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AUS 1994
Originaltitel:Metal Skin
Länge:109:06 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Geoffrey Wright
Buch:Geoffrey Wright
Kamera:Ron Hagen
Musik:John Clifford White
SFX:Angelo Sahin
Darsteller:Aden Young, Tara Morice, Nadine Garner, Ben Mendelsohn, Chantal Contouri, Petru Gheorghiu, Arthur Angel, Richard Sutherland, Anita Cerdic, Tommy Dysart, Mike Bishop, Nick Polites, Felix Biviano, Peter Houghton, Vince D'Amico, Darryl Spencer
Vertrieb:Medaria / PlazaVista
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:01.01.2006 (Kauf)



Inhalt
Sie leben in einem tristen Vorort von Melbourne. Ihre Welt besteht aus verbotenen Autorennen, Fast-Food-Sex, Alkohol und Ziellosigkeit. Joe und Dazey gehören zu dieser Generation X. Während Joe seiner Isolation, dem öden Job im Supermarkt und seinem invaliden Vater in der heruntergekommenen Wohnung zu entfliehen versucht, ist Dazey ein völlig anderer Typ. Er kann jedes Mädchen haben, das er will - ein charmanter, verantwortungsloser Abenteurer. Alles, was die zwei verbindet, ist ihre Leidenschaft für getunte Autos und ihre Liebe zu Roslyn, die aber von Dazey nicht loskommt. Joe beginnt mit seiner Arbeitskollegin Savina zu flirten. Er weiß nicht, dass sie versucht mit Hilfe Schwarzer Magie Dazey zu verführen. Als Joe Savina nach einem wilden Rennen morgens im Bett mit Dazey erwischt, rastet er in seiner einsamen Verzweiflung aus… Die schrecklichen Ereignisse eskalieren. Alles steuert auf eine tödliche Katastrophe zu ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Entgegen den Angaben in der IMDB befindet sich auf der DVD aus dem Hause Medaria / PlazaVista scheinbar nicht das Originalformat von 2,35:1 sondern nur ein beschnittenes 1,78:1-Format. Ob diese Angabe aber wirklich stimmt, konnte mangels Vergleich nicht nachgewiesen werden. Optisch fällt zumindest nicht auf, das Bildbereiche fehlen würden, was die Vermutung aufkommen lässt, das der benutzte Transfer als Open Matte vorlag und erst nachträglich, wenn überhaupt, auf 2,35:1 hochskaliert wurde. Da Geoffrey Wrights Film mittlerweile auch schon einige Jahre auf dem Buckel hat, ist die Bildqualität nicht mehr ganz der Standard, den man gewohnt ist, kann aber dennoch mit soliden Werten erfreuen. Die Schärfe bewegt sich auf einem angenehmen Niveau und lässt Details meist gut erkennen. Es wäre aber deutlich mehr möglich gewesen, denn Feinheiten gehen oft verloren, was auch dem vorhandenen Rauschen anzulasten ist bzw. einer leichten Körnung in einigen Szenen. Die Farbgebung zeigt sich stets wechselhaft und ist ein gewolltes Stilmittel des Regisseurs, zeigt sich aber stets mit kräftigen, aber nicht immer natürlichen Tönen. Dem Kontrast muss man leichte Schwächen attestieren, da insbesondere helle Bildbereiche zum Überstrahlen neigen. Einige Defekte haben sich auch in dem Transfer eingeschlichen, diese stören jedoch nicht weiter. Auch die Kompression macht sich gelegentlich bemerkbar und verursacht Unruhen im Bild. Dennoch kann man mit dem gebotenen Bild zufrieden sein.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (En), Dolby Digital 2.0 Surround (Deu)
SpracheDeutsch, Englisch, Französisch
UntertitelEnglisch für Hörgeschädigte
 Während die deutsche Tonspur lediglich in DD2.0-Surround vorliegt, wurde dem Originalton eine DD5.1-Abmischung spendiert. Diese ertönt recht ordentlich und sorgt für einen angenehmen Raumklang. In den wenigen actionlastigeren Szenen und zur musikalischen Unterstützung baut sich zudem eine entsprechende Dynamik auf, die vom Subwoofer gewürdigt wird. Die Dialoge sind gut zu verstehen, wirken aber im Mischungsverhältnis einen Hauch zu dominant, im Vergleich zur deutschen Tonvariante sind die Dialoge aber wesentlich dumpfer ausgefallen. Womit wir uns auch schon mit der deutschen Synchronfassung auseinander setzen, die mit einigen Surroundeffekten ausgestattet wesentlich besser klingt. Klar und deutlich werden die Dialoge wiedergegeben, wirken aber tendenziell etwas zu hoch, was zu Lasten der Natürlichkeit geht. Wie auch beim O-Ton ist die Abmischung geglückt und wirkt diesbezüglich durchgehend homogen ohne Überlagerungen. Die auf dem Cover und im Menü angegebene französische Tonspur ist allerdings nicht vorhanden, stattdessen befindet sich die deutsche Tonspur ein weiteres mal auf der DVD. Untertitel gibt es optional für Hörgeschädigte, diese allerdings nur in englischer Sprache, was bei einer Import-DVD auch plausibel erscheint.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar mit Geoffrey Wright, Daniel Scharf, John Clifford White und Brent Crockett
  • US Trailer (1:28 Min.)
  • Französischer Trailer (1:23 Min.)
  • Interviews:
    • Geoffrey Wright (15:44 Min.)
    • Aden Young (12:19 Min.)
