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USA 1995
Originaltitel:Virtuosity
Länge:101:32 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:SPIO/JK geprüft, strafrechtlich unbedenklich
Regie:Brett Leonard
Buch:Eric Bernt
Kamera:Gale Tattersall
Musik:Peter Gabriel, Christopher Young
SFX:Sony Pictures Imageworks, L² Visual Effects, Chris Walas u.a.
Darsteller:Denzel Washington, Kelly Lynch, Russell Crowe, Stephen Spinella, William Forsythe, Louise Fletcher, William Fichtner, Costas Mandylor, Kevin J. O'Connor, Kaley Cuoco, Christopher Murray, Heidi Schanz, Traci Lords, Gordon Jennison Noice, Mari Morrow, Miracle Vincent, Mara Duronslet
Vertrieb:Paramount
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Er besteht aus 200 Persönlichkeiten - jede einzelne davon ein berüchtigter Mörder. Er ist Sid 6.7, ein virtuelles, realistisches Programm, entworfen für das Training der Polizei von Los Angeles. Doch Sid will keine Spiele mehr - sondern die Realität. Er flüchtet aus dem Cyberspace. Aber was passiert, wenn der unbesiegbare Killer aus der Welt der Bits und Bytes die Welt aus Fleisch und Blut betritt?

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Das anamorphe Bild erzielt beste Werte in Sachen Farben und Kontrast. Für einen Action-Titel hat man das sicherlich nicht anders erwartet. Die beim Paramount-Logo ersichtlichen Verunreinigungen und das Rauschen kommen im Film in der Form nicht mehr vor. Zwar existieren noch immer ein paar Kratzer, die aber so selten auftreten, dass man es kaum bemerken wird. Das Rauschen wurde offensichtlich weggefiltert, was leider auch das größte Problem des Transfers erzeugt: die durchweg weiche Grundeigenschaft des Bildes. Man mag es als natürlichen Entwicklungsprozess des Medium DVD selber hinstellen, dass diese 2001er Scheibe noch so aussieht, aber vermutlich war damals schon auffällig, dass gerade auf Gesichtern oder im Detailbereich im Hintergrund etwas fehlt. Die Kompression sorgt für dezente Bewegung auf Hintergründen, gibt aber keinerlei Blockartefakte zu erkennen. Für eine Major-DVD also in Ordnung, aber mit Abstrichen in der Schärfe.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelEnglisch für Hörgeschädigte, Englisch, Arabisch, Bulgarisch, Dänisch, Finnisch, Holländisch, Isländisch, Norwegisch, Polnisch, Rumänisch, Schwedisch, Tschechisch, Ungarisch
 Die Unterstützung beim Ton ist sehr ordentlich gelungen, auch wenn es etwas dauert, bis beispielsweise dynamische Momente auch als solche hervorstechen. In Sachen Surround kann sich "Virtuosity" nicht mit Produktionen vergleichen, die 10 Jahre später entstanden, weil ihm einfach noch ein wenig die Impulsivität und durchgängige Raumtonabmischung fehlt. Die Ansätze reichen hierbei aber schon aus, um die Wertung zu erzielen, denn im Film geht es bei Weitem nicht ruhig zu. Nett platzierte Effekte, die manchmal nah an die Zerstörungsorgien brachialerer Action-Filme heranreichen, entschädigen für einiges, auch wenn jene klare Trennung von späteren Abmischungen noch nicht erreicht wird. Die ganze Bandbreite wird ordentlich genutzt und man hat stellenweise sogar das Gefühl, dass die deutsche Tonspur durch ihre etwas lautere Regelung für noch mehr Action sorgt. Seltsam ist, dass die sonst so breite Palette an Untertiteln, die Paramount stets anbietet, hierbei keine deutsche Version enthält.
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Extras
Extras
  • Kinotrailer (2:25 Min.)
VerpackungKeepCase
 Die DVD erschien damals nur mit einem Trailer.
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Fazit
Wenn ein Film mit zwei Oscarpreisträgern der letzten Jahre aufwartet und dann noch jede Menge Effekte bietet darf man gespannt sein. "Virtuosity" wartet mit Denzel Washington und Russell Crowe auf, die damals aber beide noch nicht zu so grandiosen Leistungen fähig waren. Anschaubar ist der Kampf der beiden aber allemal. Was auf der Strecke bleibt, ist dabei leider die Story, welche man ähnlich schon aus verschiedenen Horrorschockern vergangener Jahre kennt. Wenn sich der Killer eines Polizistenübungsprogramms aus der Virtual Reality in die wirkliche Welt transferiert, um festzustellen wie geil diese Welt ist, glaubt man sich schon in einem B-Science Fictioner wiederzufinden. Aber da nun mal zwei bekannte Gesichter mit von der Partie sind, ist dem nicht so.
Sid 6.7 findet schnell gefallen an der realen Welt, was durch seinen fast unzerstörbaren künstlichen Körper unterstützt wird. Wird man mal verletzt werden halt die Fingerchen an die nächste Glasscheibe gehalten und ab geht die Luzi. Russell Crowe, hier noch recht unbekannt, spielt mit seiner herrlich fröhlich, bösartigen und stellenweise auch kindlichen Art den Rest des Casts in Grund und Boden.
Denzel Washington kann da als deprimierter Cop (hat Tochter und Frau auf dem Gewissen) nicht mithalten und wirkt oft lustlos und wenig agil. Aber wenn man das Gefängnis nur verlassen kann, um als Versuchsobjekt für virtuelle Polizeitrainingsprogramme verheizt zu werden, stimmt das auch nicht unbedingt fröhlich. Um Sid zu stoppen, setzt man nun den heruntergekommenen Cop auf ihn an. So bekommt man eine kurzweilige Jagd vorgesetzt, an der vor allem Sid seinen Spaß hat. Wirklich Neues oder Spektakuläres fiel dem Regisseur aber nicht ein. Dafür gibt es recht harte Actionkost. Ob nun Autojagden, blutige Schießereien oder Geiselnahme: Zimperlich gehen die beiden Kontrahenten nie zur Sache. Lange Weile kommt also nicht auf, obwohl der große Actionshowdown nicht in Sicht ist.

