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JP 2005
Originaltitel:Horror Theater
Alternativtitel:Horror Theater 2
aka. Kazuo Umezz's Horror Theater: Bug's House
aka. Kazuo Umezz's Horror Theater: House of Bugs
aka. Kazuo Umezz's Horror Theater: Ambrosia
aka. Kazuo Umezz's Horror Theater: Diet
aka. Umezz Kazuo: kyôfu gekijô - mushi-tachi no ie
aka. Umezz Kazuo: kyôfu gekijô - zesshoku
Länge:118:24 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Kiyoshi Kurosawa, Tadafumi Ito
Buch:Kazuo Umezz (Comic), Sadayuki Murai, Hiroshi Takahashi
Kamera:Masakazu Oka
Musik:Takashi Nakagawa
SFX:Taichi Itô
Darsteller:Hidetoshi Nishijima, Tamaki Ogawa, Hisako Shirata, Asahi Uchida, Miku Ueno, Shôko Nakagawa, Kanji Tsuda, Yuki Tsujimoto, Naomi Kaizuka, Ohmori Utaemon
Vertrieb:I-On New Media / Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:11.04.2008 (Verleih) / 09.05.2008 (Kauf)



Inhalt
Die Macher von Interner Link"Versus", Interner Link"The Ring", "Steamboy" und "Pulse" präsentieren "Horror Theater", eine sechsteilige Filmserie, basierend auf den Horror-Mangas von Kultautor Kazuo Umezz. Sechs Filme - sechs Regisseure - sechs Geschichten des Grauens - sechs mal Nervenkitzel pur von den japanischen Meistern des Horrors.

"House of Bugs": Koji gesteht seiner Geliebten den Grund für das Scheitern seiner ehelichen Beziehung: Seine Frau ist kein menschliches Wesen mehr, sondern etwas anderes. Er bittet sie ihn nach Hause zu begleiten, damit sie ihm glaubt und damit er sich seiner sicher sein kann, nicht verrückt zu sein. Dort angekommen wirkt erst alles ganz normal, aber diese unnatürlich vielen Spinnweben auf dem Dachboden künden von einen unvorstellbaren Grauen ...

"Diet": Die korpulente junge Maiko wünscht sich nichts sehnlicher, als von ihrem Traumprinzen beachtet zu werden. Doch dieser verhöhnt sie so gemein, dass sie den Entschluss fasst, ihr Gewicht radikal zu reduzieren. Eine wahrhaft brutale Diät macht sie wirklich zu einem schlanken, ansehnlichen Teenie. Nur ihr so lange aufgestauter Appetit mach ihrem erhofften Happy-End einen bösen Strich durch die Rechnung ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Die Qualität des anamorphen Bildes kann noch als solide bezeichnet werden, nutzt die Technik einer DVD allerdings nicht aus. Beide Geschichten haben eine ähnliche Bildstruktur, so dass beide Episoden gleich bewerten werden können. Positiv fällt die Farbgebung aus, die mit natürlichen und kräftigen Tönen überzeugt. Probleme offenbaren sich innerhalb der Schärfe, welche sehr wechselhaft wirkt, das Bild deutlich zu weich darstellt und auch Konturen unsauber wiedergibt. Der Kontrast wirkt ausgewogen und verschluckt keine Details, leidet jedoch unter dem vorhandenen Schwarzwert, der eher milchig in Erscheinung tritt. Auch die Kompression ist durch leichte Blockbildungen bemerkbar, dafür ist das Bild aber frei von Fehlern und Defekten.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Beide Episoden liegen sowohl im japanischen Original als auch in deutscher Synchronfassung in Dolby Digital 5.1 vor. Die Dialogwiedergabe ist tadellos und wirkt im Zusammenspiel mit Geräuschen und Musik homogen abgemischt. Die beiden vorhandenen Geschichten der "Horror Theater"-Reihe bieten allerdings nicht die Möglichkeit, eine räumliche Klangkulisse zu erschaffen. Meist sehr ruhig spielt sich so alles innerhalb der Front ab und nur selten verirren sich kleinere Hintergrundgeräusche auf die hinteren Boxen. Dies ist wie schon angemerkt nicht der Abmischung anzulasten sondern den Geschichten selber, die eher ruhigere Töne anschlagen. Störgeräusche sind nicht festzustellen und optionale Untertitel in deutscher Sprache sind vorhanden.
 +++/--

