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FR 2007
Originaltitel:Hellphone
Länge:95:21 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:James Huth
Buch:Jean-Baptiste Andrea, James Huth, Sonja Shillito
Kamera:Stéphane Le Parc
Musik:Bruno Coulais
SFX:Olivier Afonso, Guillaume Castagné, Frédéric Lainé, Joyce Menger u.a.
Darsteller:Jean-Baptiste Maunier, Jennifer Decker, Benjamin Jungers, Vladimir Consigny, Edouard Collin, Baptiste Caillaud, Anaïs Demoustier, Judith Chemla, Quentin Grosset, Géraldine Martineau, Gilles Gaston-Dreyfus, Christian Hecq, Clotilde Mollet, Bruno Salomone, Gilles Privat, Silvie Laguna, Cyril Guei
Vertrieb:Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:31.01.2008 (Verleih) / 15.02.2008 (Kauf)



Inhalt
Dem jungen Skater Sid fehlt nicht nur die nötige Coolness, sondern auch das richtige Handy, um seinen Schwarm Angie zu beeindrucken. Seine große Stunde schlägt, als er in einem kleinen abgelegenen Shop ein cooles, aber verdächtig billiges Handy findet. Doch schnell merkt er, dass sein Handy es teuflisch in sich hat und ihm all seine Wünsche zu erfüllen scheint. Als jedoch Sids tyrannischer Chef und auch seine Lehrer der Reihe nach auf bizzarrste Weise zu Tode kommen, ahnt Sid, dass sein Handy bereit ist, für seinen Besitzer auch über Leichen zu gehen ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Da "Hellphone" kein typischer Horror, sondern eher eine Horrorkomödie ist, tut es dem Bild gut, vor allem sehr satte Farben zu präsentieren. Dass beinahe jede Szene nachgefiltert wurde, lässt sich anhand einiger Stellen erkennen, bei denen die Filter gemächlich in eine andere Stilart umschwenken. Grundsätzlich ist auch der Kontrast in Ordnung, nur sieht man auch ein paar zu helle Szenen, z.B. das Gespräch zwischen Sid und Angie im Außenbereich nach dem Strip. Die Schärfe verspricht grundsätzlich eine hohe Auflösung, für mehr als 4 Punkte reicht dann aber die Konturenschärfe nicht, der es nicht richtig gelingen will, mehr Plastizität aus den Ausnahmen zu holen. Die Kompression ist zwar im Detail etwas überbeschäftigt, Rauschen, grobe Blockdefekte oder Schmutz halten sich aber fast völlig zurück.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, Fr), DTS 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Französisch
UntertitelDeutsch
 Der seltsamste und eigentlich auch einzige Unterschied zwischen den beiden Sprachfassungen im Dolby Digital 5.1-Modus ist der hörbare Tonhöhenunterschied. Auch wenn es nicht die Qualität beeinflusst, ist es seltsam, beim Durchschalten der Tonspuren plötzlich eine andere Stimmlage während der abgespielten Musik zu hören, kommen doch sowohl Original als auch Synchro aus einem PAL-Land. Sonst lässt sich aber nur Gutes berichten, denn "Hellphone" geht als Komödie mit der Zeit und kann die actionreichen Szenen mit allerlei rasanten und krachigen Effekten verschönern, die sowohl den Subwoofer als auch die hinteren Lautsprecher beanspruchen, wobei Letzteres relativ selten passiert. Für krachigen und satten Klang sorgt vor allem die Stücke der stark nach ACDC klingenden The Elderberrys. Wäre also nicht die Frontlastigkeit, könnte man dank eines ausgewogenen Klanges und guter Verständlichkeit eine höhere Wertung geben. Die DTS-Spur ist keine hörbare Verbesserung gegenüber Dolby Digital 5.1.
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Extras
Extras
  • Trailer dt. (1:50 Min.)
  • Trailer frz. (1:52 Min.)
  • Deleted Scenes mit Kommentar des Regisseurs (21:29 Min.)
  • Making Of (24:19 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • The Last Winter (1:40 Min.)
    • The Hamiltons (2:30 Min.)
    • Macbeth (1:46 Min.)
    • Cold Prey (2:08 Min.)
    • Bone Eater (1:00 Min.)
    • Buenos Aires 1977 (0:44 Min.)
    • The Night Listener (2:28 Min.)
    • Storm (1:46 Min.)
