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HK 1998
Originaltitel:Zan Sam Jing Hung
Alternativtitel:Zhen Xin Ying Xiong
Länge:98:29 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Johnny To
Buch:Kam-Yuen Szeto, Nai-Hoi Yau
Kamera:Siu-keung Cheng
Musik:Raymond Wong
Darsteller:Leon Lai, Ching Wan Lau, Fiona Leung, YoYo Mung, Henry Fong, Shi-Kwan Yen, Keiji Sato, Michael Lam, Bun Yuen, Ping Cheung, Suet Lam, Chiu Chi Shing, Ching Ting Law
Vertrieb:Atomik-Films
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:11.11.2004 (Kauf)



Inhalt
Zwei Auftragskiller verbindet ein freundschaftliches Band, auch wenn sie auf verfeindeten Gang-Seiten stehen. Als ihre Bosse einen blutigen Krieg starten, werden die beiden aufeinander angesetzt. Doch schon bald wendet sich das Blatt - die Gangsterbosse verbünden sich und ihre beiden Killer sollen umgebracht werden ...

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Heroic Bloodshed-Genre hat es seit jeher ziemlich schwer, in einer vernünftigen Qualität veröffentlicht zu werden. Wenn schon be einem absoluten Verkaufsschlager wie John Woos Interner Link"The Killer" die Aufarbeitungen eher durchschnittlich gelungen sind, wie sieht es dann erst bei einem weniger bekannten Titel wie "A Hero Never Dies" sein? Die Antwort ist: schlecht.
Das einzige, was am gesamten Bild positiv hervorsticht, ist das Originalformat, aber selbst hier würde ich meine Hand nicht ins Feuer dafür legen, dass nicht eine bereits leicht beschnittene Vorlage dafür herhalten musste. Die restliche Qualität ist ziemlich lausig, vor allem, weil die Farb- und Kontrastwerte das Bild sehr ausgeblichen aussehen lassen. Die teilweise auslaufenden Farben haben keine Kraft mehr und erinnern an ein mittelmäßiges Videoband, während der Kontrast es eben nicht schafft, auch Schwarzwerte darzustellen. Zudem ist die Detaildarstellung durch das sehr schleppende Rauschen kaum noch als solche zu bezeichnen. Die Vorlage hat eine deutlich zu geringe Auflösung, was zu flimmernden, manchmal auch wabernden Effekten führt. Auch Ghosting und ein paar kompressionsbedingte Strukturen machen dem Transfer zu schaffen. Letztlich kann man sich den Film so anschauen, man wird sich aber an eine Videokassette erinnert fühlen - die es in Deutschland aber bisher von dem Titel nicht gab. Davon abgesehen sieht der Film mit dieser DVD aus wie ein Schlunzprodukt der 80er, nicht aber von 1998.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (Deu, Kant)
SpracheDeutsch, Kantonesisch
UntertitelDeutsch
 Auch beim Ton überzeugt nicht gerade die Qualität. Die 5.1-Abmischung ist völlig nutzlos, denn genutzt werden eh nicht mehr als die Frontlautsprecher. Dabei hatte ich erwartet, dass zumindest in den Schusswechseln oder zum Beispiel im Nachtclub ein paar Effekte zu hören sind - auch wenn sie nur dazu gemischt worden wären. So klingt der Ton aber weitläufig, weil die deutsche Synchro nicht wirklich gelungen ist, sowohl bei den Sprechern als auch beim dünnen Klang, und die Hintergrundgeräusche oftmals aufgesetzt klingen. Der kantonesische Originalton erbringt zwar bei den Geräuschen gleiche Ergebnisse, ist aber angenehmer bei den Sprechern ausgelegt und kann optional mit nicht ganz fehlerfreien deutschen Untertiteln (Timing, Rechtschreibung) versehen werden, die im schwarzen Cinemascope-Balken angezeigt werden. Zwar offenbart der Score ein paar Klangunreinheiten, klingt aber nicht zu dünn. Trotzdem, der 5.1-Modus täuscht und das führt irgendwie zur Enttäuschung.
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Extras
Extras
  • Making Of (18:16 Min.)
  • Trailer dt./kant. (3:16 Min.)
  • Trailershow:
    • Teenaged (1:09 Min.)
    • Future War (2:07 Min.)
    • Intruder (2:12 Min.)
    • 13 Dead Man (1:53 Min.)
    • Scream Bloody Murder (1:49 Min.)
VerpackungKeepCase
 Das Making Of ist etwas seltsam, weil nur direkte geführte Interviews übersetzt werden. Aber zumindest bekommt man echte Einblicke an die Drehorte und bekommt gleich erklärt, warum in Thailand gedreht wurde. Nach den Credits für dieses Extras nicht ausschalten, sondern weiterschauen, denn es kommt noch ein weiteres Kurzinterview. Außerdem enthält die DVD noch den Trailer in deutscher und kantonesischer Sprache, was ebenso untertitelt werden kann wie das Making Of. Im Bereich "Trailershow" machen besonders die ultratrashigen "Future War" und "Scream Bloody Murder" auf sich aufmerksam.
 +/----