Extras
Extras
  • Making of:
    • House of Bugs (14:46 Min.)
    • Diet (16:34 Min.)
  • Kazuo Umezz Interview:
    • House of Bugs (2:16 Min.)
    • Diet (2:15 Min.)
  • Originaltrailer:
    • House of Bugs (1:10 Min.)
    • Diet (1:09 Min.)
  • Trailershow:
    • Mucha Sangre (1:32 Min.)
    • Dark Corners (1:38 Min.)
    • Dark Shadows (0:52 Min.)
    • Destination Hell (2:08 Min.)
    • Fear No Evil (1:55 Min.)
    • Memories of Matsuko (1:57 Min.)
    • Taxidermia (2:11 Min.)
    • Shoot My Darling (1:02 Min.)
    • The District (1:15 Min.)
    • Uro (2:01 Min.)
VerpackungKeepCase
 Von der Struktur ist das Bonusmaterial identisch mit dem zur ersten DVD der "Horror Theater"-Reihe, thematisch natürlich der jeweiligen Episode angepasst. Die Making Ofs entpuppen sich als B-Roll-Aufnahmen, welche bei "House of Bugs" wesentlich interessanter ausgefallen ist und dank der Anweisung von Regisseur Kyoshi Kurosawa zumindest einen kleinen Einblick in die Produktion ermöglicht. Die B-Roll-Aufnahmen zu "Diet" wirken dagegen eher oberflächlich, wobei der Besuch von Kazuo Umezz am Drehort und dem dadurch verursachten kleinen Hysterieanfall von Darstellerin Shôko Nakagawa recht nett anzusehen ist. Positiv sticht auch der kurze Einblick in die Entstehung eines Spezialeffektes heraus und darf als Wiedergutmachung gegenüber dem sonst informationslosen Inhalt betrachtet werden. Wie auch schon bei den ersten beiden Folgen gibt es noch eine Einführung von Kazuo Umezz zur jeweiligen Geschichte und ihrem thematischen Aspekt, was im Bonusmaterial als Interview angezeigt wird. Die Trailer zu den Episoden und eine obligatorische Trailershow des Anbieters runden das Bonusmaterial letztendlich ab. Vor Sichtung der Trailer sollte man allerdings die zugehörige Geschichte gesehen haben, da einige Spoiler auszumachen sind und im Fall von "Diet" sogar die ganze Pointe versaut werden kann. Deutsche Untertitel sind vorhanden, womit es zu keinen Verständlichkeitsproblemen kommt.
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Fazit
Für die Episoden 3 und 4 konnte man neben Kyoshi Kurosawa noch Tadafumi Itô gewinnen und beide Geschichten können den langweiligen Beitrag Interner Link"Death Make" der ersten DVD wieder wettmachen.