    • Scorpion (1:38 Min.)
    • Manufacturing Dissent (1:33 Min.)
    • The Great Global Warming Swindle (1:02 Min.)
    • Hinterm Mond gleich links (1:49 Min.)
    • Die wilden Siebziger (1:31 Min.)
VerpackungKeepCase
 Wenn Deleted Scenes immer so toll aufbereitet wären wie auf dieser DVD, würde man sie sicherlich mit mehr Spaß an der Sache anschauen. Den bringt Regisseur James Huth ins Spiel, der in seinen deutsch untertitelten Ausführungen viel davon spricht, warum die Szene rausgeflogen ist, worum es geht, was interessant daran ist und wie insgesamt eine Entscheidung gefällt wird, ob gekürzt wird oder nicht. Die Szenen sind dann auch alle einen Blick wert und teilweise sogar sehr lustig. Auch das Making Of ist sehr witzig, vor allem da die Jungdarsteller in ihren Rollen viel Spaß haben. Sehenswert sind hier natürlich die Erarbeitung der Action- und Spezialeffektszenen.
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Fazit
Kurz die IMDb nach Regisseur James Huth abgefragt und entdeckt: Der durfte schon beim köstlichen Interner Link"Serial Lover" sein Regietalent unter Beweis stellen, was soll da also noch schief gehen mit "Hellphone"? Eigentlich nichts, nur dass er nicht an seinen rabenschwarzen Erfolg anknüpfen kann, auch wenn er sich redlich bemüht.
"Hellphone" zeigt aber, dass Huth auch diese Geschichte umzusetzen weiß und daraus etwas mehr macht als nur eine Teenie-Komödie, die auf einem Wortwitz ("the cellphone") basiert. Die greift das auf, was der J-Horror bereits seit Jahren verteufelt, nämlich den Überbringer des Schreckens, das Sprachrohr vieler Geister, das im entscheidenden Moment meist ausfällt: das Handy. Dieses kleine Utensil verschafft sich als Verkörperung des Teufels die Aufmerksamkeit eines Schülers, der seine Liebste beeindrucken möchte, bald aber merkt, dass das rote Hightech-Gerät nicht nur ein seltsames Eigenleben entwickelt, sondern auch Menschen ins Verderben zieht.
Das Hellphone, das sich stilgerecht mit "Hell-o!" meldet, ist aber nicht das Zentrum des Films. In dem sieht sich Sid und hoffentlich bald auch seine heiße Flamme Angie, die er anschmachtet, die er aber wegen ihres Umfelds (zickige Freundinnen, reicher Freund) nicht richtig erreichen kann. Also muss die Hilfe des Handy in Anspruch genommen werden, dass die Opfer ganz allein anruft und ihnen seinen Willen aufzwingt. Da kann es dann schon mal vorkommen, dass der ekelhafte Frittenbudenchef sich paniert und dann zu Tode frittiert (herrlich schräge Szene!!!), ein Lehrer bis zum Erbrechen Kreide frisst oder ein Nebenbuhler einen ungewollten Strip in der Schulkantine hinlegt. Wohlgemerkt sei noch, dass trotz einiger garstiger Ableben eigentlich nichts und niemand hier wirklich ernst genommen wird. Selbst als ein Mädchen sich nach und nach den Inhalt des Besteckkastens in den Bauch rammt, muss man als Zuschauer noch fast lachen, weil die Figuren allesamt total überdreht und ihre Ableben wie von Comic auf Film gebannt erscheinen. Wer zwischendrin noch ein wenig aufpasst, kann nicht nur einige Darsteller in Nebenrollen entdecken, die Cameos haben (z.B. Jean Dujardin und Bruno Salomone aus Interner Link"Cool Waves", Gilles Privat aus "Serial Lover"), sondern noch jede Menge Filmzitate aus allen Genres zusammensuchen, die von offensichtlichen Zitaten aus Interner Link"Herr der Ringe" bis zum subtilen Wortwitz aus Interner Link"Forrest Gump" reichen.
Wer peppige Teenie-Komödien à la Interner Link"Detroit Rock City" mag (die Parallelen in der Hauptfigur und dem ACDC mäßigen Score sind verblüffend) und sich über die chaotischen Späße der Franzosen im Allgemeinen gut amüsieren kann, der sollte hier eher mal einen Blick riskieren als beim hunderttausendsten Hochglanz-Ami-Schrottprodukt.



Bilder der DVD




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