Ein wenig Würze bekommt der Film noch, da Sid aus mehreren Hundert bekannten Killern kreiert wurde. Leider wagt keiner von ihnen den Ausbruch. Wäre mal eine Performance gewesen Russell Crowe mal kurz als Manson oder Stalin durchs Bild marschieren zu sehen. Dafür meldet sich aber ein alter Bekannter Barnes, der den Tod seiner Familie verschuldete. Am Ende gibt es einen Schuss Dramatik, einen gläsernen Endkampf zwischen den beiden Hauptcharakteren und eine spannende Bombenentschärfung, bei der Barnes etwas zu hart agiert (Pack den Arm in den Ventilator ... na sicher ...). Ein wenig verwirrend und eher weniger überraschend ist der finale Sprung in die Virtual Reality, um Sid auch den letzten Triumph zu nehmen. Die Effekte sind indes größtenteils veraltet 7 Jahre Fortschritt machen es möglich. Wenn man mal mit dem PC nachhelfen möchte, wirkt das doch arg pixelig. Besonders Denzels Flug durch die VR inklusive animierte Gehirnbrutzelung. Trotzdem nicht ganz uninteressant wie man sich so wenige Jahre später das Leben im PC so vorstellte.

Die Story hat man so oder ähnlich schon zu oft gesehen. Während Denzel Washington recht blass und monoton bleibt, kann Russel Crowe als Bösewicht auf ganzer Linie überzeugen. Hinreißend, fieser Bösewicht, der mir irgendwie sympathisch war. Weitere Pluspunkte gibt es für sie solide, wenn auch nicht übertrieben spektakuläre Action. Ein paar hübsche Szenen hat der Film zu bieten und blutige Schießereien sowieso. Letztere fand ich übrigens etwas überzogen. Besonders Barnes Rückblick in seine Vergangenheit war arg überzogen. Passte nicht zum hellen und sauberen restlichen Aussehen des Films. Alles in allem akzeptable, kurzweilige Unterhaltung von der man halt nichts Großartiges erwarten darf.



Bilder der DVD




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Virtuosity
News"Virtuosity" ab Oktober unzensiert auf Blu-ray
Virtuosity
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