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TH 2005
Originaltitel:Jom kha mung wej
Länge:105:20 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Piyapan Choopetch
Buch:Piyapan Choopetch, Kittikorn Liasirikun
Kamera:Nattawut Kittikhun
Darsteller:Akara Amarttayakul, Tom Dundee, Chatchai Plengpanich
Vertrieb:I-On New Media
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:15.05.2008 (Verleih) / 30.05.2008 (Kauf)



Inhalt
Itti ist ein "Necromancer", ein Meister der schwarzen Magie. Die Gabe, Menschen zu kontrollieren und sich unsichtbar zu machen, hilft ihm dabei, aus dem Gefängnis auszubrechen, um in seine Heimatstadt zurückzukehren und Rache zu nehmen.
Santi ist ein Realist, der nur an die Dinge glaubt, die er sich selbst erklären kann. Er wird damit beauftragt, Itti aufzuspüren und zu verhaften. Anfangs glaubt er nicht an schwarze Magie, doch schon bald ist er dieser nur allzu realen Welt und dem "Necromancer" verfallen ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Bild der DVD ist stark geprägt von der Stilistik des Films. Der geneigte Thai-Gucker kennt diese sicherlich bereits, denn der starke Kontrast und die gelblich-bräunlichen Grundtöne sind üblich für Produktionen aus diesem Land. Somit entsteht in weiten Teilen des Filmes ein unwirkliches, aber nicht weniger gut erkennbares Bild. Denn der harte Kontrast scheint keine negativen Auswirkungen auf dunkle Szenen zu haben, die trotz allem sehr gut erkennbar bleiben. Auch zu heftige Überstrahlungen bleiben aus. Auch Probleme wie Kratzer sind keine Probleme, da sie so selten auszumachen sind, dass sie praktisch keinen Einfluss auf das Sehvergnügen haben. Das einzige, was sich der Transfer zuschulden kommen lässt, ist die nicht über gute Werte hinauskommende Schärfe. Mag sein, dass auch hier bewusst gegen den Trend von ultrascharfen Bildern gearbeitet wurde, aber ein wenig mehr könnte es durchaus sein. Trotzdem über dem Durchschnitt sonstiger Produktion aus Thailand, zumal auch kein Ghosting auftritt und die Kompression sehr ruhig agiert.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Thailändisch
UntertitelDeutsch
 Der Ton bestimmt in den meisten Szenen das Geschehen, deswegen ist der kraftvolle Klang in beiden Sprachen auch sehr wichtig. Die wenigen Dialoge wurden im Deutschen mit einer professionellen Synchronisation versehen, was ja immer noch nicht Standard ist. Weite Teile bestimmt der Score, der sich dank Bassunterstützung sehr gut entfalten kann. Dabei gehen die Dialoge nicht unter. Sonderbar und gleichzeitig etwas schade ist nur, dass der Dolby Digital 5.1-Modus nicht so genutzt wird, wie es sein sollte. Selbst die Musikstücke drängen sich wie gefangen auf den vorderen Lautsprechern, wobei doch gerade hier viel Potenzial besteht, einen raumfüllenden Klang zu erzeugen. Daran trägt aber nicht die Eindeutschung die Schuld, denn bereits der Originalton, dem man deutsche Untertitel zuschalten kann, limitiert sich in vielen Szenen auf die Front. Trotzdem klingt es aber auch nicht nach einem Stereoton, da bereits die Dynamik dafür zu sehr heraussticht. Tatsächlich geben die hinteren Boxen einige Effekte in spannenden Szenen von sich, was den nötigen Ausgleich bringt. Bei den deutschen Untertiteln handelt es sich übrigens um die Übersetzung des Originals, welche natürlich nicht komplett identisch mit dem ist, was im Deutschen gesprochen wird. Somit lassen sich in einigen Szenen dank der Untertitel noch neue Aspekte in den Gesprächen erkennen.
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Extras
