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HK 1987
Originaltitel:Top Mission
Länge:86:14 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Godfrey Ho
Buch:Benny Keung
Kamera:Raymond Cheung
Musik:Stephen Tsang
SFX:Simon Antonio
Darsteller:Alphonse Benni, Kurt Eberhard, Philip Gordon, Mike Smith, Bembol Roco, Olivia Ortiz, Marco Antonio, Paul Roldan, Jerry Hart, Yusuf Salim, David Anderson, James Brewer, Robert Lee, Janet Deway
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:20.04.2007 (Verleih) / 18.05.2007 (Kauf)



Inhalt
Der ehemalige CIA-Agent Mike Graves hat die Fronten gewechselt. Einst erfolgreicher Führer einer Anti-Terror-Einheit, zieht er jetzt seine eigene Terrorgruppe auf. Colonel Noble vom CIA setzt daraufhin seine besten Agenten Lester Martin und Bruce Gilbert auf Mike an - sie waren einmal Mikes engste Freunde. Zu ihrem Entsetzen müssen sie feststellen, dass Noble Recht hat, denn Mike versucht an geheime Laserwaffen ranzukommen. Als seine Pläne von Lester und Bruce gestört werden, geht er aufs Ganze. Er kidnappt ein Verkehrsflugzeug mit Passagieren und erpresst die Regierung. Während eine Spezialeinheit das Flugzeug stürmt, um die malträtierten Geiseln zu befreien, rechnen seine zwei Ex-Kollegen mit Mike in seinem Hauptquartier ab. Ein mörderischer Countdown beginnt ...

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Das Zauberwort "Aufarbeitung" hat offensichtlich keine Bedeutung bei der deutschen DVD dieses Titels gehabt. Um ehrlich zu sein: Das hat auch keiner erwartet bei diesem billigen Action-Reißer, bei dem anscheinend irgendein mittelmäßiges Band zur Vorlage gedient hat. Demnach sieht die Chose auch älter aus als man bei der Nennung des Entstehungsjahres 1987 vermuten würde. Problemfelder sind der sehr schwache Kontrast, der es nicht schafft, richtiges Schwarz darzustellen, und die Schärfe gibt sich die gesamte Spielzeit über schludrig. Naja, wenn man es genau nimmt, kann man damit leben, denn Verwischungen oder auslaufende Konturen sind eher selten der Fall, aber von einer Detaildarstellung kann man auch nicht reden. Die Farben sind schon etwas ausgeblichen bzw. werden vom Rauschen etwas zerrüttet. Eine relativ hohe Anzahl von Defekten, auch solche, die zu plötzlichen Farb- und Helligkeitsveränderungen führen oder ein paar Frame-Sprünge vollziehen, sind ebenfalls dabei. Allerdings bleibt das Bild schaubar, ohne Gefahr zu gehen, sich die Augen zu verderben, und steht damit genau im Genre-Durchschnitt.
 ++/---

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Beim Ton höre ich nicht viel mehr als schlichtes Mono heraus, das mit einer lautstarken, aber auch typisch verunreinigten Akustik aufwartet. Einige Dialogfetzen (bzw. einzeilige Sprüche) könnten etwas deutlicher sein, was aber kaum ein Manko der Klangqualität, sondern eher der damaligen Synchro ist. Verglichen mit der angekratzten englischen Synchro, die noch dazu einen ziemlich hölzernen Eindruck macht, schneidet die deutsche Version ziemlich gut ab. Raumklang oder Dynamik kommt wegen der frontalen Eintönigkeit sowieso nicht auf. Muss es ebenso wenig wie wenig wie Basseffekte.
 ++/---

