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USA 2007
Originaltitel:Unearthed
Länge:89:43 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Matthew Leutwyler
Buch:Matthew Leutwyler
Kamera:Ross Richardson
Musik:Joseph Bishara
SFX:Steve Johnson's Edge FX, Realities Studio, Persistence of Vision Entertainment
Darsteller:Emmanuelle Vaugier, Luke Goss, Charles Q. Murphy, Beau Garrett, Tommy Dewey, M.C. Gainey, Miranda Bailey, Whitney Able, Russell Means, Tonantzin Carmelo, Deborah Offner, Mark Kelly, Isait De La Fuente, Chris Andrew Ciulla
Vertrieb:Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:27.06.2008 (Verleih) / 09.05.2008 (Kauf)



Inhalt
In einem entlegenen Wüstenkaff sitzt eine Gruppe junger Menschen an einer verlassenen Tankstelle fest. Als sie die gespenstische Gegend erkunden, treffen sie auf einen Archäologen, der in der Nähe an der Ausgrabung uralter ausgestorbener Indianerkulturen arbeitet. Noch wissen sie nicht, dass er damit das Grauen heraufbeschworen hat. Ein seit Jahrhunderten gefangenes Monster befreit sich aus den Tiefen der Erde und startet einen blutigen Rachefeldzug. Panisch versuchen sie sich vor der Kreatur in Sicherheit zu bringen. Doch wenn sie die Nacht überleben wollen, müssen sie gemeinsam mit der Polizistin Annie einen Weg finden, die Kreatur zu töten ...

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Dass es eine kleine Produktion ist, sieht man dem Bild doch recht deutlich an. Zwar sieht 2,35:1 nach großem Kino aus, aber weder die Bildkomposition noch die Aufarbeitung für diese DVD bestätigen diese Vermutung. Nicht mal das etwas körnige Rauschen stört, denn somit kann zumindest die Schärfe auf einem guten Niveau gehalten werden, die für einen klaren, wenn auch nicht brillanten Bildaufbau sorgt. Es ist der Kontrast, der das Vergnügen zunichte macht. Dass die Farben durch Filter abgeschwächt wurden, steht außer Frage, aber warum man die vielen dunklen Szenen nicht ein wenig herausarbeiten konnte. Selbst Tagszenen sind ziemlich trübe und bei Nacht kommt es oft vor, dass man zwar noch die Figuren gut erkennen kann, sonst aber die Dunkelheit die Umgebung auffrisst. Da sind selbst die grünlichen und gelblichen Farben keine große Hilfe mehr, die ein wenig Licht ins Dunkel bringen. Trotz einer annehmlichen Schärfe, trotz ausbleibender analoger und digitaler Fehler also eine eher geringe Wertung.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, En), DTS 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Auch beim Ton will "Unearthed" nicht so recht durchstarten. Meistens sind es die Stimmen, die (etwas ereignislos und flach) von den vorderen Lautsprechern tönen. Lautstarke Effekteinspielungen, wie man sie mehrmals in der 34. Minute als netten Unruhestifter zu hören bekommt, sind eher selten. Während auf den vorderen Boxen noch ordentlich Bewegung drin ist, versackt das ein wenig auf den Rears, die am meisten noch mit dem Score beschäftigt sind. Ein wenig wächst der Klang noch an und wird vor allem dynamischer, so dass spätere Schocksequenzen dann auch ordentlich mitreißen. Nur könnte es noch ein wenig besser klingen, würde man das ganze Geschehen räumlicher gestalten. Der Bass ist nicht übermäßig umgesetzt, kann aber bereits in Dolby Digital gut herausgehört werden. Mit DTS wird der klar aufgelöste Klang noch etwas kräftiger. Der qualitativ gleichwertige Originalton kann mit deutschen Untertiteln angehört werden.
 ++++--

Extras
Extras
  • Trailer dt./engl. (1:36 Min.)
  • Interviews:
    • Emanuelle Vaugier (5:00 Min.)
    • Luke Goss (9:52 Min.)
    • Tonantzin Carmelo (5:44 Min.)
    • Russell Means (7:30 Min.)
    • Charles Q. Murphy (8:48 Min.)
  • Storyboardmeeting (3:01 Min.)
  • Storyboard (1:56 Min.)
  • Making Of Creature Effects (1:33 Min.)
  • Interview mit Jason Hamer (5:46 Min.)
  • Behind The Scenes (2:32 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • Bad Cops (1:36 Min.)
    • Hatchet (1:38 Min.)
    • Die Schatzinsel (2:08 Min.)
    • Hellphone (1:51 Min.)
    • Borderland (2:18 Min.)
VerpackungKeepCase
 Die Bonussektion sieht gut und bietet tatsächlich ein paar brauchbare Happen für den Filmfan. Den Anfang machen der Trailer und die Interviews. Letztere sind mit den Darstellern geführt und laufen zwar oft nach dem selben Schema ab ('Erzählt doch mal bitte was über eure Rollen und den Film'), bieten aber ein paar sehenswerte Stellen. Emanuelle Vaugier hat einfach Charme, Luke Goss schwört, nach dem Interview den ständig dazwischen plärrenden Regisseur abzumurksen, Russell Means weiß über seinen alten Kumpel Marlon Brando und sein Volk (er ist indianischer Abstammung) zu berichten und Charles Q. Murphy hält einen nicht ganz nachvollziehbaren Vortrag über Scheiße, Pisse und wie man beides am besten verkauft. Sämtliche Interviews entstanden noch während des Drehs und sind deutsch untertitelt, wie das gesamte folgende Material auch. Das besteht aus einem wirklich interessanten Einblick in die Vorproduktion, bei der sämtliche wichtige Leute an einem langen Tisch Platz nehmen, sich vorstellen und dann die Storyboards durchgehen, um mögliche Probleme zu diskutieren. Von den Storyboards gibt es dann noch eine komplette Sequenz in animierter Form. Außerdem sind zwei Mini-Dokumentation den Spezialeffekten gewidmet, bei denen die geschaffene Figur und die CGI-Version kurz zu sehen sind. Der abschließende Blick hinter die Kulissen ist zwar witzig und kurzweilig, aber eben auch zu kurz. Das gilt generell für viele der Extras, die einfach etwas länger sein könnten als die durchschnittlichen drei Minuten (abgesehen von den Interviews).
 +++---