    • Nadine Garner (7:25 Min.)
    • Tara Morice (12:09 Min.)
  • Kurzfilm "Lover Boy" von Geoffrey Wright (57:26 Min.)
  • Hidden Feature (2:06 Min.)
VerpackungKeepCase
 Zum Bonusmaterial gehört ein Audiokommentar mit Regisseur Geoffrey Wright, der sehr offen über den Film berichtet und so interessante und wissenswerte Informationen liefert. Hinzu kommen noch Interviews mit dem Regisseur und drei seiner Darsteller, wobei sehr oberflächlich gesprochen wird und ein leichter Werbecharakter aufkommt, was aber auch an den gestellten Fragen, die als Texteinblendungen zu sehen sind, liegen könnte. Neben dem US- und dem französischen Trailer befindet sich das eigentliche Highlight in Form von Geoffrey Wrights erster Regiearbeit auf der DVD. Der Kurzfilm "Lover Boy", der mit einer Laufzeit von einer knappen Stunde schon als Langfilm angesehen werden kann, ist ein Drama um die Liebe zwischen einer älteren Frau um die 40 und einem 16jährigen Jungen, die vom ersten Augenblick an zum Scheitern verurteilt ist. Leider sind keine deutschen Untertitel vorhanden. Gut versteckt befindet sich auch ein kleines Hidden Feature auf der DVD.
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Fazit
Geoffrey Wright dürfte dem einen oder anderen durch sein in den Medien viel diskutiertes Nazidrama Interner Link"Romper Stomper" sowie den Interner Link"Scream"-Ableger "Sex oder stirb" bekannt sein. Zwischen diesen beiden Arbeiten liegt "Metal Skin", der sich mit einem ganz anderen Thema beschäftigt, indem er einen Ausblick auf die verlorene Generation X wirft. Kaum die Schule verlassen beginnt die große Langeweile. Man schlägt sich mit Drogen, Sex, Diebstahl oder illegalen Autorennen die Zeit tot. Entgegen amerikanischen Vertretern wirkt der australische "Metal Skin" dauerhaft dreckig und verloren, was auch auf die Personen, um die sich der Film dreht, zutrifft. Es scheint für nichts und niemanden einen Ausweg zu geben und dies ist auch die Faszination oder Frustration, die den Zuschauer einnimmt. Immer auf der Suche nach dem hoffnungsvollen Pfad der Tugend, der für die Protagonisten dennoch unauffindbar bleibt. In kalten Bildern zeigt Geoffrey Wright die Tristesse vom verlorenen Leben. Die Angst vor dem Versagen oder der Zukunft wird deutlich dargestellt und besonders die Hauptperson Joe (eine sehr gute Darbietung von Aden Young) ist der geborene Loser, der sich doch nichts sehnlicher wünscht als einmal im Leben Erfolg zu haben. Mit seinem Vater lebt er in einem heruntergekommenen Haus und zu allem Überfluss ist sein Vater nicht mehr ganz bei Sinnen. Irgendwann nimmt er einen Job in einem Warenhaus an und lernt dort Dazey kennen, dessen Familie aus erfolgreichen Stock-Car-Fahrern besteht - nur er hat es nicht geschafft und verplempert seine Zeit mit illegalen Autorennen oder Diebstählen, wenn er nicht wieder gerade seine Freundin Roselyn betrügt. Diese ist eigentlich nicht besonders gut auf Dazeys Autorennen zu sprechen, schließlich war es sein Verschulden, dass sie bei einem Unfall halbseitig verbrannt wurde. Und dann gibt es noch Savina, die unsterblich in Dazey verliebt ist und mit Hilfe schwarzer Magie versucht, diese Liebe erwidert zu bekommen, mit dem Problem, dass Joe hinter ihr her ist.
Diese vier Hauptpersonen stellen den Tiefpunkt des menschlichen Seins dar, der jegliche Hoffnung entbehrt, denn echte Freundschaften gibt es nicht und das Leben besteht nur aus Lug und Betrug. Vortrefflich ist es Wright gelungen, die Charaktere auszubauen, was auch den sehr guten Darstellern zu verdanken ist. Lediglich Ben Mendelsohn möchte man den Weiberheld Dazey nicht ganz abnehmen, da er nicht unbedingt der perfekte Adonis für die Frauenwelt sein dürfte. Von der ersten Minute an ist eigentlich klar, dass es kein Happy End geben wird. So baut der Film mit fortschreitender Laufzeit immer mehr Spannung auf, die sich in der letzten Hälfte entlädt. Wobei man Wright auch anlasten muss, dass er dem Film an einigen Stellen etwas zu viel abverlangt. Gerade die Flucht in die schwarze Magie wirkt deutlich fehl am Platz. Die Entschädigung wird aber durch die Autorennen geliefert, die zwar nicht übermäßig lang in Szene gesetzt sind, dafür aber dank guter Kameraführung zu gefallen wissen. Auch der Soundtrack passt zum Film und unterstreicht die verlorene Welt der Rebellen. Dies sind alles Punkte, die "Metal Skin" zu einem Film machen, der unbedingt gesehen werden sollte.

In Deutschland ist "Metal Skin" lediglich auf VHS erschienen. Abhilfe schaffen die Nachbarn aus der Schweiz, denn die dort ansässige Firma Medaria brachte den Film auf DVD heraus, ungekürzt und inklusive deutscher Tonspur.



Bilder der DVD




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Metal Skin
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