Extras
  • Behind The Scenes (5:38 Min.)
  • Trailer (2:38 Min.)
  • Trailershow:
    • Cherry Crush (1:50 Min.)
    • Dark Shadows (0:52 Min.)
    • Dark Corners (1:38 Min.)
    • Destination Hell (2:08 Min.)
    • Fear No Evil (2:02 Min.)
    • Killing Ariel (2:50 Min.)
    • Memories Of Matsuko (1:57 Min.)
    • Taxidermia (2:11 Min.)
    • The District (1:15 Min.)
    • Vexille (2:12 Min.)
  • Info (1 Seite)
VerpackungKeepCase im Schuber
 Mich hätte es nicht überrascht, wäre die "Behind The Scenes"-Dokumentation wieder so eine künstliche Dokumentation gewesen, wie man sie schon bei anderen thailändischen Horrorfilmen im Bonusmaterial vorfand. Hier gibt's aber wirklich Drehvorbereitungen und Aufnahmen zu sehen, die leider nach 5 Minuten schon vorbei sind. Die ziemlich scheppernde Musik ist im Hauptmenu in besserer Qualität zu hören. Außerdem gibt's den tollen Trailer zu bewundern, dem deutsche Untertitel hinzugefügt worden.
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Fazit
Ein bärtiger Mann wird in eine finstere Zelle eingeschlossen. Ein gebetsartiges Murmeln dringt durch die kalten Mauern des Gefängnisses. Der Insasse, Itti ist sein Name, weiß, dass sein Aufenthalt nur von kurzer Dauer ist. Er ist im Besitz einer Macht, mit der er böse Geister beschwören kann. Alsbald ist er auf freiem Fuß, um sich an seinen Feinden zu rächen ...
Wenn die Thailänder ganz sicher etwas können, dann ist es in ihren Horrorfilmen die Kultur und damit den ansässigen Geisterglauben wiederzugeben. Man muss dabei aber etwas ein Faible für asiatische Filme haben, um den andersartigen Strukturen solch einer Verfilmung aufgeschlossen gegenüberzutreten, die weniger einer vorgeschriebenen, zeitlich optimierten Handlung als einer Vielzahl von atmosphärischen Szenen folgt, die beinahe nebenläufig den eigentlichen Inhalt vorantreiben. Es sind dabei aber nicht nur die ruhenlosen Seelen der Toten, die den Film bestimmen, sondern viel mehr die Dämonen im Inneren eines jeden Menschen. Das lernt der junge Polizist Santi am eigenen Leib kennen, der darauf angesetzt wird, den entflohenen Itti wieder einzufangen oder besser noch: gleich zu töten. Sein Charakter ist durchaus vielschichtiger angelegt, als man vorerst glauben könnte, denn man unterscheidet nicht zwischen Gut und Böse. Jeder hat die Veranlagung, sich zwischen beiden Seiten zu bewegen bzw. seine Handlungsweisen nach ihnen auszurichten. So wird Itti zwar als Kinderschreck und Mörder hingestellt, der mit Beschwörungen seine Feinde ausschaltet, er ist sich aber gleichzeitig seiner Gesinnung bewusst und begegnet seinen Häschern respektvoll. Gleichzeitig beginnt sich diese Figur in eine Richtung zu entwickeln, die dem undurchsichtigen, mystischen Rasputin nicht unähnlich ist. Den typischen Hollywood-Schmonzes von teuflischen Bösewichtern und dessen heldenhaften Gegenspieler darf man also schnell vergessen, denn beides ist hier bewusst weniger klar gezeichnet bzw. wird zwischendrin sogar ein wenig über den Haufen geworfen.
Auch inszenatorisch bleibt "Necromancer" abwechslungsreich. Wie eine lange Traumwelt durchziehen geheimnisvolle Szenenabläufe den Film, der den Zuschauer immer wieder auffordert, sich selbst Erklärungen bereitzulegen. Effektheischende Momente bleiben aus, dafür erhält sich der Film aber durchweg seine hohe Spannung mit spirituellen und beinahe magischen Momenten, die über die überdurchschnittlich lange Spielzeit nicht an Wirkung verlieren.



Bilder der DVD




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