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SK, USA 2004
Originaltitel:Frankenstein
Alternativtitel:Kreatur, Die
Länge:169:35 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Kevin Connor
Buch:Mark Kruger; Mary Shelley
Kamera:Alan Caso
Musik:Roger Bellon
SFX:Almost Human, UPP
Darsteller:Luke Goss, Alec Newman, Julie Delpy, Nicole Lewis, Monika Hilmerová, Donald Sutherland, William Hurt, Tomas Mastalir, Lianna Bamberg, Edita Borsova, Samo Chrtan, Mark Jax, Ondrej Koval, Daniel Williams, Dan Stevens
Vertrieb:EuroVideo
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:16.04.2008 (Verleih) / 15.05.2008 (Kauf)



Inhalt
Was passiert, wenn der Mensch sich über die Gesetzte Gottes und der Naturwissenschaften hinweg setzt? Das erzählt Viktor Frankenstein, aufgelesen von der Besatzung eines im Eismeer gestrandeten Schiffes, dem Schiffskapitän Captain Walton und seiner Crew. Die Geschichte beginnt zu der Zeit, als Frankenstein ein junger Student war: ehrgeizig und besessen von der Idee, die Geheimnisse, die über Leben und Tod bestimmen, zu ergründen. In einer düsteren Nacht gelingt ihm das Unfassbare: Aus Menschenknochen und anderen Gebeinen formt er einen menschenähnlichen Körper und haucht ihm Leben ein. Es entsteht eine teuflische Kreatur - mit dem Bewusstsein und der Gefühlswelt eines Menschen, aber doch so wenig Mensch, wie man es sich nur vorstellen kann. Auf ihrer Suche nach Akzeptanz und Liebe erfährt Frankensteins Kreatur nur Zurückweisung und Enttäuschung - und so schwört sie Rache: an seinem Schöpfer und allem was diesem lieb ist ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Die Optik schwankt ein wenig, weil das beständige Rauschen nicht so weit gefestigt werden konnte, dass es die Detailschärfe des Bildes nicht mehr angreift. Die ist weitestgehend etwas über dem Niveau einer TV-Verfilmung, gerade aber was den Detailbereich angeht, kann "Die Kreatur" nur befriedigende Ergebnisse erzielen. Zu weich sehen Nahaufnahmen aus und lediglich die Konturen verschaffen dem anamorphen Bild etwas mehr Plastizität. Die Farben sind thematisch gedämpft, so dass die Sättigung eher schwach ausfällt. Gelegentlich, wenn es die Stimmung zulässt, wird hier nachgeholfen, so dass man kaum von einem Defizit sprechen kann. Wirklich Kritik hat eigentlich neben der Schärfe nur der Kontrast verdient, der möglicherweise ausreicht, dass Bild in viele Schatten zu hüllen, aber sehr oft helle Bereiche (z.B. Sonnenlicht, das durch Fenster einstrahlt) stark überhellt darstellt. Darunter leidet der gesamte Transfer, dem etwas die Natürlichkeit abhanden geht. Trotzdem ist das Ergebnis noch im oberen Durchschnitt anzusiedeln und für diese Art von Verfilmung mit seiner düsteren, erdigen Optik vielleicht genau richtig. Lediglich die Kompression nimmt das Rauschen durch Blockbildung auf und ist dadurch nicht gerade akzteptabel.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (En)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Man könnte vermuten, der deutsche 5.1-Ton wäre lediglich ein halbfertiger Upmix, aber er bringt im Vergleich zum Originalton tatsächlich ein paar Verbesserungen. Vor allem der Score profitiert von einem satteren Klang, in den auch ein angenehmer Basspegel mit einbezogen wird. So macht man gerade in diesem Bereich deutlich mehr, als man es von einem ursprünglichen Stereoton gewohnt ist. Natürlich sind die Surround-Kanäle nur zaghaft im Einsatz, was die sehr präsenten Frontlautsprecher umso mehr herausstellt, aber zumindest ist der Gesamteindruck besser als im Englischen. Dort klingen andererseits die Dialoge etwas sanfter und nicht ganz so aufgesetzt wie im Deutschen. Leider gibt es keine Untertitel.
 +++/--

Extras
Extras
  • Making Of (5:31 Min.)
  • Originaltrailer (2:11 Min.)
VerpackungKeepCase
 Dass es das Making Of nur in englischer Sprache gibt, wird zwar im Menu angezeigt, ist aber trotzdem unschön. Allzu viel verpasst man in den 5 Minute aber nicht, denn Zweck dieses Kurzvideos ist es, den Film vorzustellen. Das wird den Zuschauer nach dem Film kaum noch interessieren. Einzig interessant: Man sieht denjenigen, der unter der schweren Maske der Kreatur spielt, mal als Darsteller.
 +-----

Fazit
Bei der Vielzahl und Vielfältigkeit an filmischen Umsetzungen der klassischen "Frankenstein"-Idee vergisst man manchmal fast ein wenig, um was es in dieser eigentlich ging. Viel zu oft geht der humanistische Aspekt, das Wesen der Tragödie verloren, die den Stoff zu einem der interessantesten für Theater und Kino machen. Victor Frankenstein und seine Schöpfung, das sind vor allem denkende und fühlende Wesen, die im Film gern beide als Monster dargestellt werden, lediglich aber vom gegenseitigen Schicksal beeinflusst zu falschen Handlungen getrieben werden.
Gut also, dass es solche Verfilmungen wie den im Original als "Frankenstein" betitelten Zweiteiler gibt, der die Erinnerungen auffrischt und die neuen, alten Qualitäten wiederentdecken lässt. Deswegen ist "Die Kreatur" an vielen Stellen auch ein historisches Drama und kein Horror-Film. In etwa zweieinhalb Stunden verfolgt man das Leben von Victor Frankenstein, der bereits in seiner Kindheit mit dem Tod konfrontiert wird und dessen spätere wissenschaftliche Arbeit darauf ausgelegt ist, totes Leben durch elektrische Impulse zu reanimieren, weil es sein tiefster Wunsch ist, den Menschen am Leben zu erhalten. Wer an einen übergeschnappten Wissenschaftlers denkt, der in einer blitzdurchzogenen, regnerischen Nacht unter wahnsinnigem Gelächter seine Schöpfung zu Leben erweckt, der wird enttäuscht sein, denn vorrangig geht es in "Die Kreatur" um die Gefühle und die Entwicklung der Figuren, die sich ihrer traurigen Bestimmung stellen und dabei Fragen um Menschlichkeit und die Grenzen der Wissenschaft aufwerfen.
Demnach ist "Die Kreatur" auch oft mit einer ruhigen Erzählweise ausgestattet, bleibt aber über die gesamte Spieldauer sehr interessant. Sowohl die Ausstattung als auch die detailgetreuen Sets halten den Zuschauer bei der Stange, der die soliden Darstellerleistungen ebenso zu schätzen wissen wird wie die Kameraarbeit, die u.a. für tolle Landschaftsaufnahmen an Drehorten der Slowakei sorgt.

Wer also auf eine klassische Vorlage Lust bekommt, der darf sich hier sicherlich wunderbar unterhalten wissen. Die DVD ist ordentlich produziert und mit ein wenig Bonusmaterial ausgestattet.



Bilder der DVD




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