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IT, USA 1978
Originaltitel:Scontri stellari oltre la terza dimensione
Alternativtitel:Star Crash - Sterne im Duell
aka. The Adventures of Stella Star
aka. Female Space Invaders
aka. Star Crash
aka. Stella Star
aka. Starcrash
aka. Starcrash - Le choc des étoiles
Länge:92:14 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Luigi Cozzi
Buch:Luigi Cozzi, Nat Wachsberger
Kamera:Paul Beeson, Roberto D'Ettorre Piazzoli
Musik:John Barry
SFX:Germano Natali, Armando Valcauda
Darsteller:Caroline Munro, David Hasselhoff, Marjoe Gortner, Robert Tessier, Joe Spinell, Christopher Plummer, Nadia Cassini, Judd Hamilton, Daniela Giordano, Salvatore Baccaro, Hamilton Camp
Vertrieb:M.I.B.
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:11.09.2007 (Kauf)



Inhalt
Bisher wurde das Universum vom friedlichen Emperor regiert, doch nun schickt sich der Schurke Graf Zarth Arn an, die Macht an sich zu reißen. Um ihn zu stoppen, lässt der Emperor die Schmuggler Stella Star und Akton aus der Haft befreien. Bei ihrer Mission stehen ihnen der Roboter-Polizist Al und später des Emperors Cyron hilfreich zur Seite ...

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Erstes Manko der DVD ist das beschnittene Vollbildformat. Mit ein bisschen Suchen hätte M.I.B. in Frankreich auch einen anamorphen Transfer finden können, doch hielt man dies nicht für nötig und lässt "Star Crash" lieber als Schnellschuss auf den Konsumenten los. Womit wir auch schon beim zweiten Manko wären: die doch sehr bescheidene Bildqualität, wobei auch die französische DVD keine perfekte Qualität bietet, aber wesentlich besser aussieht als die Deutsche. Zum einen wirkt der deutsche Transfer sehr verwaschen und unscharf, womit Details lediglich in Nahaufnahmen deutlich vorhanden sind. Dies gilt auch für den Konturengrad, der ausgefranzt wirkt und hinzu kommt ein deutliches Bildrauschen, das über die gesamte Laufzeit präsent ist. Auch die Farben wirken meist matt und der Kontrast hat bedingt durch einen schlechten Schwarzwert auch seine Probleme in dunklen Bildbereichen. Verschmutzungen und kleinere Defekte sind vorhanden, nehmen jedoch nicht Überhand und wirken gemessen am Alter des Films noch zumutbar. Etwas besser gestaltet sich die Kompression, die zwar ein dezentes Blockrauschen verursacht, ansonsten aber die Qualität nicht weiter beeinflusst.
 ++----

Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der deutsche Ton rauscht kontinuierlich, behindert hierbei allerdings nicht die Dialogverständlichkeit. Aber auch so kann die Abmischung nicht als gelungen bezeichnet werden, da alles sehr flach klingt und deutliche Defekte vorhanden sind. Zumindest tauchen diese Defekte nur dann auf, wenn keine Dialoge vorgetragen werden, was zumindest dafür sorgt, dass keine Dialoge untergehen. Die musikalische Begleitung hört sich sehr blechern an und leiert zumindest in der ersten Hälfte des Films recht deutlich. Der Verdacht liegt hierbei sehr nahe, dass die deutsche Synchronisation von einem abgenudelten Videotape stammt. Wesentlich besser sieht es bei der englischen Originalfassung aus, da diese in einer gelungenen Abmischung vorliegt. Zwar ist auch in dieser Sprachfassung ein leichtes Rauschen zu vernehmen, doch hält es sich dezent im Hintergrund auf und nimmt keine störenden Ausmaße an. Leider gibt es keine deutschen Untertitel.
 +/----

Extras
Extras
  • Bildergalerie (22 Bilder / 3:40 Min.)
  • Trailershow:
    • Masked and Anonymous (2:50 Min.)
    • Hurricane Express (1:14 Min.)
VerpackungKeepCase
 Ob man hier wirklich von Bonusmaterial reden kann, möchte ich bezweifeln, denn lediglich ein paar Filmszenen zu einer Bildergalerie aneinander gereiht und zwei Trailer zu anderen Veröffentlichungen sind vorhanden und nicht wirklich der Rede wert.
 /-----

Fazit
Ohne Interner Link"Star Wars" würde es auch keinen "Star Crash" geben, soviel ist schon mal sicher. Und würde es "Star Crash" nicht geben, hätte der Trash-Fan ein Highlight weniger für seine Sammlung. Verantwortlich für diese Perle des schlechten Geschmacks übernimmt Luigi Cozzi (Interner Link"Astaron"), der zusammen mit Nat Wachsberger einen ganz persönlichen Krieg der Stene anzettelte.

