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IT 1991
Originaltitel:Carne, La
Alternativtitel:Flesh, The
Länge:86:23 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Marco Ferreri
Buch:Liliane Betti, Massimo Bucchi, Paolo Costella, Marco Ferreri
Kamera:Ennio Guarnieri
Darsteller:Sergio Castellitto, Francesca Dellera, Philippe Léotard, Farid Chopel, Petra Reinhardt, Gudrun Gundelach, Nicoletta Boris, Clelia Piscitelli, Elena Wiedermann, Sonia Topazio, Fulvio Falzarano, Pino Tosca
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:02.08.2007 (Kauf)



Inhalt
Frustriert hat sich Barpianist Paolo von Ehe und Job verabschiedet. Als die atemberaubende Francesca seinen Weg kreuzt, wird er jedoch aus seiner Lethargie gerissen: Sie ist die zu Fleisch gewordene Verkörperung all seiner erotischen Fantasien. Zusammen beziehen sie ein einsames kleines Haus am Strand. Hier wird er jedoch von ihr ans Bett gefesselt und mit einer Dauererektion versehen, so dass sie sich jederzeit bedienen kann. Die Leidenschaft bringt ihn um den Verstand und treibt ihn langsam aber sicher in die Katastrophe ...

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Das Vollbild präsentiert sich mit wechselhaftem Erfolg. Hervorstechend und optimal für diesen seltsam anmutenden Film sind die kräftigen Farben, die einmal mehr ausdrücken wollen, dass das Geschehen von "La Carne" sich etwas vom Realistischen entfernen möchte. Das hin und wieder auftauchende Rauschen wird von der Kompression problemlos aufgenommen. Im Detailbereich erreicht der Vollbildtransfer nicht ganz die Plastizität der Konturen, die etwas mehr hervorstechen. Da fehlt es zu oft am Detailgrad, dass diese DVD in diesem Bereich noch 4 Punkte erreichen könnte. Dafür ist das Bild sauber und ruhig, sieht man von einem digitalen Master-Fehler in der Storchszene in der 81. Minute ab.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Italienisch
UntertitelDeutsch
 Man möchte sogleich auf den Originalton umschalten, denn trotz interessanter Synchronstimmen, die dem Film zusätzlichen Pepp verleihen, stimmt der Klang für einen Film der 90er Jahre überhaupt nicht. Wer seine Anlage nicht gleich zu Beginn etwas runterdreht, wird überrascht von einem wenig erquicklichen Brei, bei dem selbst die Verständlichkeit nicht sonderlich toll ausfällt. Weniger abgeschmirgelt und reduziert klingt der italienische O-Ton. Zwar ist auch hier ein dezentes Rauschen nicht zu vermeiden und die Stimmen zischeln leicht, aber es lässt sich leicht der hellere Gesamtcharakter heraushören. Zumindest hier herrscht Lebendigkeit. Mit den optionalen deutschen Untertiteln dürfte auch die Sprachbarriere kein Problem sein.
 +/----

Extras
Extras
  • Originaltrailer (1:53 Min.)
  • Bei den Dreharbeiten (4:58 Min.)
  • Filmografien zu:
    • Marco Ferreri (4 Seiten)
    • Sergio Castellitto (4 Seiten)
    • Francesca Dellera (2 Seiten)
  • Weitere DVDs:
    • Stille Tage in Clichy (1:43 Min.)
    • Lonely Hearts Killers (1:46 Min.)
    • Loverboy (2:15 Min.)
    • Wassup Rockers (1:40 Min.)
    • Chumscrubber (1:44 Min.)
    • Lovewrecked - Liebe über Bord (1:27 Min.)
VerpackungKeepCase
 Wer gern zuschauen möchte, wie Ferreri energisch seine Regiearbeit macht, der hat im 5minütigen Making Of Gelegenheit dazu, an dessen Ende Ferreri noch ein kurzes, aber interessantes Zitat abgibt. Ansonsten stehen drei schlichte Filmografien, also nur Auflistungen, und ein Trailer zur Anwahl.
 +/----

Fazit
Weltweit bekannt wurde Regisseur Marco Ferreri 1973 durch seine Satire Interner Link"Das große Fressen", die für Kontroversen und Aufregung sorgte. Sein letzter Film in seinem Œuvre wird aber von "La Carne" markiert, der 1991 in die Kinos kam. Auch hier finden sich wieder viele satirische und gesellschaftskritische Elemente, so wie einige Freizügigkeit. Architekt und Familienvater Paolo (Sergio Castellitto) schlägt neue Wege ein, verdingt sich als Barpianist und zahlt keine Alimente für seine Kinder an seine Ex-Frau. Bei einer seiner Nächte lernt Paolo schließlich die üppige Francesca kennen, die sich als fleischgewordener Traum eines italienischen Mannes verstehen lässt. Breite Hüften, große Brüste und ein Schmollmund - Paolo ist sofort hin und weg. Nach einer relativ asketischen Nacht kann Paolo die gute Francesca schließlich zu sich nach Hause locken und beginnt mit ihr einen sprichwörtlichen Sexmarathon. Doch schon kurz darauf wird Paolo die Geister, die er rief, nicht mehr los.

Oberflächlich betrachtet ist "La Carne" ein Film ohne Inhalt, langweilig und nichtssagend. Abgesehen von Francesca Delleras Brüsten gibt es in den anderthalb Stunden nicht viele Höhepunkte. Aber ein Film von Ferreri ist kein Film von Ferreri, wenn nicht mehr dahinter steckt. Paolo macht sehr schnell klar, dass er rein sexuell an Francesca interessiert ist. Als diese am Morgen danach durch Aufsetzen ihrer Brille bemerkt wie Paolo wirklich aussieht ("Du hast ja einen Bauch!"), fühlt sich der stolze Italiener in seinem Stolz verletzt. Doch sie bleibt bei ihm und die sexuelle Orgie geht weiter - zumindest soll sie dies. Doch Paolo hat auf einmal Probleme mit seinem kleinen Freund und lässt sich daher von Francesca helfen - jedoch anders, wie er es sich erhofft hatte. Aus der Fellatio wird ein chiropraktischer Griff, seine gesamte Körperenergie konzentriert sich fortan auf sein bestes Stück. Doch den Rest seines Körpers kann Paolo nicht mehr bewegen, er ist für Francesca zum bloßen Sexobjekt verkommen, dessen sie sich nach eigenem Gutdünken bedienen kann.

Das ist die Kritik im Film, einverpackt jedoch in eine ziemlich schwache Geschichte. Wer an Ferreris Filmen einen Narren gefressen hat, wird bestimmt auch hier auf seine Kosten kommen, den Rest dürften die mangelhaften Dialoge und die schwache Handlung nicht sonderlich überzeugen - so amüsant das geschilderte Geschehen auch mitunter sein kann.



Bilder der DVD




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