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USA 2006
Originaltitel:Big Bad Wolf
Länge:91:25 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Lance W. Dreesen
Buch:Lance W. Dreesen
Kamera:Stephen Crawford
Musik:Dana Niu
SFX:Jason Collins
Darsteller:Trevor Duke, Kimberly J. Brown, Richard Tyson, Sarah Aldrich, Christopher Shyer, Andrew Bowen, Sarah Christine Smith, Jason Alan Smith, Adam Grimes, Robin Sydney, Adam Hendershott, Clint Howard, Martin Dorsla, Jennifer Roa, Walter Perez, David Naughton, Kurt Meyer
Vertrieb:I-On New Media
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:11.04.2008 (Verleih) / 30.05.2008 (Kauf)



Inhalt
Der junge College-Student Derek hat für seine Schulfreunde eine ganz besondere Überraschung parat: Er lädt die Gruppe zu einem Party-Wochenende in die abgelegene Waldhütte seines Stiefvaters ein. Doch was als verrücktes Happening mit Alkohol, Drogen und Sex gedacht war, entpuppt sich als tödlicher Alptraum, denn in dem Wald treibt ein blutrünstiger Werwolf sein Unwesen. Und dieser hat sichtbar Spaß dabei, seine ahnungslose Beute einen nach dem anderen zu jagen und zu zerfleischen. Nur Derek und seine Freundin Samantha können dem brutalen Biest entkommen. Aber schon bald müssen sie einsehen, dass dieser Alptraum noch längst nicht zu Ende ist. Er hat gerade erst begonnen ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Beim anamorphen Transfer wurde sich sichtlich Mühe gegeben. Der Kontrast befindet sich dank eines satten Schwarzwertes auf einem hohen Niveau, wirkt in einigen Szenen des Films aber etwas steil und verschluckt in dunklen Bildbereichen immer wieder kleinere Details. Auch die Schärfe überzeugt in Nahaufnahmen, in Totalen müssen Abstriche hingenommen werden, womit das Bild nicht immer konstant scharf erscheint. In schnellen Szenen ist ein leichtes Nachziehen bemerkbar, was aber keine störenden Ausmaßen annimmt. Die Farbstruktur überzeugt ebenfalls mit natürlichen und kräftigen Tönen. Auch die Kompression arbeitet sauber und lässt Blockrauschen innerhalb homogener Flächen kaum auffallen. Defekte und Verschmutzungen sind der Vorlage ebenfalls fremd.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Soundtechnisch wird zumindest in der deutschen Synchronfassung ein angenehmer Raumklang erzeugt, der zwar nicht ganz den natürlichen Klangaspekt der Originalfassung erreicht, aber durch den Einsatz direktionaler Effekte und einer atmosphärischeren Abmischung deutlich besser klingt. Zwar dominiert hier wie so oft der Frontbereich, was gerade das Problem der englischen Sprachfassung ist, doch verteilen sich zumindest in der deutschen Synchronfassung Geräusche, Musik und einige Effekte auf die hinteren Kanäle. Zudem erfreut die deutsche Tonspur mit einer dynamischen Abmischung, die auch den Subwoofer immer wieder in das Geschehen einbringt. Störgeräusche konnten nicht festgestellt werden und optional lassen sich noch deutsche Untertitel hinzuschalten.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer (2:02 Min.)
  • Creating the Wolf (7:11 Min.)
  • Musikvideo / Behind the Scenes (3:10 Min.)
  • Traileshow:
    • Carved (1:35 Min.)
    • Cherry Crush (1:50 Min.)
    • Dark Shadows (0:52 Min.)
    • Dark Corners (1:38 Min.)
    • Fear No Evil (1:55 Min.)
    • Killing Ariel (2:50 Min.)
    • Memories of Matsuko (1:57 Min.)
    • Destination Hell (2:08 Min.)
    • Taxidermia (2:11 Min.)
    • The District (1:15 Min.)
