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USA 2007
Originaltitel:Timber Falls
Länge:96:32 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Tony Giglio
Buch:Tony Giglio, Daniel Kay
Kamera:Toby Moore
Musik:Henning Lohner
SFX:Mihai Reti
Darsteller:Josh Randall, Brianna Brown, Nick Searcy, Beth Broderick, Sascha Rosemann, Branden R. Morgan, T.W. Leshner, Ryan McGee, Carl Bressler, Suzanna Urszuly, Ryan Wiik, Debbie Jaffe
Vertrieb:Ascot Elite
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:22.01.2008 (Verleih) / 22.02.2008 (Kauf)



Inhalt
Es ist kein schneller Tod, der Mike und Sheryl in den dichten Wäldern von West-Virginia droht. Ein viel grausameres Schicksal erwartet die beiden Großstädter. Anstatt ein romantisches Wochenende in freier Natur zu verbringen, werden sie die Opfer eines abseitigen, perversen Plans. Ein gottesfürchtiger Fanatiker und seine ebenso bibelfeste Frau treiben das junge Liebespaar auf einen endlosen Höllenweg voller blutiger Qualen.

Bild
Format1,85:1
NormPAL
 Auch "Timber Falls" überzeugt mit seinem guten Transfer und wartet mit einer überraschend guten Schärfe und ordentlichen Tiefenschärfe auf. Der Detailbereich erweist sich als nicht immer optimal und so erscheint das Bild oftmals eine Spur zu weich, darf aber immer wieder in einigen Szenen überraschend detailliert wirken. Der Kontrast hat mit einigen Schwierigkeiten in dunklen Szenen zu kämpfen, darf ansonsten aber mit einer guten Durchzeichnung und einem satten Schwarzwert aufwarten. Auch die Farben wirken sehr natürlich und vor allem kräftig.
Aufgrund des verwendeten Filmmaterials weist der Transfer immer wieder deutliches Rauschen auf, aber auch die Kompression macht auf homogenen Flächen auf sich aufmerksam und zeigt leichte Blockbildung im Hintergrund. Insgesamt ein gutes Bild ohne Defekte oder große Störungen.
 ++++/-

Ton
FormateDolby Digital 5.1, DTS 5.1 (nur dt.)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Der Sound erweist sich als eine Spur zu zurückhaltend und obwohl der Score sich sehr weiträumig gibt, erscheint die Abmischung etwas kraftlos und selbst in Schockmomenten hätten wir uns einen wuchtigeren Einsatz der Musik gewünscht. Direktionale Effekte sind hierbei zwar vorhanden, kommen aber meist nur selten zum Einsatz und leider wirkt der deutsche Mix ein ganze Spur zu frontlastig, weswegen nur schwerlich ein Mittendringefühl entstehen kann. Dafür fehlt es der Abmischung am nötigen Dynamikumfang und auch wenn Umgebungsgeräusche und Effekte immer wieder auch aus den Rears hallen, so gibt es gerade in der Horror-Sektion deutlich bessere Abmischungen. Der deutsche DTS-Track erscheint derweilen eine Spur lauter und etwas druckvoller. Der englische 5.1-Mix klingt wesentlich leiser und dumpfer, erscheint dafür aber auch etwas natürlicher, obgleich mir die deutsche Dolby Digital-Fassung am besten gefällt, da der DTS-Mix im Bass etwas zu dominant erscheint, was zu Lasten der Natürlichkeit geht. Optional gibt es deutsche Untertitel.
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Extras
Extras
  • The Making of "Timber Falls" (30:21 Min.)
  • Interview mit "Deacon"James Foster (10:11 Min.)
  • Trailershow bei DVD-Start:
    • Shrooms (1:59 Min.)
    • Going to Pieces (1:18 Min.)
    • The Signal (1:39 Min.)
    • Black Sheep (1:54 Min.)
    • Fido (1:45 Min.)
    • Bug (1:11 Min.)
  • Trailershow:
    • Timber Falls (2:08 Min.)
    • Five Fingers (1:48 Min.)
    • Renaissance (1:26 Min.)
    • This is England (2:00 Min.)
    • Intermission (2:13 Min.)
    • Mulberry Street (2:16 Min.)
    • Feed (1:23 Min.)
    • Unknown (2:04 Min.)
VerpackungKeepCase im Schuber
 Neben einer Vielzahl an Trailern, welche bereits beim DVD-Start zu sehen sind, spendiert man uns bei Ascot Elite ein 30minütiges Making of, welche wirklich sehr witzig ausgefallen ist. So bekommen wir einen guten Einblick hinter den Kulissen geboten. Wir dürfen den Maskenbildler beim Erstellen der Make-Up-Effekte beobachten und die Darsteller und der Regisseur, sowie Produzenten, Autoren und SFX-Spezialisten kommen zu Wort, was nicht immer sonderlich ernst, sondern teilweise richtig albern ausgefallen ist, dafür aber aufzeigt, wie gut die Stimmung am Set war. Zum Schluss gibt es noch ein 10minütiges Interview mit James Foster, der den Deacon spielt. Viel kommt bei dem Interview nicht rum, da Foster samt Zahnprotese im kompletten Filmoufit vor dem Interviewer sitzt und kaum mehr als Grundlaute von sich geben kann, dafür aber ein paar Wörter auf einen Notizzettel aufschreibt. Nicht ernst gemeint, deshalb auch extrem lustig.

