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USA 2007
Originaltitel:Vacancy
Länge:81:42 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Nimród Antal
Buch:Mark L. Smith
Kamera:Andrzej Sekula
Musik:Paul Haslinger
SFX:Jason Dodd
Darsteller:Kate Beckinsale, Luke Wilson, Frank Whaley, Ethan Embry, Scott G. Anderson, Mark Casella, David Doty, Norm Compton, Caryn Mower, Meegan Godfrey, Kym Stys, Andrew Fiscella
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:06.12.2007 (Verleih) / 10.01.2008 (Kauf)



Inhalt
Ein Motel, ein Paar, ein Zimmer. Klingt ganz normal. Ist es aber nicht: Das Motel hat keine weiteren Gäste. Das Paar steht kurz vor der Scheidung. Und das Zimmer entpuppt sich als grausame Todesfalle. Eine nächtliche Autopanne in gottverlassener Gegend führt Amy und David in das dubiose Motel. Der Besitzer zeigt sich wenig Vertrauen erweckend, das Zimmer als Katastrophe, aber es soll ja auch ganz anderen Zwecken dienen, als dass sich die Gäste darin wohfühlen. Sie sollen vor laufender Kamera abgeschlachtet werden ...

Bild
Format2.40:1 (anamorph)
NormPAL
 "Motel" liegt im Widescreenformat von 2,35:1 vor und sieht bildtechnisch nicht schlecht aus. Die Schärfe ist angenehm und offenbart in Nahaufnahmen und Close-Ups einige Details, während das Bild in Totalen deutlich weicher und stellenweise etwas unscharf wirkt. Dies liegt vor allem an der etwas schwachen Kantenzeichnung, welche kaum Plastizität und Tiefe erzeugt, aber noch genügend Abstufung zu bieten hat, als dass der Transfer zum Einheitsbrei verkommt.
Wie üblich bei einem Film dieser Art unterstreicht der Regisseur etwas die Atmopshäre mit Stilmitteln. So bekommen wir satte, aber dennoch natürliche Farben mit einem Touch ins Grünliche spendiert. Der Kontrast erscheint ausgewogen und der Schwarzwert bietet einen satten Schwarzlevel, wobei sehr oft nötige Details in dunklen Szenen absaufen. Die Kompression hinterlässt einen guten Eindruck, wobei auf homogenen Flächen leichte Blockbildung zu erkennen ist. Desweiteren ist das Bild frei von Schmutz und Defekten und Rauschen ist auch nicht auszumachen.
 ++++--

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Türkisch
 Der deutsche 5.1-Mix legt sehr viel Wert auf eine saubere Frontwiedergabe, wobei der Score für die nötige Stimmung sorgt und ebenfalls sehr klar und vor allem mit viel Druck und Dynamik ins Geschehen eingreift. Während die Musik meist im Hintergrund agiert, werden sämtliche Kanäle für die Schocksequenzen präzise und kraftvoll angesteuert. Dadurch werden die düsteren Filmbilder mit dem stimmigen Klangambiente untermauert und lassen einen als Zuschauer mehr als einmal zusammen zucken. Vielleicht eine Spur zu frontlastig, garantiert der Mix 90 Minuten lang eine stimmige Soundkulisse, die es in sich hat. Der englische Track klingt vor allem im Verhältnis zwischen Dialoge und Soundtrack homogener und natürlicher, ertönt etwas weiträumiger und liefert uns, wie auch die deutsche Fassung, einen satten Bass, der im Original aber noch mehr Dynamik versprüht. Optional gibt es diverse Untertitel.
 +++++/

Extras
Extras
  • Alternative Anfangssequenz (1:14 Min.)
  • Eingecheckt - Hinter den Kulissen von Motel (20:47 Min.)
  • Waschbär (Entfallene Szene) (1:24 Min.)
  • Trailershow:
    • Demächst auf Blu-ray (0:31 Min.)
    • Verführung einer Fremden (1:58 Min.)
    • 8 Blickwinkel (1:57 Min.)
    • Spider-Man 3 (2:33 Min.)
    • Der eisige Tod (2:19 Min.)
VerpackungKeepCase
 Extras sind Mangelware. So gibt es eine entfallene Szene und eine alternative Anfangssequenz. Unter "Eingecheckt - Hinter den Kulissen von Motel" verbirgt sich ein 21minütiges Making of, welche Macher und Darsteller zu Wort kommen lässt, welche aber nichts anderes als typisches PR-Gelabere von sich geben. Zumindest bekommen wir noch einen kleinen Einblick hinter die Kulissen spendiert. Zum Schluss gibt es die obligatorische Trailershow, leider ohne Originaltrailer zum Hauptfilm. Im Übrigen enthält die DVD einen Blu-ray-Werbetrailer. Selten so etwas Dämliches gesehen.
 +/----

