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UK, USA 1972
Originaltitel:Flesh and Blood Show, The
Alternativtitel:Im Rampenlicht des Bösen
aka. Asylum of the Insane
Länge:92:04 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Pete Walker
Buch:Alfred Shaughnessy
Kamera:Peter Jessop
Musik:Cyril Ornadel
SFX:-
Darsteller:Jenny Hanley, Ray Brooks, Luan Peters, Judy Matheson, Candace Glendenning, Robin Askwith, Tristan Rogers, Penny Meredith, David Howey, Patrick Barr, Elizabeth Bradley, Raymond Young, Brian Tuley, Rodney Diak, Sally Lahee, Pete Walker
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:22.05.2008 (Kauf)



Inhalt
Eine Gruppe junger Schauspieler probt in einem alten, halb zerfallenen Theater eines verlassenen Küstenortes das Stück "The Flesh And Blood Show". Während der Proben wird jedoch eine Mitspielerin geköpft aufgefunden, deren Leiche kurz darauf spurlos verschwindet. Die Polizei tappt im Dunkeln. Nach und nach verschwinden weitere Schauspieler auf geheimnisvolle Weise und tauchen als Leiche wieder auf. Wer ist der Nächste, der dem wahnsinnigen Killer zum Opfer fällt?

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Es sind keine Anstrengungen einer Aufarbeitung des Bildes erkennbar, den jede Menge Schmutz und weiße Kratzer liegen noch auf der Vorlage, was im s/w-Teil gegen Ende ganz besonders auffällt, da die häufigen Kratzer dort wie ein Stilmittel aussehen. Im Farbteil macht die mittelmäßige Schärfe auf sich aufmerksam, die man sich trotz des verhältnismäßig hohen Alters besser vorgestellt hätte, da Details im Rauschen nicht mehr richtig durchdringen und somit ein etwas unscharfes Bild gezeigt wird. Die Farben gehen dagegen schon mehr in Ordnung, auch wenn ein dezenter Grünanteil durchdringt und der Kontrast dazu neigt, die dunklen Stellen nur ungenügend klar darzustellen. Das Alter entschädigt letztlich für einiges, aber eine richtige Aufarbeitung, wie sich viele vielleicht gewünscht hätten, sieht anders aus.
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Ton
FormateDolby Digital 1.0
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Deutsch für nicht synchronisierte Szenen
 Eine Texttafel zu Beginn weist darauf hin, dass die deutsche Tonspur nie komplett war, also auf dieser ungekürzten DVD in wenigen Passagen auf den Originalton umgeschaltet wird, zu dem dann aber deutsche Untertitel existieren. Die deutsche Synchro besitzt zwar einige anfangs seltsam anmutende Stimmen, man gewöhnt sich aber schnell daran, zumal der Klang annehmlich ist - trotz Monoabmischung. Krächzende oder besonders kernige Klänge bleiben genauso wie ein Rauschen aus und gegenüber dem Originalton ist die deutsche Version sogar ein klein wenig klarer. Hier hat man also alles richtig gemacht, lediglich die Musik klingt ein wenig angegriffen. Eine Aufsplittung auf zwei Kanäle wäre vielleicht noch ganz nett gewesen, aber das hätte die Qualität auch nicht verändert, sondern lediglich den Ton vom Center gelöst.
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Extras
Extras
  • 8seitiges Booklet
  • Originaltrailer 1 (2:40 Min.)
  • Originaltrailer 2 (3:20 Min.)
  • Bildergalerie (21 Bilder)
  • Weitere DVDs:
    • Die Schöne und das Biest (1:47 Min.)
    • Blutige Seide (1:58 Min.)
    • Die Schlangengrube und das Pendel (3:05 Min.)
    • Der Dämon und die Jungfrau (3:26 Min.)
VerpackungKeepCase im Schuber
 Applaus verdient das wunderbare Menu, das leider aber bis auf ein paar Trailer und die Bildergalerie aber nicht sehr viel enthält. Ergiebiger ist das 8seitige Booklet, das zur Hälfte mit Filminfos, zur Hälfte mit Werbung (passende Genre-Titel aus dem e-m-s-Programm) gefüllt ist. Im Text geht es nicht nur um "The Flesh And Blood Show", sondern auch um Pete Walkers gesamte Filmografie, zu der Parallelen gezogen werden. Die DVD erscheint in einem Pappschuber, dessen Motiv sich von dem des Amarays unterscheidet.
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Fazit
Freunde des schlechten Geschmacks, Pete Walker war hier!
Und er hat ein Thema verbraten, was vor ihm und nach ihm noch diverse andere aufgegriffen und verbraten haben, nicht zuletzt Michele Soavi in seinem berühmten Interner Link"Aquarius - Theater des Todes". Dazu braucht man nur eine Gruppe von jungen Nichtgesichtern in ein halbverfallenes Theater zu schleusen, sie dort proben zu lassen und dann bringt man sie einfach um. Leider ist Walker nicht Soavi und 1972 war kein gutes Jahr für den britischen Horrorfilm. Deswegen wird sich hier auf das Wesentliche konzentriert und das ist nicht eben spannende Dramaturgie und Handlung. Stattdessen gibt es reichlich Möpse und Popos zu bewundern und einmal (jeeehaaah ....) sogar einen dicken Dödel. Der Plot stirbt derweil leider in einer stillen Ecke, während die "Flesh and Blood-Show", ein experimentelles Gewürge modernen Theaters, langsam zusammengetragen wird. Slasher können wir das auch nicht nennen, denn man bekommt hier nie einen Mord zu sehen, sondern immer nur das Ergebnis.

