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USA 2007
Originaltitel:Bone Eater
Länge:84:25 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Jim Wynorski
Buch:Jim Wynorski, William Monroe
Kamera:Andrea Rossotto
Musik:Chuck Cirino
SFX:Digital Slaves VFX
Darsteller:Bruce Boxleitner, William Katt, Veronica Hamel, Walter Koenig, Gil Gerard, Adoni Maropis, Clara Bryant, Jennifer Lee Wiggins, Roark Critchlow, Michael Horse, Robert Clotworthy, Brian Gross, Jim Storm, Paul Rae, Carlos Moreno Jr., Kristen Honey, Jesse Janzen, Tom Schmid
Vertrieb:Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:31.01.2008 (Verleih) / 15.02.2008 (Kauf)



Inhalt
Mehrere Morde geben der Polizei in der Wüste Arizonas Rätsel auf. Sheriff Evans nimmt die Ermittlungen auf und seine Spur führt zu einem nahe gelegenen Indianerdorf. Bauarbeiten auf heiligem indianischen Gebiet haben dort einen alten und gefährlichen Indianermythos, den "Bone Eater", zum Leben erweckt. Dieses gnadenlos mordende Monster ernährt sich von den Knochen seiner Opfer und scheint durch nichts aufgehalten werden zu können. Als auch noch seine Tochter in Gefahr gerät, muss sich Evans mit den Indianern verbünden, um die Kreatur zu stoppen.

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Für eine Kleinproduktion macht das Bild der deutschen DVD von "The Bone Eater" einen erfreulich frischen und hochwertigen Eindruck. Natürlich ist das auch ein Verdienst der durchweg sehr guten Ausleuchtung, die (fast) jeder Szene zu angenehmer Schärfe und natürlichen, aber dennoch gesättigten Farben verhelfen. Abgesehen von sehr wenigen Szenen gefällt mir auch der Detailgrad des Bildes sehr gut, denn der ist höher als das, was man vom Genre-Durchschnitt gewohnt ist. Natürlich, noch etwas mehr Plastizität wäre schön gewesen, so fallen aber zumindest keine Schwankungen auf. Der Kontrast spielt gut mit, wenn es auch ein paar Szenen gibt, in denen das helle Tageslicht leichte Probleme bereitet. Wirkliche Kritik muss sich der Transfer eigentlich nur bei der Kompression gefallen lassen, denn im hintergründig immer mal wieder feinen Rauschen verstecken sich so einige Muster, die da nicht hingehören. Zumindest beeinflussen Rauschen und Kompression nicht wirklich die Detaildarstellung.
 ++++/-

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, En), DTS 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Etwas ernüchternder fällt die Tonwertung aus. Zuerst einmal bietet "The Bone Eater" ein doch ausgewogenes Klangbild, das zwar keine Surround-Orgien entfesselt, aber die hinteren Lautsprecher auch nicht verhungern lässt. Für diese Kategorie von Film ist das Verhältnis zwischen breitem Stereo und unterstützenden Surround-Einspielungen sogar ausgewogen, auch wenn man auf richtige Knaller oder deutlich heraushörbare Bewegungen verzichten muss. Etwas ging aber bei der Synchro scheinbar schief, denn das, was der Center ausspuckt, klingt wenig direkt, sondern sogar etwas bedeckt. Die durchschnittliche Synchro verliert somit viel Spritzigkeit gegenüber den klaren Originalsprechern, da kann auch der DTS-Modus nicht helfen. Für deutsche Untertitel ist gesorgt.
 +++/--

