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USA 2005
Originaltitel:Jacqueline Hyde
Länge:93:54 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Rolfe Kanefsky
Buch:Rolfe Kanefsky
Kamera:Paul Deng
Musik:Christopher Farrell
SFX:Obscure Artifacts, Valkhn Film & Video
Darsteller:Gabriella Hall, Blythe Metz, Rebekah Ellis, James Ferris, Delpano Wills, Eva Derrek, Jim Patneaude, Malcolm Bennett, Sarah Hayes-Marshall, Robert Donavan, Jeremy Ordaz, Faith Morales
Vertrieb:Anolis / Ascot Elite
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:06.05.2008 (Verleih) / 19.06.2008 (Kauf)



Inhalt
Jackie, eine schüchterne Endzwanzigerin, erbt ein Vermögen samt großem Herrenhaus. Nach ihrem Einzug entdeckt Jackie ein geheimes Labor, in welchem an einem besonderen Mittel gearbeitet wurde. Unglücklicherweise trinkt Jackie das Serum und erhält so die Fähigkeit, ihren Körper zu gestalten: andere Haarfarbe, größere Brüste, ausladendere Hüften - alles kein Problem.
Mit mehr Selbstvertrauen geht Jackie abends aus und angelt sich einen Typen für einen One-Night-Stand. Morgens bemerkt Jackie, dass die Wirkung nachlässt und sie trinkt die nächste Phiole. Bald stellt Jackie fest, dass das Serum sie wie eine Droge beherrscht. Ihr Verhalten beim Sex wird immer gewalttätiger und durch die Veränderungen an ihrem Körper beginnt sie ihre Identität zu verlieren. Als sie die ersten Leichen hinterlässt, dämmert ihr, dass sie etwas gegen "ihre Schwester" Jacqueline, wie sie ihr zweites Ich nennt, unternehmen muss. Aber wie bekämpft man den eigenen Körper, ohne sich selbst töten?

