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USA 2004
Originaltitel:The Hollow
Länge:79:05 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Kyle Newmann
Buch:Hans Rodionoff
Kamera:Scott Kevan
Musik:Todd Haberman
SFX:Ian Eyre
Darsteller:Kevin Zegers, Kaley Cuoco, Nick Carter, Stacy Keach, Judge Reinhold, Melissa Schuman, Joseph Mazzello, Nicholas Turturro, Eileen Brennan, Shelley Bennett, Adam Gierasch, Daniel Spink, Laura Reilly, Deidra Sarego, Orion Barnes
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
In Sleepy Hollow, einer kleinen verschlafenen Kleinstadt, ist die Sage um den rachedürstenden, kopflosen Reiter längst in Vergessenheit geraten. Doch als mit Ian Cranston (Kevin Zegers) der Nachfahre von Inchabod Crane nach Sleepy Hollow zurückkehrt, scheint die Vergangenheit sich zu wiederholen. Der verschrobene Friedhofswärter (Stacy Keach) erzählt Ian von einem unheimlichen Schattenreiter, der nachts durch die Straßen zieht. Ian glaubt zunächst an einen Halloweenscherz, doch die traditionelle Halloweenparty auf dem Friedhof wird für ihn und seine Freunde tatsächlich zur Todesfalle. Einer nach dem anderen verliert buchstäblich den Kopf ...

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Dem Bild merkt man zu jeder Minute an, dass es sich hier um eine TV-Produktion handelt. Vor allem das starke Bildrauschen, welches extrem in den dunkeln Szenen auffällt, ist sehr störend und lässt auf eine schlechte Ausleuchtung beim Dreh schließen. Desweiteren wurde hier ein starker Weichzeichner über das Bild gelegt und die kräftige Farbgebung wird von einem starken Braunton dominiert, welcher ebenfalls ein Stilmittel ist. Der an sich gute Kontrast kränkelt an einem ins Gräuliche tendierenden Schwarzwert und wirkt in hellen Szenen unnatürlich steil. Wie oben schon gesagt, wurde ein starker Weichzeichner verwendet, weshalb die Schärfe gerade mal als ausreichend bezeichnet werden kann. Selbst in Nahaufnahmen ist die Detailschärfe gerade mal befriedigend und zudem trüben Nachzieheffekte den ohne hin schon geminderten Sehgenuss ungemein. Die Kompressionen hingegen leisten eine ordentliche Arbeit und Defekte und Verschmutzungen sind nicht auszumachen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0 (deut.)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Zwar wirkt die deutsche 5.1-Spur überwiegend räumlich und überzeugt durch eine hervorragende Dialogwiedergabe aus dem Frontbereich und die Rearspeaker werden zum richtigen Zeitpunkt gut eingesetzt. Jedoch fehlt es hier deutlich an Druck und einem ausgeprägteren Tiefenbass, obgleich einige Szenen in dem Falle schon zu überzeugen wissen. Hier wäre aber durchaus mehr möglich gewesen und in ruhigen Szene sind die Rears entweder komplett stumm oder werden nur dezent für die Musik eingesetzt. Für eine Produktion dieser Sorte durchweg gelungen, aber vom Hocker wird man nicht gerissen. Zudem sollte erwähnt werden, dass die deutsche Tonspur besser als die englische 5.1 Spur ist und nicht nur klarer in den Dialogen, sondern auch weiträumiger im Effektbereich wirkt.
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Extras
Extras
  • Original Trailer (1:51 Min.)
  • Bio-/Filmografien:
    • Kevin Zegers
    • Nick Carter
    • Stacy Keach
  • Trailershow:
    • Ginger Snaps 2 (1:18 Min.)
    • The Grudge 2 (1:29 Min.)
    • The Dark Colony (1:39 Min.)
 Bis auf einige Trailer und Bio-/Filmografien dreier Darsteller, wird uns hier nicht geboten. Nicht mal deutsche Untertitel beim Originalton.
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Fazit
Mehr als knappe 80 Minuten solide Unterhaltung hat diese Pseudofortsetzung von "Sleepy Hollow" nicht zu bieten, dafür ist das Gezeigte einfach zu plump nach Schema F heruntergekurbelt worden, sodass es gerade richtig für das amerikanische Fernsehen ist. Regisseur Kyle Newmann verfrachtet die Legende um den kopflosen Reiter in die heutige Zeit und baut seinen recht dünnen Plot darauf auf, ohne dabei wirklich der düsteren Atmosphäre oder dem Genie der Vorlage von Tim Burton nahe zu kommen. Vielmehr scheint er hier auf den typischen Teen-Slasher-Zug aufzuspringen, lässt unmotivierte und teilweise untalentierte Teenager durch die Wälder laufen, schreien und sterben. Dies wurde natürlich alles verhältnismäßig harmlos in Szene gesetzt, gerade noch so, dass die US-Senderanstalten diesen Flick in ihr Programm aufnehmen können.
Das bisschen Atmosphäre wird durch eine etwas schleppende Erzähl- und dünne Dialogstruktur gekippt, und dass man hier "Backstreet Boy" Nick Carter, der das Stück "Blow your Mind" zum Soundtrack beitrug, als Oberarschloch castete, entpuppt sich nicht nur für den Zuschauer als Tortur. Man nimmt dem Jungen ja wirklich viel ab, aber seine Rolle nicht. Aber auch die anderen Darsteller scheinen entweder absolut talentfrei zu sein oder mit ihrer Rolle nicht warm werden zu wollen. Mimt Stacy Keach noch überzeugend den alten Friedhofswärter, so wirkt Judge Reinhold (Interner Link"Beverly Hills Cop"-Trilogie) recht blass neben den ohnehin schon farblosen und oberflächlichen Charakteren. Zumindest Kevin Zegers Auftritt kann als gut bezeichnet werden, obgleich auch er es nicht schafft, seiner leblosen Rolle Tiefe zu verleihen. Bleibt am Schluss nur noch zu sagen, dass wir es hier mit einem kläglichen, aber kurzweilig unterhaltenden Versuch zu tun bekommen, eine "gute Geschichte" in die heutige Zeit transportieren zu wollen. Ein bisschen weniger 80er Jahre Slasher-Romantik und mehr vom kopflosen Reiter hätten dem Film gut getan. Im übrigen ist der Reiter gar nicht kopflos, sondern trägt einen brennenden Kürbis auf seinen Schultern. Netter Effekt... was sich der Regisseur dabei wohl gedacht hat?

Das Bild ist technisch gesehen nur einfaches Mittelmaß und gerade das starke Bildrauschen und die Unscharfe sind daran Schuld, dass wir nicht mehr als 2 Punkte geben können. Dafür ist der deutsche 5.1 Track recht ordentlich geworden und kann sich produktionsbedingt hören lassen. Extras sind hier aber wieder Mangelware und der Verzicht auf deutsche Untertitel scheint langsam Routine bei der e-m-s zu werden. Wer den kopflosen Reiter richtig wütend sehen will, soll lieber zu "Sleepy Hollow" greifen, dieser Flick ist nur was für Komplettisten.



Bilder der DVD




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