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USA 2004
Originaltitel:Mr. Hell
Länge:98:16 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Rob McKinnon
Buch:Jack Rhodes, David Carren
Kamera:Gary Watson
Musik:Brian Satterwhite
SFX:Joe Walker, Jackson Burns
Darsteller:David Carren, Larry Cashion, Tina Cohen, Jordan Consorte, Jett Texas Elliott, Pavan Grover, Brent Himes, Sloan K. Hood, Danny Kamin, Kristin Ketterer, Daniel Magill, Alan Martin
Vertrieb:Movie Power
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:13.03.2008 (Verleih) / 06.06.2008 (Kauf)



Inhalt
Harry Eugene Loveless ist Mr. Hell, ein berüchtigter Serienkiller, der von Stadt zu Stadt zieht und eine Spur des Todes zurück lässt. Mr. Hell ist auf die Augen seiner Opfer fixiert. Sie sind das Tor zur Seele. Und Mr. Hell kann davon nicht genug bekommen. Seine Reisen führen Mr. Hell in ein Regierungslabor, in dem biologische Waffen entwickelt werden. Dort tötet er Dr. Karl Matthews und jagt dessen Tochter Tyler durch die unterirdischen Gänge. Doch Tyler überlebt und Mr. Hell wird das Opfer toxischer Säuren, die seinen Körper zersetzen. Der Schrecken scheint vorüber. 14 Jahre vergehen und das alte Labor soll abgerissen werden. Dabei wird die Essenz von Mr. Hell freigesetzt, der nun - mächtiger als je zuvor - frische Seelen begehrt. Die kommen in Gestalt einiger Terroristen, die sich eines tödlichen Bakteriums bemächtigen wollen, doch sie haben nicht mit dem teuflischen Mr. Hell gerechnet. Und mitten drin: Tyler, die erneut ums Überleben kämpfen muss ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Die Bildqualität kann nicht mit besonders positiven Argumenten punkten, was in Anbetracht des Entstehungsjahres 2004 etwas enttäuscht. Natürlich ist "Mr. Hell" kein Film, dem ein riesiges Budget zugrunde lag, so dass für die Qualität auch das verwendete Equipment eine Rolle spielen dürfte. Dennoch hätte zumindest die Farbgebung kräftiger ausfallen können. Die Farben wirken sehr matt, was zulasten der Natürlichkeit geht. In hellen Bildbereichen sind deutliche Überstrahlungen bemerkbar, da hier der Kontrast zu steil gewählt wurde. Auch die Schärfe befindet sich nur im durchschnittlichen Bereich und lässt Details nur bedingt zu, womit das Bild etwas zu weich erscheint. Hinzu gesellt sich ein sichtbares, aber nicht weiter störendes Hintergrundrauschen. Zu guter Letzt offenbart auch der Kontrast ein leicht aufkommendes Blockrauschen innerhalb homogener Flächen. Kleinere Bildfehler sind zudem vorhanden, haben aber keine gravierenden Auswirkungen auf das Bild. Unter Berücksichtigung oben aufgezählter Faktoren erreicht das Bild einen noch soliden Wert, der den Charakter des Films unterstreicht.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Surround (Deu), Dolby Digital 5.1 (En)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Die deutsche Surroundspur in Dolby Digital 2.0 ist wesentlich besser als der ebenfalls vorhandene Originalton in Dolby Digital 5.1. Zwar muss man sich etwas an die Synchronstimmen gewöhnen, aber ist dies erstmal geschehen, erfreut das Einbeziehen der hinteren Boxen. Die Dialoge werden klar und deutlich innerhalb der Front wiedergegeben und Geräusche und Musik verteilen sich auch auf die Rears. Im direkten Vergleich zur klaren Synchronfassung fällt der Originalton etwas dumpfer aus und ist nicht immer gut zu verstehen. Schade ist allerdings, dass es sich beim Originalton lediglich um einen Upmix handelt, der die Front auf den Rears widerspiegelt und so keinen echten Raumklang aufkommen lässt. Bei genauem Hinhören ist ein dezentes Hintergrundrauschen im Originalton bemerkbar. Deutsche Untertitel sind jedoch keine vorhanden.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer (1:41 Min.)
VerpackungKeepCase
 Lediglich der Originaltrailer ist als Bonus enthalten.
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Fazit
"Mr. Hell" ist ein Film, der in keiner Trash-Sammlung fehlen darf. Hier bekommt man alles geboten, was einem so richtig ans Herz gewachsen ist, vorausgesetzt man kann mit unterdurchschnittlichen Darstellern, abstrusen Situationen und einem löchrigen Drehbuch etwas anfangen. Trifft dies zu, sind vergnügliche 100 Minuten garantiert. Die deutsche Synchronfassung passt sich zudem wunderbar der Handlung an und hätte nicht unpassender besetzt sein können. Da wird sich Movie Power sicherlich gedacht haben, dass man den trashigen Charme des Films mit einer solchen Synchro nochmals verstärken kann. Dies soll aber kein Verriss werden, denn auch bei Trashfilmen muss man zwischen guten und schlechten unterscheiden; "Mr. Hell" ist definitiv Ersteres.

