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D 2007
Originaltitel:Kannibale von Rotenburg, Der
Länge:95:21 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Günter Stampf, Susanne Stampf-Sedlitzky
Kamera:Martin Schiemann, Andreas Marquardt, Sven Döffinge
Musik:Dr. Giovanni Vindigni
Darsteller:Armin Meiwes, Dr. Thomas Müller, Harald Ermel, Günter Stampf
Vertrieb:MORE Music & Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:02.05.2008 (Kauf)



Inhalt
Warum tötete der Computertechniker Armin Meiwes aus Wüstefeld bei Rotenburg am 10. März 2001 den Diplom-Ingenieur Bernd Brandes und verspeiste später seine Leiche? Und warum hatte das Opfer ausdrücklich den Wunsch geäußert, auf solch grausame Art getötet und gegessen zu werden? Die Dokumentation beleuchtet höchst authentisch und mit größter journalistischer Sorgfalt den spektakulärsten Kriminalfall aller Zeiten!

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Die Bildqualität dieser Dokumentation ist durch die verschiedenen Quellen wie zu erwarten wechselhaft ausgefallen, dennoch überzeugt der anamorphe Transfer durch eine sehr gute Qualität. Hierbei fällt die sehr gute Schärfe innerhalb der Interviewsequenzen auf, die mit einer durchgehend guten Detailzeichnung aufwarten kann. Dies gilt nicht für die älteren Archivaufnahmen, die meist mit einer Körnung versehen sind und immer wieder als Zeitdokument eingeblendet werden. Gelegentlich tritt ein leichtes Bildrauschen auf, das jedoch nicht als störend empfunden werden kann. Die Farbgebung ist immer natürlich und verfügt über kräftige Töne, während der Kontrast sehr ausgewogen erscheint, ohne Detailbereiche zu beeinträchtigen. Auch die Kompression hinterlässt einen angenehmen Eindruck und sogt nur selten für kleinere Unruhen.
 ++++/-

Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Stereo)
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Der Ton liegt in einer Stereoabmischung vor, was in Anbetracht einer Dokumentation auch mehr als ausreichend ist. Zu Beeinträchtigungen innerhalb der Dialogwiedergabe kommt es nicht und die musikalische Begleitung in manchen Szenen wurde unter die Dialoge gemischt, so dass diese auch nicht übertönt werden. Störendes Rauschen oder anderweitige Defekte sind nicht auszumachen. Alles was möglich gewesen ist, wurde auch angewandt, so dass man mit der vorhandenen Tonspur mehr als zufrieden sein kann.
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Extras
Extras
  • Hausführung mit RA Harald Ermel (23:29 Min.)
  • Interview mit Profiler Dr. Thomas Müller (28:22 Min.)
  • Unzensiertes Interview mit den Kannibalen "Armin Meiwes" (121:06 Min.)
VerpackungSuperJewelCase
 Die Dokumentation über die abscheuliche Tat von Armin Meiwes besteht hauptsächlich aus drei Teilen: dem Rundgang durch das Mordhaus mit Rechtsanwalt Harald Ermel, dem Interview mit dem Profiler Dr. Thomas Müller und dem Interview mit Armin Meiwes selbst. Da bei der Dokumentation ein zeitlicher Rahmen eingehalten werden musste, wurden nur die wichtigsten Details über die Tat verwendet, wobei es noch wesentlich mehr Material gab. Dieses nennen wir es mal unzensierte Material widmet sich die zweite DVD. Besonders das nun komplett vorhandene Interview mit Meiwes wirkt noch detaillierter und offenbart noch viel mehr Hintergründe über den Täter und sein (vorsichtig ausgedrückt) Opfer Bernd Brandes. Das gleiche gilt für das Interview mit Dr. Thomas Müller und die Hausbesichtigung, die in diesen Formen noch wesentlich mehr Details und Informationen bieten.
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Fazit
Am 10.12.2002 überschlagen sich die Medien mit Berichten über einen Mord, der in die Geschichte der Kriminalistik eingeht. Im beschaulichen Städtchen Wüstefeld bei Rotenburg bringt der Informatiker Armin Meiwes seine Internetbekanntschaft Bernd Brandes um und verspeist Teile seines Körpers. Das ungeheuerliche an dieser Tat ist allerdings, dass dies im Einverständnis mit dem Opfer geschah. Dass auf jeden Aufsehen erregenden Kriminalfall auch eine filmische Umsetzung folgt, dürfte insbesondere in der heutigen Zeit eigentlich klar sein. So geschah dies mit dem Film Interner Link"Rohtenburg" von Martin Weisz, der aber nicht durch seine Umsetzung für Schlagzeilen sorgte, sondern durch sein Verbot in Deutschland. Durch eine einstweilige Verfügung von Armin Meiwes, der in diesem Film seine Persönlichkeitsrechte verletzt fühlte, konnte eine Auswertung des Films nach einer Pressevorführung gestoppt werden.
Wer sich für den Fall Meiwes interessiert, bekommt Abhilfe durch die wirkliche gelungene Dokumentation "Der Kannibale von Rotenburg", die dank der persönlichen Mithilfe des Angeklagten eine sehr interessante Auseinandersetzung mit dem Thema darstellt. Sachlich werden die Hintergründe und das Leben von Meiwes beleuchtet, ohne urteilen zu wollen. Die Infotext angegebene "journalistische Sorgfalt" wurde eingehalten, wobei einige Erzählungen und detaillierte Schilderungen allein durch die Vorstellung ein sehr flaues Gefühl in der Magengegend hervorrufen. Somit ist "Der Kannibale von Rotenburg" eine unverzichtbare True Crime-Dokumentation geworden, die einen brutalen aber auch tragischen Fall schildert, in dem das Unterbewusstsein den menschlichen Verstand bezwungen hat.



Bilder der DVD




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