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IT 1968
Originaltitel:Cinque per L'Inferno
Alternativtitel:Five into hell
aka. Five for hell
Länge:92:05 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Gianfranco Parolini
Buch:Sergio Garrone, Renato Izzo, Gianfranco Parolini
Kamera:Sandro Mancori
Musik:Elsio Mancuso
Darsteller:Gianni Garko, Klaus Kinski, Aldo Canti, Margaret Lee, Sal Borgese, Luciano Rossi, Samson Burke, Irio Fantini, Mike Monty, Bill Vanders
Vertrieb:Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:28.09.2008 (Kauf)



Inhalt
Italien, 1944: Es tobt der zweite Weltkrieg. Noch können die Alliierten den Süden des Landes halten, doch Verbände der deutschen Wehrmacht drohen die Frontlinien zu durchbrechen. Um dies zu verhindern, wird unter der Führung von Lt. Glenn Hoffmann (Gianni Garko) ein fünfköpfiges Todeskommando zusammengestellt, das die Aufmarschpläne der Deutschen beschaffen soll. Doch diese befinden sich in der Villa des SS-Standartenführers Hans Müller (Klaus Kinski), der wie ein Adler über die wichtigen Dokumente wacht.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Auch wenn nicht alles klappt, kann man sagen, dass die DVD-Version von "Todeskommando Panthersprung" eine gelungene Sache ist, deren weitere Verbesserung sehr deutlich durch die Materialeigenschaften vereitelt wird. Zu den positiven Seiten gehören das komplett bereinigte Bild, auf dem sich lediglich ein wenig Rauschen befindet - es gibt Schlimmeres! Auch die Farbaufarbeitung des Breitbildes gelingt, so dass trotz der eher kargen Töne der Kriegsthematik einige sehr kräftige Farben vorkommen, z.B. das Rot der Hakenkreuzflaggen. Auch den Kontrast hat man gut hinbekommen, denn Nachtszenen besitzen eine gute Erkennbarkeit, während einige Tagszenen vielleicht noch etwas deutlicher ausfallen könnten. Der einzige wirkliche Makel liegt bei der Schärfe. Über weite Strecken ist die sehr gelungen, kann Details wiedergeben, ohne übermäßig plastische Ergebnisse zu liefern (was für einen Film dieses Alters in Ordnung ist). Nur kann man nicht gerade selten Bildbereiche entdecken (meist untere Bildhälfte), in denen das Bild wie durch eine optische Manipulation leicht verschwommen aussieht. Da sich das wirklich auf abgrenzbare Flächen bezieht, darf man davon ausgehen, dass die Vorlage hier bereits etwas angefressen war. Trotzdem problemlos 3,5 Punkte.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Italienisch, Englisch
UntertitelDeutsch, Deutsch für nicht synchronisierte Szenen
 Wie so oft im Genre war die damalige deutsche Kinoauswertung etwas zusammengestaucht, so dass für die ungekürzte DVD-Fassung keine vollständige Synchronisation vorlag. Das wird wie immer damit gelöst, dass in diesen Szenen der italienische Orginalton und deutsche Untertitel automatisch eingeschaltet werden. In diesen Szenen wird auch deutlich, dass die deutsche Sprachfassung eine überdurchschnittlich gute, wenn auch immer noch monaurale Abmischung bekommen hat. Da können die kratzigeren bzw. rauschenderen italienischen und englischen Sprachversionen nicht ganz mithalten. Im Deutschen wird beispielsweise ein pulsierendes Rauschen fast nie hörbar, die Stimmen verzerren nur sehr wenig und über einen zu dünnen Klang muss man sich auch nicht beklagen. Abgesehen von der Klangqualität ist aber auch die Verarbeitung der deutschen Synchro etwas flappsiger, was spätestens bei den originaltreuen Untertiteln bzw. bei der gemäßigteren englischen Dialogen klar wird. Leider verpasst man dafür im Deutschen die herrlich schlechte Aussprache einiger deutscher Wörter, bei denen sich die Sprecher sichtlich einen abbrechen.
 ++----

