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D 2004
Originaltitel:Ouzo, Stoff und Taschentücher
Alternativtitel:Germaica - Ouzo, Stoff und Taschentücher
Länge:79:12 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:juristisch geprüft, strafrechtlich unbedenklich
Regie:Timo Rose
Buch:Timo Rose
Kamera:Mathias Jakubski
Musik:Stufe Einz, Peat 38, H MC, Wahndreieck
SFX:Timo Rose, Mathias Jakubski, Benjamin Klingebiel
Darsteller:Andreas Pape, Timo Rose, Benjamin Klingebiel, Thomas Kercmar, Anja Gebel, Henrike Fischer, Oliver Zabel, Timm Bock
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:09.02.2007 (Verleih) / 09.03.2007 (Kauf)



Inhalt
Der Kleinganove Eddie (Andreas Pape) und sein griechischer Freund Yamas (Timo Rose) sind wie immer pleite. Yamas kam gerade aus dem Knast und schon plant Eddie einen weiteren Coup. Er will den millionenschweren Zuhälter Mac Ten (Thomas Kercmar) ausnehmen. Nichts leichter als das ... geht es doch lediglich darum, an einen Koffer voller Schwarzgeld zu kommen. Dabei soll ihnen eine attraktive Freundin (Anja Gebel) behilflich sein, die schon des Öfteren die schwanzgesteuerte Mentalität reicher Schnösel auszunutzen wusste. Der Plan scheint genial und absolut perfekt zu sein - doch alles kommt anders. Und schon bald stecken die Drei so richtig in der Scheiße.

Bild
Format2,00:1 (Letterbox)
NormPAL
 Eigentlich wurde "Ouzo, Stoff und Taschentücher" ja im Vollbild-Format gedreht, nun aber für diese DVD abgedeckt. Das führt zu einem etwas eingeengten Bild, bei dem es auch schon mal vorkommt, dass Informationen abgeschnitten werden (z.B. das Computerbild vor dem ersten Bruch). Davon abgesehen wird genau das geboten, was man vielleicht erwartet hat: durchwachsene Qualität, die man Rose-Filmen her kennt, die aber deutlich zeigt, dass dieser Film nun weniger Budget zur Verfügung hatte als beispielsweise "Barricade". Somit glaubt man einen Rückschritt zu erkennen, zurück zu Videoaufnahmen, die keine sonderlich gute, aber auch nicht bedenkliche Schärfe bieten und die einen typisch begrenzten Kontrast- und Farbumfang aufweisen. Die Kompression scheint weitestgehend in Ordnung zu sein, das dürfte man aber bei den überwiegend weichen BIldern auch nicht anders erwartet haben. Trotzdem erkennt man Blockrauschen auf hellen Flächen. Problemchen wie Schmutz oder Videostreifen treten natürlich nicht auf.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Während die Musikstücke für Dampf auf den vorderen Boxen sorgen und sich mehr durchsetzen können als alles andere, verliert die deutsche Stereo-Tonspur immer dann an Qualität, wenn die Dialoge einsetzen. Hier kommt je nach Szene das Surren des Aufnahmegeräts durch oder es klingt ein wenig dumpf. Für kommende Projekte sollte wirklich dafür gesorgt werden, dass die für eine Dialogaufnahme klare Dialogverständlichkeit sorgt. Auch bei den Effekteinspielungen ist noch etwas mehr Klangqualität von Nöten, wobei diese Töne etwas zu kurz sind, um wirklich qualitative Einbußen vernehmen zu lassen. Bei der Stereo-Abmischung hat man zumindest einiges unternommen, um die Tonspur möglichst interessant zu verteilen und somit keine Frontlastigkeit zu erzeugen. Auch der breite Klang der Musik ist erfreulich. Für einen Export ist diese DVD vermutlich nicht vorgesehen, denn eine andere Sprachfassung oder Untertitel existieren nicht.
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Extras
Extras
  • Trailer (1:24 Min.)
  • Deleted Scenes (11:21 Min.)
  • Bildergalerie (3:33 Min.)
  • Musikvideo (4:36 Min.)
  • Trailer zu (7:33 Min.):
    • Mutation Annihilation
    • Barricade
    • Legend Of Moonlight Mountain
VerpackungKleine Hartbox
 Die DVD kann man mit Trailern (u.a. noch drei weitere Filme des Regisseurs), einer etwas unscharfen Bildergalerie und einem Rap-Musikvideo aufwarten. Außerdem sind mehrere gekürzte Szenen anwählbar, die es nicht über den Rohschnitt hinaus geschafft haben, insgesamt aber nur stellenweise gegenüber der fertigen Version erweitert worden.
 ++/---

