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IT, FR 1973
Originaltitel:Cinque giornate, Le
Alternativtitel:Five Days of Milan, The
Länge:116:07 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Dario Argento
Buch:Dario Argento, Nanni Balestrini, Luigi Cozzi, Enzo Ungari
Kamera:Luigi Kuveiller
Musik:Giorgio Gaslini
SFX:Aldo Gasparri
Darsteller:Adriano Celentano, Enzo Cerusico, Marilù Tolo, Luisa De Santis, Glauco Onorato, Carla Tatò, Sergio Graziani, Germano Altomanni, Salvatore Baccaro, Loredana Martínez, Guglielmo Bardella, Tom Felleghy, Dario Argento
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:24.04.2008 (Kauf)



Inhalt
Im März 1848 bricht in Mailand ein Aufstand aus, der die österreichischen Truppen zum Rückzug zwingt. Während der fünf Tage des Aufstands geraten der Gelegenheitsdieb Cainazzo (Adriano Celentano) und sein Freund Romolo zwischen die Fronten und erleben die wildesten Abenteuer. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit den beiden.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Ich bin eigentlich sehr zufrieden mit dem Bild, auch wenn das feine Rauschen in beinahe jeder Szene präsent ist. Aber das soll nicht weiter stören, denn ursprüngliche Körnung, wie man sie hier sieht, ist mir immer noch lieber als eine zu starke Filterung. Glücklicherweise ist die 1973er Produktion in Sachen Detailschärfe und Konturengrad noch ziemlich gut erhalten. Von einem aktuellen Film erwartet man mehr, da aber bereits 35 Jahre auf dem Material lasten, sollte Nachsicht walten. Besonders die Abstimmung des Kontrastes und der kräftigen Farben sprechen für sich und lassen den Film glänzen. Etwas abträglich sind dem Filmgenuss die Materialbeschädigungen, die zwar nur stellenweise auftreten, dann aber wirklich einer Bereinigung bedurft hätten. Durch die überdurchschnittliche Schärfe und die Leistungen bei Farbe und Kontrast sollen es aber noch runde 4 Punkte sein.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Italienisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche Ton besitzt einen etwas blechernen, gealterten Klang, der ein paar milde Übersteuerungen trägt, sonst aber gut verständlich ist. Auch Rauschen dringt kaum durch. Der italienische Ton schwächelt im Vergleich zwar etwas in seiner Intensität, aber auch hier wird eine altersgemäße Leistung erbracht. Beide Spuren wurden auf die Frontlautsprecher verteilt, liegen aber immer noch in Mono vor, wie es das Cover aussagt. Für deutsche Untertitel ist gesorgt.
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Extras
Extras
  • Kapiteleinleger
  • Originaltrailer I (3:26 Min.)
  • Originaltrailer II (2:13 Min.)
  • Produktionsnotizen
  • Filmografie Dario Argento
  • Weitere DVDs:
    • Der große Coup (3:24 Min.)
    • Petroleum Miezen (1:15 Min.)
    • Die Schlangengrube und das Pendel (3:06 Min.)
    • Die Schöne und das Biest (1:48 Min.)
    • Blutige Seide (1:59 Min.)
    • Der Dämon und die Jungfrau (3:27 Min.)
VerpackungKeepCase
 Zwei lange Trailer, ein sehr lesenswerter Fließtext von Thomas Wagner zum Film und eine Filmografie zum Regisseur Argento bilden das Bonusmaterial. Bei der Filmografie hätte man vielleicht noch erklären können, was D(rehbuch), R(egie) und P(roduktion) bedeuten. Die Trailer zu weiteren Klassikern enthält auch Texttafeln zum Inhalt.
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Fazit
Die komödiantischen Ansätze sind nie das Bestimmende von "Die Halunken", den Argento nach seinen italienischen Thrillern drehte. Auch ist Adriano Celentano hier weniger der witzige, unbeschwerte Kerl, der er in späteren Komödien sein durfte, sondern eine tragische Figur, die sich erst allein, dann in Begleitung des Bäckers Romolo durch die chaotischen Zustände des Mailänder Aufstandes des Jahres 1848 schlägt. Gewöhnungsbedürftig für den Zuschauer sind sicherlich die Wechsel zwischen freizügigen Szenen, leichter Situationskomik und schweren Politdiskussionen, deren beißende Satire oftmals erst dann herauskommt, wenn man sich die Figuren und ihre Situation etwas genauer vorstellt.
Erzählt wird der fast zweistündige Spießrutenlauf durch die Stadt Mailand in Episodenform (inkl. Teilüberschriften). Dabei werden besonders die vernichtenden Mechanismen der Revolution aufs Korn genommen (beispielsweise das gegenseitige Abschlachten von Zivilpersonen), die dazu führen, dass Protagonist Cainazzo, nachdem er mehr oder minder selbst verschuldet in Beteiligung geriet, das sinnlose Wesen dieses Aufstands erkennt. Trotz sicherlich reizvoller Inszenierung, die an Kulissen, Kostümen und zeitgemäßen Requisiten nicht spart, verliert man aber über die Spielzeit etwas die Lust am erst amüsanten, dann irgendwann tragischen Geschehen, weil in viele Szenen zu ausladend draufgehalten wird. Da sind die politischen und gesellschaftlichen Diskussionen noch am Interessantesten, auch wenn sie manchem Zuschauer, der Action und Schauwerte erwartet hat, vielleicht ein wenig auf die Nerven gehen könnten. Klar dürfte damit auch sein, dass dies kein typischer Argento-Film ist, wie man ihn kennt, denn trotz einiger Grausamkeiten, die sich meist im Gehirn des Zuschauers abspielen, ist diese Geschichte hier nicht mit dem phantastischen Stoff zu vergleichen, den Argento vorher und nachher inszenierte. Zumindest aber dürfte Argento hiermit beweisen, dass er ein Regisseur ist, der sich nicht nur auf die optische Wirkung seiner Filme verlässt, sondern auch gewichtige Inhalte verarbeiten kann.



Bilder der DVD




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