Bild
Format1,78:1 (Letterbox)
NormPAL
 Für einen mit HD-Equipment (wenn auch vermutlich aus dem Consumer-Bereich) gedrehten Film sieht die DVD schwach aus. Die ersten Szenen im Dunklen zeigen es schon, dass das u.a. am schwachen Kontrast und dem oftmals matten Bild liegt. Die Klarheit so mancher Produktion aus dem Independent-Bereich vermisst man hier schmerzlich, weil auch die Schärfe nicht zeitgemäß ausfällt. Es stören neben dem kaum definierbaren Rauschen vor allem Ghosting-Effekte, die weniger zu Doppelkonturen als zu Verwischungen und schleppenden Bewegungen führen. Gut gelingt in einigen Szenen die Farbgebung, besonders, wenn die grünen und roten Fläschchen des Elixiers zu sehen sind. Enttäuschend, denn es sieht oftmals nur nach besseren Videoaufnahmen aus, denen Tiefe, Details und eine klarere Farbgebung fehlen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (En)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche 5.1-Modus lohnt sich gleich in zweifacher Hinsicht gegenüber dem Original. Das verhält sich bei einigen Stimmen ungewöhnlich kratzig, entspricht sonst aber dem, was man von einem einfachen Stereoton erwartet. Leider macht das Original kaum etwas aus dem Score und den Effektgeräuschen. Etwas mehr in die Trickkiste haben die Leute im Deutschen gegriffen, wo bereits die Musik hörbar mehr Kraft besitzt, allein des Basses wegen. An Effekten wird auch einiges geboten, wobei die Ablösung von den Frontlautsprechern keine großartigen Surround-Orgien verspricht. Trotzdem, gut gelungen und mit wahlweise deutschen Untertiteln.
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Extras
Extras
  • Kapiteleinleger
  • Audiokommentar
  • Featurette "Nothing To Hyde" (22:38 Min.)
  • Trailer (2:10 Min.)
  • Entfallene und erweiterte Szenen (21:21 Min.):
    • Jackie zuhause (1:40 Min.)
    • Jackie wird gefeuert (1:05 Min.)
    • Jackie erreicht ihr neues Zuhause (1:00 Min.)
    • Philip führt Jackie herum (2:02 Min.)
    • Jackie unterschreibt den Vertrag (0:58 Min.)
    • One Night Stand (7:28 Min.)
    • Jackie im Labor (1:00 Min.)
    • Philip und Arthur im Büro 1 (1;01 Min.)
    • Philip und Arthur im Büro 2 (1:00 Min.)
    • Jacqueline wird eine Star (1:00 Min.)
    • Rebecca und Philip am Tatort (1:24 Min.)
    • Jackie und Jacqueline: Gespräch im Auto (1:35 Min.)
  • Bildergalerie (35 Bilder)
  • Trailer "Gladiatress" (1:48 Min.)
VerpackungKeepCase
 Rolfe Kanefsky hat seine Darstellerinnen Gabrielle Hall (auch als Produzentin verantwortlich) und Blythe Metz zum Audiokommentar gebeten. Die manchmal etwas trockenen Ausführungen von Kanefsky werden durch das Damenduo gehörig aufgewertet, nur gibt es leider keine deutschen Untertitel. "Nothing to Hyde" ist dann aber als ausführliches Making Of, das fast ausschließlich hinter die Kulissen schaut, eingedeutscht wurden. Hier geht es vor allem darum, zu zeigen, dass so ein Dreh nicht nur Arbeit ist. Die gekürzten oder ganz entnommenen Szenen sind sehr umfangreich, schließlich spricht Kanefsky im Audiokommentar von einer Erstfassung von fast zwei Stunden. Alles bekommt man hier aber nicht zu sehen. Als weitere Extras bieten sich die Bildergalerie und der Trailer an.
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Fazit
Genre-Regisseur Rolfe Kanefsky ist nicht nur irgendein B-Filmer, sondern ein sehr fähiger Künstler, der aus wenig Budget eine maximale Portion Spaß herausholen kann, wie er mit vielen seiner Werke bewies. Deswegen geht man schon mit größeren Erwartungen an seine aktuelle Produktion "Jacqueline Hyde" heran, als an den typisch billigen C-Movie. Nun ist der nicht der typische Spaßkracher, aber mit Sicherheit wieder ein echter Kanefsky, der einfach weiß, was der Horror-Fan gern sehen möchte und in welchen Abständen es Zeit ist, ihm dies zu "verabreichen". "Jacqueline Hyde" beinhaltet keine blöden Teens, die wieder Unsinn anstellen und damit die Dämonen auf den Plan rufen, sondern eine Menge Erotik, mit der die allseits bekannte "Dr. Jekyll und Mr. Hyde"-Geschichte gehörig aufgepeppt wird. Statt durch die Droge nur eine simple Verwandlung durchzumachen, kann der Besitzer der Droge über sein Äußeres frei bestimmen. Das kommt der einsamen Jackie ganz recht, die sich nicht gerade attraktiv fühlt und deswegen in eine wesentlich aufreizendere Hülle schlüpft, die es ihr möglich macht, natürlich alles und jeden abzuschleppen. Man muss sich anfangs etwas gedulden, denn "Jacqueline Hyde" scheint sich nur schleppend zu entwickeln. Man bekommt zwar jede Menge heißer Mädels zu sehen, ein wenig softe "Action" mit ihnen auch, aber jene Horror-Momente, wenn das Serum dazu führt, dass Jackie immer gewalttätiger und sexsüchtiger wird und dabei ihre Persönlichkeit an ihr zweites Ich verliert, zögern sich etwas heraus. Dann geht's aber ordentlich zur Sache und der klassische Gothic-Horror, der aus den wunderbaren Kameraaufnahmen, den mehr als angemessenen Musikstücken und natürlich der Vorlage entsteht, mischt sich mit einigen Effektaufnahmen wie dem "Aussaugen" einer Frau, dem Abreißen von Gliedmaßen und den üblichen Verwandlungen zwischen der attraktiven und der normalen Jackie. Inhaltlich wird etwas mehr geboten als üblich, ein Autorenfilm will "Jacqueline Hyde" aber immer noch nicht sein. Dafür lässt der Dreh viel Spaß vermuten und den merkt man auch dem fertigen Film an.



Bilder der DVD




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