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USA 1973
Originaltitel:Deadly Weapons
Länge:72:27 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:juristisch geprüft, strafrechtlich unbedenklich
Regie:Doris Wishman
Buch:Judy J. Kushner
Kamera:João Fernandes, C. Davis Smith
Darsteller:Chesty Morgan, Harry Reems, Richard Towers, Saul Meth, Phillip Stahl, Mitchell Fredericks, Denise Purcell, Louis Burdi
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:22.09.2006 (Verleih) / 20.10.2006 (Kauf)



Inhalt
Der Kleinkriminelle Larry führt eigentlich ein recht beschauliches Leben. Er ist glücklich verheiratet mit seiner Frau Crystal (Chesty Morgan), deren Riesenbusen ihn immer wieder in Verzückung bringt. Daher will er sich nach einem letzten großen Coup auch endlich ganz in die Vorstadtidylle zurückziehen. Doch Larrys Oberboss ist damit ganz und gar nicht einverstanden und lässt ihn daraufhin von zwei Profikillern um die Ecke bringen.
Crystal, die ihren Larry über alles geliebt hat, wird zufällig Zeugin der Tat und sinnt auf Rache. Umgehend macht sie sich auf, um dem Gangster-Syndikat den Garaus zu machen. Dabei trägt sie zwei absolut tödliche Waffen bei sich - es sind die Waffen einer Frau! Sie betäubt ihre Opfer, oder macht sie betrunken und erstickt sie daraufhin zwischen ihren gigantischen Brüsten. Ein Tod, bei dem auch manchem Betrachter die Luft wegbleiben wird ...

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Schwankungen sind beim Alter dieses Billigfilmchens nichts Ungewöhnliches, das liegt bereits am Ausgangsmaterial. Da meistens in Häusern gefilmt wurde, ist beispielsweise der Kontrast kein großes Problem. Lediglich wenn die Kamera in Richtung eines Fensters hält, wird es etwas milchig. Die kräftigen Farben bekommen immer wieder mal einen deutlichen Rot- oder Grünstich ab, wobei das meist nur ein paar Sekunden anhält. Das relativ geringe Rauschen ist vermutlich unvermeidbar, die Kompression aber könnte noch etwas ruhiger arbeiten. Dass die Schärfe stellenweise nicht toll ausfällt, liegt wohl am unfähigen Fokuseinsteller, aber insgesamt werden hier relativ zufriedenstellende Ergebnisse geliefert. Die durchgängig weichen Szenen können letztlich auch als Genre gerechtes Stilmittel gesehen werden. Besser als eine Videokassette ist es eh und der Verschmutzungsgrad ist zwar hoch, es handelt sich dabei aber nur um kaum auffällige, kleine Kratzer. 3 Punkte mit Altersbonus.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Endlich mal wieder eine tolle Pornosynchro, die den Film nicht ab- sondern aufwertet. Hier hat man wirklich das Gefühl, es wäre alles nur übersynchronisiert worden. Der Filmstoff bietet dazu die beste Vorlage, denn die meisten Dialoge spielen sich lediglich in den Köpfen der Darsteller ab, vermutlich um bei der Aufnahme zu sparen. Sowohl die deutsche Tonspur als auch das englische Original bleiben hörbar, wobei die deutsche Version manchmal etwas dröhnende Musik aufweist, dafür aber auch ein paar mehr Sprüche unter die Gürtellinie platziert. Für eine Low Budget-Nummer der 70er Jahre sind das Rauschen und die unwesentlichen kratzigen, kernigen Geräusche kaum schlimm. Für Sound-Puristen ist das also nichts, aber wer ist das schon bei diesem Titel.
 ++----

