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USA 2004
Originaltitel:Shadows of the Dead
Länge:79:22 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Carl Lindbergh
Buch:Carl Lindbergh
Kamera:Roderick E. Stevens
Musik:Antonio Underwood
Darsteller:Jonathan Flanigan, Beverly Hynds, Mark Harari
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Es ist Nacht, John und Jennifer haben eine Autopanne. Sie sind mitten im Wald. Plötzlich entdecken sie einen leblosen Körper, doch dieser scheint doch nicht so leblos wie sie dachten. Sie werden angegriffen können jedoch mit ein paar Schrammen fliehen. Zuflucht findet das Paar in einer Hütte, doch von nun an ist nichts mehr wie es einmal war. Alles fängt damit an, dass John seinen Herzschlag nicht mehr spürt. Mit der Zeit verändert sich auch sein Körper, er fängt an zu verwesen. Auch Jennifer mutiert langsam zu einer lebenden Toten und das verlangen nach Menschenfleisch wird immer größer ...

Bild
Format1.78:1 (Letterbox)
NormPAL
 Dem Bild sieht man das geringe Budget, auf dem er gedreht wurde, zu jeden Zeitpunkt an. Das Bild wirkt sehr verwaschen und die Farbgebung zu blass. Dies könnte aber auch eine Art Stilmittel darstellen, denn gerade in den Aufnahmen in der alten Hütte zieht sich ein Nebelschleier durch das Bild und lässt keinerlei Detailschärfe zu. Dies könnte aber auch an der schlechten Ausleuchtung und dem verwendeten Material gelegen haben. Der Kontrast wirkt überwiegend steil und neigt zu Überstrahlungen in hellen Flächen, zudem ist ein Schwarz hier nie wirklich schwarz, sondern grau. Zum Schluss wird das ohnehin schon unscharfe und verwaschene Bild durch leichtes Rauschen geprägt und die an sich ordentliche Kompressionen zeigen leichte Artefaktebildung im Hintergrund und auch Defekte sind vereinzelt auszumachen.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (dt.& engl.), Dolby Digital 5.1 (dt.)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Tonal kann die DVD besser überzeugen als in puncto Bildqualität und so wird uns zwar kein überragender 5.1 Mix in deutscher Sprache präsentiert, aber dafür bekommen wir einen sehr räumlich wirkenden Track geboten, dessen Rearspaker sauber aber dezent für Umgebungsgeräusche und Musik eingesetzt werden. Auf wuchtige Surroundeffekte muss man hier jedoch so gut wie verzichten, den Actionszenen gibt es hier keine. Der Film wird von Dialogen dominiert und ruhige Klavierklängen sorgen im Hintergrund für die nötige Atmosphäre. Lediglich in 3 Szenen kommt der Subwoofer ordentlich zur Geltung und es entsteht ein richtiger Surroundeffekt. Diese Szene beschränken sich aber auf Sekunden und fallen daher nicht sonderlich ins Gewicht. Dafür wird uns aber eine durchweg harmonische Dialogwiedergabe geboten. Der englische Track liegt nur in einer Dolby Surround-Version vor, bietet zwar eine gute Sprachwiedergabe, aber in puncto Räumlichkeit und den oben genannten kurzen Effekteinwürfen hat die deutsche Version die Nase deutlich vorne.
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Extras
Extras
  • Trailer deutsch & englisch (2:59 Min.)
  • Trailershow:
    • Memento Mori (2:41Min.)
    • Ginger Snaps 2 (1:18 Min.)
    • Into the Mirror (1:46 Min.)
    • Dinocroc (2:29 Min.)
    • Cry in the Woods (1:10 Min.)
 Als Extras gibt es Trailer, mehr leider nicht.
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Fazit
Mut zum Risiko hat der Regisseur Carl Lindberg mit "Shadows of the Dead" wirklich bewiesen, denn anstelle den Fans Blut triefende und vor sich hin vegetierende Zombies vor zusetzen, stellt diese Low-Budget-Produktion aus Amerika mehr ein Drama dar als einen reinen Horrorfilm. "Shadows of the Dead" ist ein Kammerspiel, zwischen die Liebe zweier Menschen und was schlussendlich davon übrig bleibt. Leider schafft der junge Regisseur es nicht, die an sich interessante Story durchweg spannend umzusetzen. Dies liegt zum einen an den etwas blassen Darsteller, die sich zwar Mühe geben und durchweg überzeugen, aber dramaturgische Höchstleistung sollte man hier nicht erwarten. Dabei bietet gerade die Story einen Überschuss an Dramaturgie und versucht mit einem Augenzwinkern die Probleme des untoten Daseins zu zeigen. Durch einen Biss zu einem lebenden Toten mutiert, fangen gewisse Körperteile an zu verwesen, andere wiederum bleiben erhalten. Das Gehirn funktioniert auch weiterhin ganz normal, bis auf den Unterschied, dass die Kreaturen weder einen Puls noch Herzschlag aufweisen. Zudem brauchen sie Nahrung und die findet man nur in frischem Fleisch... am besten Menschenfleisch. So menschlich wie in "Shadows of the Dead" hat man bisher noch keine Zombies erleben dürfen und somit ist die tragische Geschichte zweier Menschen, die zu Untote werden, gar nicht mal so schlecht und müsste einmal mit einem etwas ausgereifteren Drehbuch und einem höheren Budget erneut umgesetzt werden. Leider hat es Carl Lindberg nicht geschafft mit seiner Vision dem Zombie-Genre neue Aspekte zu verschaffen und kratzt hier nur an der Oberfläche von dem eigentlichen Potenzial, welches sich hinter "Shadows of the Dead" versteckt. Stupide, blöde herumtorkelnde Untote hatten wir schon zu genüge, es sollte langsam mal Zeit werden für eine neue Generation der Zombies. Und wer weiß, eventuell wird Lindbergs Idee irgendwann einmal besser weitergesponnen.

Die DVD bietet keinerlei Extras und das leider nicht anamorphe Bild ist gerade mal als ausreichend zu bezeichnen. Lediglich der deutsche 5.1 Track kann etwas überzeugen. Ob das nicht ganz funktionierendes Zombie-Drama sehenswert ist, muss jeder selbst für sich entscheiden. Verpassen tut man hier weder filmisch noch technisch etwas.



Bilder der DVD




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