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D 2008
Originaltitel:Graveyard Of The Living Dead
Länge:89:00 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Marc Rohnstock
Buch:Marc Rohnstock
Kamera:Christian Reckert
Musik:Ramon Kaltenbach, Martin Rüdel
SFX:Christian Reckert, Marc Rohnstock
Darsteller:Stefan Rüdel, Alexander Reckert, Lars Rohnstock, Ramon Kaltenbach, Marc Rohnstock, Martin Rüdel, Sarah Depen, Karin Burkhard, Boris Schweikardt, Timo Rose
Vertrieb:HDMV
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:20.09.2009 (Kauf)



Inhalt
In einem medizinischen Institut arbeiten der Wissenschaftler Paul (Alexander Reckert) und sein Kollege Henry (Lars Rohnstock) auf eigene Faust an einem geheimen Projekt. Sie wollen die Hirnströme eines kürzlich verstorbenen Menschen wieder aktivieren um Informationen über die Funktionsweise des Gehirns nach dem Tode zu erlangen. Es funktioniert, jedoch mit fatalen Folgen! Der Tote erwacht plötzlich zum Leben ...
Die Situation eskaliert als das infizierte Blut der Untoten einen nahe gelegenen Friedhof verseucht, wodurch sich eine kürzlich verunglückte Schulklasse aus ihren Gräbern erhebt. Für eine Gruppe Gothic-Fans entbrennt ein Kampf um Leben und Tod ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Es macht sich bezahlt mit einer ordentlichen DV-Kamera zu arbeiten, denn somit sieht "Graveyard Of The Living Dead" längst nicht aus wie irgendein Film, den ein paar Kinder im Hinterhof gedreht haben. Vorteile dieser Technik sind die angenehm plastischen Bilder und die in diesem Falle sehr realistische Farbaufnahme, so dass man die blutigen Szenen in schillernden Rottönen erleben darf. Geringe Nachteile entstehen beim Kontrast, der den Himmel etwas zu hell durchstrahlen lässt, andererseits aber im schattigen Schuppen nicht absäuft oder graustichig wird. Abschwächungen muss die überdurchschnittliche Schärfe bei Bewegungen hinnehmen, wo eine sehr deutliche Glättung stattfindet. Außerdem könnte man noch einiges erreichen, wenn man der Kompression mehr Spielraum gegeben hätte, denn immer wieder bilden sich feine Säume um Konturen oder Blöcke ab, was beim sonst sehr plastischen Bild umso mehr auffällt. Für eine Amateurproduktion wird jedoch ein beachtliches Bild geboten.
 ++++--

Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Stereo)
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Der Ton kommt mit Stereo aus, was zwar nicht mehr auf der Höhe der Zeit ist, dem Klang dieses Films aber keine merklichen Nachteile verschafft. Insgesamt hat man versucht, durch Musik, Nachsynchros und Geräuscheinspielungen die Qualität anzuheben, was eine deutlich besser klingt als die übliche Amateur-Verfilmung. Mit der hat man klangtechnisch aber immer noch ein paar Elemente gemeinsam, nämlich wenn man doch mal auf Live-Ton zurückgreift. Auch ist die Abmischung vom rockigen Soundtrack und den Schreien der Akteure nicht immer ganz geglückt, weil hier die Stimmen schnell etwas verzerren. Insgesamt ist man aber schon auf dem Weg in die professionelle Richtung.
 +++/--

Extras
Extras
  • Graveyard of the living Dead Trailer 1 (1:33 Min.)
  • Graveyard of the living Dead Trailer 2 (1:49 Min.)
  • The Audrey Virginia Show (2:21 Min.)
  • Kurzfilm "Dark Awakening" (16:14 Min.)
  • Kurzfilm "Spider" (11:45 Min.)
  • Kurzfilm "Never last Corpses" (3:50 Min.)
  • Kurzfilm "Screamday 2" (10:33 Min.)
  • Musikclip: The Others - Lover's Lane (4:13 Min.)
  • Trailershow:
    • Barricade (2:35 Min.)
    • Insecticidal (1:34 Min.)
    • The Rage (1:42 Min.)
    • The Catcher (1:20 Min.)
  • 3 Postkarten
  • Wendecover
VerpackungKeepCase im Schuber
 Zu "Graveyard Of The Living Dead" sind lediglich zwei Trailer vorhanden, das restliche Bonusmaterial besteht aus weiteren Amateurkurzfilmen und einem Musikvideo der Band "The Other". Vor den einzelnen Beiträgen darf Bestattungs-Barbie Audrey Virginia in kurzen Einspielern auf schön trashige Art durch das Programm führen. Bei den Kurzfilmen sticht "Dark Awakening" hervor, der wie der Hauptfilm von Marc Rohnstock und der Infernal Films-Gruppe inszeniert wurde und ein nettes Albtraumszenario bietet, wenngleich mir die Spielfilme von Rohnstock besser gefallen. Zu deutlich merkt man Rohnstock an, dass er mehr Spielzeit benötigt, um seine Geschichten entfalten zu können. Dennoch sind auch gute Ansätze in "Dark Awakening" erkennbar. Weiterhin befindet sich Timo Roses Frühwerk "Spider" auf der DVD, in dem ein junger Mann von einer unbekannten Spinnenart gebissen wird, dessen Hand darauf anfängt zu mutieren und ein unstillbares Verlangen nach Blut in ihm aufkommt. Den Bodensatz deutscher Amateurfilme findet man in den letzten beiden Beiträgen, die von Robert Kletschka und Stefan Schipke stammen: "Screamday 2" und "Never Last Corpses" bieten rein gar nichts, was auch nur einen Funke von Unterhaltung rechtfertigen würde. Weitere Worte zu verlieren wäre reine Zeitverschwendung, daher sollte man lieber zum musikalischen Beitrag von "The Other" springen, die mit ihrem grandiosen Song "Lover's Lane" ebenfalls auf der DVD vertreten sind. In einer Gastrolle ist hier Pornosternchen Leonie Saint zu sehen. Diverse Trailer zu weiteren Veröffentlichungen beenden letztendlich diese Rubrik. Im KeepCase befinden sich noch 3 blutig-erotische Postkarten und die Veröffentlichung wurde zudem mit einem Wendecover ausgestattet.
 ++++/-

