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USA 2007
Originaltitel:War
Alternativtitel:Rogue
aka. Rogue Assassin
aka. Suikastiçi - Rogue Assassin
Länge:98:58 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Philip G. Atwell
Buch:Lee Anthony Smith, Gregory J. Bradley
Kamera:Pierre Morel
Musik:Brian Tyler
SFX:Pixel Magic, CIS Hollywood, XY & Z Visual Effects, Flesh and Fantasy
Darsteller:Jet Li, Jason Statham, John Lone, Devon Aoki, Luis Guzmán, Saul Rubinek, Ryo Ishibashi, Sung Kang, Mathew St. Patrick, Nadine Velazquez, Andrea Roth, Mark Cheng, Kane Kosugi, Kennedy Montano, Terry Chen, Steph Song, Annika Foo
Vertrieb:Constantin Film
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:08.05.2008 (Verleih) / 22.05.2008 (Kauf)



Inhalt
Der Partner des FBI-Agenten Jack Crawford (Jason Statham) wurde samt seiner Familie bei einem brutalen Attentat ermordet. Der hinterhältige Anschlag geht auf das Konto des Auftragskillers Rogue (Jet Li). Der hitzköpfige Crawford setzt nun alles daran, den Killer zu fassen. Während er sich förmlich in den Fall verbeißt, treibt ihn der gerissene Killer immer weiter in neue, gefährliche Situationen. Und je näher Crawford Rogue auf die Spur kommt, desto raffinierter und brutaler werden seine Methoden. Zwischen dem zu allem entschlossenen FBI-Agenten und dem eiskalten Attentäter entwickelt sich eine mörderische Hetzjagd, die keine Gnade kennt.

Bild
Format2,40:1 (anamorph)
NormPAL
 Geboten wird wie nicht anders zu erwarten ein sehr sauberes und klares Bild, das vorerst keine Wünsche offen lässt, weil es auch eine passende stilistische Bearbeitung erfahren hat. Das äußert sich in einen etwas angezogenen Kontrast (die vielen schwarzen Autos und Anzüge sollen schließlich auch richtig schwarz aussehen!) und einer dezent mit unnatürlichen Tönen angereicherte Farbgebung. So sind vor allem gelbliche und grünliche Töne mehr als deutlich vertreten und Gesichter etwas glatt gebügelt. Gerade Letzteres macht den Anschein, als ob es sich hier nicht um ein echtes Defizit handelt, das durch eine Rauschfilterung entstand, sondern um ein Mittel, mit dem Action-Szenen gern etwas herausgeputzt werden. Trotzdem kann man nicht sagen, dass die Schärfe mager aussehen würde. Es werden sogar sehr klar aufgelöste Bilder gezeigt, denen auch im Hintergrund selten der Detailgrad abhanden kommt. Nur wird eben durch die Entfernung aller natürlichen Materialeigenschaften von Film wie dem Rauschen auch nicht jener hohe Grad an Realismus erreicht, bei dem dem Technik-Fan die Augen übergehen. Zum Film aber passt es. Klarerweise darf man davon ausgehen, dass Verschmutzungen und Kompressionsfehler nicht vorhanden sind. Letzteres dürfte man höchstens sehen, wenn man das Bild stark heranzoomt.
 ++++/-

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, En), DTS 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch für Hörgeschädigte
 Die Action-Szenen sind ziemlich klar, mit einem druckvollen Bass versehen und auch sehr aktiv, was die Einbeziehung der hinteren Boxen betrifft. So stellt man sich das vor! Zwar bleibt der Aha-Effekt im Surround-Bereich aus, weil nur bedingt Beweglichkeit zu hören ist, aber für eine kraftvolle Unterstützung des Bildes durch die beiden Tonspuren ist gesorgt. Der DTS-Ton geht wie fast immer noch etwas druckvoller vor, besitzt aber keine merklichen Unterschiede im strukturellen Aufbau des Tons. Zwischen den aufregenderen Szenen fehlten den Toningenieuren ein wenig die Ideen, denn hier müssten mehr Klänge her, die auch dort für eine Beanspruchung der Rears sorgen. Davon abgesehen kann man trotzdem sehr zufrieden sein mit den Tonspuren, denn es ist auch der englische Originalton dabei und Constantin hält als eines der wenigen Labels noch an Untertiteln fest, die in diesem Falle sogar auf hörbehinderte Menschen zugeschnitten sind.
 ++++/-

