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RO, USA 2008
Originaltitel:Anaconda III
Alternativtitel:Anaconda 3
aka. Anaconda 3: The Offspring
Länge:87:33 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Don E. FauntLeRoy
Buch:Nicholas Davidoff, David C. Olson
Kamera:Don E. FauntLeRoy
Musik:Peter Meisner
SFX:Lucian Iordache, David Van Woert
Darsteller:Crystal Allen, John Rhys-Davies, David Hasselhoff, Bryan McCluskey, Anthony Green, Patrick Regis
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:18.11.2008 (Verleih) / 23.10.2008 (Kauf)



Inhalt
In einem europäischen Forschungslabor unterzieht ein brillanter Wissenschaftler zwei riesige Anacondas einer Serie von Tests. Als jedoch der Finanzier des Forschungsprojekts (John Rhys-Davies) die Experimente zu weit treibt, entkommen die ausgehungerten Tiere und steuern zielstrebig auf die Zivilisation zu. Der skrupellose Söldner Hammett (David Hasselhoff) wird angeheuert, die Schlangen zu fangen, ahnt aber nicht, dass eine der Schlangen kurz davorsteht, eine Brut tödlicher Nachkommen zur Welt zu bringen. In einem Wettlauf gegen die Zeit müssen die angriffslustigen Reptilien aufgehalten werden, bevor sie die Stadt erreichen.

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Der anamorphe Transfer erweist sich als äußerst brillant und farbkräftig. Zudem überzeugt der Kontrast mit einer hervorragenden Durchzeichnung und einem satten Schwarzwert, der keine Details verschluckt. Die Schärfe befindet sich auf einem hohen Niveau, erscheint durchweg sehr detailliert und plastisch und darf selbst in Totalen noch gute Werte abliefern. Nur selten wird das Bild etwas weicher gezeichnet, sieht dann aber niemals unscharf aus. Bildrauschen ist nicht vorhanden und selbst in schnellen Bewegungen bleibt der Transfer angenehm scharf. Schmutz und Defekt lassen sich ebenfalls nicht ausmachen und die Kompression arbeitet bis auf wenige Ausnahmen angenehm ruhig.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Türkisch
 Die deutsche Synchronisation ist gut gelungen und die Abmischung wartet mit einer Vielzahl kleinerer Surroundeffekte auf, welche gut platziert für eine ordentliche Räumlichkeit sorgen. Schüsse hallen über sämtliche Kanäle zurück und auch direktional darf hin und wieder ein wenig für ein Mittendringefühl gesorgt werden, wobei dies eher selten der Fall ist, obwohl Umgebungsgeräusche recht gut ortbar sind. So bleibt der deutsche Mix eine Spur zu frontdominant und weist einen leider etwas trägen Basseinsatz auf. Auch der Dynamikbereich hätte etwas besser mitspielen dürfen und so erscheint der 5.1-Mix überwiegend etwas dünn und flach. Für eine Low Budget-Produktion ist das Ergebnis aber mehr als zufriedenstellend. Der englische Track weicht davon nicht sonderlich ab und bietet ebenfalls ein paar gut platzierte, aber etwas kraftlose Effekte und saubere und stets gut verständliche Dialoge, welche man wahlweise Deutsch, Englisch oder Türkisch untertiteln lassen kann.
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Extras
Extras
  • Trailershow:
    • Prom Night (1:57 Min.)
    • Ananas Express (2:26 Min.)
    • Demnächst auf Blu-ray (2:20 Min.)
    • Hancock (2:08 Min.)
    • Leg dich nicht mit Zoha an (2:02 Min.)
    • Starship Tropers 3:Marauder (1:58 Min.)
    • Jugend ohne Jugend (2:01 Min.)
VerpackungKeepCase
 Bis auf diverse Trailer gibt es leider keine Extras.
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Fazit
Eins muss man den ersten beiden "Anaconda"-Teilen ja zugestehen: Sie waren enorm unterhaltsam, gut produziert und alles andere als billig. Tja und nun kommen back-to-back "Anacaonda - The Offspring" und Interner Link"Anaconda: Trail of Blood" als direct-to-DVD bzw. TV-Produktion auf den Markt. "The Offspring" ist nun auch in Deutschland auf DVD erhältlich und wurde mit einer "Keine Jugendfreigabe" gesegnet, was bei Tierhorrorfilmen schon eine Ausnahme darstellt. Doch schaut man sich den dritten Aufguss einmal an, kann man diese Freigabe teilweise verstehen. In puncto Härte hat "The Offspring" enorm zugenommen und lässt den roten Lebenssaft literweise fließen. Wenn z.B. die mutierte Anakonda ihren menschlichen Gegner kurzerhand den Kopf abbeißt oder aber mit ihrem Schwanz durchbohrt, wird sehr viel CGI-Blut und auch klassisches Kunstblut verspritzt.
Damit ist man dann auch schon bei der 08/15-Geschichte angelangt: Ein totkranker Finanzier (John "Ich werde immer dünner" Rhys-Davies) beauftragt brillante Wissenschaftler an zwei Anakondas diverse Tests für ein Heilmittel vorzunehmen, ohne mit den Folgen zu rechnen. Die Schlangen werden übernatürlich groß und haben Heißhunger auf alles und jeden. So kommt es irgendwann wie es kommen muss und die beiden Anakondas brechen aus. Nachdem selbst erfahrende Jäger die Schlange nicht aufhalten konnten, beauftragt man den Söldner Hammet, der alles versucht, um die Viecher aufzuhalten, welche sich gerade ein Nest für ihren Nachwuchs suchen.

