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KR 2006
Originaltitel:Ddukbang jeonseol
Alternativtitel:Bar Legend
aka. Legend of the Dike
aka. Three Fellas
aka. 3 Fellas
Länge:91:08 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Beom-gu Cho
Buch:Beom-gu Cho, Jeong-su Park, Su-jin Park
Kamera:Ju Sung-Lim
Musik:Kim Sung-Hyun
Darsteller:Cheon-hee Lee, M.C. Mong, Keon-hyeong Park, Hie-bong Jo, Mi-lyeong Jo, Su-hyeon Kim, Hyeon-shik Lim, Dal-su Oh, Ji-Yeon Park, Min-gyu Yeo, Ji-tae Yu
Vertrieb:Splendid
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:29.06.2007 (Kauf)



Inhalt
Der Fighter Jeong-kwon Park (Keon-hyeong Park), der schlaue Seong-hyeon Gi (Cheon-hee Lee) und der überdrehte Gyeong-ro Yoo (MC Mong) gründeten während der Highschool den "No Touch Clan" und wurden eine Legende im Quartier. Heute geht das Trio getrennte Wege, der Clan ist kaputt, seine Nachfolger freche Rotznasen. Da taucht Jeong-kwon nach längerer Haft im Quartier auf und will den Clan reaktivieren. Seong-hyeon, mittlerweile Arzt-Gehilfe, und Gyeong-ro, nunmehr drittklassiger Sänger im Rotlichtviertel, sind sofort Feuer und Flamme. Doch sie haben einen erbarmungslosen Gegner: Chi-su Lee (Dal-su Oh).

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Die Amazia-Reihe ist im Großen und Ganzen immer sehr gut aufgearbeitet, da macht "Gang Fight" keine Ausnahme. Die Farben unterliegen nur leichten Verfremdungen, wobei in hellen Szenen ein dezenter Sepiafilter und ein Kontrast, der etwas steiler als sonst aussieht, zur Anwendung kommen. Die Schärfe hat man ordentlich aufgepeppelt, so dass ein überwiegend natürliches Bild entsteht. Lediglich die Einstellung der Detailschärfe stimmt nicht immer. Da sind die Konturen kräftiger abgestimmt. Trotzdem eine sehr überzeugende Leistung ohne jegliche Anzeichen von Schmutz oder Kompressionsfehlern. Das Bildformat ist übrigens das originale 2,35:1 und nicht wie auf dem Cover angegeben 1,85:1.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Koreanisch
UntertitelDeutsch
 Die deutsche Fassung bietet sich mit einer sehr kräftigen und überzeugenden Klanggewalt auf den vorderen Lautsprechern an, die auch in kleineren Szenen mit ansprechender Bassunterstützung aufwarten kann. Damit knallt es in den Schlägereien ordentlich. Das sind auch jene Momente, die klangtechnisch den meisten Betrieb machen, wobei auch immer wieder die Musik mit Dynamikschüben am Start ist. Im Surround-Bereich könnte letztlich ein wenig mehr los sein, weil die richtigen Effekte fehlen, aber besonders die Regennacht beweist, dass die Macher durchaus in der Lage sind, Schlüsselmomente auch atmosphärisch und effektreich aufzuarbeiten. Der koreanische Ton besitzt eigentlich die gleichen Eigenschaften wie die deutsche Fassung, sticht nur bei den Dialogen nicht so hervor. Deutsche Untertitel sind anwählbar.
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Extras
Extras
DVD 1: Film
  • Trailer:
    • Dragon Tiger Gate (2:48 Min.)
    • The Restless (2:54 Min.)
    • Shadowless Sword (2:42 Min.)
    • Blood Rain (1:56 Min.)
    • Sword In The Moon (2:35 Min.)
    • Tube (2:10 Min.)
    • Natural City (2:12 Min.)
    • Once Upon A Time In A Battlefield (2:07 Min.)
DVD 2: Bonus
  • Making Of (36:41 Min.)
  • Behind The Scenes (33:50 Min.)
  • B-Roll (2:46 Min.)
  • Deleted Scenes (5:49 Min.)
  • Musikvideo "Jump" (2:44 Min.)
VerpackungKeepCase im Metallschuber
 Die erste der beiden DVDs enthält Trailer weiterer DVDs der Amazia-Reihe. Auf DVD 2 geht es los mit einem typischen und interessanten Making Of mit einer Lauflänge von über einer halben Stunde. Dem hohen Action-Anteil des Filmes nach geht es in diesem vor allem um die Entstehung der Kämpfe. Dabei sind wieder mal die Choreografien der Massenschlachten interessant, die bis in die kleinste Bewegung einstudiert werden mussten, um eine längere Szene nicht unecht aussehen zu lassen (was im fertigen Film nie geschieht). Zusätzlich wird über das Casting berichtet, die Schauspieler und der Regisseur vorgestellt und die Entstehung einiger blutiger Effekte dokumentiert. In der zweiten Dokumentation geht es ähnlich weiter, nur wird tatsächlich mehr vom Dreh gezeigt, z.B. ellenlange Singstunden mit einem der Darsteller (sehr lustig), aber auch Pannen und Versprecher. Am Ende geht es noch mal um die Darsteller und ihre Pläne bzw. die Einschätzung ihrer bisherigen Arbeit. Das 3minütige B-Roll-Material, das statt Dialogton eine Musikeinspielung besitzt, hätte da sicherlich auch noch mit reingepasst. Die gekürzten Szenen kann man sich vielleicht sogar schenken, denn die sind völlig stumm und haben anders als die restlichen Extras keine deutschen Untertitel abbekommen. Zuletzt gibt es noch ein Musikvideo, das fast ausschließlich aus Filmszenen besteht und lediglich der Werbung für den Film dient, denn in keinem Musikvideo würde die Musik aussetzen oder leiser gedreht werden für einen Filmausschnitt.
 +++/--