Extras
Extras
  • Trailer (2:53 Min.)
  • Bildergalerie (30 Bilder)
  • Super-8-Version (20:28 Min.)
  • Anfang und Ende der dt. Kinofassung (2:36 Min.)
  • Trailer "Teuflische Brüste 2" (1:20 Min.)
  • Galerie "The Wild World Of Doris Wishman" (4:39 Min.)
VerpackungKleine Hartbox
 Im Bonusbereich wurde nicht gespart, denn man wartet mit Trailer zu beiden Teilen auf, einer Galerie zu "Teuflische Brüste" und einer zum gesamten Schaffen der Regisseurin Doris Wishman. Hier werden jede Menge Nudies anhand von aufregendem Werbematerial vorgestellt. Außerdem gibt es die tonlose Super-8-Fassung, die nicht unbedingt einer richtigen Geschichte folgt, dafür aber tolle Bahnhofskino-Atmosphäre mit sich bringt. Zuletzt wird noch der Vor- und Abspann der deutschen Kinofassung gezeigt, wobei darauf hingewiesen wird, dass das Ende etwas abrupt eintritt.
 ++/---

Fazit
Wenn sich ein Film lediglich um die gigantische Oberweite seiner platinblonden Hauptdarstellerin dreht, was soll dann großartig aus diesem Werk werden. Doris Wishman drehte einen weiteren Low- bis No-Budget-Erotikstreifen, der hier aus den mörderischen Doppelwhoppern von Chesty Morgan Kapital schlägt und damals sicherlich für Aufsehen sorgte, heute aber niemanden mehr hinter dem Ofen hervorholt.
Dafür sind zwei Dinge verantwortlich. Die eine ist Chesty Morgan selbst, die größtenteils mit freiem Oberkörper ihre Riesendinger zur Schau stellt, die leider ihres Gewichts wegens der Schwerkraft nicht mehr standhalten. Mit anderen Worten: die Hauptattraktion sieht lediglich auf dem Cover noch "interessant" aus, was dann aber im Film geboten wird, verliert ihren Reiz bereits in der ersten Szene. Nun ja, die Männer des Filmes finden es zumindest schön, wenn die Schläuche überall rausquellen. Die zweite Problemat ist, dass "Teuflische Brüste" eigentlich kein Film ist. Selbst H.G. Lewis zeigte stets mehr Fingerspitzengefühl, wenn es darum ging, die Zeit zwischen den Gore-Szenen zu füllen. Zudem hatte er mit seiner blonden Aktrice Conny Mason eine wesentlich talentiertere Darstellerin an der Hand als Wishman mit ihrer Chesty Morgan, die sich nicht in der talentfreien Zone bewegt, sondern eine ist. Im laschen Gangster-Ambiente, das gefüllt ist mit Laienschauspielern, fällt ihr Barbie-Püppchen-Image mit langweiligen Blick umso mehr auf.
Vermeintlich spannende Szenen sind langatmig inszeniert, wobei eh kein Wert auf Action gelegt wird - vermutlich auch des Geldes wegen. Zu ein paar spaßigen Szenen reicht es trotzdem. So sind jene, in denen Blondchen ihre Feinde mit ihren Riesenmurmeln erstickt, einfach so herrlich dämlich, dass man nur noch schallend lachen kann, zumal die schreiende E-Gitarre hier eine ganz besondere Atmosphäre kreiert (sonst wird nur einschläfernde, meist unpassende Musik gespielt). Auch der Strip im Lokal wird von Sprüchen aus dem Publikum eingerahmt, die der Dialogautor auf dem Klo aufgeschnappt haben muss - da kommt Stimmung auf! Ebenfalls amüsant dürfte das Gesamtbild der Männerschaft im höchst sleazigen Film sein, die sich schwanzgesteuert in die Falle locken lassen und dort selbst auf die dümmsten Tricks reinfallen - verdientermaßen!

Ein wenig appetitlicher Star in einer gähnlangweiligen, auf sie zugeschnittenen Geschichte, die den Zuschauer ständig für doof verkaufen möchte (was auch Spaß machen kann). Allein die gleichen rauchigen Synchronstimmen von Crystals Vater und dem Untergrundboss, der ihren Mann exekutieren ließ, machen den letzten spannenden Moment zunichte und lassen "Teuflische Brüste" zum unterdurchschnittlichen Krimi verkommen. Wer sich also hierher verirrt, der macht das natürlich aus filmischen Interesse, denn selten durfte man sich einem derart kuriosen, holprigen Werk hingeben.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Teuflische Brüste Teil II (Trash Collection #39)
NewsCMV-Neuheiten im September / Oktober '06
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