VerpackungMetalpak
 Die Extras sind sehr kurz ausgefallen und alles andere als in Massen vorhanden, wobei in diesem Fall weniger auch gleichzeitig mehr sein dürfte, da trotz der Kürze ein informativer Einblick in die Erschaffung der Kreatur (Creating the Wolf) gestattet wird. Einen Blick hinter die Kulissen gibt es als Musikvideo verpackt mit typischen B-Roll-Aufnahmen. Abgerundet wird das filmspezifische Bonusmaterial mit dem Originaltrailer zu "Big Bad Wolf" und einer Trailershow mit weiteren Titeln des Anbieters. Die Extras wurden mit deutschen Untertiteln versehen.
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Fazit
"Big Bad Wolf" ist mal wieder frischer Wind in einem Bereich, dem meist stiefmütterliche Behandlung widerfährt, was wohl auch daran liegt, dass nur wenige Filme mit Werwölfen überzeugen. Doch Lance Dreesen ist es gelungen einen wilden Mix aus Werwolffilm, Teenkomödie und dem Splatterkino zu inszenieren, der von der ersten bis zur letzten Minute Spaß macht, ohne auch nur einmal in die Belanglosigkeit abzudriften. Wie einst Interner Link"American Werwolf" wurde auch bei "Big Bad Wolf" auf handgemachte Effekte gesetzt (bis auf eine kleine Ausnahme bei der Verwandlung). Mit viel Liebe zum Detail wurde der Werwolf erschaffen, was in dem ebenfalls auf der DVD vorhandenen "Creating the Wolf" gewürdigt wird. Für den Wolf konnte der aus Interner Link"Black Hawk Down" bekannte Richard Tyson gewonnen werden, der sich als eine perfekte Besetzung für das Ungetüm rausstellt. Egal, ob in menschlicher Form oder als Tier, er macht eine gute Figur, wenn auch nicht gerade als Sympathiebolzen. Aber das muss er auch nicht, denn seine Hauptaufgabe besteht aus dem Jagen diverser Teenager, die in sehr deftigen Goreffekten ihr Leben lassen dürfen, was wieder einmal die Willkür der FSK beweist, die den Film ungekürzt ab 16 Jahre freigab. Leiber werden zerfetzt, Gliedmaßen abgerissen und jede Menge Blut spritzt durch die Gegend, um nur ein paar Details aufzuzählen, wobei es noch eine Menge mehr zu besichtigen gibt. Entgegen anderen Vertretern des Subgenres kann dieser Wolf sogar reden und darf unter anderem munter seinem Reim um die drei kleinen Schweinchen aufsagen. Als anfangs etwas gewöhnungsbedürftig entpuppt sich diese Andersartigkeit aber zu einem sehr gelungenen Schachzug von Dreesen, denn die fiesen und recht sarkastischen Sprüche machen einen Großteil des Charmes aus. Die doch recht schnelle Auflösung, wer hinter dem Werwolf steckt, könnte dagegen als kleines Manko betrachtet werden. Doch durch einen clever konstruierten Handlungsablauf verzeiht man Dreesen dies und folgt gespannt dem Film, der immer wieder mit tollen Ideen aufwarten kann. Wo sonst bekommt ein Werwolf einen Blow Job verpasst, damit die Menschen an dessen Gene rankommen? In einer anderen Szene erfreut sich der Wolf daran, dass sein Opfer noch jungfräulich ist, was natürlich erstmal eine sexuelle Stimulation bekommt, um nicht als Jungfrau ins Jenseits vorzustoßen. Obwohl das Budget nicht übermäßig vorhanden war, kann "Big Bad Wolf" in allen Belangen voll und ganz überzeugen, was auch den ganzen Jungdarstellern zu verdanken ist, die in ihren Rollen sichtlich den gleichen Spaß hatten wie Richard Tyson als Wolf. Neben der Interner Link"Ginger Snaps"-Reihe stellt "Big Bad Wolf" also den besten Beitrag des neuzeitlichen Werwolffilms dar.



Bilder der DVD




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