Ein augenfixierter Serienkiller mit Namen Harry Eugene Loveless, kurz genannt Mr. Hell, wird von der zehnjährigen Tyler, nachdem er ihren Vater in einem Chemiekonzern umbrachte, in einen Hinterhalt gelockt, wo er mit einem geheimen Bio-Kampfstoff verflüssigt und getötet wird. Nun geschieht ein Zeitsprung von 14 Jahren und Tyler kann die schreckliche Vergangenheit nicht vergessen. Sie arbeitet in dem Chemiekonzern von damals als Sicherheitsbeamtin. Nur haben sich die Zeiten geändert und der Konzern wurde geschlossen. Aufräumarbeiten stehen an, die von Tyler und ihrem schleimigen Boss erledigt werden. In einem geheimen Versteck befindet sich jedoch noch etwas von der Substanz, die Mr. Hell in seine Bestandteile zersetzte, wovon eine Gruppe von Terroristen Wind bekommen hat. Niemand von den Anwesenden kann ahnen, dass sich der tot geglaubte Mr. Hell wieder reanimiert hat, um weiter seinem Hobby nachzugehen. Nun ist der Zeitpunkt gekommen auf seine Augen aufzupassen, denn diese liebt Mr. Hell besonders.

Wenn man der Story folgt, werden Parallelen zu Filmen wie Interner Link"Jack Frost" deutlich, wobei der absichtlich mit viel Humor versetzt wurde, was Rob McKinnon für "Mr. Hell" sicher nicht vorgesehen hatte. Zudem wirkt der neugeborene Mr. Hell irgendwie daueralkoholisiert und könnte dem schlimmsten Straßenpenner Konkurrenz leisten. Sabbernd und grölend taumelt er durch die Gänge auf der Suche nach einem neuen paar Augen für die Sammlung. Spannend wirkt das Ganze nicht, aber schön dämlich und mit Dialogen gewürzt, die jeglichem Drehbuch spotten. Dafür werden aber zumindest einige Goreeinlagen präsentiert, die zwar keinen Hund hinterm Ofen hervorlocken werden, aber zumindest nett anzusehen sind. Somit wäre dann aber auch schon alles gesagt, denn Regie, Musik und Kamera passen sich dem Drehbuch an. Dies betrifft selbstverständlich auch die Darsteller, welche kein besseres Kanonenfutter hätten abgeben können. Man trifft auf Degenerierte, die für das Entsorgen der Altlasten zuständig sind und sich am liebsten alte Chemikalien auf ihre Butterbrote schmieren und einen bunten Haufen Terroristen, womit wirklich alle Klischees abgedeckt wären. Und in dieser illustren Truppe befindet sich unsere Heldin Tyler, die mit Mr. Hell noch ein Hühnchen wegen ihres Vaters zu rupfen hat. Aber was dem Ganzen die Krone aufsetzt, sind die beiden Terroristen, ein Mann und eine Frau, die auf einem Kontrollgang an der frischen Luft plötzlich Lust auf eine flotte Nummer bekommen und das fix durchziehen - natürlich unter Aufsicht von Mr. Hell, der die sofortige Bestrafung mit dem Tod vornimmt. Richtig so, die sollen arbeiten und nicht pimpern.
Viel Logik bekommt man bei diesem eindimensionalen Werk nicht geboten, dafür aber eine Menge Spaß, wenn man mit Freunden ein paar Fläschchen Gerstensaft intus hat. Für Trashfans eine Entdeckung, ansonsten lieber einen Bogen um "Mr. Hell" machen.



Bilder der DVD




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