Die beiden Featurettes gefallen, weil sie Spaß machen, dennoch wären mehr Extras wünschenswert gewesen. Beim Menü fällt auf, dass gewisse Menüpunkte um z.B. vom Sprachmenü zurück zum Hauptmenü zu kommen einfach fehlen. Zudem schaltet die Disc sich nach dem Abspann des Films automatisch ab, was am verwendeten X-Protect-Kopierschutz liegen dürfte, den Ascot hier leider verwendet.
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Fazit
"Timber Falls" ist ein weiterer Backwood-Slasher, bei dem der Zuschauer all das bekommt, was er von einem solchen Film erwartet. Krude Hinterwälder, ein degeneriertes Monster und eine fanatisch-religiöse Familie, welche ihren Glauben auf die Spitze treiben und ganz nebenbei noch die künstliche Befruchtung vorziehen, weil Mütterchen selbst keine Kinder kriegen kann.
So haben unsere beiden Hauptdarsteller ein großes Problem. Wollen sie doch nur ein wenig wandern und zelten, ohne damit zu rechnen, dass eine Zwangsschwangerschaft an steht. Zuvor müssen beide aber heiraten, denn ein uneheliches Kind ist eine Sünde und schließlich haben Mike und Sherly schon genug Sünden begannen, u.a. beim Sex im Wald unter der Beobachtung der psychopathischen Mutter.
Regisseur Tony Giglio inszeniert seinen "Timber Falls" sehr geschickt und versucht uns zu Beginn in die Irre zu führen, als das Paar an einige jugendliche Rednecks gerät, welche das Paar provozieren wollen und ihnen mit ihren Waffen Angst einjagen. Doch dass die Gruppe das wohl kleinste Übel für die Champer darstellt, ahnt man zu Beginn noch nicht. Das kommt erst später, wenn Sherly eines Morgens plötzlich verschwunden ist und Mike wie ein Wilder durch die Wälder hetzt und sich mit so ziemlich jeden anlegt, bis er in eine Bärenfalle tritt. Das ist genauso gut in Szene gesetzt wie die fürsorgliche, aber ebenso krude Verarztung durch Beth Broderick, welche das verrückte Mütterchen spielt und den meisten aus der Serie "Sabrina" bekannt sein dürfte. Eine Szene, die sehr stark an "Misery" erinnert, vor allem da man ahnt, dass Ida etwas zu verbergen hat, nämlich Sherly, welche auf einer Vorrichtung angekettet wurde, so dass man sie problemlos schwängern kann und sie neun Monate später das Kind zur Welt bringt. Dabei ist es der Familie egal, wie es ihr geht, Hauptsache das Herz schlägt und ihre Uterus ist intakt. So werden ihr erst einmal Nägel durch die Hände getrieben und wenn Mike nicht kooperiert, dann schneiden sie ihr nach und nach einzelne Körperteile ab, die Sherly sowieso nicht mehr brauchen wird.

Tony Giglio inszeniert "Timber Falls" mit all der für das Genre erhofften Härte, ohne dabei in einen von übereifrigen Kritiker mehrfach bezeichneten "torture porn" abzudriften. Die Atmosphäre ist hervorragend, die Darsteller, meist bekannt aus Serien und B-Movies, spielen ihre Rollen mit sehr viel Hingabe und Überzeugung. So gibt sich "Timber Falls" als Ausnahmefilm im Backwood-Genre, da er sich nicht in unnötigen Gore-Orgien verliert, sondern die harten Effekte kurz und bündig einzusetzen weiß, so dass der jeweilige Schockeffekt stets sitzt. Die Geschichte selbst ist selbstverständlich absolut klischeebehaftet, aber was soll's! Spannung ist garantiert und wer viel Wert auf gut produzierte Backwood-Slasher legt, der ist bei "Timber Falls" genau an der richtigen Adresse. Die DVD bietet ein gutes Bild und eine ordentliche Tonqualität, dafür aber nur wenig Bonusmaterial und liegt in dieser 18er Fassung völlig unzensiert vor.
Die Kaufhaus-Version wird als KeepCase im hübschen Schuber ausgeliefert. Bitte beachtet die Tatsache, dass die Disc den unsäglichen X-Protect-Kopierschutz beinhaltet, der beim Abspielen auf diversen Playern zu starken Problemen führen kann.



Bilder der DVD




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