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AUS 1974
Originaltitel:Cars That Ate Paris, The
Alternativtitel:Cars
aka. Cars That Eat People
aka. Killerautos von Paris, Die
aka. Killer-Autos von Paris, Die
Länge:83:51 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Peter Weir
Buch:Peter Weir, Keith Gow, Piers Davies
Kamera:John R. McLean
Musik:Bruce Smeaton
Darsteller:John Meillon, Terry Camilleri, Kevin Miles, Rick Scully, Max Gillies, Danny Adcock, Bruce Spence, Kevin Golsby, Chris Haywood, Peter Armstrong, Joe Burrow, Deryck Barnes
Vertrieb:Arthaus / Kinowelt
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:08.08.2008 (Kauf)



Inhalt
Autounfälle passieren immer mal wieder, doch die Crash-Statistik der australischen Kleinstadt Paris liegt weiter über dem Durchschnitt. Kein Wunder, verdienen sich doch die Bürger des Provinzkaffs ihren Lebensunterhalt damit, dass Sie absichtlich Unfälle provozieren, um anschließend die Opfer zu berauben und die Wagen auszuschlachten. Auch Arthur und George machen den Fehler, nach Paris zu fahren. Zwar überlebt Arthur den Unfall, hat aber bald die skrupellosen Einwohner auf den Fersen.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Bild wurde anamorph codiert und liegt im Widescreenformat von 2,35:1 vor. Für einen 34 Jahre alten Film ist das Bild ausgesprochen gut und vor allem scharf. Selbst Details lassen sich in Nahaufnahmen und sogar in Halbtotalen noch gut erkennen, wobei das Bild von einem permanenten, aber sehr dezenten Rauschen begleitet wird. Auswirkung auf die Brillanz hat dies nur kaum und so überzeugen nicht nur die knackigen Konturen, sowie die überraschend hohe Detailwiedergabe in Nahaufnahmen, sondern das gesamte Bild erscheint durchweg sehr plastisch, wobei der Transfer in Totalen etwas weicher erscheint. Der Kontrast zeigt sich ebenfalls sehr ausgewogen und wartet mit einer sehr guten Durchzeichnung auf, wobei keine Details verschluckt werden. Die Farbgebung erscheint zudem sehr natürlich und bis auf das leichte Bildrauschen, sind weder Defekte noch Verschmutzungen im größeren Maße vorhanden. Die Kompression macht selbst hochskaliert nicht wirklich Probleme und somit sind weder stehende Rauschmuster noch Blockbildung auszumachen.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche Monoton bleibt stets bestens verständlich und erweist sich erfreulicherweise als durchweg rauschfrei. Dialoge sind klar zu verstehen und es gibt weder Kratzen noch Verzerrungen in den Stimmen und nicht einmal ein altersbedingter dumpfer Klang macht sich breit. Der englische Mix klingt ähnlich, wirkt insgesamt etwas natürlicher, bietet dafür aber eine etwas dumpfere Sprachwiedergabe und hin und wieder zischen die Dialoge bei Wörtern mit "S". Anonsten ebenfalls gut, die deutsche Tonspur hat aber die Nase vorn. Optional lassen sich deutsch Untertitel hinzuschalten.
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Extras
Extras
  • Werbebooklet
  • Originaltrailer (3:29 Min.)
  • Fotogalerie (18 Bilder)
  • Weitere Highlights:
    • Picknick am Valentinstag (4:37 Min.)
    • Der Fuchs und das Mädchen (2:00 Min.)
    • Wolf Creek (2:02 Min.)
    • Chacun sun cinema - Jedem sein Kino (1:31 Min.)
    • Das große Fressen (3:03 Min.)
    • Junebug (1:52 Min.)
    • Muriels Hochzeit (2:28 Min.)
    • Eating Raoul (2:38 Min.)
    • P2 - Schreie im Parkhaus (2:18 Min.)
    • King of the Hill (1:15 Min.)
VerpackungKeepCase
 Bis auf einen Trailer, sowie eine Bildergalerie beinhaltet die DVD keine nennenswerten Extras.
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Fazit
Jahre vor "Der Club der toten Dichter" oder "Die Truman Show" machte der australische Regisseur Peter Weir mit einem ganz anderen Kaliber auf sich aufmerksam. Bereits sein Debütfilm (von seinen Kurzfilmen zuvor abgesehen) schaffte es, die Gemüter zu erhitzen und die Jurys diverser Filmfestspiele auf seine Seite zu ziehen. Dabei ist "Die Autos, die Paris auffraßen" ein kleiner und gemeiner Film, der mit verrückten Ideen überrascht und eine Satire auf das bürgerliche Leben einer Kleinstadt darstellt. Dem Titel nach könnte man vermuten, die 1974er Produktion würde in der französischen Hauptstadt stattfinden, doch viele Kilometer weiter in Australien gibt es in der Abgeschiedenheit eine kleine Stadt mit selbigen Namen. Hier scheint die Welt noch in Ordnung, wobei ein Großteil der Einwohner schon einen etwas merkwürdigen Eindruck macht.
Dies muss auch Arthur feststellen, der auf der Durchreise mit seinem Bruder einen schweren Unfall hatte, bei dem nur er überlebte. Nun gibt er sich die Schuld an dem Tod seines Bruders, denn wenn er gefahren wäre, würde dieser noch leben. Arthurs Problem ist nur seine Phobie vor Autos, die ihn daran hindert, einen Wagen zu steuern. So wird er ein Teil der Stadt und der scheinbar eingeschworenen Gemeinschaft und muss merkwürdige Vorgänge miterleben. Rätselhafte Autounfälle häufen sich, die Unfallopfer sterben zügig oder landen im örtlichen Krankenhaus, in dem merkwürdige Experimente an ihnen durchgeführt werden, die sie zu seelenlosen Körpern machen. Arthur möchte die Stadt nur noch verlassen, merkt aber schnell, dass die Jugendlichen des Dorfes mit ihren Autos alle Ausgänge blockieren und niemanden entkommen lassen. Aufgrund seines freien Willens ist er seinem Retter, dem Bürgermeister ein Dorn im Auge und dieser lässt ihn zu einem Teil seiner Familie werden, um ihn unter Kontrolle zu halten. Als Parkwächter soll er der Jugend und ihren Autos Manieren beibringen, denn wer falsch parkt, dessen Wagen wird ausgebrannt. Pünktlich zum Jahrestag des Städtchens kommt es zum großen Showdown ums nackte Überleben.