Extras
Extras
  • Audiokommentar
  • Trailer dt./engl. (0:58 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • Storm (1:44 Min.)
    • Hatchet (1:39 Min.)
    • Scorpion (1:40 Min.)
    • Cold Prey (2:11 Min.)
    • The Jamned (2:17 Min.)
    • The Hamiltons (2:29 Min.)
    • Underground Fighters (1:18 Min.)
    • Hinterm Mond gleich links (1:49 Min.)
    • The Last Winter (1:41 Min.)
    • Behind The Mask (2:17 Min.)
    • Deadly Instincts (1:34 Min.)
    • The Night Listener (2:31 Min.)
    • Die wilden Siebziger (1:34 Min.)
VerpackungKeepCase
 Wirklich viel Bonusmaterial gibt es nicht, aber wenn den den Audiokommentar verpasst, wird man sich wirklich ärgern. Den sprechen Regisseur und Autor Jim Wynorski, der diesen Filme unter dem Synonym Bob Robertson drehte, sein Co-Autor William Monroe und Darstellerin Jennifer Lee Wiggins ein und es vergeht keine Minute, in der nicht schallend gelacht wird, weil alle drei sich herrlich über ihr Werk amüsieren und ihre Kollegen liebevoll runterputzen. Die besten Momente dürften jene sein, in denen Jim Wynorski erklärt, wie er Darstellerinnen castet (nach der Körbchengröße) oder wenn er über das Aufeinandertreffen von zwei herzlich wenig begabten, weiblichen Charakteren erzählt und dabei erklärt, dass er unglaublich schnell wegschneiden musste, weil zu wenig "gutes" Material von dieser Szene gedreht wurde. Dumm nur, dass man keine Übersetzung in Form von Untertiteln vorliegen hat. Weiteres Bonusmaterial gibt es in Form einer Menge Trailer.
 +-----

Fazit
Ein in einer abgelegenen Kleinstadt wilderndes Monster muss doch prächtig funktionieren. dachte sich vermutlich Regie-Routinier Jim Wynorski als es an die Umsetzung von "The Bone Eater" ging. Ich habe das Gefühl, dass ich allein dieses Jahr 5 B-Filme gesehen habe, die haargenau das selbe Strickmuster verfolgen wie dieser Indianerlegendenspuk hier, bei dem ein drollig animierter CGI-Knochenfluch (das ist nicht mal abwertend gemeint!) von einem rücksichtslosen Bauherrn aus Versehen ausgegraben und reanimiert wird. Der Sheriff des Dorfes, ein grau gewordener Bruce Boxleitner, muss nun die Lage wieder unter Kontrolle bringen, den Bauleiter beruhigen, der hinter der ganzen Geschichte eine Finte des ansässigen Indianerstamms sieht, und natürlich irgendwie einen Weg finden, das Gift und Galle spuckende Staubskelett wieder zu erden, bevor eine anstehende Sonnenfinsternis die Dämonen heraufbeschwören kann.
Inhaltlich als auch inszenatorisch wurde kein großer Aufwand betrieben, denn "The Bone Eater" ist so geradlinig wie eine Interstate in der Wüste und darf allein deswegen keine Höhepunkte verbuchen. Die Ursache berichtet der Regisseur selbst: die Richtlinien und Normen des SciFi Channels, einem auf diese Art von Produktionen spezialisierten TV-Sender, müssen eingehalten werden. Es scheint beinahe genau abgemessen zu sein, wann denn der sporadisch auftretende Teufel wieder ein paar Unschuldige in die ewigen Jagdgründe befördert, in die es selber nur mittels eines alten Knochenbeils zurückgeschickt werden kann, das natürlich irgendwo in dem kleinen Kaff kursiert. Eine gehörige Portion Trash-Kultur gehört dazu, um sich den sehr einfach gestrickten "The Bone Eater" mit Freuden anschauen zu können. Hilfsbereit bei dieser Ansichtsweise sind die mittelmäßigen CGIs, die besonders beim abstürzenden Motocross oder dem galoppierenden Knochenpferd für Gelächter sorgen werden. Ungewöhnlich (und sehr sauber) ist zudem die Art, mit der das Wesen tötet: Ein kleiner Schlitz mit einem knöchrigen Messer und das Opfer zerfällt urplötzlich zu Staub. Demnach dauert es ein wenig, bis der Sheriff weiß, womit er es zu tun hat. Dank indianischer Abstammung und der Mithilfe einiger Stammesbrüder und -schwestern kann er aber die Sache letztlich einschätzen und in den Griff bekommen, was damit endet, dass er in bester Westernmanier in den Kampf zieht.
Dazwischen finden vor allem indianische Folklore und die fotogene Landschaft Weg auf das Zelluloid. Obligatorisch ist natürlich auch Daddys kesses Töchterchen, das irgendwann selbst in die Sache reingerät und gerettet werden muss. Wer würde das nicht tun, bei dieser kessen Biene?
Da "The Bone Eater" die meiste Zeit über bei Tageslicht spielt, die Kreatur zum Schmunzeln anregt und jede Menge Logiklöcher die Geschichte der Lächerlichkeit preisgeben wollen, kann man insgesamt von einem doch unterhaltsamen Werk sprechen, das zumindest seine B- oder C-Herkunft nicht verleugnet. So ist das recht!



Bilder der DVD




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