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USA 1990
Originaltitel:Evil Toons
Alternativtitel:Evil Toons - Flotte Girls im Geisterhaus
aka. Evil Toons - Flotte Teens im Geisterhaus
Länge:79:22 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Fred Olen Ray
Buch:Fred Olen Ray
Kamera:Gary Graver
Musik:Chuck Cirino
SFX:Kenimation
Darsteller:David Carradine, Arte Johnson, Dick Miller, Monique Gabrielle, Suzanne Ager, Madison Stone, Barbara Dare, Don Dowe, Michelle Bauer
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:23.03.2007 (Verleih) / 20.04.2007 (Kauf)



Inhalt
Der schmierige Mr. Burt engagiert die vier hübschen Studentinnen Megan, Jan, Terry und Roxanne als Putzkolonne, um eine seit Jahren leer stehende Villa für ihren neuen Besitzer auf Vordermann zu bringen. Als sich die jungen Girls leicht bekleidet den Kellerräumen widmen, stoßen sie auf eine Kiste, die sie öffnen. Ohne es zu ahnen, lösen sie dadurch eine folgenschwere Kettenreaktion aus. Kurz darauf bekommen sie Besuch von einer mysteriösen Gestalt namens Gideon Fisk, der ihnen ein antikes Buch in die Hände drückt. Und schon begehen die naiven Damen einen weiteren Fehler, indem sie die darin enthaltenen Beschwörungsformeln vorlesen und damit prompt ein notgeiles und mordlüsternes Cartoon-Monster befreien. Die freizügige Roxanne ist das erste von einigen Opfern des fiesen Dämons. Kann der unheimliche Mr. Fisk die Überlebenden aus dieser bedrohlichen Situation befreien ...?

Bild
Format1,66:1 (Letterbox)
NormPAL
 Das Breitbild-Format (nicht anamorph) sieht nicht grad schmuddlig aus, aber auch nicht sonderlich toll. Bildfehler halten sich zurück, über etwas Rauschen muss man sich bei Low Budget keine Gedanken machen und die Farben machen einen relativ guten Eindruck. Auch der Kontrast lässt vorerst keine Wünsche offen, so dass man mehr bekommt, als beispielsweise bei einer Videokassette möglich wäre. Nachteilig ist allerdings die immer wieder abfallende Schärfe. Gerade Gesichtszüge verlieren an Details, während die Konturen durchgehend eine mittelmäßige Tiefe abzeichnen.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Seine beste Zeit hat der deutsche Ton hinter sich, das hört man in jeder Szene. Der verschlierende, zischelnde und auch dumpfe Ton trägt ein Klirren in sich, das ihn schnell in die unterste VHS-Kategorie einstuft. Deswegen ist die Verständlichkeit auch nicht sonderlich gut und die Musik stottert manchmal. Es fehlen zwar Untertitel, aber der englische O-Ton ist sehr gut verständlich und viel klarer als die deutsche Version. Hier kommen natürlich die Hintergrundgeräusche besser durch, wobei sich auch hier kein richtiger Stereoklang einstellt. Aber bei Kleinproduktionen wie "Evil Toons" reicht Mono schon aus.
 +/----

Extras
Extras
  • Trailer (1:58 Min.)
  • Bildergalerie (1:40 Min.)
  • Making Of (10:52 Min.)
  • Fred Olen Ray's Nite Owl Theatre (5:32 Min.)
  • Trailer zu (6:58 Min.):
    • Teenage Exorcist
    • Dark Universe
    • City Of Rott
VerpackungKleine Hartbox
 Ein Making of und eine Folge des "Nite Owl Theatre" sind keine schlechten Extras für diesen kleinen Film - nur leider darf man sich ausmalen, was man verstehen wird, wenn man kein Englisch versteht, da es keine Untertitel gibt. Naja, zumindest sind beide Extras gemessen an ihrer Laufzeit wirklich topp und wer auf schlechte Witze und ein wenig sexistische Szenen steht, der kommt bei der Show des Regisseurs definitiv auf seine Kosten. Außerdem enthält eine Galerie ein paar Promo-Shots und Cover-Material und der Trailer ist auch nicht von schlechten Eltern.
 +-----

Fazit
- "Was ist das? Ein Buch oder sowas?"
- "Das sind wohl die gelben Seiten von Transsylvanien." (Filmzitat)

