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IT 1983
Originaltitel:Grunt
Alternativtitel:Grunz - schmatz - grunz... am Anfang war das Ei
Länge:81:12 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Andy Luotto
Buch:Andy Luotto, Giorgio Faletti
Kamera:Luigi Kuveiller
Musik:Gianni Mazza
Darsteller:Andy Luotto, Gianni Ciardo, Giorgio Faletti, Roberto Della Casa, Renato D'Amore, Sabina Segatori, Fernando Cerulli, Massimo Pongolini, Sergio Vastano, Elisabetta Ghersel, Giorgio de Bartoli, Franco Caracciolo
Vertrieb:Savoy Film
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:25.07.2008 (Kauf)



Inhalt
Irgendwo auf unserem hübschen Planeten tummelte sich vor 18.000 Jahren das Urvölkchen der Rockos mit ihrem Häuptling Nuk. Ihre Nachbarn, die Omos, warme und musische Leute, standen den rauhen Rockos eher misstrauisch gegenüber. Es war ein fast friedliches Miteinander, von einigen freundschaftlichen Keulenschlägen einmal abgesehen - bis eines Tages das geheimnisvolle Riesenei entdeckt wurde ...

Bild
Format1,66:1 (anamorph)
NormPAL
 Das anamorphe Bild der deutschen DVD ist als ziemlich schlecht zu bezeichnen. Zuerst fällt die schwache Schärfe auf, die kaum Details zulässt und das Bild stellenweise ziemlich matschig erscheinen lässt. Anzulasten ist dies auch der Kompression, die für eine starke Artefaktbildung sorgt, was sich wiederum auf die Details niederschlägt und alles zu einem pixeligen Brei vermischt. Auch zeigt sich die Farbgebung wechselhaft, von kraftlos bis zu übersteuert ist alles vorhanden, was dafür sorgt, dass kaum Natürlichkeit bei den Farben aufkommt. In dunklen Szenen ist auch der Kontrast deutlich zu steil gewählt und verschluckt ganze Bildbereiche, so dass kaum etwas zu erkennen ist. Ein weiteres Problem stellt der Schwarzwert dar, denn dieser tendiert deutlich ins Gräuliche. Bei diesem Bild muss man deutlich darauf hinweisen, dass der Film nur bei einer kleineren Diagonale angesehen werden sollte, da gerade die durch die Kompression verursachten Artefakte auf größeren Betrachtungsflächen sehr nervig sind.
 +-----

Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Italienisch
Untertitel-
 Der deutsche Mono-Ton wird von einem Rauschen begleitet, das sich besonders in ruhigeren Passagen des Films herausarbeitet. Die Dialoge hingegen wirken etwas zu dumpf, sind aber dennoch gut zu verstehen. Überlagerungen sind nicht vorhanden, dennoch sind altersbedingte Störgeräusche wie gelegentliches Knacksen auszumachen. Der italienische Originalton, der ebenfalls in Mono vorliegt, ist deutlich leiser ausgefallen und hat auch mit Alterserscheinungen zu kämpfen. Vergleicht man beide Tonspuren, fallen deutliche Unterschiede auf. Während die Originalfassung einen Sprecher im Off besitzt, der die Szenen erläutert und die Steinzeitmenschen ihr eigenes unverständliches Gebrabbel lässt, kommt die Synchronfassung ohne Erzähler aus und die Jungs und Mädels wurden eingedeutscht, was gerade in der Anfangsphase eher nach einem Kindergarten für Erwachsene klingt. Untertitel sind allerdings nicht vorhanden.
 +/----

Extras
Extras
  • Bildhinweis zu "Als die Frauen noch Schwänze hatten 3"
VerpackungKeepCase
 Bonusmaterial ist nicht vorhanden, auch die auf der Rückseite des Covers angegebene Trailershow lässt sich nicht ausfindig machen. Es befindet sich lediglich ein Bildhinweis mit dem Cover zu Interner Link"Als die Faruen noch Schwänze hatten 3" auf der DVD.
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Fazit
Dass die Italiener einen etwas anderen Humor als die restlichen Europäer haben ist ja oft genug bewiesen worden, aber Andy Luottos "Als die Frauen noch Schwänze hatten 2" (bei der VHS-Erstauswertung hieß der Film "Grunz - schmatz - grunz... am Anfang war das Ei") stellt selbst diesen Humor hart an den Pranger der guten Unterhaltung. Aufgrund seiner Machart kann man den Film aber zumindest Trashfans empfehlen, denn der gebotene Klamauk geht auf keine Kuhhaut. Einer wirkliche Handlung zu folgen fällt sehr schwer und eigentlich werden nur aneinandergereihte Zoten geboten, welche in das Grundgerüst des mysteriösen Rieseneis eingearbeitet sind. Doch bis die Horde degenerierter Stonies das Ei findet, darf der Zuschauer ein Sammelsurium erleben, das so schräg ist wie selten in einem Film zuvor.

18.000 Jahre vor Menschengedenken lebten die Rockos mit ihrem Anführer Nuk in einer Höhle in den Tag hinein. Von kleinen Streitereien, die meist mit einem Keulenschlag endeten, einmal abgesehen passierte nichts Aufregendes. Neben den Rockos lebten die Omos, eine sehr warme Gemeinschaft, deren Lieblingsbeschäftigung das Schminken war. Gelegentlich trafen die Rockos auf die Omos, wobei letztere von den starken Rockos sehr angetan waren, einige der Rockos im übrigen auch von den Omos. Etwas tiefer im Urwald befand sich noch der Stamm der Amazonen, die es auch auf die Rockos abgesehen hatten, schließlich kann man mit den Männern so schön Bum Bum machen. Alles hätte schön sein können, wäre bei einem Gewitter nicht ein leuchtendes Riesenei aufgetaucht, welches magische Kräfte hatte. Die Barbos ein vierter Stamm hörte von diesem Ei und wollte es unbedingt sein Eigen nennen und in einer hinterlistigen Aktion stahl man es den Rockos. Nun konnte das Abenteuer nach dem Riesenei beginnen ...

Die Ideen, die Andy Luotto und Giorgio Faletti in ihrem Drehbuch niederschrieben, sind schon sehr skurril ausgefallen und eigentlich noch tiefer anzusiedeln als der blödeste Blödelhumor. Aber es wird auch Lehrreiches geboten, denn wer kann von sich behaupten zu wissen, das Rauschgift in Blumen wächst oder der menschliche Finger besser brennt als ein Streichholz? Diese Ideen machen den Film auf irgendeine Art und Weise charmant, was sicherlich auch der deutschen Synchronisation zu verdanken ist, die ihren Beitrag leistete, den Film noch dümmer darzustellen als er ohnehin schon ist. Wer den Film ernst nimmt, ist wirklich selber schuld und selbst Andy Luotto wird beim Schreiben des Drehbuchs jeglichen Ernst vor die Tür gesetzt haben. Bleibt noch zu erwähnen, dass diese Steinzeit-Klamotte in den deutschen Kinos mit beachtlichem Erfolg lief, was man unter heutiger Berücksichtigung gar nicht glauben mag. Egal, denn das beste Rezept für "Als die Frauen noch Schwänze hatten 2" ist ein paar Kumpels einladen, schnell ein paar alkoholische Getränke einverleiben und den Film schön im Delirium genießen. Nüchtern geht der Film nämlich gar nicht, aber das macht den Reiz dieser Ultra-Trash-Angelegenheit aus.



Bilder der DVD




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