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AUS, D, FR, UK USA 2007
Originaltitel:Resident Evil: Extinction
Alternativtitel:Resident Evil 3
aka. Resident Evil: Afterlife
Länge:90:08 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Russell Mulcahy
Buch:Paul W.S. Anderson
Kamera:David Johnson
Musik:Charlie Clouser
SFX:Mr. X, Patrick Tatopoulos Design, Anibrain Digital, Rocket Science VFX, Invisible Pictures
Darsteller:Milla Jovovich, Oded Fehr, Ali Larter, Iain Glen, Ashanti, Christopher Egan, Spencer Locke, Matthew Marsden, Linden Ashby, Jason O'Mara, Mike Epps, Joe Hursley, John Eric Bentley, Madeline Carroll, Ramón Franco, Shane Woodson
Vertrieb:Constantin / Highlight
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:14.02.2008 (Kauf)



Inhalt
Fast 99 Prozent der Erdbevölkerung sind mittlerweile durch das todbringende T-Virus der "Umbrella Corporation" infiziert. Bis an die Zähne bewaffnet, treten Carlos, LJ, Claire und Nurse Betty die Flucht aus den zerstörten Städten an, in der Hoffnung noch weitere nicht infizierte Überlebende zu finden. Alice folgt dem Convoy, bereit an der Seite ihrer Mitstreiter gegen die lauernden Untoten und düsteren Machenschaften der "Umbrella Corporation" zu kämpfen. Doch dies ist nicht Alices einziger Kampf: Genetisch manipuliert von Dr. Isaacs Experimenten, kann sie sich selbst nicht mehr trauen. Ihr einziger Ausweg ist die "Umbrella Corporation" endgültig zu vernichten ...

Bild
Format2,40:1 (anamorph)
NormPAL
 Die 45 Million-Dollar-Produktion hat natürlich eine sehr ordentliche visuelle Aufarbeitung bekommen, die sich auf DVD umsetzen lässt. Typisch für den Film sind die vielen Farb- und Schärfefilter. Erstere sorgen dafür, dass die Farben durchgängig gedeckt aussehen oder die sandigen Töne des Wüsten-Sets annehmen. Dazwischen machen vor allem bläuliche Filter auf sich aufmerksam und der Kontrast wurde über die Norm gestylt, um sehr satte Schwarztöne herauszuholen. Es ist aber nicht so schlimm, dass man von einem Detailverlust sprechen könnte, der Film sieht lediglich etwas dreckiger aus und die Farbwahl ist als sehr gelungen zu bezeichen. Die beinahe durchweg hohe Schärfe arbeitet sowohl bei nahen Objekten als auch bei den Weitwinkelaufnahmen so gut, dass man selbst in einiger Entfernung noch jede Menge Feinheiten erkennen kann. Allerdings fallen auch viele Szenen auf, in denen das Bild absichtlich glatt gebügelt wurde. Am deutlichsten wird das auf Gesichtern, die wie nachretuschiert aussehen. Aber auch ein paar andere Aufnahmen lassen noch Möglichkeiten bei der Ausarbeitung der Plastizität zu, was sicherlich auf Blu-ray passieren wird. Ein anderes, kleines Problemfeld ist die Kompression, die in dunklen Szenen durch Blockrauschen auffällt. Nun ja, auch das ist nicht sehr schlimm, so dass 4,5 Punkte noch drin sind.
 ++++/-