Die erste Geschichte trägt den Titel "House of Bugs" und wurde von Kyoshi Kurosawa inszeniert, der dank seiner Arbeiten "Pulse" und Interner Link"Seance" kein unbeschriebenes Blatt im asiatischen Horrorfilm ist und wieder mit seiner ruhigen, aber interessanten Erzählung auf sich aufmerksam machen kann. "House of Bugs" handelt von einem Ehepaar, dessen Beziehung alles andere als intakt ist. Der Mann geht fremd und seine Frau hat eine eigene Welt um sich kreiert. Aus purer Verzweiflung erzählt er seiner Geliebten von den misslichen Umständen in seinem Haus und dem schweren Leben mit seiner Frau. Auf sein Bitten hin folgt sie ihm ins Haus, um sich selbst ein Bild von dem Zustand seiner Frau zu machen und vielleicht zu helfen. Angekommen im Haus des Paares wird erstmals das Ausmaß der bizarren Lebensweise seiner Frau klar, für die es auch gleichzeitig keine Lösung zu geben scheint.
Liest man die Inhaltsangabe, wirkt "House of Bugs" eher wie ein Drama als ein Horrorfilm. In gewissem Sinn könnte man auch von einem Horror-Drama reden, das auch einen Hauch Realismus in das wirkliche Leben projiziert. Konstant baut sich aus dem alltäglichen Leben eine Bedrohung auf, die physisch nicht zu erfassen ist, sich aber auf die Psyche niederschlägt. Eine Oberfläche des Normalen verbirgt das unbekannte Paranormale, welches Kurosawa gekonnt versteht unsichtbar und doch greifbar in seinen Bildern darzustellen. Die Stärke von "House of Bugs" liegt in der Sichtweise der Geschichte, die nicht nur von einer Person wahrgenommen wird, sondern die Blickwinkel von Mann und Frau widerspiegelt. So offenbaren sich innerhalb einer Geschichte zwei Variationsmöglichkeiten aber nur ein Ergebnis. Die Darsteller machen ihre Sache sehr gut und halten dem Zuschauer, der den Posten des stille Beobachters dieser Ehe einnimmt, einen möglichen Spiegel vor dessen Gesicht. Die verwendeten Effekte sind ausnahmsweise Nebensache und hätten auch nicht unbedingt vorhanden sein müssen. Sie sind als Interpretationsmittel zwar dienlich, ansonsten unnötiger Ballast auf eine Reise zur Identifikation der Rollenverteilung zwischen Mann und Frau.

Auch die zweite Geschichte, das Debüt von Tadafumi Itô, tendiert eher in Richtung gesellschaftskritisches Drama. Ein junges Mädchen ist unsterblich in einen Jungen an ihrer Schule verliebt, doch dieser kann ihre Liebe nicht erwidern. Sobald nun schwierige Situationen entstehen, wechselt die Körperfülle in ihrem Wahrnehmungsvermögen. Mal sieht sie sich als schlankes und hübsches Mädchen und dann wieder als dick und hässlich. Aus diesem Grund beginnt sie eine Radikaldiät mit schwerwiegenden Folgen für sich und ihre Umwelt. Itôs Beitrag zum "Horror Theater" ist eine Kritik am Schönheitswahn und dem damit verbundenen, vorgegebenen Ideal des Äußeren einer Frau. Er versucht in die Psyche eines in der Pubertät steckenden Mädchens vorzudringen. In vielen Punkten ist ihm dies sogar gelungen und auch die typischen Schwierigkeiten innerhalb der ersten Liebe sind passend von der Kamera eingefangen worden. Nur der Schluss oder besser gesagt der Höhepunkt des Schönheitswahns, der Sprung vom Mädchen zur Frau hat einen bitteren Beigeschmack und lässt aus einer alltäglichen Situation ein wahres Horrorszenario werden. Letztendlich wirkt diese Idee etwas fehl am Platz, aber wenn man Itô richtig deuten mag, ist seine Botschaft unmissverständlich. In der heutigen Zeit gibt es eben nur noch eine Devise: Fressen oder gefressen werden.

Man merkt beiden Geschichten an, dass sie völlig unterschiedliche Wege beschreiten, aber im Gesamtkonzept eine Kritik an unsere Gesellschaft darstellen. Die Unterschiede der Geschichten machen aber auch den Reiz von "Horror Theater" aus und spiegeln die Ideen von Kazuo Umezz Vorlagen gekonnt in laufenden Bildern wieder. Doch der Höhepunkt dieser Reihe ist noch nicht erreicht, schließlich sind es ja sechs Geschichten, die das Fürchten lehren sollen ...



Bilder der DVD




Druckbare Version
Kazuo Umezz's Horror Theater 1
Kazuo Umezz's Horror Theater 3
IMDb.com OFDb.de (Kazuo Umezz's Horror Theater: House of Bugs)
IMDb.com OFDb.de (Kazuo Umezz's Horror Theater: Diet)



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