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JP 2005
Originaltitel:Horror Theater
Alternativtitel:Horror Theater 3
aka. Kazuo Umezu's Horror Theater: The Wish
aka. Kazuo Umezu's Horror Theater: The Harlequin Girl
aka. Kazuo Umezz's Horror Theater: Snake Girl
aka. Umezu Kazuo: kyôfu gekijô - negai
aka. Umezu Kazuo: kyôfu gekijô - madara no shôjo
Länge:104:26 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Atsushi Shimizu
Buch:Kazuo Umezz (Comic), Sadayuki Murai, Chiaki Konaka
Kamera:Tokusho Kikumura
Musik:Takashi Nakagawa
SFX:Taichi Itô
Darsteller:Orito Kasahara, Kyôko Tôyama, Toshinori Omi, Natsumi Okumura, Riko Narumi, Arisa Nakamura, Minako Tanaka, Kyûsaku Shimada, Shôko Nakahara
Vertrieb:I-On New Media / Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:11.04.2008 (Verleih) / 09.05.2008 (Kauf)



Inhalt
Die Macher von Interner Link"Versus", Interner Link"The Ring", "Steamboy" und "Pulse" präsentieren "Horror Theater", eine sechsteilige Filmserie, basierend auf den Horror-Mangas von Kultautor Kazuo Umezz. Sechs Filme - sechs Regisseure - sechs Geschichten des Grauens - sechs mal Nervenkitzel pur von den japanischen Meistern des Horrors.

"The Wish": Der junge Außenseiter Tomoko findet auf einer Müllkippe ein Stück Holz, das die Form eines menschlichen Kopfs besitzt. Er bastelt sich daraus eine Puppe und nennt diese Mokume. Mokume entwickelt sich zu einem Ersatz für einen echten Freund, allerdings erweist sich die Puppe als weitaus lebendiger, als angenommen ...

"Snake Girl": Yumiko hat sich das ganze Jahr auf die Ferien gefreut. Doch statt der erhofften Dauerparty muss sie mit ihrem Cousin in eine kleine, verschlafene Stadt fahren um dort den Sommer zu verbringen. Doch wirklich langweilig wird es dort nicht: Die Dorfbewohner sind nämlich mehr als wunderlich und scheinen Yumiko nicht sonderlich zu mögen, was seltsam ist, denn das junge Mädchen besucht die Gegend zum ersten Mal in ihrem Leben. Als wenn dies schon nicht mysteriös genug wäre, nennt man sie in dem Ort auch ständig "Schlangenmädchen" ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Prinzipiell ist auch die dritte DVD aus qualitativer Sicht weitestgehend identisch mit den Vorgängern. Aufgrund des dunklen Bildes von "The Wish", was ein Stilmittel des Regisseurs darstellt, müssen dennoch Abzüge hingenommen werden. Obwohl der Kontrast einen sehr ausgewogenen Eindruck hinterlässt, ist das Bild viel zu dunkel gehalten, was zwar der Atmosphäre dienlich ist, aber viele Feinheiten des Bildes verschluckt. Auch die Farbgebung hat mit diesem Stil zu kämpfen und verliert ihren natürlichen Teint, was auch an den dominierenden Rot- und Orangetönen liegt. Bei "Snake Girl" sieht die Sache wiederum ganz anders aus. Man wird erfreut mit natürlichen und kräftigen Tönen und einem ebenfalls ausgewogenen Kontrast, der hier jedoch nicht mit einem dunklen Bild zu kämpfen hat. Wie auch bei den anderen Episoden tendiert der Schwarzwert deutlich ins Gräuliche, was jedoch nicht zu Beeinträchtigungen führt. Beide Episoden können jedoch im Bereich der Schärfe nur bedingt überzeugen und wirken sehr wechselhaft, wobei die Konturenschärfe sehr matschig ausgefallen ist und auch die Detailwiedergabe keine optimalen Werte liefert. Die Kompression arbeitet zwar meist ordentlich, neigt aber immer wieder zu Blockrauschen, was sichtbar in Erscheinung tritt. Nimmt man beide Episoden zusammen und vergleicht sie mit den restlichen Vier bekommt man auch bei der dritten und letzten DVD der "Horror Theater"-Reihe ein solides anamorphes Bild geboten.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Auf akustischer Seite bietet auch die dritte DVD der Reihe eine japanische und eine deutsche Tonspur in Dolby Digital 5.1 an. Aufgrund der vorhandenen Beiträge wird etwas mehr Spielraum für eine räumliche Klangkulisse geboten, was letztendlich für keine der beiden Tonspuren ausgenutzt wurde. Die hinteren Lautsprecher werden zwar mit Hintergrundgeräuschen versorgt, doch reicht dies nicht aus, um ein räumliches Klangbild zu erzeugen. Gelegentlich wird zumindest der Subwoofer angesprochen, der die Atmosphäre der einzelnen Geschichten unterstützt. Letztendlich darf man auch bei den letzten beiden Episoden nicht auf ein groß angelegtes Actionspektakel hoffen und sich eher an einer sauberen Front mit klaren Dialogen erfreuen. Dank einer ausgewogenen Abmischung kommt es nicht zu Überlagerungen. Untertitel werden optional in deutscher Sprache angeboten, womit auch der fast identisch klingende Originalton kein Hindernis darstellt.
 +++/--