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, En), DTS 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche DTS-Ton bietet eine erstaunliche Leistung und schlägt damit sowohl den deutschen Dolby Digital 5.1-Ton als auch das englische Original. Die Action-Last macht sich auch in der Ausarbeitung der Effekte, sämtlicher Klänge und natürlich des Scores bemerkbar, die allesamt erfreulich klar, druckvoll und räumlich angelegt sind. Kräftige Bassschübe und eine brillante Höhenwiedergabe sind somit in den meisten Szenen vorprogrammiert, auch, weil der Film genügend potenzielle Krachmacherszenen enthält, die auch im Surround-Bereich sehr überzeugend wiedergegeben werden. Ein Highlight ist beispielsweise die Rabenszene, wenn die Flugzombies aus allen Himmelsrichtungen auf die Opfer am Boden niederprasseln und dabei für rasante, aber immer noch nachvollziehbare Effekte sorgen. Gleiches gilt auch für den Zombieangriff aus dem Container, der sich besonders durch Schussgeräusche etablieren kann. Wären nicht noch die wenigen Ruhemomente, könnte man sogar 6 Punkte vergeben.
 +++++-

Extras
Extras
  • 6seitiges Booklet
DVD 1:
  • Audiokommentar
  • Making Of (21:39 Min.)
  • Der besondere Filmtipp "Die Welle" (1:08 Min.)
  • Unsere DVD-Empfehlung "Fantastic Four: Rise Of The Silver Surfer" (2:07 Min.)
  • Trailershow:
    • Apocalypto (2:36 Min.)
    • Der Fluch - The Grudge 2 (2:31 Min.)
    • Resident Evil: Apocalypse (2:21 Min.)
    • Lucky#Slevin (2:25 Min.)
    • D.O.A. - Dead Or Alive (1:57 Min.)
    • Pornorama (2:43 Min.)
DVD 1:
  • Jenseits von Raccoon City (31:06 Min.)
  • Deleted Scenes (8:45 Min.)
  • Die Hunde (3:37 Min.)
  • Die Krähen (1:43 Min.)
  • Die Schauspieler (19:38 Min.)
  • Die Maske (7:21 Min.)
  • Modellsetbau (4:06 Min.)
  • VFX-Impressionen (3:44 Min.)
  • Interviews:
    • Milla Jovovich (1:59 Min.)
    • Ali Larter (1:27 Min.)
    • Oded Fehr (1:11 Min.)
    • Ashanti (1:39 Min.)
    • Mike Epps (0:54 Min.)
    • Spencer Locke (0:21 Min.)
    • Iain Glen (1:01 Min.)
    • Russel Mulcahy (1:06 Min.)
    • Jeremy Bolt (1:04 Min.)
    • Paul W.S. Anderson (1:41 Min.)
    • Robert Kulzer (0:24 Min.)
  • Ausblick in die Zukunft von Resident Evil (6:59 Min.)
  • Blick hinter die Kulissen (12:14 Min.)
  • Darstellerinfos:
    • Milla Jovovich (1 Seite)
    • Oded Fehr (1 Seite)
    • Ali Larter (1 Seite)
    • Iain Glen (1 Seite)
    • Mike Epps (1 Seite)
    • Ashanti (1 Seite)
VerpackungDigiPack im Schuber
 Als Kunde hat man es nicht leicht, interessiert man sich für "Resident Evil 3", denn Constantin hat zeitgleich eine Vielzahl verschiedener Veröffentlichungen auf den Markt gebracht, die sich aber zumindest bei der Hauptfilm-DVD nicht unterscheiden. Bei der Verpackungsart und der zweiten DVD sieht es schon anders aus: Neben dem Amaray wurde der Film in ein Steelbook verpackt und auch mit einem besonderen Cover versehen, das wie eine metallische Beschichtung aussieht, aber die zweite DVD bekam bisher nur die "Premium Edition" spendiert, die als DigiPack im Schuber erscheint. Die enthält zusätzlich noch ein 6seitiges Booklet, in dem sich aber wenig Infos befinden. Neben der Kapitelanwahl sind lediglich Kurzfilmografien abgedruckt und der Rest wurde mit ein paar Fotos angereichert.