Fazit
Ich muss sagen, dass ich das Szenario etwas befremdlich finde, denn Banden kenne ich aus meiner Schulzeit nicht. Vielleicht ist das eine typisch koreanische Angelegenheit, denn die Asiaten verarbeiten in ihren Filmen des Öfteren Schlägereien innerhalb einer Schule (siehe z.B. Interner Link"Friend" oder Interner Link"Once Upon A Time in High School"). Dabei wird gern auf unterschiedlichste Charaktere zurückgegriffen, die ihre raue Zeit entweder später hinter sich lassen können oder aber automatisch den Übergang in die am wenigsten angesehene Schicht, die Bandenmitgliedschaft, vollziehen.
"Gang Fight" ist ein wenig anders gestrickt, denn die Schule dient praktisch nie als Schauplatz und ist auch nur eine Randerscheinung der Geschichte. Vielmehr geht es um ein paar Jugendliche, die eine neue Gang gründen und die Konfrontation mit den Revierlöwen suchen. Wie reichlich sinnlos der Plan der drei Freunde ist, zeigt sich an vielen Stellen des Films: Der schmerzhafte Kampf um einen Deich ist wohl kaum die vielen Blessuren wert; später weiß man gar nicht so recht, was man denn nun mit der Herrschaft über dieses Gebiet anstellen soll und auch sonst sehen die Perspektiven der Protagonisten nicht gerade rosig aus. Zwar wird auch das Gangsterleben wiedergegeben, im Fokus der Geschichte stehen aber die drei Persönlichkeiten, die in ihrem alltäglichen Leben beleuchtet werden, was natürlich eine Auszeit für die Action mit sich bringt. Auch wenn alles darauf hinausläuft, dass die Protagonisten sich aus ihrem sozialen Umfeld ausgrenzen, weil sie sich nicht altersgemäß entwickeln und damit unweigerlich einen dramatischen Bezug besitzen, überwiegt die unbeschwerte, leicht komödiantische Atmosphäre. Hauptgrund liegt in der Figur des Gyeong-ro, ein Zappelphilipp, Animateur und Großmaul, wie er im Buche steht, und der sich in den Kämpfen gern von seinen zwei Kumpels helfen lässt,. Als Pausenclown darf er sich wie sein weltfremder Vater mit seichten Witzen durch das gewalttätige Milieu quatschen, was den Film doch ein wenig die Ernsthaftigkeit nimmt.
Für Verwirrung sorgen anfangs eingefügte Rückblenden in s/w, die die Zeit zwischen dem Abschied des introvertierten Schlägers von seinen beiden Kumpels und seiner Rückkehr erklären sollen, meist aber so kunstvoll eingeflochten sind, dass man eine Weile benötigt, um das Muster dahinter zu erkennen. Besonders hier werden einige harte Szenen kredenzt, die den Zuschauer an den Filmtitel erinnern, der immer wieder in flink choreografierten Prügeleien zum Programm wird.



Bilder der DVD




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