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UK 1983
Originaltitel:Jigsaw Man, The
Alternativtitel:Spiel des Überläufers, Das
Länge:Spiel des Überläufers, Das
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Terence Young
Buch:Dorothea Bennett, Jo Eisinger
Kamera:Freddie Francis
Musik:John Cameron
Darsteller:Michael Caine, Laurence Olivier, Susan George, Robert Powell, Charles Gray, Morteza Kazerouni, Michael Medwin, Eric Sevareid, Sabine Sun, David Kelly, Patrick Dawson, Vladek Sheybal, Peter Burton, Maggie Rennie, Richard Aylen
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:30.08.2007 (Kauf)



Inhalt
Sir Philip Kimberly war einst der Chef des britischen Geheimdienstes. Nach seinem Überlauf in die Sowjetunion wurde er General des KGB. Offiziell für tot erklärt, verpassten ihm die Sowjets ein neues Gesicht und gaben ihm eine neue Identität. Durch ein hartes Training wird er fit gemacht für einen letzten Einsatz. Er soll geheime Dossiers, die er beim Secret Service zurückließ, aus London holen. Man lässt ihm die Wahl zwischen Freiheit in Millionenreichtum oder seinem "zweiten und diesmal endgültigen Tod" ...
Er pokert hoch, mit ganz schlechten Karten und entkommt beiden Seiten. Jetzt wollen alle seinen Kopf. Was ihm bleibt, sind die Geheimpapiere und seine Erfahrung im Überleben. Doch jeder Schritt führt in eine neue Falle ...

Bild
Format1,66:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Alter des Materials macht sich besonders in den Farben bemerkbar, die eine deutliche Blässe tragen. Das ist zum Teil auch ein Verdienst des Kontrastes, der etwas härter als üblich ausfällt. Somit sieht das Bild gänzlich kühl aus, weil Blautöne dominieren, ohne dass es an ein Stilmittel erinnert. Dafür macht zumindest die Schärfe einen sehr guten Eindruck, weil die Details dem Alter entsprechend sauber ausgeprägt sind und auch die Konturen eine passende Abgrenzung versprechen. Kratzer enthält der anamorpe Transfer nur wenige, in Bewegungen wird aber manchmal etwas Rauschen deutlich. Das passiert aber nur in wenigen Szenen. Somit ist der DVD lediglich der etwas steile Kontrast und die blasse Farbgebung anzulasten.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Das Alter des Materials macht sich besonders in den Farben bemerkbar, die eine deutliche Blässe tragen. Das ist zum Teil auch ein Verdienst des Kontrastes, der etwas härter als üblich ausfällt. Somit sieht das Bild gänzlich kühl aus, weil Blautöne dominieren, ohne dass es an ein Stilmittel erinnert. Dafür macht zumindest die Schärfe einen sehr guten Eindruck, weil die Details dem Alter entsprechend sauber ausgeprägt sind und auch die Konturen eine passende Abgrenzung versprechen. Kratzer enthält der anamorpe Transfer nur wenige, in Bewegungen wird aber manchmal etwas Rauschen deutlich. Das passiert aber nur in wenigen Szenen. Somit ist der DVD lediglich der etwas steile Kontrast und die blasse Farbgebung anzulasten.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer (2:52 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • Homicide (2:18 Min.)
    • Petroleum Miezen (1:14 Min.)
    • Auch Henker sterben (1:58 Min.)
    • Nackt unter Leder (1:00 Min.)
VerpackungKeepCase
 Die DVD enthält nicht viel Bonus, zumindest aber den Originaltrailer.
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Fazit
Wenn sich drei Filmgrößen vereinen, darf man eigentlich etwas Großes erwarten. Immerhin unterstellten sich die britischen Stars Laurence Olivier und Michael Caine, die beide bereits zuvor in "Mord mit kleinen Fehlern" gemeinsam vor der Kamera standen, der Regie des erfahrenen Bond-Regisseurs Terence Young (Interner Link"James Bond jagt Dr. No"). Erzählt werden sollte ein Spionagethriller rund um den ehemaligen Leiter des MI6, Philip Kimberly, der von KGB einer plastischen Operation unterzogen wird, um seinem Heimatland Akten zu stehlen. In einer ähnlichen Geschichte sah man Caine bereits in Interner Link"Das vierte Protokoll", nur dass jener Film weitaus gelungener und unterhaltsamer ist. Man wird jedoch gleich zu Beginn das Gefühl nicht los, hier einer Komödie und keinem Thriller beizuwohnen. Verantwortlich dafür zeigt sich fraglos John Camerons musikalische Untermalung, die geradezu lächerliche Anklänge mitunter findet, sodass es bisweilen wie eine Folge von "Miami Vice" anmutet, was man hier ansieht. Da entschuldigt auch das Entstehungsjahr 1983 nichts, "The Jigsaw Man" ist ein Film geworden, den man beim besten Willen einfach nicht ernst nehmen kann.

Wieso ein Mann um die fünfzig aufgrund einer plastischen Operation nicht nur 15 Jahre jünger aussieht, sondern auch die Fitness einer entsprechenden Person haben sollte, wird nicht geklärt. Viel zu konstruiert wirkt es dagegen, wie Youngs gesamter Film total konstruiert wirkt. Es dürfte nicht verwundern, wenn Sacha Baron Cohen seine Borat-Figur an der Darstellung von Caine als KGB-Agent Kuziminsky angelehnt haben sollte. Dabei spielt sich Caine noch relativ solide durch diesen katastrophalen Thriller, dem es zu keinem Zeitpunkt gelingt Spannung aufzubauen. Sein Gegenüber, Sir Laurence Olivier, hingegen ereifert sich total in Overacting und lässt erkennen, dass seine beste Zeit hinter ihm liegt. Susan George und Robert Powell in den Nebenrollen wissen dabei kaum bis wenig zur (nicht vorhandenen) Klasse des Filmes beizutragen. In der Phase des Kalten Krieges wollte Young mit seinem Film sicherlich die Realität und ihre möglichen Auswüchse widerspiegeln, doch misslingt dies auf ganzer Ebene. Das Finale des Filmes - welches in der Kirche noch relativ gut gewählt war - verkommt dann zum absoluten Witz, mit einem mehr als aufgesetzten Happy End. "The Jigsaw Man" ist ein exzellentes Beispiel dafür, dass zwei Stars und ein Starregisseur noch lange keinen großen Filmen zustande bringen. Bei bedarf sei daher auf "Das vierte Protokoll" und andere verwiesen, die weitaus unterhaltsamer sind.



Bilder der DVD




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