David Hasselhoff spielt Hammet und ist seit langem mal wieder in einer Hauptrolle zu sehen. Leider sucht er sich einen Film aus, dessen Drehbuch sich so einige Ausreißer leistet, was für gehöriges Kopfschütteln sorgen dürfte. Doch abgesehen von den blöden Dialogen und einem an den Haaren herbeigezogenen Finale sind es vor allem die mäßigen CGI-Effekte der Schlangen, welche den Film gerade mal auf unteres Trash-Niveau hieven. Reicht es nicht schon, dass der Großteil der Goreeffekte aus dem PC stammt, so sind die Animationen der Schlagen teilweise sehr peinlich und die Proportionen scheinen je nach Szene ebenfalls zu variieren. Aus Kostengründen drehte man in Rumänien und betreibt eher geringen Aufwand, was sich deutlich in der Qualität der Produktion niederschlägt. So fährt das Team von Schlangenjägern in einem Auto durch die Wildnis und man sieht nur allzu deutlich, dass sie in einer Attrappe von einer Bluescreen-Wand sitzen und hin- und hergeschüttelt werden. Eigentlich schade, denn gegen Tierhorrofilme habe ich nichts einzuwenden, aber solch einer dilletantischen Inszenierung, den blöden Dialogen und den teilweise miesen CGI-Effekte kann man nur wenig abgewinnen. Sicherlich ist der Unterhaltungsfaktor da, doch das dümmliche Drehbuch lässt kaum Logik im Verhalten der Protagonisten zu und wer dachte Hasselhoff würde eine schlechte Darstellung abgeben, dem sei gesagt, dass sein Spiel noch zu dem Besten gehört, was "Anaconda 3" zu bieten hat. Das mag viel heißen und auch wenn man sich den dritten Aufguss in eine illustren Runde gut geben kann, fehlt es dem Film an Spannung und einer ordentlichen Portion Selbstironie. Für den US-amerikanischen Markt mag dies vielleicht gerade noch reichen, für uns verwöhnte Tierhorrorfans ist der dritte Teil aber weder Fisch noch Fleisch. Für einen ernst zu nehmenden Film zu billig und plump und für eine Trashgranate nimmt sich "Anaconda 3" viel zu ernst. Schade eigentlich ...

Die DVD ist überraschend gut produziert und eigenlich fehlt hier nur noch das Bonusmaterial. Theroretisch würde sich die gute Bildqualitiät ideal für einen Blu-ray-Titel eignen, doch wer möchte sich diesen Rohrkrepierer noch ein zweites Mal anschauen?



Bilder der DVD




Druckbare Version
Anacondas - Die Jagd nach der Blut-Orchidee
Anaconda
Anacondas - Trail of Blood
NewsDavid Hasselhoff in "Anaconda - Offspring"
IMDb.com OFDb.de



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