Extras
Extras
  • Originaltrailer (2:26 Min.)
  • Dt. Trailer (2:26 Min.)
  • Bildergalerie (2:10 Min.)
  • Trailer zu (9:39 Min.):
    • The Stabilizer
    • Der Kuss der Tarantel
    • Psychic Killer
    • Nail Gun Massacre
VerpackungKleine Hartbox
 Dass zu diesem Titel überhaupt Bonusmaterial angeboten wird, ist erfreulich. Nicht verwunderlich dürfte es aber sein, dass es sich dabei lediglich um Trailer in zwei Sprachen und eine Slideshow handelt, die hauptsächlich aus Szenebildern aus dem Film stammt.
 +-----

Fazit
- "Jetzt ist es Zeit zu sterben, ihr Bastarde!"
- "Wo ist der Schwanz?" (Filmzitat)

HK-Action-Legende Godfrey Ho hat hier offensichtlich Resteverwertung betrieben und zwei Filme zu einem zusammengeflickt. Anders kann ich es mir nicht erklären, warum die beiden Handlungsstränge zwar munter im Wechsel vorangetrieben werden, aber die erste Hälfte der Laufzeit rein gar nichts miteinander zu tun haben. Auch später sind die Verbindungen lose und eher dem Schnitt zu verdanken, der etwas per Ferngespräche und Darstellerdialoge zusammenklebt, was offensichtlich nicht zusammengehören sollte. Deswegen also bitte nicht wundern, wenn die beiden Einzelkämpferhelden, von denen einer mit dem dicken MG durch den Dschungel wetzt, am Ende nicht das entführte Flugzeug stürmen, sondern ihren Kleinkrieg an einer anderen Front ausfechten. Nicht nur beim Zusammenhalt der beiden Teile ist "Top Mission" ein Sahnestück der Trash-Kunst, auch in Sachen hohler, Testosteron triefender Action kann Godfrey Ho so schnell keiner was vormachen. Zwar wird insgesamt nichts Spektakuläreres als Schießereien und ein ein paar wenige Granatenexplosionen geboten, aber es geht durchweg ordentlich und ohne Pause zur Sache. Der holprige Schnitt sorgt als Nebenprodukt zudem als Stilmittel für ein ganz eigenes, ruppiges Tempo, in dem Handlungselemente schon mal gänzlich untergehen können. Man könnte sogar sagen, dass nicht viel Zeit mit Nebensächlichkeiten verschwendet wird, was beispielsweise die ersten 3 Minuten zeigen, in denen man von der nackten Brust über den Umgang mit Feuerwaffen bis hin zum Agentenduo alles gesehen hat, was im Film wichtig ist. Dass dabei auch schon mal die Beschaffung einer Superwaffe "vergessen" wird, darf man als kleines Versehen des Skripts werten.
Shootouts zwischen den asiatischen Nichtgesichtern verlaufen im Schießbudenstil und sind sowas von abgekartet, dass die Statisten sich nicht mal mehr bewegen, sobald die Flinte auf sie gerichtet wird. Darunter leiden auch etwas die Stunts, denn mehr als theatralisches Zu-Boden-Gehen war leider nicht drin. Wohin stattdessen das Geld dieser vermutlich ultraniedrig budgetierten Produktion lief, wird beim genaueren Hinhören klar: Ein Söldnerroman musste vermutlich für die Sprüche der Marke Schenkelklopfer beschafft werden, die zwar nicht lustig, dafür aber ungemein bekloppt (und somit auch wieder amüsant) sind. Das klingt jetzt vielleicht alles ein wenig lustlos, bedenkt man aber, dass der Film kein Ziel wirklich so sehr verfolgt wie die Inszenierung billiger Balleraction und dabei ganz gut unterhält, dann sollte der geneigte Action-Trash-Fan doch bereits für sich entschieden haben, oder? Also, bitte die Ninja-Kopfbinde festgezurrt, denn Godfrey Ho murkst sich durch knapp 90 sinnfreie Minuten Terroristen-gegen-Einsatzkommando-Geplänkel.



Bilder der DVD




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NewsCMV-Neuheiten im April / Mai '07
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