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USA 1997
Originaltitel:Sore Losers, The
Alternativtitel:Sore Losers - Schlechte Verlierer, The
aka. Schlechte Verlierer
Länge:88:01 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:John Michael McCarthy
Buch:John Michael McCarthy
Kamera:Darin Ipema
Musik:Guitar Wolf, The Oblivians, Royal Pendletons, The Makers, 68 Comeback, The Drags, Mick Collins
SFX:Joe Riley
Darsteller:Jack Oblivian, Kerine Elkins, Mike Maker, D'Lana Tunnell, Hugh Brooks, Ghetty Chasun, Jim Townsend, David F. Friedman, Mary Wills, Lydia Martini, Gray Burnhart, Dave Dunlap, Guitar Wolf
Vertrieb:Retrofilm
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:29.08.2008 (Kauf)



Inhalt
Jack Oblivian (Sänger der Band: The Oblivians) spielt einen Comic-begeisterten Killer, der exakt 42 Jahre nachdem Elvis das erste Mal in Dewey Philips Radiosendung "Red, Hot & Blue" zu hören war, zurück auf die Erde kommt, um endlich seine Mission zu vollenden, nämlich genau zwölf Beatniks zu erledigen. Unterstützung erhält er dabei von seinem alten Freund Mike (Mike Maker von den Makers) und der resoluten Kerine Elkins, die aussieht, als wäre sie geradewegs aus Russ Meyers Kultfilm "Faster Pussycat, Kill! Kill!" entstiegen. Da die drei aber dummerweise zu viele Beatniks umlegen, sind ihnen die Schlitz-Bier saufenden Men in Black (gespielt von der japanischen Trash-Rock-Band Guitar Wolf) auf den Fersen. Außerdem taucht auch noch der König des Exploitation-Kinos David F. Friedman als Gott und die Zombie mutierte Mutter von Kerine auf. Das kann ja eigentlich nur zum Untergang der westlichen Welt führen ...

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Das Vollbild macht einen eher schlechten Eindruck, was darauf zurückzuführen ist, dass der Low Budget-Film auf Super-8 bzw. S-VHS gedreht wurde. Hierbei sticht das grobkörnige Bild und das deutliche Rauschen ins Auge, unter dem auch die Schärfe zu leiden hat. Dennoch schafft es die Detailwiedergabe, wenn man das verwendete Material berücksichtigt, immer noch passable Werte abzuliefern. Der Kontrast ist sehr steil ausgefallen und lässt in dunklen Bildbereichen kaum die Möglichkeit, Details zu erkennen. Die Farbtöne wissen zu gefallen und wirken stets kräftig und natürlich. Nicht auf die verwendeten Filmmaterialien zurückzuführen ist die Kompression, welche teilweise katastrophale Ausmaße annimmt. Deutlich sind grobe Artefaktstrukturen sichtbar, was einen wirklich schlechten Eindruck hinterlässt und die Bewertung nach unten zieht. Zudem tauchen immer wieder kleinere Defekte im Bild auf, die aber nicht weiter als störend empfunden werden. Unter der Berücksichtigung des Budgets sowie den Filmmaterialien geht das Bild allerdings noch in Ordnung, nur sollte man sich halt im Klaren darüber sein, dass Defizite hingenommen werden müssen.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Stereo)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Die vorhandenen Tonspuren liegen in Stereo vor und machen einen soliden Eindruck. Hierbei kann vor allem die deutsche Synchronspur gefallen, da diese im Vergleich zum Original wesentlich klarer klingt. Beim O-Ton handelt es sich um den bei der Produktion aufgenommenen Set-Ton, der nur durch Effekte und Musik ergänzt wurde. So klingt dieser auch wesentlich dumpfer und mit einem leichten Hintergrundrauschen versehen, ist aber gut zu verstehen. Der Soundtrack klingt zeitweise etwas verzerrt, was aber an den Bands liegt, die ordentlichen Trash-Rock zum Besten geben. Womit auch eine gelungene Atmosphäre geschaffen wurde, die mit knalligen Effekten noch zusätzlich garniert wurde. Zudem überzeugen die musikalischen Beiträge mit einer angenehmen Dynamik. Optional sind deutsche Untertitel vorhanden, falls man den Film lieber im Original sehen möchte.
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Extras
Extras
  • Guitar Wolf Musik Video: Invader Ace (3:22 Min.)
  • Guitar Wolf Interview (19:11 Min.)
  • Guitar Wolf Bandinfos (3 Textseiten)
  • Deutscher Trailer (1:52 Min.)
  • Originaltrailer (1:52 Min.)
  • Trailer: Wild Zero (1:33 Min.)
  • Retro Trailershow:
    • C2 Killerinsekt (1:30 Min.)
    • Subspecies 3 (2:08 Min.)
    • Mr. Hell (1:32 Min.)
