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IT 1980
Originaltitel:Macabro
Alternativtitel:Baiser Macabre
aka. Frozen Terror
aka. Macabre
Länge:86:00 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:juristisch geprüft, strafrechtlich unbedenklich
Regie:Lamberto Bava
Buch:Antonio Avati, Pupi Avati, Lamberto Bava, Roberto Gandus
Kamera:Franco Delli Colli
Musik:Ubaldo Continiello
SFX:Antonio Corridori, Angelo Mattei
Darsteller:Bernice Stegers, Stanko Molnar, Veronica Zinny, Roberto Posse, Ferdinando Orlandi, Fernando Pannullo, Elisa Kadigia Bove
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:27.07.2007 (Verleih) / 24.08.2007 (Kauf)



Inhalt
Die attraktive Jane Baxter ist Mutter zweier Kinder und mit einem vermögenden Manager verheiratet. Dennoch hat sie ein Verhältnis mit einem anderen Mann. Ihr so geordnetes Leben gerät jedoch aus den Fugen, als sie an einem einzigen Tag ihren Liebhaber und ihren kleinen Sohn verliert. Der Schock sitzt so tief, dass sie daraufhin in ein Sanatorium eingeliefert werden muss. Als sie nach gut einem Jahr entlassen wird, zieht sie in die Wohnung, die ihr früher als Liebesnest gedient hat. Dort wohnt sie zusammen mit dem blinden Robert, der sich in sie verliebt.
Doch schon bald beschleicht Robert das Gefühl, dass Jane Nacht für Nacht Besuch bekommt - ist es nur ein Nebenbuhler, oder ist ihr Liebhaber von den Toten zurückgekehrt ...?

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Hach, man hätte durchaus noch einiges mehr aus der Vorlage machen können, wäre doch nur etwas Zeit investiert wurden. Beispielsweise hätte eine Beruhigung des Bildstandes, der immer mal wieder leicht zu zittern anfängt, gut getan. Auch die vielen kleinen Kratzer müssten nicht sein. Andererseits kann man aber auch zufrieden sein, wenn man nicht allzu hohe Ansprüche stellt. Dann ist die leicht über dem Durchschnitt (aufs Alter bezogen natürlich!) liegende Schärfe mit etwas wenigen Details ganz in Ordnung. Schuld daran dürfte auch die nicht grad vorbildliche Kompression sein, die sich durch etwas Blockrauschen oftmals zu erkennen gibt und die Details ein wenig angreift. Darüber hinaus sind aber die Farben und der Kontrast so, wie man es sich vorstellt, nämlich kräftig und überwiegend satt. Ein paar Ausnahmen wie eine Außenszene sind zwar auch dabei, das stört aber kaum. Dank Farbpracht und einer doch ganz guten Auflösung also noch 3,5 Punkte.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der deutsche Ton klingt schwach für einen Film von 1980. Rauschen, leichtes Knistern und eine sehr dünne Sprachwiedergabe, die den mittenlastigen Ton dominiert, machen den Anschein, dass hier ein altes Magnetband zur Vorlage genommen wurde, ohne diese noch irgendwie aufzubessern. Ein paar Verfälschungen machen sich auch breit, wobei die Musik trotz insgesamt gedämpfter Akustik noch relativ brauchbar ist. Der englische Ton zeigt ähnliche Alterserscheinungen, kann aber auch ohne Verluste bei der Verständlichkeit angehört werden. Leider fehlen deutsche Untertitel.
 ++----

Extras
Extras
  • Originaltrailer (2:12 Min.)
  • Bildergalerie (1:46 Min.)
  • Vor- und Abspann der deutsche Fassung (3:37 Min.)
  • Trailer zu (4:06 Min.):
    • Fireflash
    • Metropolis 2000
VerpackungKleine Hartbox
 Der Vor- und Abspann der deutschen Version dürfte jedem klar machen, dass er mit dieser DVD sehr gut bedient ist, was die Bildqualität angeht. Außerdem wurde eine Galerie mit Cover- und Aushangmaterial erstellt.
 +-----

Fazit
Wenn es etwas gibt, das eine abschreckende Wirkung auf den Zuschauer hat, dann ist es bei "Macabro" vielleicht die sehr gemächliche Art und Weise, wie die Geschichte vorankommt. Leerlauf kann man die etwa 45 Minuten zwischen den tödlichen Unfällen zu Beginn und dem schauerlichen Ende aber nicht nennen, denn auch diese Szenenabfolgen haben ihre Aufgabe: Sie sollen den Zuschauer verunsichern, der glaubt, die Personen zu kennen, darüber hinaus aber lernen muss, dass sich bald tiefe Abgründe auftun werden.
Ganz besonders angetan hat es mir die Rolle von Janes Tochter Lucy, die nicht nur ihre Mutter in den Wahnsinn treibt, als sie ihren Bruder in der Badewanne ertränkt, sondern auch später noch ein hässliches Spiel mit ihrer nach Zuneigung suchenden Mutter treibt. Soviel Boshaftigkeit, Gerissenheit und Erfindungsreichtum, wenn es darum geht, Menschen zutiefst weh zu tun, würde man nie hinter diesem unschuldigen Gesicht vermuten. Umso verstörender ist das, was in den letzten 15 Minuten auf uns einprasselt, denn gelinde ausgedrückt holt der Wahnsinn hier zum alles vernichtenden Rundumschlag aus. Wer hätte gedacht, dass die vormals ruhige bzw. leicht beunruhigende Stimmung derart in einen Strudel aus psychischem Terror münden kann. Was da passiert, sei natürlich noch nicht verraten, aber es geht definitiv rund, auch wenn man keinen actionreichen oder gorigen Horrorfilm erwarten sollte.
Lamberto Bava und sein Kameramann Franco Delli Colli sorgen dafür, dass die Hauptbühne, also die zwei Stockwerke des Hauses, auch nach 80 Minuten noch sehenswerte Details bereithalten und es nicht langweilig wird. Dazu muss gesagt werden, dass einige Aufnahmen wirklich elendig lang sind, weil beispielsweise ohne Schnitt verfolgt wird, wie der blinde Robert, den die Situation beinahe in den Wahnsinn treibt, die Wohnung immer wieder behutsam mit seinen Händen absucht. Das hätte man sicherlich ohne einen Verlust an Spannung auch mit ein paar Gegenschnitten geschickter machen können.

Geduldige Naturen, die auf atmosphärische und verdrehte Horrormomente stehen, die sich aber erst im letzten Drittel ganz entfalten, sollten dieser kleinen Perle von Film einen Besuch abstatten.



Bilder der DVD




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NewsCMV-Neuheiten im Juli / August '07
Macabro - Die Küsse der Jane Baker
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