Auf DVD 1 wird erstmal ein Audiokommentar geboten, in dem natürlich die beiden Produzenten Paul W.S. Anderson und Jeremy Bolt mitmischen, die die Serie seit dem ersten Teil begleiten. Dazu holte man sich Russell Mulcahy, so dass insgesamt ein solider, wenn auch nicht weltbewegender Track entstand. Schlecht ist nur, dass es keine deutschen Untertitel dafür gibt, die Sache dementsprechend für eine deutsche DVD nutzlos ist. Das Making Of, das hauptsächlich den Film für den Kunden anpreisen soll und dementsprechend mit vielen Filmszenen und kurzen Produktionskommentaren vollgestopft ist, wurde dafür schon mit deutschem VoiceOver versehen. Anschauen sollte man sich dieses Extra aber schon, denn es gibt viele kurze Aufnahmen am Set.
Das zweite Making of unter dem Namen "Jenseits von Raccoon City" wartet bereits auf DVD 2 und zeigt ein wenig von dem Material, das bereits auf DVD 1 zu sehen war, nochmals. Vermutlich sind Überschneidungen auch im Folgenden nicht zu vermeiden, aber zumindest enthält es ein paar interessante Ansätze. So beweist Mr. Anderson, dass er die Spielvorlagen tatsächlich kennt und auf dem neuesten Stand ist, was die Reihe angeht, sich aber im Klaren ist, dass eine 1:1-Umsetzung des Spiels auf Film so nicht funktionieren würde. Außerdem wird die Entstehung verschiedener Effekte (z.B. Las Vegas) beschrieben, wobei erwähnenswert ist, dass die Crew sehr oft an echten Sets oder mit Modellbauten gearbeitet hat und somit wenig direkt aus dem Computer kam. Diese Einblicke wiederholen sich leider stark im 4minütigen "Modellsetbau", aus dem scheinbar viel Material ins Making Of floss. Ein paar neue Sachen sind aber dabei, u.a. eine Zeitrafferaufnahme, wie die Las Vegas-Miniatur aufgebaut wurde. Die "Deleted Scenes" sind mitunter sehr nett anzusehen, z.B. Alice' Lokationsversuch per Satellit oder die Rekrutierung von Superzombies, manchmal aber zu kurz, um wirklich Bedeutung für den Film zu haben. Interessant, weil mit neuem Material, aber etwas zu kurz, sind die Dokumentationen über die Arbeit mit den Tieren (Hunde, Krähen). Der Arbeit mit den Schauspielern wird da ungleich mehr Zeit gelassen, u.a. weil diese sich gegenseitig loben und ihre Rollen vorstellen. Im folgenden Extra bekommt man die aufwendige Arbeit der Masken-Crew zu sehen, die in einigen speziellen Fälle mehrere Stunden für das Auftragen der Zombie-Makeups benötigte. Sehr empfehlenswert ist auch das leider kurze Special zu den visuellen Effekten. Hier werden unfertige Computeranimationen schrittweise mit allen Schichten belegt, bis man bei der fertigen Szene ist. Die knapp gehaltenen Interviews darf man überspringen und direkt zur "Zukunft von Resident Evil" springen, das aber nicht die Erwartung erfüllt, wirklich die Zukunft der Serie zu beleuchten. Vielmehr werden die drei Filme kurz analysiert und es wird der Schluss gezogen, dass Alice die wichtigste Rolle im "Resident Evil"-Filmuniversum spielt. Ach, und das musste man dem Zuschauer noch erzählen?
Der Blick hinter die Kulissen macht da mehr Sinn, denn hier wird Material gezeigt, was sonst nicht in einem Hollywood-Making Of zu finden ist, nämlich Darsteller beim Proben, während der Drehpausen oder beim Spaß haben. Den Abschluss machen "prägnante" Darstellerfilmografien. Jetzt wird man sich fragen, warum bei der Menge an Extras die Wertung so gering ausfällt: Die meisten Beiträge sind einfach zu kurz, während an anderen Stellen (Making Of, Interviews) Material doppelt und dreifach genutzt wird. Wenn man dann also wie ich sämtliche Extras am Stück durchschaut, hat man das Gefühl alles zweimal gesehen zu haben. Außerdem ist die fehlende Untertitelung des Audiokommentars hinderlich für eine höhere Wertung.
 +++/--

