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ESP 2007
Originaltitel:Rey de la Montaña, El
Länge:84:35 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Gonzalo López-Gallego
Buch:Gonzalo López-Gallego, Javier Gullón
Kamera:José David Montero
Musik:David Crespo
SFX:Manuel Barrero
Darsteller:Leonardo Sbaraglia, María Valverde, Thomas Riordan, Andrés Juste, Pablo Menasanch, Francisco Olmo, Manuel Sánchez Ramos
Vertrieb:Kinowelt
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:19.03.2008 (Verleih) / 16.05.2008 (Kauf)



Inhalt
Zentralspanien, eine einsame Straße inmitten endloser Wälder. Quim ist auf dem Weg zu seiner Ex-Freundin, als er ein seltsames Geräusch aus dem Motorraum hört. Er hält an, um nachzuschauen, ob alles in Ordnung ist. Doch leider ist gar nichts in Ordnung: Das Fahrzeug wurde soeben von einer Gewehrkugel getroffen. Augenblicke später taucht der Schütze auf und eröffnet wortlos das Feuer. In kopfloser Panik rennt er um sein Leben, ohne auch nur das Motiv des Killers zu kennen. Eine gnadenlose Hetzjagd durch die unberührte Wildnis Spaniens beginnt ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Der anamorphe Transfer wurde mit diversen Stilmitteln verfremdet, was dem Film eine persönliche Note verschafft, die letztendlich jedoch nicht immer positive Auswirkungen vorweist. Durch das in vielen Szenen sehr grobkörnige Bild hat vor allem die Schärfe zu leiden und kann so keine ideale Detailwiedergabe vorweisen. Auch der Kontrast neigt immer wieder zum Überstrahlen von hellen Teilbereichen. Dunkle Szenen wirken jedoch meist sehr ausgewogen. Desweiteren wurde die Farbgebung sehr kühl gehalten, um eine herbstliche Jahreszeit zu kreieren. Hierbei wirken die Farben relativ blass und lassen in einigen Szenen an Natürlichkeit vermissen. Ein leichtes Bildrauschen ist zudem vorhanden, doch stört dies nicht im Geringsten. Die Kompression arbeitet meist ordentlich und im Hintergrund, von ein paar kleinen Unruhen einmal abgesehen. Dennoch reicht das Bild nur für das solide Mittelmaß, da hilft es auch nicht, dass der Transfer keinerlei Defekte aufweist.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Spanisch
UntertitelDeutsch
 Die spanische Originalfassung und das deutsche Pendant sind weitestgehend identisch und unterscheiden sich lediglich durch die Sprache. Bei genauem Hinhören klingt die Originalfassung etwas natürlicher, da die deutsche Tonspur stellenweise etwas dumpfere Dialoge aufweist. Die Verständlichkeit der Dialoge ist jedoch in beiden Sprachfassungen gut und auch die Soundabmischung sowie kleinere Surroundeffekte klingen sehr ordentlich, wobei es den actionlastigeren Szenen etwas an Dynamik fehlt. Hauptsächlich werden die hinteren Boxen für die Umgebungsgeräusche der Bergwelt von "King of the Hill" benutzt. Störgeräusche sind in keiner der beiden Tonspuren vorhanden, dafür aber optionale deutsche Untertitel auf der DVD zur Unterstützung der spanischen Sprachfassung.
 ++++--

Extras
Extras
  • Making Of (9:26 Min.)
  • Fotogalerie (1:46 Min.)
  • Trailershow:
    • Dead Girl (2:12 Min.)
    • Blood & Chocolate (2:17 Min.)
    • The Flock (1:50 Min.)
    • 88 Minutes (1:41 Min.)
    • Mr. & Mrs Smith (0:38 Min.)
    • Kinowelt TV (1:47 Min.)
  • Presseheft als PDF-Datei (10 Seiten auf Spanisch)
VerpackungKeepCase
 Am Bonusmaterial wurde sichtlich gespart und so ist neben einer Fotogalerie mit Filmszenen nur noch ein kurzes Making of auf der DVD enthalten. Hierbei wechseln sich Behind the Scenes-Aufnahmen mit kurzen Statements der Beteiligten ab ohne echtes Hintergrundwissen zu vermitteln. Ansätze sind zwar vorhanden, werden durch den vorherrschenden Werbecharakter der Äußerungen deutlich getrübt. Positiv fallen die deutschen Untertitel auf. Abschließend gibt es noch diverse Trailer zu weiteren Titeln des Anbieters, leider aber nicht den zum Film. Wer ein DVD-ROM-Laufwerk sein Eigen nennt, hat noch die Möglichkeit, das spanische Presseheft durch zu blättern.
 +-----

