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| Um die Quote ihres schwächelnden TV-Senders wieder nach oben zu pushen, würde Programmdirektorin Katy Courbet einfach alles machen. Live-TV boomt, also braucht sie eine neue, spektakuläre Show. Als ein Mitarbeiter nur zum Spaß russisches Roulette vorschlägt, ist Katy begeistert. Das Konzept ist denkbar einfach: 6 Kandidaten - eine Kugel. Wer überlebt, bekommt 5 Millionen Dollar. Zunächst halten sie alle für verrückt, aber Katy lässt sich nicht aufhalten. Zielstrebig räumt sie zuerst die moralischen und anschließend alle juristischen Hürden aus dem Weg. Und so stehen sich am Ausstrahlungstag von LIVE! sechs Menschen mit einem geladenen Revolver gegenüber ... |
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| Format | 1,78:1 (anamorph) |
| Norm | PAL |
| Ganz zur Referenz schafft es der anamorphe Transfer nicht, doch überzeugt das Bild mit sehr guten Werten. Den Anfang macht die gelungene Farbgebung, welche stets kräftige und warme Töne besitzt. Auch die Schärfe hinterlässt einen sehr positiven Eindruck, wobei der Hintergrund stellenweise ein wenig weich wirkt und die ansonsten gute Detailwiedergabe beeinträchtigt. Der Kontrast macht seinen sehr ausgewogenen Eindruck und überzeugt sowohl in hellen als auch in dunklen Bildbereichen. Defekte sind dem Transfer fremd und die Kompression arbeitet ebenfalls tadellos. Insgesamt ein nahezu gelungenes Bild, das nur minimale Schönheitsfehler im Schärfebereich aufweist. | |
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| Formate | Dolby Digital 5.1 |
| Sprache | Deutsch, Englisch |
| Untertitel | Deutsch |
| Wie schon das Bild überzeugen auch die vorhandenen Tonspuren, wobei aufgrund der Filmhandlung nicht mit einem umfangreichen Effekteinsatz gerechnet werden darf. Die Rears werden zur Unterstützung der Umgebungsgeräusche involviert, was gerade innerhalb der TV-Show gelungen ist und akustisch überzeugend genug eingefangen wurde, um das Heimkino in ein TV-Studio zu verwandeln. Zudem wurden die Tonspuren sehr homogen abgemischt, sodass es zu keinen Überlagerungen kommt. Die Dialoge werden stets sauber und klar innerhalb der Front wiedergegeben und durch keine Defekte beeinträchtigt, allgemein treten Störgeräusche zu keiner Zeit auf. Optional befinden sich noch deutsche Untertitel auf der DVD. | |
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| Extras |
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| Verpackung | KeepCase |
| Das Bonusmaterial ist alles andere als reichhaltig ausgefallen und kann nicht wirklich überzeugen. Neben einem kurzen Featurette gibt es noch ein Making of, beides allerdings eher belanglos und mit den üblichen oberflächlichen Statements vieler Beteiligten ausgestattet. Doch darf man nicht auf einen allzu großen Informationsfluss hoffen, auch wenn es zu gelegentlichen Kurzinformationen kommt. Wie bei Kinowelt eigentlich üblich, wurde alles mit deutschen Untertiteln ausgestattet. Wahlweise gibt es noch den Trailer im Original oder mit deutscher Synchronisation und eine Biografie von Eva Mendes. Letztendlich darf eine Trailershow mit weiteren Titeln das Bonusprogramm abschließen. | |
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| Mit "Live!" ist Bill Guttentag ein wunderbarer Beitrag im Bereich der Mediensatire geglückt. Eva Mendes spielt Katy Courbet, eine karrierefixierte Unterhaltungschefin, die gegen die sinkenden Einschaltquoten einer großen US-Fernsehanstalt ankämpft. Ein Dokumentarfilmteam begleitet sie auf Schritt und Tritt bei ihrem Vorhaben, dem Sender mit einer ultimativen Realityshow einen deutlichen Quotenzuwachs zu verschaffen. Neue Ideen für so eine Show dürften rar sein, da mittlerweile fast jedes Tabuthema im TV schon Verwendung fand. Nun muss noch das letzte Tabu weichen: ein Selbstmord live in einer Gameshow. 5 Millionen Dollar winken den Teilnehmern an ihrer Russisch-Roulett-Show mit dem Titel "LIVE!". Prinzipiell ist diese Idee aus heutiger Sicht gar nicht mal so abwegig und auch wenn die Show im Film nur fiktiv ist, bleibt doch die Frage, wann ein solches Format möglicherweise Wirklichkeit werden könnte. Einer Umfrage in Amerika zufolge soll es mittlerweile knapp 70% der Bevölkerung geben, die sich eine Hinrichtung live ansehen würden, davon sogar 25%, die extra dafür bezahlen würden. So abwegig ist also der Gedanke von Bill Guttentags Inszenierung bei weitem nicht. Gerade die lebendige Kameraführung des dokumentarischen Stils sorgt für einen realistischen Grundton, da Darsteller auf diesem Wege mit der Kamera interagieren können und der Zuschauer ein stiller Beobachter von der losen Idee bis zum fertigen Projekt wird. Für den Erfolg der Show werden keine Fragen der Ethik, sondern lediglich Gedanken zur amerikanischen Doppelmoral aufgeworfen. Ein blanker Busen ist verpönt, doch Gewalt für jeden zugänglich. Doch neben all den ernsteren Untertönen finden sich genügend satirische Einblicke ins sensationsgeile TV-Universum wieder. Einen weiteren Pluspunkt verdient sich Guttentag mit der Einführung und der Charakterisierung seiner fiktiven Kandidaten, welche vor ihrem großen Auftritt von realistischen Einspielern begleitet werden, was dazu führt, dass die Show einen echten Realismus auferlegt bekommt. Einzig das Ende hätte in dieser Form eine Überarbeitung verdient, da es den Anschein aufkommen lässt, dass Guttentag kein richtiger Abschluss als jenes etwas aufgesetzte und überhastete einfielwirkt. Zudem bleiben ein paar Fragen unbeantwortet aber trotz dieser kleinen Schwächen ist es Guttentag zusammen mit seinen Darstellern, allen voran Eva Mendes, gelungen dem sensationsgeilen Publikum einen Spiegel vor das Gesicht zu halten. |
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