Extras
Extras
  • Making of:
    • The Wish (11:05 Min.)
    • Snake Girl (16:28 Min.)
  • Kazuo Umezz Interview:
    • The Wish (2:15 Min.)
    • Snake Girl (2:15 Min.)
  • Originaltrailer:
    • The Wish (1:00 Min.)
    • Snake Girl (1:00 Min.)
  • Trailershow:
    • Mucha Sangre (1:32 Min.)
    • Dark Corners (1:38 Min.)
    • Dark Shadows (0:52 Min.)
    • Destination Hell (2:08 Min.)
    • Fear No Evil (1:55 Min.)
    • Memories of Matsuko (1:57 Min.)
    • Taxidermia (2:11 Min.)
    • Shoot My Darling (1:02 Min.)
    • The District (1:15 Min.)
    • Uro (2:01 Min.)
VerpackungKeepCase
 Wie auch schon bei den ersten beiden DVDs gibt es zu jeder Folge ein Making of mit B-Roll-Aufnahmen, die durch kurze Interviewpassagen mit Stabmitgliedern unterbrochen werden. Echte Informationen sind jedoch nicht zu erwarten und so wirkt alles sehr oberflächlich mit einem sehr geringen Informationsgehalt. Kazuo Umezz darf wiederum in bewährter Manier eine kurze Einführung zur jeweiligen Geschichte geben, was sich durch seine Interpretationsweise als sehr interessant herausstellt. Dies gilt besonders für die Sichtweise, die garantiert nicht mit der westlichen Mentalität zu vergleichen ist. Trailer zur jeweiligen Episode, die man aufgrund von Spoiler nicht vor dem Film ansehen sollte, und eine Trailershow, welche auf allen drei DVDs der "Horror Theater"-Reihe identisch ist, runden das Bonusmaterial ab.
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Fazit
Alle guten Dinge sind drei und so stellt die nun vorliegende dritte DVD den Höhepunkt der "Horror Theater"-Reihe dar. Zuständig für die vorliegenden Beiträge sind Atsushi Shimizu und Noboru Iguchi. Beide liefern zwei sehr unterschiedliche Episoden ab, die sich jedoch im Kontext ähneln und mit ihren Inszenierungen im Genre des Horrorfilms am dichtesten verankert sind. Neben dem Fiktiven ist auch Reales vorhanden und lässt sich in die einzelnen Situationen der jeweiligen Geschichte reininterpretieren, was von westlichen Augen jedoch nicht unbedingt so wahrgenommen wird, wie es im Entstehungsland von Kazuo Umezzs Geschichten der Fall ist.

