten dauert Craig Strachans Regiedebüt, welches sicherlich nicht perfekt ist und mit Spezialeffekten bei hellem Tageslicht viel Mut aufweist, vor allem da die Bestien im Film dann doch eher belustigend ausschauen als erschreckend. Es sind mehr die dunklen Passagen, in denen "Wild Country" eine düstere, gar dreckige Atmosphäre entfaltet und aufgrund der Angst vor dem Unbekannten ordentlich Spannung erzeugt. Dabei ist das Thema nicht einmal wirklich neu oder interessant, sondern einfach nur kostengünstig. So soll die Junge Mutter Kelly, welche ihr Kind auf Anraten des Pfarrers (im späteren Verlauf lässt die Doppelmoral grüßen) zur Adoption freigab, mit ihren Freunden, sowie dem leiblichen Vater ihres Kindes, eine Nacht durch die Wälder geistern soll, um Eigenverantwortung und Teamfähigkeit zu lernen. Der Pfarrer steigt derweilen bei einer ansässigen Bäuerin ab, die er kurzerhand auch mal anbumst.
Auf sich allein gestellt, machen die Kids schnell Bekanntschaft mit einer merkwürdige Gestalt, bevor sie von einer wilden Bestie angefallen und verfolgt werden. Diese Mischung aus Bär und Wolf rafft einen nach den anderen nieder, bis Kelly in der Höhle der Bestie ein neugeborenes Baby findet. Der Mutterinstinkt ist stark und so nimmt sie das Kind kurzerhand auf und fängt an es zu stillen. Doch die Bestie ist immer noch da draußen und wütender denn je.

"Wild Country" vereint solide Kameraarbeit mit guten und teilweise blutigen Effekte, einfachen Locations und bietet talentierte Jungdarsteller, welche ihre Sache allesamt sehr gut machen. Vor allem Samantha Shields geht in der Rolle der Kelly so richtig auf und spielt das junge Mädchen sehr emotional und überzeugend, was ich nicht erwartet hätte. Überraschend ist zudem das Finale, welches etwas obskur erscheint, aber auf jedenfall als Highlight gezählt werden darf, während der Rest des Filmes zwar gut gemachte, aber dennoch "nur solide" Kost bietet, welche auf ein bekanntes, aber funktionierendes Muster zurückgreift und mit dem netten Schlussgag für eine kleine Überraschung sorgt.
Von mir bekommt "Wild Country" auf jedenfall eine hundertprozentige Empfehlung.



Bilder der DVD




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