Peter Weir zeigt gekonnt das merkwürdige Verhalten der "Hinterwäldler" auf, verrät aber nicht den Grundplot der Geschichte, so dass der Zuschauer viel in die Story hinein interpretieren kann. Das Einzige, worauf man sich festlegen kann, ist die Gewissheit, dass die Bewohner irgendwie alle einen Dachschaden haben. So gibt es immer wieder Anspielungen auf vergangene Geschehnisse, aber einen Bezug lässt Weir nicht aufkommen. So besteht die Möglichkeit, dass die Jugendlichen von den Autos besessen sind, was die Aussage eines Dorfbewohners nach dem Verbrennen eines der Fahrzeuge bekräftigt. Wörtlich heißt es: "Die Autos sind ein bisschen aufgebracht wegen der Verbrennung." Außerdem hüten der Bürgermeister und der Arzt des Krankenhauses ein Geheimnis, was es mit dem Ort Paris auf sich hat. Denn scheinbar bauen sich diese beiden Personen eine eigene kleine Welt auf, in der Fremde nichts zu suchen haben. Wenn sie sich doch blicken lassen, werden sie einfach zwangsweise ein Teil der Stadt. Außenstehende werden kaltblütig aus dem Weg geschafft. Diese ganzen Rätsel machen den Film zu einem wahren Vergnügen, denn selten gibt ein Film solche Möglichkeiten der Interpretation. Auf diesem Gebiet ist Peter Weir genau der richtige Mann, wie er auch schon mit "Picknick am Valentinstag" oder oben genannten Titel unter Beweis stellte. So ist "Die Autos, die Paris auffraßen" ein Film geworden, der in vielen Genres zu Hause ist und auf ganzer Linie zu überzeugen weiß.



Bilder der DVD




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