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AUS 2006
Originaltitel:Court of Lonely Royals
Länge:89:59 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Rohan Michael Hoole
Buch:Rohan Michael Hoole
Kamera:Marc Windon
Musik:The Midnight Juggernauts
Darsteller:Damon Gameau, Samantha Noble, Leah De Neise, Ayse Tezel, Angus McLaren, Robert Morgan, Neil Melville, George Vidalis
Vertrieb:Cult Movies Entertainment
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:24.07.2008 (Kauf)



Inhalt
Sehen so unsere Großstädte der Zukunft aus? Holden und Hunter verdienen ihr Geld als Auftragskiller für die Polizei. Aber sie sind keine herkömmlichen Killer, die ihren Opfern den Tod bringen und ihnen dabei in die Augen sehen. Ihre Methoden sind anders! Sie nutzen die Schwächen ihrer Opfer gezielt aus und inszenieren dadurch deren Selbstzerstörung. In das Leben der Tötungsmaschinen treten die rachsüchtige Hure Charlie sowie die Herumtreiberin Camille, die ein Auge auf Holden geworfen hat. Doch die Umstände, unter denen das Schicksal die vier zusammengeführt hat, könnten schlimmer nicht sein.

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Der Transfer von "Court of Lonely Royals" darf als solide bezeichnet werden, der zudem mit diversen Stilmitteln des Regisseurs aufwartet. Andererseits muss man auch sagen, dass gerade diese verschiedenen Elemente den Independentfilm nicht immer optimal in der Bildqualität erscheinen lassen. Sicherlich wird dies auch dem kleinen Budget anzulasten sein, da mit mehr Geld wohl auch ein anderes Equipment zur Verfügung gestanden hätte. Positiv fällt zumindest das Fehlen von Schmutz und Defekten auf, wobei die Farbgebung sehr differenziert ausfällt. Kräftige und warme Töne werden von kühlen Farben abgelöst, um sich phasenweise mit stilvollen schwarz/weiß-Bildern abzuwechseln. Der Kontrast wurde hingegen hart gewählt und neigt in dunklen Bildbereichen dazu, feine Details zu verschlucken und lässt helle Szenen etwas überstrahlen. Die Detailwiedergabe hingegen kann nur wenig überzeugen, was an der mäßigen Schärfe liegt, die durch ein kontinuierliches Bildrauschen weiter beeinträchtigt wird. Möglicherweise wurde auch mit Rauschfiltern gearbeitet, wofür die stehenden Muster sprechen würden. Auffällig ist jedoch, dass sich die Schärfe in den Passagen mit einer kühlen Farbgebung deutlich verbessert und hier dann auch über einige Details verfügt. Die Kompression sorgt für kleinere Unruhen, die aber keine störenden Ausmaßen annehmen.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (Deu, En)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Neben der deutschen Dolby Digital 5.1-Abmischung gibt es alternativ noch zwei Stereospuren in Deutsch und Englisch. Filmbedingt bleibt der Einsatz der Rears in Dolby Digital 5.1 eher verhalten und wird nur zur Unterstützung des Soundtracks eingesetzt. Soll mit anderen Worten heißen, dass überwiegend eine frontlastige Abmischung vorhanden ist, die in einigen actionbetonteren Szenen mit einem leichten Basseinsatz erfreuen kann. Dies kommt zwar nicht oft vor und die Wirkung ist lediglich als dezent zu bezeichnen, doch ist das Endergebnis zufrieden stellend. Dennoch klingt der Mix nicht wirklich räumlich, da es einfach an direktionalen Effekten mangelt. Dafür werden die Dialoge sauber und gut verständlich wiedergegeben. Auch die Stereovarianten sind gelungen, klingen aber deutlich flacher und lassen die vorhandene Dynamik in der DD5.1-Spur vermissen. Zu Überlagerungen kommt es in keiner der drei Tonspuren, auch sind keine Störgeräusche auszumachen. Die fehlenden deutschen Untertitel zur Unterstützung des O-Tons schmälern den Gesamteindruck jedoch ein wenig.
 +++/--

Extras
Extras
  • Trailer: Dead Man's Cards (1:31 Min.)
  • Trailer: Evilenko (2:37 Min.)
VerpackungKeepCase
 Als Bonus gibt es nur zwei Trailer zu weiteren Veröffentlichungen des Anbieters.
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Fazit
Gewalt ist keine Lösung!? In der Zukunft scheinbar doch, ansonsten hätten sich die beiden Hauptpersonen Holden und Hunter nicht den Beruf des Auftragskillers ausgesucht, der zudem noch von der Polizei unterstützt wird, um unangenehme Zeitgenossen aus dem Weg zu schaffen. Holden und Hunter sind sehr unterschiedliche Menschen und kennen sich auch nicht, doch ein Zusammentreffen ändert die jeweilige Situation schlagartig. Vom Töten überdrüssig wollen beide aus dem blutigen Geschäft aussteigen, doch ein letzter auszuführender Auftrag ist ein gefährlicher Schnittpunkt im Leben von Holden und Hunter. Während Hunter schon eine Nachfolgerin, eine ehemalige Schulkameradin, die als Hure tätig ist, gefunden hat, verschanzt sich Holden in dem abseits gelegenen Haus eines seiner Opfer, um dort erstmalig die Liebe in seinem tristen Alltag kennen zu lernen. Rohan Michael Hoole gelang es bei seinem Debüt mit wenigen finanziellen Mitteln einen beängstigenden Blick in die Zukunft zu werfen, der möglicherweise gar nicht sehr weit hergeholt wirkt. Ständig wechselt Hoole zwischen einem Drama und Thriller hin und her, nur um auf perfider Art den psychischen Verfall einer hoffnungslosen Situation zu untermauern.
Kontinuierlich baut sich Spannung auf, die anfangs etwas durch die scheinbar verworrene Handlung beeinträchtigt wird. Doch nach kurzer Zeit fügen sich die einzelnen Schicksale zu einem zusammen und fremde Personen stellen fest, dass sie doch mehr miteinander gemein haben als zu anfang gedacht. Die beiden Hauptdarsteller Damon Gameau und Ayse Tezel überzeugen in ihren Rollen als zweifelnde Auftragskiller und auch der Film selbst wirkt für eine Independentarbeit handwerklich einwandfrei umgesetzt. Schnelle Kamerafahrten lösen sich mit langsamen Schwenks ab, die mit einem passenden Soundtrack von The Midnight Juggernauts und diversen filmischen Stilmitteln eine Odyssee einer ganz besonderen Art ergeben. Sicherlich gibt es auch kleinere Schwachpunkte zu verzeichnen: So kommt es zu einigen Längen, welche die Geschichte nur langsam voranbringen und auch die Erzählebene, in der beide Parteien nebeneinander herlaufen, wirkt gerade gegen Anfang etwas verworren, doch findet man sich als Zuschauer recht schnell zurecht. Ist dies Geschehen, darf man sich Gedanken zur dargestellten Thematik machen, in der eine Jugend keine wirklichen Ziele kennt und das Töten an der Tagesordnung steht. Stellt sich die Frage, was Rohan Michael Hoole aus dem Film gemacht hätte, wenn ihm ein großes Budget zur Verfügung gestanden hätte. So bleibt ein kleiner, aber feiner Independentstreifen über das Geschäft mit dem Tod, der sich definitiv lohnt, gesehen zu werden.



Bilder der DVD




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