Fazit
Zweifler hat Nachwuchsregisseur Timo Rose, der in regelmäßigen Abständen ein neues Low Budget-Werk veröffentlicht, vermutlich genug. Manchmal gelingt es ihm zumindest ein wenig, diese ruhig zu stellen - wenn auch nur für kurze Zeit.
"Ouzo, Stoff und Taschentücher" geht natürlich erstmal wieder in die fast schon obligatorische Gangster-Ecke - wie sollte es auch anders sein. Im Gegensatz zu den Interner Link"Mutation"-Teilen versucht Rose hier aber eine Geschichte zu erzählen und die auch mal bekömmlich zu gestalten. Seine 2004er Produktion (in diesem Jahr scheint er ja mit Interner Link"Lord Of The Undead" und "Rout City" besonders fleißig gewesen zu sein) bewegt sich sogar ein wenig in Richtung Episodenfilm, die zusammengehalten wird von einem Verhör, bei dem der Ganove Eddie von vornherein weiß, dass er das nicht mehr lebend verlassen wird. Also geht es neben ein paar Prügeln, die seine Aufmerksamkeit wieder auf das Wesentliche lenken soll (Wo ist der Koffer mit den 2 Millionen?) relativ locker zu. Da wird mit den seltsamen Prügelburschen gekokst und Ouzo getrunken bis zum Abwinken, viele Zeit bleibt ihm ja nicht mehr, um sein Leben zu genießen. Seinem Gegenüber, ein äußerlich harmloser Mann mit butterweicher Stimme und extravaganten Anzug, tischt er also diverse Geschichten auf, die alle darauf hinspielen sollen, was sich denn nun beim Überfall auf den Unterweltboss Mac Ten zugetragen hat.
Und hier klaffen die einzelnen Episoden qualitativ sehr weit auseinander. Ein besonders ausgeklügeltes System, die einzelnen Erzählungen miteinander zu verkoppeln, hat das Skript nicht gefunden, also bitte keine Vergleiche mit einer Guy Ritchie-Gangsterkomödie erwarten. Umso wichtiger ist es, dass die Teile in sich funktionieren. Verallgemeinert ist das der Fall bei Szenen mit Thomas Kercmar als Mac Ten, der zwar Stereotypen in Rekordhöhe stapelt, aber immer eine unterhaltsame Performance abliefert. Besonders gut klappt das im sehr trashigen Teil, wenn Kercmar in die Rolle der Killerin Ming Lee schlüpft. Man stelle ihn sich vor mit weißem Top, schwarzer Perücke und Krawatte, wie er mit einem Schwertkampf seine Gegner unschädlich macht - ein Anblick für die Götter! Da fällt dann auch kaum noch die trottlige asiatische Kampfsportchoreografie auf, die aus einem mittelmäßigen Computerspiel stammen könnte. Besonders die zuckersüße Melodie, wenn er/sie dem Gegner den Kopf abschlägt, hat es mir angetan, haha.
Auch das Zusammenspiel von Andreas Pape, der am Stuhl gefesselt herausbekommt, dass seine Freundin (Anja Gebel) vor dem heißen Strip eine Ladung Bullensteroide zu sich genommen hat, ist ein paar Lacher wert, denn aus der heißen Nummer wird eine kleine Prügelorgie. Dann wäre da noch Rose selbst in der Rolle von Yamas, Eddies Gefährten beim geplanten Raub, der die Stimmung des Films dann wieder runterzieht. Sein länger währender Monolog über die Auswirkung von engen Slips auf das Kaufverhalten von Frauen zündet nicht richtig und geht auch viel zu lang. Da setzt er wieder zu sehr auf die coole Gangster-Schiene, die von vielen Zuschauern höchstens mit einem müden Lächeln honoriert wird, weil man Coolness in einem Film einfach nicht erzwingen kann.

"Ouzo, Stoff und Taschentücher" ist für mich ein Zwischenschritt: wesentlich unterhaltsamer und besser durchdacht als ein Interner Link"Rigor Mortis" (aus dem die Hälfte des Casts importiert wurde), witziger als ein Interner Link"Barricade", andererseits aber auch nicht so teuer umgesetzt und relativ blutleer. Seine Fans kann Rose also bedienen, zeigt er doch wieder seine typischen Markenzeichen. Das wird aber auch der Grund sein, warum er jene Independent-Fans, die sich nicht so richtig mit seinen Filmen anfreunden konnten, vermutlich hiermit noch nicht überzeugen kann.



Bilder der DVD




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NewsDer März steht bei CMV im Zeichen von Timo Rose
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