Fazit
Regisseur Gonzalo López-Gallego ist mit "King of the Hill" die Inszenierung eines Films gelungen, der sicherlich für Diskussionsstoff sorgen wird. Dabei wirken die ersten Minuten sehr träge, um ruckartig in ein perfides Spiel umzuschlagen, das mit einer Lösung aufwartet, mit der man als Zuschauer so nicht gerechnet hätte. Alles fängt ganz harmlos an: Quim befindet sich auf dem Weg zu seiner Ex-Freundin, um mit ihr über die Beziehung reden zu können. An einer Tankstelle lernt er Bea kennen, als sie ihn auf der Toilette verführt. Doch ziemlich schnell findet Qium heraus, dass die schöne Unbekannte eine clevere Diebin ist und ihn bestohlen hat. Sie kann entkommen, doch wenig später treffen sie wieder aufeinander, in der Einöde der spanischen Berge und in einer gänzlich anderen Situation. Denn aus dem Hinterhalt hat ein unbekannter Gewehrschütze das Feuer auf sie eröffnet.
Zwar kommt sich der Film immer noch eher langsam voran, doch kontinuierlich wird die Spannungsschraube angezogen. Die sich entwickelnde Angst, aus dem Hinterhalt eine Kugel verpasst zu bekommen, ist allgegenwärtig und auch die Person, mit der man sich in der eigentlich auswegslosen Situation befindet, ist alles andere als vertrauenswürdig. Gonzalo López-Gallego nutzt die sich ergebenden inszenatorischen Möglichkeiten voll aus ohne seine Hauptpersonen unglaubwürdig erscheinen zu lassen. Beide Protagonisten wachsen nicht über sich hinaus, sondern versuchen nur am Leben zu bleiben. Dem Regisseur gelingt es, die Landschaft für sich zu nutzen und dank eines ruhigen, aber passenden Scores die wirklich guten Darsteller glaubhaft in Szene zu setzten. Auch wenn sich Quim nicht unbedingt als echter Sympathiebolzen entpuppt, macht dies den Film noch interessanter, da er so einfach realer wirkt. Was hier dargestellt wird, ist zwar nur eine fiktive Geschichte, die aber in dieser Form durchaus einmal passieren könnte. Der Zuschauer wird über weite Strecken des Films im Unklaren gelassen, wer sich hinter den mysteriösen Schützen verbirgt und so trifft die Auflösung nach einer knappen Stunde auch auf direktem Weg die Magengrube des Betrachters. López-Gallego schafft eine Wendung im Film, an der wohl ein Großteil der Regisseure gescheitert wäre. Er vollzieht einen radikalen Schnitt, der zum richtigen Zeitpunkt gewählt wurde. So kommt es zu einer Auflösung, die deutlich zum Nachdenken anregt, auf ihre perverse Art aber auch abstoßend wirkt. Zudem ist es von Vorteil, das López-Gallego einige Hintergründe offen lässt und es so dem Zuschauer ermöglicht, eigene Gedanken in die Hergänge hinein zu interpretieren. Zwar ist der Film nicht mit einem höheren Gewaltpegel ausgestattet und daher mag die Freigebe der FSK für einige etwas fragwürdig erscheinen, doch wenn man den Film richtig interpretiert, ist diese Altersfreigabe durch die Thematik durchaus berechtigt. "King of the Hill" ist großes Thriller-Kino aus Spanien und absolut empfehlenswert.



Bilder der DVD




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NewsSpanischer Thriller "King of the Hill" von Kinowelt
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