Fazit
Fans von Hongkong-Actionfilmen ist der Name Johnnie To freilich bekannt. Der gute Man, der eine eigene Fanbase besitzt, zeichnete sich für Filme wie Interner Link"Election", "Exiled" oder Interner Link"The Mission" verantwortlich. Der 53-jährige Chinese hat in seiner Karriere bisher über vierzig Filme gedreht, quasi die Mitte dieses Sujets bildet dabei "A Hero Never Dies", der 1998 erschien und Tos zwanzigsten Film markiert. Es liegt offenbar an der schlechten DVD-Qualität, dass der Film optisch eher weniger gelungen daherkommt. Man wird beim Sehen zumindest das Gefühl nicht los, hier einen Actionfilm von 1988 und nicht 1998 zu sehen. Dabei handelt es sich bei "A Hero Never Dies" fast nur zur Hälfte um einen Actionfilm, nimmt doch auch das Drama einen Großteil der Handlung ein. Beginnt der Film in seiner ersten halben Stunde recht furios, lässt er dieses Tempo anschließend lange schleifen, ehe er in der finalen Viertelstunde wieder da anknüpft, wo er zu Beginn aufgehört hatte.

Getragen wird die erste halbe Stunde fast ausschließlich vom Spiel der beiden Protagonisten Ching Wan Lau und Leon Lai. Ersterer tauchte 1998 auch in zwei anderen von Drehbuchautor Kam-Yuen Szeto geschrieben Filmen ("Expect the Unexpected" und "The Longest Nite") auf und arbeitete mehrfach mit dem Regisseur selbst zusammen. Lau und Lai spielen zwei konkurrierende Killer, die für ihre jeweiligen Syndikatsbosse versuchen sich gegenseitig bzw. die Bosse auszulöschen. Dabei verbindet die beiden jedoch nicht nur eine Liebe zu gutem Rotwein, sondern eine unausgesprochene Freundschaft, basierend auf gegenseitigem Respekt. Das erste Drittel des Filmes ist von dieser Freundschaft und der Einführung der beiden Charaktere getragen. Ihr finaler Kampf wird beide jedoch schwer zeichnen und in ein Drama münden, das den Mittelteil des Filmes beherrscht. To glorifiziert Gewalt hier nicht, jeder muss in "A Hero Never Dies" für seine Taten bezahlen. Was besonders beeindruckt, ist dabei die Rolle der Frauen in Tos Film. Die Figuren von Fiona Leung und YoYo Mung sind sehr stark aufgebaut und werden durch ihre Liebe zu den beiden Protagonisten ausgezeichnet.

Erinnert das erste Drittel aufgrund der komischen Beziehung der beiden männlichen Figuren etwas an John Woos Meisterwerk Interner Link"The Killer" (1989), so mutet das zweite Drittel verstärkt an Hal Ashbys "Coming Home" (1978) an. Die Mischung der beiden Genres wirkt etwas abrupt, der finale Shootout nicht ganz so stark wie der am Ende des ersten Drittels. Inhaltlich ist es etwas enttäuschend, dass Jack im Mittelteil vorkommt, hier verstärkt auf Martin Wert gelegt wird. Da hilft es auch nichts, dass es am Schluss fast verkehrt wird. Hier hätte man sich einen parallelen Erzählstrang gewünscht. Ansonsten weiß "A Hero Never Dies" Fans von To und dem Hongkong-Actionkino sicherlich alle gewünschten Komponenten eines unterhaltsamen Filmes zu bieten.



Bilder der DVD




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