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CL 2006
Originaltitel:Kiltro
Länge:94:06 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Ernesto Díaz Espinoza
Buch:Ernesto Díaz Espinoza
Kamera:Victor J. Atkin
Musik:Rocco
SFX:Juan Pablo Aliaga
Darsteller:Marko Zaror, Caterina Jadresic, Miguel Angel De Luca, Daniela Lhorente, Luis Alarcón, Alejandro Castillo, Man Soo Yoon, Roberto Avendano, Ximena Rivas, Alex Rivera, Nikola Bahna, Matías Camus
Vertrieb:MIG / EuroVideo
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:26.06.2008 (Verleih) / 03.07.2008 (Kauf)



Inhalt
Zamir ist ein stahlharter Kämpfer und zugleich Anführer der Gang der Kiltros. Tag für Tag treibt er sich rum, besessen von Kim, einer Halbkoreanerin, die ihm zwar schöne Augen macht, aber ihn nur benutzt. Obwohl er sie davor bewahrt hat, vergewaltigt zu werden, spielt sie mit ihm und drängt ihn sogar dazu, gegen 20 Martial-Arts-Schüler ihres Vaters anzutreten. Ein Kampf, den Zamir gewinnt! Doch seine größte Herausforderung steht noch bevor, denn der bösartige Max Kalba trachtet Kims Vater nach dem Leben, weil er ihm die Schuld am Tod seiner Frau gibt. Nun liegt es an Zamir, sich dem gefährlichen Max Kalba zu stellen. Es wird Zeit für den Straßenkrieger, endlich erwachsen zu werden und für jene einzustehen, die er liebt. Sein härtester Kampf hat gerade erst begonnen!