Fred Olen Ray - noch Fragen? 1990 unternahm er den Versuch, den Spukhausfilm noch mal ein wenig aufzupeppen, natürlich ohne viel Geld in die Produktion stecken zu wollen. Was trifft sich da besser als ein altes Haus, das von vier jungen Mädels für den Nachmieter in Schuss gebracht werden soll? Das sollte doch schon mal die Set-Kosten auf Minimum drücken, denn praktisch kann man alles entweder vor dem Haus, im Haus oder im Keller desselben abdrehen. Nun muss man aber dazu sagen, dass Ray ganz gewiss kein Billigheimer ist, der so eben mal 'nen Rohrkrepierer runterkurbelt. Nein, der Mann versteht sein Geschäft, weiß was dem Publikum gefällt und legt hier mal eben eine Lässigkeit an den Tag, die beispielsweise dem ähnlichen Interner Link"Haunting Fear" fehlte. Auch der sollte mit namhaften Akteuren besetzt sein, wobei hier eigentlich nur zwei Namen (bzw. Nasen) hervorstechen: David Carradine sieht aus, als ob man ihn 20 Jahre nach "Kung Fu" ausgegraben hätte und schleicht mit seiner Necronomicon-Kopie in der Hand spät abends in eine Villa, in der der Strick schon parat hängt. Im Angesicht der bösen Mächte des sprechenden Schriftstücks scheint der Strang wohl auch der einzige Ausweg zu sein ... aber falsch gedacht! Ein paar Jahre später liegt ein böser Fluch auf dem Haus und das Buch lagert natürlich auch in einer Kiste, um neu entdeckt zu werden. Dazwischen treibt sich ein herrlich schmieriger Dick Miller (Interner Link"Cannonball", Interner Link"Piranhas") als Chef der Reinigungsfirma rum, der zwar helfen möchte, irgendwann aber selbst eine helfende Hand benötigen könnte.

Interner Link"Tanz der Teufel" lässt schön grüßen? Nicht ganz, denn "Evil Toons" ist ja eigentlich eine leichtgängige Horror-Komödie ohne Tiefgang oder Wertlegung auf Spannung. Prickelnd wird's höchstens, wenn die Putzkolonne die Hüllen fallen lässt, wobei das Mauerblümchen natürlich erstmal außen vorgelassen wird. Aber frei nach dem Sprichwort "Die graue Maus holt am Ende die dicksten Dinger raus!" entwickelt die sich zur Sexbombe, die die größten Chancen auf ein Überleben hat. Fürs (männliche) Auge wird also einiges geboten, sogar ein Strip ist mit dabei. Während andere Genre-Filme irgendwie immer Probleme haben, das Entblättern der Weiblichkeit irgendwie ins Skript einzubauen, fällt das Ray lockerleicht, der mit all den schrägen Dialogen, stereotypischen Figuren bzw. Handlungen und den comichaften Geräuschen eh auf eine Parodie abzielt. Und fürs Trash-Genre kann man die sogar als gelungen, weil unbezwungen ansehen.
Etwas enttäuschend fällt natürlich der geringe Anteil der Animationen aus. Nachdem die blaue Hundefigur sich an der unvorsichtigen Schwarzhaarigen aufgegeilt hat, sie bestiegen und dann gerissen hat, schlüpft er in ihren Körper und terrorisiert die restlichen drei der Gruppe. Vermutlich war die Verbindung zwischen Animation und Film zu aufwendig, weswegen sie sehr selten eingesetzt wurden. Trotzdem überwiegen die spaßigen Momente dieses No-Brainers, der dank einer Spielzeit unterhalb der 80-Minutenmarke auch schnell zur Sache kommt, auch wenn es kaum gorige oder sonderlich blutige Szenen gibt. (Dafür aber Monologe wie: "Hey, was ist das für 'n klebriges Zeug? 'Ne neue Körpercreme?") Somit eine Bereicherung für die "Trash Collection" von CMV mit jeder Menge nackter Tatsachen der naiven Dummchen und dämlicher Szenen en masse, aber eben kein Horrorfilm im klassischen Sinne. Selbst das ständige Donnern und Blitzen ist nur Teil einer Persiflage.



Bilder der DVD




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NewsCMV-Neuheiten im März / April '07
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