Extras
Extras
  • 8seitiges Booklet
  • Making Of "Helder von der Hölle" (45:50 Min.)
  • Ital. Trailer (3:30 Min.)
  • Engl. Trailer (3:30 Min.)
  • Bildergalerie (18 Bilder)
  • Credits (3 Seiten)
VerpackungKeepCase
 Fans des Filmes dürfen sich über ein extra produziertes Making Of freuen, das sich als dreiviertelstündiges Interview des Regisseurs Gianfranco Parolini und seiner beiden Hauptdarstellern Sal Borgese und Gianni Garko erweist. Hier geht es um die Karrieren der drei rege Erzählenden, um die Zusammenarbeit untereinander und mit ihren teilweise bereits verstorbenen Kollegen, aber auch um persönliche Kriegserlebnisse. Natürlich ist Kinski ein großes Thema in diesem Interview, das herausstellt, dass jeder der drei Gesprächspartner eine andere Erfahrung mit dem egozentrischen Charakterdarsteller hatte. Man kann den drei Filmveteranen und natürlich Koch gar nicht genug dafür danken, dass sie dem Zuschauer diese und weitere Einblicke gewähren, denn derartige Dokumentationen sind tausendmal besser als so manches Making Of. Mit Hintergrundinformationen zum Film und einer persönlichen Einschätzung wartet das 8seitige Booklet auf. Außerdem ist eine Bildergalerie am Start (inkl. einem selten gewordenen DVD-Cover) und Trailer in Italienisch und Englisch.
 +++/--

Fazit
Wenn ein Klaus Kinski einen deutschen Offizier in einem 2. Weltkriegsfilm spielt, würde man eigentlich davon ausgehen, dass mit einem gewissen Maß an Ernsthaftigkeit an die Sache herangegangen wird. Der mit dem gewaltigen Namen "Todeskommando Panthersprung" ausgestattete Italo-Streifen von Gianfranco Parolini bricht aber damit und stellt sich als leichter Unterhaltungsfilm heraus, der beinahe einem Söldner-Comic entsprungen sein könnte, weil er in vielen Momenten die Härte des Krieges über die Vielzahl an komödiantischen Aspekten vergessen lässt. Die Ausbildung bzw. Rekrutierung der fünf Titelhelden (Originaltitel ist ungefähr übersetzt "Fünf in die Hölle") ist einer dieser Momente, aber auch der erste Testeinsatz zeugt von einem leicht zugänglichen Action-Film, bei dem die Protagonisten anders als im (vermutlichen) Vorbild "Das dreckige Dutzend" aus eigenem Willen die komplizierte Mission hinter feindlichen Linien angehen. Gianni Garko als US-Offizier und seine Truppe aus Spezialisten (bzw. auch Artisten), darunter der wortkarge Sal Borgese, sind aber auch ein sympathischer Haufen von Improvisateuren, die bewaffnet mit Trampolin und tödlichem Baseball ihren Gegner überlisten.
In diese heitere Stimmung setzt auch der Score ein, der wie ein Lied des Schabernackes klingt, weil die Amis den Deutschen in ihrer Festung gehörig auf der Nase herumtanzen. Der Kontrast zu Kinskis Szenen, die von einer gewissen Ernsthaftigkeit durchzogen sind, teilweise sogar tragische Wendungen parat halten, ist aber nicht zu groß, um sich den Spaß am Film zu verderben. Der ist mitunter sogar etwas trashig, wenn die Fünf beinahe wie durch Wunder den feindlichen Kugelhagel im Schloss überstehen und ihnen dabei hunderte Deutsche schutzlos vor die Flinte laufen - bis irgendwann das bittere Ende einsetzt, in welchem dann doch nicht alle mit heiler Haut davon kommen. Es ist eben doch ein Kriegsschauplatz, keine Erlebnisreise, wie man anfangs vermuten könnte. Für Schauwerte sorgt das Interieur des Schlosses als auch die ländliche Umgebung des Zielortes, einer alten Burg, die laut dem Regisseur damals nicht im besten Zustand gewesen sein soll, was man im Film aber kaum sieht. Spannung bietet der Film an einigen Stellen, muss die Truppe doch unbemerkt in das schwer bewachte Gemäuer eindringen, dort Kriegspläne stehlen und genauso leise wieder verschwinden. Dass dies nicht ganz so gelingen soll, kann man sich ausrechnen, die Anzahl an Explosionen und Schusswechsel muss nämlich noch ein wenig erhöht werden.

Wirklich realistisch ist "Todeskommando Panthersprung" sicherlich nicht und in vielen Aspekten, z.B. der Charakterisierung, auch sehr oberflächlich, was ihm Liebhaber von bedrückender Antikriegskost vielleicht anlasten, aber an Action und Unterhaltungswerten fehlt es ihm gewiss nicht, zumal die Idee der kunstvollen Sprünge über die Hindernisse und der metallgefüllte Baseball wirklich witzig sind.

Nachtrag: Wie die Kollegen von DVD-Forum.at festgestellt haben, fehlen dieser DVD mehrere kurze Sequenzen von ein paar Sekunden, die vermutlich auf Materialschäden zurückzuführen sind.



Bilder der DVD




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