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KR 2003
Originaltitel:Acacia
Länge:102:57 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Park Ki-Hyung
Buch:Park Ki-Hyung, Sung Ki-Young
Kamera:Oh Hyun-Je
Darsteller:Shim Hye-Jin, Kim Jin-Geun, Park Woong-Lee, Young Hee, Moon Woo-Bin
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:14.01.2008 (Verleih) / 17.01.2008 (Kauf)



Inhalt
Ein kinderloses Ehepaar entscheidet sich, einen kleinen Jungen zu adoptieren. Die Wahl fällt auf den schüchternen Jin-Sung. Kaum zu Hause, zeigt der Junge seltsame Züge. Er sucht immer wieder Zuflucht bei dem kranken Akazienbaum im Garten. Er behauptet sogar, dass der Geist seiner verstorbenen Mutter in der Akazie lebt. Als Mi-Sook wie durch ein Wunder schwanger wird und ein Baby bekommt, sieht sich der kleine Junge auf dem Abstellgleis. Als er das Baby versucht zu ersticken, lenkt er damit den Zorn auf sich. Er beschließt davonzulaufen. Noch in dieser Nacht geschieht etwas Grauenvolles ... und die Akazie beginnt zu blühen.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Regional bedingt verhält sich das Bild von "Acacia" anders als das, was im europäischen Kino so geboten wird. Den Farben wurde sichtlich die Sättigung entzogen, was aber nicht alle Szenen betrifft. Gerade Rottöne, wie in jener Sequenz mit dem Garn, sind deutlich hervorgehoben. Zur Stilistik gehört außerdem ein etwas gelblich kaltes Aussehen mit einem verhältnismäßig schroffen Kontrast, der für einige dezent überstrahlende Elemente sorgt, wenn beispielsweise das helle Tageslicht zum Fenster hineinscheint. Wirkliche Kritik verdient aber nur die Schärfe, die sich gerade etwas über Mittelmaß bewegt. Gesichter sehen dadurch fast immer glatt aus und im Detailbereich tut sich nicht sonderlich viel. Dass eine Rauschfilterung stattgefunden hat, ist beispielsweise beim Schwenk quer über die Tapete kaum zu übersehen, denn dort zieht sich Rauschen mit und die normale Maserung verschliert. Auch sonst sind die Bewegungen nicht ganz sauber, was im normalen Ablauf nicht so sehr hervorsticht, bei einer handvoll stetiger Schwenks und bei Szenenübergängen, die noch ihren Interlaced-Ursprung tragen, aber deutlich wird. Insgesamt wegen der Schärfedefizite nicht ganz das, was man sonst von der e-m-s so gewohnt ist, aber problemlos anschaubar.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Koreanisch
UntertitelDeutsch
 Mit dem Ton klappt es da schon ein wenig besser, auch wenn manch einer vielleicht von Frontlastigkeit darüber spricht. Bedenkt man aber, dass "Acacia" keinerlei Action beinhaltet und auch nicht sonderlich auf opulente Schockeffekte setzt, ist das Klangverhalten doch sehr erfreulich. Kleinere Einsätze des Scores sorgen immer wieder mal für eine Beschallung aus den hinteren Lautsprechern und wenn dort mal Effekte angelegt sind, dann sind diese meist mit einer netten Dynamik und viel Beweglichkeit herauszuhören. So kommt stets genügend Atmosphäre und in Sachen Bass macht die deutsche Tonspur auch einiges her. Natürlich ist auch über die Laufzeit eine Steigerung zu erkennen, denn je später, umso mitreißender wird der Ton. Für den ebenso überzeugenden, weil etwa gleichwertigen koreanischen Ton gibt es komplette deutsche Untertitel. Sehr schön ist auch der zweite deutsche Untertitel, in dem die Credits übersetzt werden, was bisher nicht viele Labels tun.
 ++++--

Extras
Extras
  • Making Of (11:44 Min.)
  • Interview mit den Hauptdarstellern Kim Jin-Geun und Shim Hye-Jin (5:02 Min.)
  • Interview mit dem Regisseur Park Ki-Hyung (4:47 Min.)
  • Originaltrailer (1:59 Min.)
  • Bildergalerie (2:18 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • Lady Vengeance (1:52 Min.)
    • Lonely Heart Killers (1:45 Min.)
    • Election (0:53 Min.)
    • Election 2 (2:08 Min.)
    • 800 Bullets (1:08 Min.)
    • Bubba Ho-Tep (2:00 Min.)
VerpackungKeepCase
 Während das Interview mit dem Regisseur wirklich sehenswert ist, kann man auf das mit den beiden Hauptdarstellern gern verzichten, da dort wieder Höflichkeiten ausgetauscht werden, über die Ehre gesprochen wird, zu diesem Film dazugestoßen zu sein, wenig aber über den Film selbst. Das Making Of besteht aus etwas kurzen, unkommentierten Segmenten vom Dreh. Einen Blick wert sind noch der kunstvolle Trailer und die etwas kleinformatige Bildergalerie.
 ++----

Fazit
Die Vergleiche mit Interner Link"Dark Water" und Interner Link"A Tale Of Two Sisters" sind nicht weit hergeholt, denn wer sich bei diesen beiden Filmen so richtig schön unwohl gefühlt hat, der darf sich auf ein ähnliches Gefühl bei dieser koreanischen Produktion einstellen. Vielleicht sogar noch mehr, denn "Acacia" geht noch ein Stück weiter weg vom eigentlichen Horror, noch ein Stück mehr in Richtung familiäres Drama, das dem Zuschauer richtig schön zusetzen wird.
Von Beginn an werden keine Hoffnungen auf eine allzu fröhliche Geschichte gemacht, denn die Probleme mit dem Adoptivkind lassen keine Normalisierung des neuen Familienglücks zu. Die mit nur wenigen Worten erzählte Tragödie, auf deren Ausmaß mit einer Vielzahl von haarsträubenden Alpträumen, Tagträumen und Angstzuständen hingewiesen wird, hält sich die Waage zwischen intelligenter Erzählung und klassischem Gruselkino, was ihn vielleicht zugänglicher macht als das Geschwisterdrama "A Tale Of Two Sisters".
Mit was man später konfrontiert wird, ist nahezu unglaublich und ebenso stimmungsvoll verfilmt. Nicht nur der Dauerregen schlägt sich aufs Gemüt, auch die Beziehungsprobleme des Paares beschreiben eine Atmosphäre, die zum Zerreißen gespannt ist. Psychologische Kriegsführung wird aufgefahren, wie ich sie seit Interner Link"Shining" nicht mehr erlebt habe und trotzdem ist "Acacia" nicht brachial, sondern feinfühlig und balanciert. Das Motiv des Akazienbaumes sorgt dabei nicht nur für einige wunderbare Szenen, sondern zentralisiert geschickt die gesamte Handlung mit all ihren vielschichtigen Denkansätzen. Besonders überrascht war ich dann aber, als man dieses ideenreiche und kunstvolle Konzept bis ins Ende, ja sogar bis in den Abspann hinein gerettet hat. Denn viele Genre-Filme haben dort dann ihr Pulver schon verschossen und warten mit einem entweder nicht ganz passenden oder zu profanen Ende auf. "Acacia" passiert das glücklicherweise nicht und lässt in den letzten Minuten alle Zeitebenen rhythmisch interessant verschmelzen, klärt auf und lässt trotzdem einen verblüfften Zuschauer zurück. So muss das sein!



Bilder der DVD




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