Atsushi Shimizu nahm sich der Geschichte "The Wish" an, in der ein kleiner Junge mit Namen Tomoko ohne Freunde aufwächst. Als er statt des gewohnten Heimwegs von der Schule einen anderen Weg nimmt, kommt er zu einem großen, freistehenden Gelände. Er findet einen Holzklotz, der die Form eines Kopfes hat. Handwerklich begabt bastelt er sich aus dem Stück Holz eine lebensgroße Puppe, die er liebevoll Mokume nennt. Zwar hat er sich so einen Freund geschaffen, dieses tote Stück Holz kann aber trotzdem keine lebende Person ersetzen. Sein größter Wunsch wäre es, dass Mokume lebendig wird. Erst als er ein kleines Mädchen kennen lernt, das ihm eine richtige Freundin ist, beginnt auch in Mokume Leben einzufließen und der möchte um alles in der Welt verhindern, dass jemand anderes eine Freundschaft zu seinem Schöpfer aufbaut.
Shimizu schuf mit "The Wish" einen sehr gruseligen Beitrag, der die Einsamkeit eines kleinen Jungen widerspiegelt. Hierbei nutzt der Regisseur viele bedeutsame Elemente, denn hinter vielen alltäglichen Dingen stehen Symbole des Lebens. Der neue Weg von der Schule zum sicheren und behüteten Schoß der Eltern wird durch eine Straßengabelung geteilt, welche deutlich mit Farbspielereien auf etwas Besonderes hinweisen möchte. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt und mit ihm die persönliche Entscheidung, welcher Weg für ihn der Richtige ist. Shimizu macht unmissverständlich klar, das Freunde ein wichtiger Teil des Lebens sind.

Der letzte Beitrag kommt von Noboru Iguchi, der durch seinen durchgeknallten Interner Link"Sukeban Boy" ein herrlich bizarres Kleinod des Wahnsinns hervorbrachte. Doch bevor er "Sukeban Boy" inszenierte, nahm auch er die Möglichkeit wahr, einen Manga von Umezz zu verfilmen. Dieser trägt den Titel "Snake Girl" und befasst sich mit einer ähnlichen Thematik wie zuvor "The Wish".
Nachdem an ihrer Schule ein grausamer Mord an einer Lehrerin geschah, wird Yumiko aufs Land zu ihrer Tante und deren Familie geschickt, um das Verbrechen zu verarbeiten. Sie selbst ist nicht gerade beliebt und verbrachte viel Zeit auf einer einer Internetplattform, die sich mit dem Thema Hass befasst. Auch in ihr lodert der Hass und durch die Reise zu ihrer Tante soll auch dieses Thema verarbeitet werden. Mit ihrer Cousine versteht sie sich blendend, während die Bevölkerung des kleinen Bergdorfs ihr eher mit Misstrauen entgegentritt. Schuld an dieser Abneigung ihr gegenüber ist eine alte Prophezeiung, die besagt, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt ein Mädchen in das Dorf kommt und Unheil in Form eines Schlangenmädchens über die Bevölkerung bringt. Und scheinbar bricht mit der Ankunft von Yumiko wirklich eine böse und unheimliche Macht über das Dorf herein.
Auch hier steht die Freundschaft im Vorderegrund und Iguchi weiß gekonnt die Abgeschiedenheit der Berge zu nutzen und mit dem Aberglaube abseits gelegener Dörfer zu spielen. Dieser Mix wirkt auf der einen Seite faszinierend, aber es ist schwer einen Bezug zum Thema Hass und dem Aberglauben an Schlangenmenschen herzustellen. Die Geschichte aber weckt mit diesen Themen Interesse beim Zuschauer. Nicht besonders förderlich ist die Tatsache, dass die Herkunft des Aberglaubens nicht deutlich gemacht wird und die Geschichte sich nicht ganz entfalten kann mit allen ihren Möglichkeiten. Daraus ergibt sich aber wieder die Chance, die Geschichte von Kazuo Umezz selbst zu interpretieren. Besonders gelungen ist es Noboru Iguchi, die Einsamkeit des Bergdorfes einzufangen, welches seinen friedlichen Schlaf unterbricht, da eine Bedrohung sich nähert.

Mit dem Ende von "Snake Girl" endet auch die letzte Folge der "Horror Theater"-Reihe nach den Mangas von Kazuo Umezz und lässt einen vermutlich zufriedenen Zuschauer zurück, der mit sechs völlig unterschiedlichen Geschichten konfrontiert wurde, denen alle ein greifbarer Kern zugrunde liegen.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Kazuo Umezz's Horror Theater 1
Kazuo Umezz's Horror Theater 2
IMDb.com OFDb.de (Kazuo Umezu's Horror Theater: The Harlequin Girl)
IMDb.com OFDb.de (Kazuo Umezu's Horror Theater: The Wish)



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