    • Sugar Hill (1:43 Min.)
  • 4 Hidden Features
Verpackunggroße Hartbox
 Die Extras der Retro-DVD stellen jede weltweite Veröffentlichung von "Sore Losers" in den Schatten. Die Scheibe sollte also allein schon aus diesem Grund die erste Wahl darstellen. Zum Film selbst gibt es nur den deutschen sowie den Originaltrailer, das restliche Bonusmaterial beschäftigt sich mit der japanischen Band Guitar Wolf, die im Film einen Cameo hat und auch einige Musikstücke beisteuerte. Highlight stellt das Interview dar, das von Fabian Paffendorf (besser bekannt als Fabse) geführt wird. Zwar ist seine Rolle als Interviewer nicht besonders geglückt, da ihm das Gespräch schnell aus den Händen gleitet, aber Guitar Wolf machen sich aus diesem Unvermögen einen Heidenspaß und stellen das gesamte Interview auf den Kopf, was den mit Lachsalven versorgten Zuschauer sehr schnell die Tränen in die Augen treibt. Ein Musikvideo zu "Invader Ace" und ein paar Texttafeln zur Band sind ebenfalls vorhanden. Da Guitar Wolf auch im Film "Wild Zero" eine große Rolle spielen, wurde auch zu diesem Film ein Trailer auf die DVD gepackt. Vier weitere Trailer zu Filmen aus dem Hause Retrofilm runden das Bonusmaterial ab. Für alle Freunde von Hidden Features sei gesagt, dass gleich vier auf der DVD versteckt sind.
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Fazit
Mit "Sore Losers" hat Regisseur John Michael McCarthy einen Trash-Film in Reinkultur abgeliefert, bei dem es sehr schwer fällt, ihn in ein Genre einzuordnen. Sehr verworren und doch verständlich zeigt sich die Geschichte von Jack Oblivian, der nach 42 Jahren zurück zur Erde kommt, um seine Mission zu erfüllen. Denn Jack ist ein außerirdischer Killer aus der Killer-Dimension, der zwölf Beatniks töten sollte, aber nur neun von ihnen erledigte. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, um noch weitere drei Opfer von ihrem Leben zu erlösen. Zur Hilfe kommt ihm sein alter Freund Mike und die resolute Rock'n'Rollbraut Kerine, was zur Folge hat, dass nicht drei, sondern vier Opfer zu beklagen sind. Deswegen darf Jack seine Heimreise nicht antreten und erhält von Gott persönlich den Auftrag, eine bestimmte Person zu erledigen. Das soll doch noch eine Rückflugerlaubnis einbringen, um nicht auf ewige auf Erden verweilen zu müssen. Wie es sich für einen echten Loser gehört, tappt Jack fortan von einem Fettnäpfchen in das nächste.
Wie die Inhaltsangabe schon vorwegnimmt, ist "Sore Losers" eine sehr außergewöhnlcihe Story, der nicht immer einfach zu folgen ist. Alles wirkt wie ein überdimensionierter Comicstrip im Stil der amerikanischen EC-Comics der 50er Jahre, die auch eine nicht unbedeutende Rolle im Film spielen. Und fortwährend ist auch der Rock'n'Roll zur Stelle und lässt "Sore Losers" gar zu einem Rock'n'Roll-Comicstrip heranreifen, der mit völlig bizarren Ideen daherkommt, die sich immer wieder selbst zu toppen wissen. Und gerade deshalb ist "Sore Losers" ein astreiner Trash-Film, der zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Ansprüche stellt oder sogar etwas sinnvolles vermitteln kann. Vielmehr werden die niederen Instinkte angesprochen, gepaart mit einem grandiosen, aber unterschwelligen Humor. Dieser kristallisiert sich aus den Hasstriaden gegen Hippies und allen Verfechtern des Rock'n'Roll. Mord ist natürlich an der Tagesordnung, wird aber aufgrund des geringen Budgets niemals breit ausgewälzt. Stattdessen wird das Auge lieber auf nackte Tatsachen fokussiert, indem die Darstellerinnen immer wieder die üppigen Oberweiten in die Kamera halten oder sich dem Nackt-Catchen hingeben dürfen - zur Freude der männlichen Zuschauer. Die Auswahl der Darsteller ist zwar nicht der Rede wert, sie passen aber vortrefflich zu ihren Figuren und damit in den schrillen Film. Etwas enttäuschend ist jedoch der Soundtrack, von dem man deutlich mehr erwartet hätte, wenn man sich die vorhandenen Bands anschaut. Letztendlich fügt sich aber auch dieser dem Film und rundet das Trashwerk ab. Definitiv kein Film für die breite Masse, aber sicherlich eine Entdeckung für den Fan von außergewöhnlicher Trash-Ware.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Schlechte Verlierer
Sore Losers, The
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