Fazit
Wenn man einen Film kurz vorstellen möchte, wie an dieser Stelle, muss man ein wenig drüber nachdenken, was man denn eigentlich eben gesehen hat. Und genau das könnte "Unearthed" ziemlich im Ansinnen nach unten ziehen, denn der ist dafür gemacht, gesehen zu werden, sich drüber kurz zu amüsieren und ihn danach schnell wieder zu vergessen.
Denn wer will sich schon ernsthaft mit diesem zusammengeflickten, nicht gerade einfallsreichen, mit manchmal mäßigen Effekten versehen und zudem furchtbar konventionellen Alien-Flick auseinandersetzen? Bereits die Prämisse ist ziemlich schablonenhaft erstellt und vollgestopft mit unglaubwürdigen Charakteren und noch mehr konstruierten Leidensgeschichten. Inhaltlich hält sich "Unearthed" ziemlich genau an den ähnlich gearteten Interner Link"Tremors", bei dem eine kleine Wüstenstadt sozusagen über Nacht von den monströsen Kreaturen leise ausgelöscht wird, bis jemand die Art und Weise entdeckt, wie man das außerirdische Wesen endgültig vernichten kann. In diesem Film ist die Kreatur ein Sammler von irdischer DNA, der scheinbar Spaß am Töten hat und rund um das Reservat des Stammes der Anasazi für jede Menge aufgefetzte Tierkadaver und Menschenleichen sorgt. Der nicht genau benannte Kämpfer mit seinen scharfen Klauen ist äußerlich angelehnt an die Interner Link"Alien"-Filme, nur eben manchmal etwas mäßig mit einem Computer generiert.
Wo "Tremors" aber ein reines Spaßprodukt war, nimmt sich "Unearthed" sehr ernst und scheitert oft an den Action-Szenen, denen (vielleicht auch wegen des dunklen Bildes) die Übersichtlichkeit fehlt. Allerdings ist "Unearthed" abgesehen vom Standardskript sicher nicht die schlechteste Wahl im Genre. Das Viech wird relativ schnell losgelassen und sorgt für jede Menge Chaos und Rasanz, auch wenn spannende Szenen etwas rar gesät sind, weil sie einen etwas lustlosen, uninspirierten Eindruck erwecken. Das, was das Monster aus dem All aber anrichtet, sieht ordentlich aus für eine FSK16 und an hübschen Hauptdarstellerinnen mangelt es auch nicht. Besonders gut gefällt mir die Idee, dass das Monster Würmer in den Wirtskörper entsendet, die die Daten sammeln, sich dann im Brustbereich aufhalten, um dort wieder von einer Art Krabbe, einem separaten Teil des Aliens wieder eingesammelt zu werden.
Wenn man nur das Drumherum besser ausgebaut hätte oder sich selbst nicht so ernst nehmen würde, dann würde vieles in "Unearthed" besser klappen. Nur ein paar Beispiele: die Geschichte des Anasazi-Stammes birgt so viel Potenzial, ist aber nur eine Zwischenstation; die wissenschaftliche Komponente erinnert an zwei Nachwuchswissenschaftlerinnen, die mal eben den Chemiebaukasten auspacken; der Quotenschwarze geht einem bereits in der ersten Dialogzeile gehörig auf die Nüsse (muss man es denn derart übertreiben?); das Monster gibt den Fliehenden oft zu viel Freiheiten, so dass der Zuschauer nicht genug mitgerissen wird, sondern merkt, dass er in einem Film sitzt, ganz besonders auch wegen der misslungenen, weil wackligen Kameraarbeit.

SciFi/Horror-B-Movie, der wegen einiger toller Aufnahmen und überzeugender Darsteller nach mehr aussah, sich durch viele unglaubwürdige Details, zu wenig Humor und das dunkle Geschehen aber viel verspielt. Dennoch, abgesehen vom Monster selber, sind die Effekte sehr sehenswert und für diese Freigabe auch sehr drastisch.



Bilder der DVD




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