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Optisch macht die DVD einen guten Eindruck. Kleinere Probleme verursacht dennoch die Schärfe, die sich in einigen Szenen wechselhaft gibt und so die Detailwiedergabe nicht optimal darstellt. Möglicherweise könnten diese "weichen" Passagen des Films auch ein Stilmittel des Regisseurs sein, da die Schärfe ansonsten als gut zu bezeichnen wäre. Definitiv wurden die Farbtöne bei "Kiltro" durch Filterelemente verändert, wirken allerdings immer noch natürlich und mit einem kräftigen Teint versehen. Der Kontrast zeigt sich sehr ausgewogen und überzeugt in hellen und in dunklen Bildbereichen ohne Details zu beeinträchtigen. Das leichte Rauschen ist nicht weiter störend und auch die Kompression bleibt weitestgehend unauffällig im Hintergrund.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0 Surround (Deu)
SpracheDeutsch, Englisch, Spanisch
UntertitelDeutsch, Englisch
 Ganze vier Tonspuren sind vorhanden, wobei man allerdings nur zwei wirklich gebrauchen kann. Dies betrifft den spanischen Originalton in Dolby Digital 5.1 sowohl die deutsche Synchronisation in der Dolby Surround 2.0-Abmischung. Von der englischen Synchronfassung, die beweist, dass auch im Ausland schlechte Synchros erstellt werden, und dem unnötigen deutschen Upmix auf 5.1 kann man getrost die Ohren lassen. Der O-Ton kann mit einer angenehmen räumlichen Klangkulisse punkten, wobei die Dialoge etwas leiser ausfallen und in einigen Szenen etwas überlagert erscheinen. Deutlicher Sieger der DVD ist die deutsche Surroundfassung. Die Dialoge werden klar und deutlich innerhalb der Front wiedergegeben und kontinuierlich werden Surroundeffekte auf die Rears verteilt. Warum man allerdings anstelle einer 5.1-Abmischung nur einen Upmix erstellt, ist das große Rätsel. Wie bei solch einer Abmischung üblich, verteilt sich der DD-2.0-Mix auf alle Kanäle. Dies ist besonders störend, da auch die Dialoge aus allen Boxen ertönen, was zu einem Hall führt. Aufgrund der sehr gelungenen Alternative als 2.0-Mix aber zu verkraften, auch daher, weil alles sehr dynamisch klingt und in actionlastigen Szenen auch über einen entsprechenden Bass verfügt. Optional sind deutsche sowie englische Untertitel vorhanden.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer (1:50 Min.)
  • Trailer (englisch untertitelt) (1:54 Min.)
  • Teaser (1:21 Min.)
  • Deleted Scenes (1:44 Min.)
  • Bloopers (1:33 Min.)
  • Marko Zaror Demo 2004 (5:49 Min.)
  • Marko Zaror Demo 2007 (1:39 Min.)
  • Fight Training (8:16 Min.)
  • Storyboards (4:14 Min.)
  • Behind the Scenes (5:32 Min.)
VerpackungKeepCase
 Das Bonusmaterial enthält zwar nur kurze Beiträge, dafür können alle überzeugen, ohne auch nur einen Funken Werbematerial zu enthalten. Einzig die Werbedemos von Marko Zaror könnte man dies unterstellen. Diese sind wohl eher als Werbung für die großen Filmstudios gedacht, um sich mit diesen bei Produktionen zu bewerben. Die entfallenen Szenen sind eher nebensächlich, da sie ohne Bedeutung sind. Naja, es ist schön, sie gesehen zu haben. Sehr positiv stechen das Behind the Scenes-Feature und das "Fight Training" hervor, die ohne lästige Interviewpassagen einen Einblick hinter die Kulisse von "Kiltro" gewähren. Zudem gibt es noch amüsante Bloopers und einen Storyboardvergleich zum Endkampf. Abgerundet wird das gelungene Bonusmaterial durch den Originaltrailer, der auch wahlweise mit englischen Untertiteln zur Verfügung steht. Alle Beiträge liegen ansonsten im spanischen Original vor, doch MIG spendierte zusätzlich deutsche Untertitel.
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Fazit
Nach Sichtung von "Kiltro" hätte ich nicht gedacht, dass dieser Titel aus Chile stammt, einem Land, das nicht sonderlich berühmt für seinen filmischen Output ist. Umso größer ist die Überraschung, dass Regisseur und Drehbuchautor Ernesto Díaz Espinoza ein wirklich guter Film gelungen ist, der beweist, dass in dem südamerikanischem Land kleine und feine Filme heranwachsen, die es zu entdecken lohnt.
"Kiltro" ist eine Mischung aus Martial Arts und Fantasy, ein Mix, der zwischen "Karate Kid" und Interner Link"Mortal Kombat" zu suchen ist und bei dem ordentlich die Fetzen fliegen. Natürlich ist die Geschichte nicht sonderlich originell und dient lediglich der Alibifunktion, um es ordentlich krachen zu lassen. Allein Hauptdarsteller Marko Zaror, der als Stuntdouble für Dwayne "The Rock" Johnson arbeitete, in der Rolle des Zamir sorgt schon dafür, dass kein Stein mehr auf dem anderen bleibt - oder anders formuliert: kein Kopf auf dem Rumpf. Die Kämpfe gehören in "Kiltro" zu den Highlights und sind verdammt blutig ausgefallen, weswegen die Freigabe ab 16 schon etwas verwundert. Aber wofür hat man auch Klingen an seinen Schuhen, wenn man diese nicht nutzen kann? So kommt es vor, dass besonders in der zweiten Hälfte des Films Zamirs Gegner immer wieder zur Ader gelassen werden. Hier liegt auch der einzige Schwachpunkt von "Kiltro", da es sich um nachträglich eingefügtes CGI-Blut handelt, das etwas unnatürlich aussieht. Was die Kampfszenen betrifft, hat sich Ernesto Díaz Espinoza sichtlich vom thailändischen Film beeinflussen lassen, was er dann aber auch in ordentlichen Kampfchoreografien wiedergibt. Ein weiterer, sehr gelungener Punkt ist die Filmmusik von Rocco, der die typische südamerikanische Klänge mit Elemente des Westerngenres kreuzt, was hervorragend zu den Bildern von Victor J. Atkin passt. Gerade die Trainingseinheiten wirken sich im Spiel mit den Farben zu einem echten Hingucker aus, das man in dieser Form bis dato noch nicht allzu oft gesehen hat. So kann man sagen, dass "Kiltro" eine altbekannte Geschichte aufwärmt, aber in einem neuen Gewand erstrahlen lässt und einen tollen Beitrag im Martial Arts-Bereich liefert.



Bilder der DVD




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