Die beiden Weltraumschmuggler Akton und Bella Star (was für eine hinreißende Namensgebung, bedeutet doch sowohl "Bella" als auch "Star" im deutschen "Stern") werden von der Weltraumpolizei gejagt, wenig später auch gefangen genommen und auf einen Arbeiterplaneten gebracht. Zufrieden geben kann sie sich nicht mit ihrer Situation und zettelt einen Aufstand an, bei dem ihr die Flucht gelingt. Doch innerhalb kürzester Zeit gelangt sie wieder in die Hände der Weltraumpolizei, die ihr ein Angebot macht. Zusammen mit ihrem alten Freund Akton soll sie den Kampf gegen den Weltraumschurken Count Zarth Arn (meinten die Drehbuchautoren Cozzi und Wachsberger bei dieser Namensgebung etwa Satan?) antreten und dessen Superwaffe vernichten und zudem den Sohn des Emperors finden und womöglich befreien.

Gleich zu Anfang wird der Zuschauer mit einem quietschbunten Weltraum beglückt, durch den ein Modellraumschiff mit Vollgas durch das Bild streift. Dann eine kurze Kampfsequenz auf dem Raumschiff und ein Text wird von unten nach oben gescrollt. Na, erkannt? Fast die genauen Szenenabläufe von "Star Wars" werden hier geboten, nur viel billiger. Viele solcher Szenen lassen sich in "Star Crash" ausmachen, selbst das Laserschwert darf genutzt werden. Von einem einfachen Plagiat zu reden wäre allerdings unfair dem Film gegenüber, da sich Cozzi sichtlich Mühe gegeben hat, den Zuschauer bei Laune zu halten. Caroline Munro darf als Bella Star die meiste Zeit in einem knappen Bikini durch das Bild eilen und von Höhlenmenschen oder monströsen Stop-Motion-Figuren bedroht werden. Marjoe Gortner grinst fortwährend mit lockiger Haarpracht blöd in die Kamera und David Hasselhoff darf es ihm in einer seiner ersten Rollen gleich tun. Wobei die Ähnlichkeit von Hasselhoff und Gortner schon verblüffend ist, denn beide mutieren zu lustigen Disco-Boys der 70er Jahre, was nicht nur der wuscheligen Haarpracht zu verdanken ist. Wirklicher Höhepunkt sind allerdings die Auftritte von Joe Spinell als böser Count. Wie ein schlechter Witz mit noch schlechterer Frisur darf er mit einem dummen Grinsen seinen Umhang schwingen.
In die gleiche Kerbe schlagen auch die Spezialeffekte von Germano Natali und Armando Valcauda und verhelfen dem Film mitunter noch zu einer Extraportion Trash. Die Raumschiffe sind aus irgendwelchen Kartons mit zusätzlichen Metallteilen gebaut und Bildstörungen suggerieren einen Zeitsprung. Ganz abgesehen von den bunten Glühbirnen, die als fremde Planeten das Universum beleuchten. Ganz großes Kino also, nur eben nicht aus Hollywood sondern aus Italien. Aber dies sind nur ein paar der vielen Highlights, die es in "Star Crash" zu entdecken gibt, und die einen die Tränen in die Augen schießen lassen. Wobei man die deutsche Synchronsiation nicht außer acht lassen sollte, da das Synchronstudio es doch für nötig hielt, viele englische Begriffe einfach so zu belassen, damit sich alles ein wenig zukunftsträchtiger anhört. Daher benutzte ich auch in der Inhaltsangabe die Begriffe Count und Emperor, um nur zwei Begriffe zu nennen.

"Star Crash" ist ein Musterbeispiel für einen guten Trash-Film, da gerade wegen seiner Lächerlichkeit ein hoher Unterhaltungswert vorhanden ist. Genauso wie man George Lucas für "Star Wars" danken muss, geht mein Dank auch an Luigi Cozzi für "Star Crash". Nur auf die deutsche DVD darf man nicht stolz sein, denn solch eine schlechte Qualität hat der Film nicht verdient.



Bilder der DVD




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