Fazit
Wirklich schlecht waren die Popcorn-Action/Horror-Versuche Interner Link"Resident Evil" und Interner Link"Resident Evil: Apocalypse" in meinen Augen nicht, aber "Resident Evil" konnte einfach nicht die Atmosphäre des Spiels einfangen und die schnell nachgeschobene Fortsetzung war wegen der starken Actionlastigkeit kaum noch mit dem Horror-Kino verwandt bzw. wegen dem Dauerbeschuss irgendwann langweilig. "Resident Evil: Extinction" hätte ein weiterer Durchschnittstitel mit einem moderaten Abschneiden an den Kinokassen sein können, der abermals vom großen Namen und einem kaschierenden Trailer leben würde, aber er es ist nicht. Zum Glück, denn mit Action-Routinier Russell Mulcahy (Interner Link"Razorback", Interner Link"Highlander") kommt ein wenig Ordnung in die mit Standardmotiven gestopfte Videospielverfilmung, die leider nur sehr wenig Kontakt zu den interaktiven Vorbildern knüpft. Trotzdem ist mit dem dritten Teil erstmals ein Highlight zu verzeichnen, dass der Vorlage vermutlich am nächsten kommt.
Die besteht etwa zu gleichen Teilen aus Horror und Action, was Mulcahy nun auch versucht einzufangen. Klar, sonderlich viel ist ihm dabei nicht eingefallen und er hat auch ein wenig mit der sehr linearen Vorlage von Paul W.S. Anderson zu kämpfen, der stark nach Interner Link"28 Days Later" schielt und sein London in der Wüste findet, doch irgendwie gelingt es doch, gleichermaßen Atmosphäre als auch Action in Einklang zu bringen, indem Rasanz und "eye candy" mit Spannung verbunden wird. Sympathiepunkte gibt es für die vielen Interner Link"Day Of The Dead"-Hommagen rund um die unterirdische Umbrella-Basis (überirdisches, eingezäuntes Gelände, lernender Zombie), aber auch für die stark von Interner Link"Mad Max 2" inspirierte Umgebung und Endzeittechnik (der auf der Suche nach Nahrung und Treibstoff durch die Wüste ziehende Tross) und die gelungenen Zombiemasken, die mal richtig schön widerlich aussehen. Auch bei den Spezialeffekten bekommt man von der Laserfalle über blutige Shootouts (Highlight: Blick durch das Schussloch im Schädel) bis hin zu den beliebten Zombiehunden alles zu sehen, was das Horror-Herz begehrt.
Die Parallelen zum Spiel werden wieder mit einigen Charakteren, u.a. Claire Redfield (blass: Ali Larter), Alice (immer noch genmanipuliert, sexy und gefährlich: Milla Jovovich), Albert Wesker, und einem übergroßen Tyrant-Monster geboten. Wenn man also als Fan der Spiele einen Grund sucht, diese mal wieder zu zocken und sich vorher nach Popcorn-Manier 90 Minuten lang mit Effekten versorgen will, dann ist man "Resident Evil: Extinction" genau richtig beraten.

Richtig Mist gemacht hat das deutsche Label übrigens beim Kopierschutz, der mal wieder gegen jegliche DVD-Standards verstößt und das Abspielen, egal auf welcher Hard- oder Software, zum Glücksspiel macht. Auf dem PC ging das Abspielen leider des Öfteren schief und endete in einem furchtbar stotternden Pixelbrei. Viel Spaß also denjenigen, die sich die Scheibe am Computer anschauen wollen. Alternativ kann man sich dann auch einfach fortwährend spitze Gegenstände in die Augen stecken.
Das Resultat dürfte klar sein: Auf keinen Fall kaufen!



Bilder der DVD




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Resident Evil: Extinction
News"Resident Evil: Extinction" - Erster Trailer und große Fotogalerie
"Resident Evil" - Constantin bringt "Umbrella Collectors Edition" von Teil1-5
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