Fazit
Inhaltlich sind die Filme sich ein wenig angenähert, da geraten unschuldige Leute in die Fänge perfider Menschenschlächter, wo dort wegen des Kicks gegen Geld gemetzelt wurde, stellen die Macher hier Snuff-Filme her, mit ahnungslosen Motelgästen in einer alten Einrichtung im wäldlichen Nirgendwo. Im Zentrum steht hier ein kurz vor der Scheidung befindliches Ehepaar, dem nach hilfreichen Einsatz eines Tankwarts der Wagen verreckt und die sich baldigst in höchster Gefahr sehen, ausspioniert von Kameras und verfolgt von messerschwingenden maskierten Gestalten.
Und Antal weiß durchaus, worauf es ankommt, das Dekor ist noch eine Nummer schäbiger als zu seligen Interner Link"Psycho"-Zeiten, die übrigens schon im Vorspann (eine kreative Bestnote hier) zitiert werden. Die Finsterlinge sind stumm, die Bedrohung allgegenwärtig, Hilfe ist nicht in Sicht oder wird in die nächste Welt befördert. Zieht man am Ende jedoch alles zu einem flotten Sümmchen zusammen, bleibt leider kaum Zufriedenheit übrig, allenfalls wenn man nur sporadisch einen Ausflug in Richtung Horror macht (eigentlich ist das hier lediglich ein harter Thriller) und somit nicht vor abgelutschten Klischees mit einem Stöhnen zurückfährt. Das ist besonders schade, weil der Film mit Luke Wilson und Kate Beckinsale eigentlich sehr brauchbar besetzt ist, jedoch werden ihnen bisweilen dermaßen dämliche Kurzdialoge in den Mund gelegt, dass es schon spöttisches Gelächter provozieren kann. Überhaupt ist ihr scheidungsnahes Ehepaar mit Kommunikationsschwierigkeiten nach dem Tod des Kindes aus der hintersten Mottenecke.
Dennoch hat "Motel" einige sehr schöne "jumps and jolts", also wirksame Schocks zu bieten, wenn die Killer plötzlich durchs Fenster lugen oder irgendwo hinter jemandem auftauchen. Für Spannungsmomente wäre also gesorgt, die Bedrohlichkeit der Situation ist mehr als ausreichend, doch dann tun sich Logikuntiefen und Klischees auf (leider besonders fade beim Auftauchen des Sheriffs) und vor der rohen Direktheit eines Revanchegefühls schreckt der Film zurück, indem er die meiste Gewalt ausblendet und gleich ins Off verbannt. Ohne explizite Details (einer der Hauptdarsteller wird sogar beim Showdown extra im Off verprügelt) liegt der Schluss nahe, dass hier so eingängig und so altersfreigabenbewusst wie möglich gearbeitet wurde. Das Ergebnis ist nichts Halbes und nichts Ganzes, ein Film mit Potential, der aber keinen Stil entwickeln kann, weil etwa der halbkomisch gezeichnete Motelmanager stets wie eine Humorfigur daherkommt und die Ehedialoge nicht selten den Suspense unterminieren.
Dass sich so ziemlich alle Figuren dabei ein- bis mehrmals grob unlogisch verhalten, um den Status quo zu wahren, und das in aller dramaturgischen Künstlichkeit, ist Schindluder an der möglichen Wirkung eines kribbligen Reißers. Das ist auch nach 1001 Horrorfilmen nicht vollends tolerabel, möglicherweise für die Otto-Normal-Kinogänger, zahlreiche Horrorfans werden "Motel" jedoch Zahnlosigkeit vorwerfen und den Makel, seine durchaus interessante Grundsituation nicht voll ausgeschöpft zu haben, von dem lachhaften Schlussgag mal abgesehen. Dass Antal aber Potential hat - das ist nicht zu übersehen.



Bilder der DVD




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Motel
Motel - The First Cut
News"Motel" ("Vacany") - Trailer, Poster & Infos
"Motel" mit Luke Wilson und Kate Beckinsale
IMDb.com OFDb.de



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