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KR 2004
Originaltitel:Ryeong
Alternativtitel:Dead Friend
aka. Ghost, The
Länge:91:08 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Tae-kyeong Kim
Buch:Tae-kyeong Kim
Darsteller:Ha-Neul Kim, Sang-mi Nam, Bin, Yi Shin, Hie-ju Jeon, Yun-ji Lee, Ran Choi, Ju-bong Gi, Hae-suk Kim, Jin Ryu
Vertrieb:I-On
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:09.05.2008 (Verleih) / 27.06.2008 (Kauf)



Inhalt
Die junge Studentin Ji-Won leidet seit geraumer Zeit an einer völligen Amnesie. Ihre Vergangenheit ist aus ihrem Kopf gelöscht und selbst der Grund für ihren Gedächtnisverlust ist ihr unbekannt. Auch ihr Arzt kann ihr nicht helfen das Geschehene wieder in ihre Erinnerung zurückzuholen. Auf der Suche nach ihrer Vergangenheit erfährt Ji-Won, dass einige ihrer ehemaligen Klassenkameraden auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen sind. Aufgewühlt von diesen Nachrichten beginnt sie auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen. So nimmt das Grauen seinen Lauf ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Bild verfügt über stets natürliche Farben, die jedoch meist sehr kühl gewählt wurden. Zudem wurden Stilelemente verwendet, um einige Szenen des Films besonders hervorzuheben. Dies betrifft hauptsächlich Bereiche, in denen etwas Unheimliches vonstatten geht. Der Kontrast darf als sehr ausgewogen bezeichnet werden und erlaubt sich weder in hellen noch in dunklen Bereichen des Bildes negative Auswirkungen, so dass alles gut erkennbar bleibt und trotz eines sehr satten Schwarzwerts überzeugende Ergebnisse liefert. Überraschend sauber, von ein paar seltenen Kratzern einmal abgesehen, fällt der anamorphe Transfer aus, was bei asiatischen Produktionen, auch neueren Datums, nicht immer die Regel ist. Auch der Schärfe überzeugt, was besonders innerhalb Nahaufnahmen deutlich wird, bedingt durch ein leichtes Hintergrundrauschen zeigen sich Details innerhalb von Totalen nicht ganz so optimal. Bezüglich der Kompression bleibt zu sagen, dass auch diese meist sehr ruhig wirkt und sich nur selten zu einem leichten Blockrauschen hinreißen lässt, das aber zu keinen Beeinträchtigungen führt.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Koreanisch
UntertitelDeutsch
 Grundsätzlich wird der Ton in beiden vorhandenen Tonspuren innerhalb der Front wiedergegeben. Dennoch werden Score und einige Hintergrundgeräusche auch auf die Rears übertragen und mit einigen, den Szenen entsprechenden, direktionalen Effekten versorgt. So macht sich immer wieder ein angenehmer Raumklang breit, der in den Schockmomenten auch durch einen aufkommenden Bass unterstützt wird. Dialoge gehen hierbei allerdings nicht verloren und die gesamte Abmischung erklingt sehr ordentlich, ohne auch nur in kleinen Teilen überlagert zu werden. Schade ist es dennoch, dass man nicht alle Möglichkeiten einer Dolby Digital 5.1-Abmischung genutzt hat, denn gerade was den schon angesprochenen Raumklang betrifft wäre durchaus mehr möglich gewesen. Der deutschen Synchronspur trifft hierbei allerdings keine wirkliche Schuld, denn auch die koreanische Originalspur, zu der deutsche Untertitel hinzugeschalten werden können, wirkt sehr frontbezogen und innerhalb der Dialogwiedergabe auch etwas natürlicher, was aber bei der gelungenen Synchronisation eher nebensächlich erscheint.
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Extras
Extras
  • Wie man eine Horrorqueen wird (3:02 Min.)
  • Musikvideo (3:29 Min.)
  • Originaltrailer (1:36 Min.)
  • TV-Spots (1:15 Min.)
  • Trailershow:
    • Carved (1:35 Min.)
    • Cherry Crush (1:50 Min.)
    • Dark Corners (1:38 Min.)
    • Dark Shadows (0:46 Min.)
    • Fear No Evil (2:02 Min.)
    • Killing Ariel (2:50 Min.)
    • Memories of Matsuko (1:57 Min.)
    • Destination Hell (2:08 Min.)
    • Taxidermia (2:11 Min.)
    • The District (1:15 Min.)
VerpackungMetalpak
 Der Bonusbereich sieht nach deutlich mehr aus, als er letztendlich ist. Gerade mal 10 Minuten dauern die filmbezogenen Extras. Diese Laufzeit teilen sich der Originaltrailer, drei TV-Spots, ein Musikvideo und das Featurette "Wie man eine Horrorqueen wird", in dem die Hauptdarstellerin kurze Statements zu den Dreharbeiten abgibt, die durch Filmszenen unterbrochen werden. Grundsätzlich nicht uninteressant, doch kann aufgrund der kurzen Laufzeit von gerade mal 3,5 Minuten nur an der Oberfläche der Produktion gekratzt werden. Ein paar interessante Trailer zu weiteren Titeln des Anbieters runden das Bonusmaterial dann auch schon ab. Erfreulich sind die deutschen Untertitel, welche selbst bei den Trailern zu finden sind.
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Fazit
Gerade der asiatische Geisterhorror ist in der letzten Zeit mit übermäßig vielen Produktionen im deutschsprachigen Raum veröffentlicht worden. Nicht jeder dieser Beiträge konnte überzeugen und verhinderte teilweise, dass viele der echten Highlights innerhalb dieses Subgenres untergingen. Aber dafür gibt es ja Reviews, die darstellen, bei welchen der veröffentlichten Filme man ohne Bedenken zugreifen kann.