Fazit
Nachwievor bietet der Zombie-Film die attraktivste Möglichkeit im Nachwuchsfilmbereich, Schauwerte in Form von blutigen Effekten mit einer simpel gestrickten, ohne anspruchsvolle Sets auskommende Geschichte zu inszenieren. Das soll nicht abwertend gemeint sein, denn Marc Rohnstock (Interner Link"Dungeon Of Evil") weiß offensichtlich, was im Bereich seiner Möglichkeiten liegt und was man lieber vermeiden sollte.
Eigentlich klingt das "Junge Gothics werden auf Friedhof von Zombies angefallen"-Gerüst nach einer ziemlich müden Nummer, die Art der Inszenierung zeugt aber von Gespür fürs Detail. Vermieden wird hohles Gebrabbel und wenn es doch mal eine der wenigen dialoglastige Stellen gibt, dann verhilft der erfreulich dynamische Schnitt und die sehr sichere Kameraführung dazu, diese Szenen nicht langweilig werden zu lassen. An gorigen Effekten wurde ebenfalls nicht gespart, denn Kunstblut fließt in Massen und die zerhackten Dummies sehen nicht gleich auf den ersten Blick aus wie Puppen. Rohnstock und sein zahlreiches Team müssen verdammt viel Spaß beim Dreh der sehr splattrigen Szenenabläufe gehabt haben, die darin resultieren, dass die beiden männlichen Hauptrollen ab der 30. Minute mit blutverschmierten Gesichtern und Klamotten herumlaufen und versuchen, der Zombie-Invasion Herr zu werden. Die Entstehung dieser Untotenwelle ist beinahe typisch für das Genre, denn ein wissenschaftlich überwachtes Nahtodexperiment weckt im Probanden den Hunger auf Fleisch, so dass es gleich zwei Laboranten erwischt. Die stehen natürlich auch wieder untot auf und wanken fortan in die Nähe des Friedhofs umher, wo sich die sechs Jugendlichen einfach nur die Zeit vertreiben wollten. Leider hat der Stinker der Gruppe, der sich absondert, die Autoschlüssel dabei, die einer der Zombies aus ihm herausfrisst. Klaro, dass man ab diesem Zeitpunkt zur Wiedergewinnung der einzigen Fluchtmöglichkeiten ziemlich tief in Blut- und Gedärmresten herumtasten muss. Zwischendrin werden noch zwei Teens gebissen und das Blut einiger zerhackstückter Untoter lässt die sonst friedlichen Untermieter des Friedhofs aus ihren kalten Erdwohnungen auferstehen. Neben einer Zombie-Nudie-Szene (Seltenheitswert!) darf man sich über die hochwertige Verarbeitung der Effekte und das ernsthafte Angehen der Geschichte freuen. Natürlich, "Graveyard Of The Living Dead" ist ein Unterhaltungsfilm, aber er ist sicherlich kein typischer Nachwuchs-Trash, weil er dafür einfach zu gut gemacht ist. Auch die etwas unverständliche Flucht zum Auto und zurück zum Schuppen wird verständlich, schließlich will man ja die Kettensäge im Schuppen, die dort leider keinen Sprit hat, noch in Aktion sehen. Die Drehzeit von nur 30 Tagen ist zudem erstaunlich, denn normalerweise benötigen solche Produktionen, die ja nun zum großen Teil von Fans und Freiwilligen gedreht werden, doch sehr viel länger.

Somit ist "Graveyard Of The Living Dead" trotz einer etwas gedehnten Erzählweise einer der kurzweiligsten Zombie-Film, der in den letzten Jahren entstanden ist. Die DVD selbst ist gut produziert worden und der Coverzusatz "The Graveyard Sessions Collection Nr. 01" lässt auf Weiteres hoffen.



Bilder der DVD




Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de (Graveyard Of The Living Dead)
IMDb.com OFDb.de (Dark Awakening)
OFDb.de (Screamday 2)



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