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USA, ZA 1972
Originaltitel:Big Game, The
Alternativtitel:Explosion
aka. Control Factor
aka. SOS - Hemmeligt Vaben Jages!
aka. Macchina Della Violenza, La
aka. Rapto En Oriente
Länge:90:49 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Robert Day
Buch:Robert Day, Ralph Anders, Stanley Norman
Kamera:Mario Fioretti
Musik:Francesco De Masi
Darsteller:Stephen Boyd, France Nuyen, Ray Milland, Cameron Mitchell, Brendon Boone, Michael Kirner, John Stacy, George Wang, John Van Dreelen, Marie Du Toit, Romano Puppo
Vertrieb:Magic Pictures / e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:12.01.2007 (Kauf)



Inhalt
Leyton van Dykes Forschungsgruppe hat ein Gerät entwickelt, mit dessen Hilfe man Gedankenimpulse im menschlichen Gehirn steuern und beeinflussen kann. Eine wundervolle Methode, den Frieden auf Erden zu sichern, doch auch eine große Gefahr, denn in der Hand von Verbrechern könnt sie zur Katastrophe werden. Als die wissenschaftlichen Instrumente mit einem Schiff nach Australien gebracht werden, kapert eine geheimnisvolle Organisation den Frachter. Ein gnadenloser Kampf auf hoher See beginnt ...

Bild
Format1,66:1 (anamorph)
NormPAL
 Deutlich über den Erwartungen liegt die Bildschärfe dieses schon älteren Films. Wer hätte gedacht, dass diese die ganze Zeit über in einem Bereich arbeitet, der sonst nur schwer restaurierten Major-Titeln vorbehalten bleibt? Der Detailbereich lässt sogar Feinheiten auf Gesichtern zu, die vielen aktuellen Filmen der B-Schmiede vorenthalten bleiben. Zu verdanken ist das zum einen der hoch angesetzten Kompression als auch der sorgsamen Rauschfilterung, die entweder gar nicht erst erfolgen musste oder eben von echten Profis erledigt wurde. Natürlich ist ein leichtes Rieseln in vielen Szenen dabei, erinnert aber nicht an die starke Körnung, die ältere Filme üblicherweise besitzen. Von rein technischer Sicht macht sich das Alter aber doch immer wieder deutlich. Im normalen Verlauf zeigen sich nur wenige Kratzer, aber es kommt auch schon mal zu Laufsprüngen, einem unruhigen Bildstand oder im schlimmsten Falle (nur einmal) zu einem starken Zerstörungsgrad der linken Bildhälfte, die sich erst zum Szenenwechsel hin wieder aufklärt. Aber all das mag den Filmfan weniger interessieren als die schwachen, blassen Farben. Hier wäre deutlich Nachholebedarf gewesen, denn oft herrscht nur ein rötlich blasser Grundton vor und Gesichter sehen überhellt aus. Das ist umso mehr schade, da der Detailgrad trotzdem sehr hoch ist.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Beide Sprachversionen liegen in Mono vor, wobei die deutsche Tonspur durchschnittlich geworden ist. Eine gute Verständlichkeit ist gegeben, die wenigen Musikstücke klingen noch relativ unverbraucht, aber im Hintergrund macht sich ein magnetisches Störgeräusch breit. Das kann man überhören, wenn man den Ton insgesamt ein wenig leiser stellt, aber immer wieder macht dieses rhythmische Rauschen (manchmal verbunden mit einem leisen Knacksen) auf sich aufmerksam. Wie zufrieden man trotzdem damit sein kann, zeigt die englische Tonspur. Die deutschen Untertitel sind hier fast Pflicht, denn es klingt alles ein wenig, als würde man den Fernseher voll aufdrehen und sich dann ein paar Räume weiter unter der Dusche stehend den Film "anhören". Keine guten Voraussetzungen also, aber eine Restauration würde beim englischen Ton kaum noch Sinn machen, so schlecht ist die Ausgangslage.
 ++----

Extras
Extras
  • Werbeeinleger
  • Fotos (29 Bilder)
VerpackungKeepCase
 Die Bildergalerie enthält Aushangfotos und ein paar Coverartworks.
 +-----

Fazit
Wo bitte ist denn in diesem "hochexplosiven Action-Thriller" die "intelligente Geschichte", die "Erotik" und die "gehörige Portion Spannung"? Man muss zwangsläufig enttäuscht sein, wenn man diese vollmundigen Versprechungen liest und danach den Film anschaut. Dabei verspricht allein der Titel ein SciFi- oder Kriegsspektakel (bzw. eine Mischung aus beiden). Das lässt aber alles ungewöhnlich lange auf sich warten. Mehr enttäuschend als die langatmige Mischung aus Dialogen und einem wenig charismatischen Hauptdarsteller, der zumindest später von ein paar echten Stars abgelöst wird, ist aber die Herangehensweise an die Geschichte: Es gibt keinen richtigen Einstieg, kein wirkliches Vorankommen und die Erzählweise ist irgendwie lückenhaft, stottert also. Auch sind die Entscheidungen über einige Szenen auch nicht gerade verständlich. Klaro, ein paar Verbrecher (?) in alten Karren, die mittels der neuartigen Erfindung dazu gebracht werden, ihre Fahrzeuge anzuhalten, dann haarscharf an der Infanterie vorbeizufahren und später wie in einem Derby zu schrotten, macht zwar optisch einiges her und verschafft dem Film ein paar gute Action-Szenen, aber inhaltlich demonstriert wird damit wenig.
Richtig schade ist es aber, dass das so wundervolle Gerät, das zukünftig Kriege verhindern könnte, später gar nicht mehr zum Einsatz kommt. Auf dem Transportschiff hätte also genauso gut auch eine Atombombe oder wertvolle Diamanten lagern können, die sich die Terroristen unter den Nagel reißen wollen. Erst in den letzten 25 Minuten kommen dann die beiden Haudegen Cameron Mitchell und Stephen Boyd zum Zuge, die zwar nach eigener Aussage Gewalt verabscheuen, dafür aber ziemlich unter den Geiselnehmern aufräumen. Hier zeigt sich eine weitere Schwäche des Skriptes, denn zu mehr als Handlangern reicht es in den nächsten Szenen nicht. Die sind nicht nur leicht zu überwältigen, sondern bereits beim Kapern des Kutters ins psychologische Abseits. Denn immer mehr gewinnt man als Zuschauer den Eindruck, dass es eigentlich um nichts geht. Glanzmomente sind neben der sexy France Nuyen (ihr Spiel ist leider von der ersten Filmszene an vorhersehbar) noch der Attentatsversuch in der Kabine, bei dem wirklich kurz Nervenkitzel aufkommt.
Beim Rest setzt sich immer wieder Mittelmäßigkeit in allen Belangen durch, bei der ein Ray Milland ebenso verloren ist wie der Zuschauer, der auf knackige Action im 70er-Jahre-Stil hofft. Für ein "großes Spiel" reicht es aber trotz Nostalgiebonus gewiss nicht.



Bilder der DVD




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