An dieser Stelle befassen wir uns mit dem koreanischen "Ghost", der eine der vielen Geistergeschichten mit "schrecklich" langen schwarzen Haaren ist. Bis auf einen einfallsreichen Schluss, der eine völlig andere Richtung einschlägt, wird ein Film nach einem altbekannten Schema präsentiert, das Regisseur Kim Tea-Gyeong aber konsequent umzusetzen vermochte und so einen wirklich gelungenen Beitrag inszenierte, der sich nicht hinter Interner Link"Ring" und Co. zu verstecken braucht. Auch wenn eben zu Anfang die Geschichte nach einem typischen Strickmuster aussieht, indem Geister mit langen schwarzen Haaren scheinbar ahnungslose Schülerinnen in den Tod treiben, verbirgt sich in der Geschichte noch wesentlich mehr als die üblichen Klischees. Schon nach kurzer Eingewöhnungszeit zeigt sich die volle Kraft dieses koreanischen Werkes und lässt den Zuschauer in einen Strudel hinabtauchen, der weit mehr darstellt, als man es erwartet hätte.
Sehr ambitioniert geht Kim Tea-Gyeong vor und lässt seine Geschichte mit einer Geisterbeschwörung beginnen. Diese Eröffnungssequenz wird jedoch auf dem Höhepunkt unterbrochen, um den Credits Platz zu schaffen und den nächsten Handlungsabschnitt einzuleiten, der mit dem eben Gesehenen nichts mehr zu tun hat. Hierbei geht es um die junge Ji-won, die nach einem Unfall an Amnesie leidet. Immer wieder wird sie von Visionen heimgesucht, die scheinbar eine Antwort auf ihre Vergangenheit bereithalten. Zudem taucht der Name Su-in innerhalb ihrer nächsten Umgebung auf und scheint auch der Grund für die angsteinflößenden Situationen zu sein. Auch der plötzliche Tod mehrerer Mädchen an ihrer Schule scheint mit ihrer Amnesie in Verbindung zu stehen. Erst als sich das letzte Puzzleteilchen mit dem gesamten Bild vereinigt, wird die Wahrheit ans Tageslicht befördert.
Auch wenn gerade das Erscheinen der Geister in ihrer Machart nichts Neues bietet, wirken diese im Zusammenhang mit der Geschichte recht stimmungsvoll und sorgen für die eine oder andere Gänsehaut. Wiederum ist eine entstehende Gänsehaut auch der verdienst einer sehr guten Darstellerriege und des Regisseurs, die gekonnt das Drehbuch in Szene setzen. Weiter sorgt ein passender Score und platzierte Soundeffekte für eine stimmungsvolle und unheimliche Atmosphäre, womit schnell die vorhandenen Anleihen an diverse Vorbilder vergessen sind.

Kim Tea-Gyeongs "Ghost" ist weder ein einfaches Plagiat noch ein x-beliebiger Schnellschuss, der einfach darauf setzt als Trittbrettfahrer etwas vom Erfolg eines "Ring" oder "Pulse" abzubekommen, sondern funktioniert als eigenständiges und ambitioniertes Werk in diesem Subgenre.



Bilder der DVD




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