Extras
Extras
  • Kapiteleinleger
  • Making Of (29:04 Min.)
  • Deleted und Extended Scenes (2:16 Min.)
  • Die Filmmusik (8:35 Min.)
  • Darstellerinfos:
    • Jet Li (1 Seite)
    • Jason Statham (1 Seite)
    • John Lone (1 Seite)
  • DVD-Empfehlung "Resident Evil: Extinction" (2:23 Min.)
  • Trailershow:
    • Black Belt (1:57 Min.)
    • How To Rob A Bank (1:35 Min.)
    • Kein Bund fürs Leben (1:40 Min.)
    • Pornorama (2:43 Min.)
    • Asterix bei den Olympischen Spielen (2:21 Min.)
    • Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken (0:45 Min.)
VerpackungKeepCase
 Während es beim Making Of zu Beginn um das ach so tolle, vertrackte Skript geht, was ziemlich langweilig anzuschauen ist, geht die Dokumentation schnell über in die Darstellung der Entstehung sämtlicher Action-, Stunt- und Spezialeffektszenen. Das ist natürlich eine ganz Ecke aufregender für den Zuschauer, zumal die jeweiligen Verantwortlichen, aber auch die Darsteller ihre Erfahrungen beschreiben. Die Filmmusik wird im Making Of auch schon kurz angeschnitten, bekommt aber noch mal eine separate Kurzdoku, die die Ideen hinter dem Gesamtkonzept, das ein wenig asiatische Melodien beinhalten sollte, als auch einzelne Stücke kurz beschreibt. Die drei entfernten bzw. erweiterten Szenen empfand ich als unbedeutend, sie sind aber wie die anderen Extras deutsch untertitelt. Es folgen noch Trailer und drei etwas lieblose Filmografien.
 ++/---

Fazit
Eiskalte Yakuza-Killer, zu Extremkampfsportlern ausgebildete Triaden, schnelle Sportwagen, heiße Muttis, Sonnenbrillen bei Nacht, Fotostudio-Shootouts (es soll auch im Einzelbildmodus noch alles toll aussehen), clevere und brutale Cops und jede Menge Coolness und Materialschäden - das ist die Kurzzusammenfassung eines wie immer völlig überheblichen und damit überzogenen, aber doch spaßigen US-Actioners, der mit Jet Li und Jason Statham gleich zwei Stars des Genres vorzuweisen hat und doch keine deutsche Kinoauswertung erfuhr. Dabei fehlt es "War" doch wirklich an nichts, denn er ist prunkvolles, atemraubendes und schillerndes Popcorn-Kino für Zuschauer ab 18 Jahre, die keinerlei Probleme haben, ihre Birne für 90 Minuten in den Standby-Modus zu schalten. Das ist eigentlich sogar Voraussetzung, denn was uns die Story hier anbietet, ist so ziemlich zusammengeschustert aus allen gut funktionierenden Versatzstücken des derben Cop Movies. Gut funktioniert dadurch auch "War", solange man nicht versucht, unter die Oberfläche zu schauen.
Denn wie die Kulissen, die entweder in Schusswechseln, schnell geschnittenen Martial Arts-Kloppereien (die Betonung liegt auf den Kloppereien, da Statham wieder mal mit Schmackes zuhaut) oder aber gleich mittels Explosionen in ihre Einzelteile zersprengt werden, steckt nicht viel dahinter außer Pappgestalten. Aber "War" möchte auch keine intelligente Action sein, sondern eine Zerstörerische, die mit einem Topp-Gespann aufwartet. Statham gefällt mir zwar besser, wenn er sich selbst nicht ganz so ernst nimmt, weil dann etwas mehr als die tief gezogene Stirn von ihm sichtbar wird, aber es ist natürlich eine Freude, ihn als hasserfüllten Ermittler zu beobachten, dessen rabiate Vorgehensweise beinahe schon an Selbstjustiz grenzt. Da funkt auch kein Vorgesetzter dazwischen, was die Unterhaltung rasanter gestaltet. Eine spezielle Position nimmt die von Jet Li verkörperte Person des "The Rogue" ein, einer sagenumwobenen Killer-Gestalt, der sich von seinem einstigen Geldgeber abgesagt hat und nun auf Seiten dessen Feindes den vormaligen Chef ordentlich zusetzt. Dabei wird aber immer mehr deutlich, dass Rogue nicht die Marionette, sondern der Fädenzieher in diesem Spiel ist, bei dem die Yakuza und die Triaden aneinander geraten. In meist schnell geschnittenen, aber noch erkennbaren Szenenabfolgen werden dann ganz stattliche Choreografien gezeigt, bei denen es immer interessant wird, wenn der flinke Jet Li mitmischt.
Missfallen haben mir einige stereotypische Nebenfiguren, die beinahe Weh tun - lieber Autor bzw. Regisseur, entscheide dich bitte: 80-Jahre-Retro-Action oder halbwegs vernünftiges Genrekino von heute? Ansonsten gibt es aber nichts, was den Fan von harten Streifen davon abhalten sollte, hier mal reinzuschauen. Wenn man nicht zu sehr drüber nachdenkt ist sogar der Schlussteil überraschend gut gelungen und wo bekommt man sonst noch blutige Fights in Filmen der oberen Bugdetklasse, die mal nicht auf ein PG-13 zugeschnitten sind?

Sollte eigentlich dem Action-Abend nichts im Wege stehen? Doch: Der X-Protect-Kopierschutz versaut mal wieder die Empfehlung und macht daraus ein Abraten vom Kauf. Es sei denn, man weiß, dass der heimische Player kein Problem mit der DVD, die es wahlweise auch im Steelbook bzw. sogar als Blu-ray gibt, bekommt ...



Bilder der DVD




Druckbare Version
War
NewsJet Li gegen Jason Statham in "War"
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