Ansonsten ist alles wie immer: die erste Leiche verschwindet, die Polizei glaubt an blöde Scherze, diverse machen sich verdächtig, die subjektive Kamera schiebt sich durch dunkle Gänge, hier und da verschwindet einer und soll's natürlich gewesen sein. Wer will, darf in jodelndes Gelächter ausbrechen, denn obwohl sich hier einige spurlos verabschieden, jemand fast vergewaltigt und anschließend auch mal umgebracht wird, proben die anderen meist tapfer weiter. Der Regisseur schaut verbissen drein und ein Filmstarlet wühlt zusammenhangslos in alten Zeitungsausschnitten, die uns die Lösung schon drei Meilen vorher ankündigen. Aus seiner wahrhaft gruseligen Location weiß Walker leider nichts zu machen, die Handlung ist dünn, immer wieder tun sich logische Löcher auf. Das Finale kommt dann auch noch sehr plötzlich und aus dem Stand, ohne Drive, sondern mittels einer längeren Rückblende für die Zuschauer, die scheinbar schon allen Anwesenden bekannt sein soll, obwohl noch niemand auch nur einen brauchbaren Schluss gezogen hat. Hinterher gibt's noch einen zweiten Mörder und ein dickes Fragezeichen, was nun wird.

Überdeutlich zielt der Film hier auf Tittenparade, dabei hat er mit zwei Skeletten im Keller und der Gruselumgebung reichlich Potential, aber so sprunghaft gebastelt, wie das alles aussieht, komplett mit langatmiger Minimalmusik, versandet das alles. Und wieso ein Killer, der seinen ursprünglichen Opfern eben nicht so recht was angetan hat (außer sie gefesselt verhungern zu lassen), weil das seine Maxime ist, dann andere Akteure eben doch wegschnetzelt, bleibt außen vor. Warum die Opfer in der mäßigen Fesselung nicht stiften gegangen sind, wird auch nicht klar, denn man kann ja ein Zwischengeschoss nicht dauerhaft verschließen. Aber da die komplette Schließung des Theaters nicht begründet wird (offensichtlich war die Polizei zu doof zum Durchsuchen), muss man nach sowas gar nicht erst fragen. Da wundert es kaum, dass ein fast vergewaltigtes und erstochenes Opfer einen Tag danach frohgemut und ohne Panik in einer Kleiderkammer suchen geht, in der es finster wie im Bärenarsch ist und aus der sie dann auch noch nicht mehr lebend wieder rauskommt.
Die Schote wurde übrigens mit "The Clown at Midnight" noch mal aufgewärmt, ich verzichte hier schon!



Bilder der DVD




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