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USA 1980
Originaltitel:Hearse, The
Länge:95:12 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:George Bowers
Buch:William Bleich, Mark Tenser
Kamera:Mori Kawa
Musik:Webster Lewis
Darsteller:Trish Van Devere, Joseph Cotten, David Gautreaux, Donald Hotton, Med Flory, Donald Petrie, Christopher McDonald, Perry Lang, Fred Franklyn, Olive Dunbar, Al Hansen, Dominic Barto, Nicholas Shields
Vertrieb:Marketing
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:17.01.2002 (Kauf)



Inhalt
Eine Lehrerin sucht Erholung vom stressigen Schulalltag, deswegen macht sie Urlaub in einem ruhigen, kleinen Dorf, irgendwo im Mittelwesten der USA. Doch neben all den netten, freundlichen und hilfsbereiten Menschen begegnen ihr bald auch verschiedenste merkwürdige Gestalten. Eines Tages wird sie plötzlich von einem unheimlichen, schwarzen Leichenwagen verfolgt. Immer wieder taucht er wie aus dem Nichts auf und jagt sie, wie vom Wahnsinn getrieben. Verzweifelt versucht die verängstigte Frau herauszufinden, welche finsteren Mächte hinter dem gespenstischen Vehikel stehen.

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Die DVD des Films sieht nicht übermäßig toll aus, weswegen es umso erstaunlicher ist, dass man den gesamten Film über kaum einen einzigen Kratzer zu sehen bekommt. Die Probleme liegen an anderer Stelle, z.B. an den abgeschwächten Farben und der scheinbaren Abdunklung des gesamten Films, was mehr Schaden in hellen als in dunklen Szenen anrichtet. Kurz zusammengefasst würde man sagen, dass ein matter Schleier über dem Bild liegt, der kräftige Töne abschwächt. Der Schärfe hilft die anamorphe Abtastung nur bedingt. Mit etwas mehr Abstand zum Gerät könnte man fast sagen, dass alles ganz ok ist, aber die Rauschfilterung scheint so einiges zerstört zu haben. So treten nicht nur schleppende Effekte in Bewegungen auf, sondern auch sehr deutliches Nachziehen der Konturen. Das wird beispielweise zu Beginn deutlich, wenn die Protagonistin mit ihrem Auto die Küste entlang vorbei an Masten fährt, die allesamt mehrere Geisterkonturen mitziehen. Dann macht es oftmals den Anschein, dass man Verlorengegangenes durch eine Nachschärfung wieder aufarbeiten wollte, was zu wenig natürlichen Konturen führt. Alles in allem eine mäßige Vorlage, die durch diverse Nacharbeiten weder verbessert, noch deutlich verschlechtert wurde.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Man muss schon sehr die Ohren spitzen, um sehr miesen deutschen Ton noch etwas zu verstehen. Die Charakterisierung "durchs Kissen genuschelt" reicht da schon gar nicht mehr aus, denn der breiige Ton, der unter dem sehr dumpfen Grundton keinerlei höhere Frequenzen mehr durchlässt, verlangt schon fast nach Untertiteln. In den Dialogen schwirrt ein fortwährendes Rauschen mit und die unterdurchschnittliche Lautstärke wird nur zerrissen von den grausam klingenden Musikstücken oder Umgebungsgeräuschen, die wegen der schlechten Tonqualität schon mal zu Krawall anwachsen können. Zwar ist wegen des Alters auch vom Englischen keine Höchstleistung zu erwarten, hier sind die Dialoge aber einwandfrei verständlich. Trotz Mono und dem daraus entstehenden, eingeschränkten Dynamikumfang, der nach einem Film der 70er klingt, wird man hier doch ganz gut versorgt. Für Action-Szenen reicht das natürlich nicht, aber die Musik ist als solche verständlich und die Störungen halten sich in Grenzen.
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Extras
Extras
  • Trailer (2:20 Min.)
  • Slideshow (12 Bilder)
  • Trailer:
    • Der Fan (2:16 Min.)
    • Delta Force Commando (1:13 Min.)
    • 9 Deaths Of The Ninja (1:24 Min.)
    • Diagnosis (2:10 Min.)
    • The Pig Farm (1:44 Min.)
    • Die Mumie schlägt zurück (1:34 Min.)
VerpackungKeepCase
 Eine selbst zusammengestellte Bildergalerie, teilweise aus nicht sehr schönem Aushangmaterial, teilweise aus Cover bestehend, und ein Trailer bilden das gesamte Bonusmaterial.
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Fazit
Sucht ihr mal wieder einen Film, der euch richtig gruseln könnte. Einen Film, der mit einem Spukhaus aufwartet, aber gleichzeitig auch schweißtreibende Verfolgungsjagden bieten soll? Einen Film, bei dem man bis zum Schluss nicht genau weiß, was überhaupt Sache ist? Dann ist "Der Leichenwagen" vielleicht genau das Richtige. Sofern ihr auf das Finale verzichten könnt!

Die Grusel-Produktion "The Hearse" ist im Prinzip eine Mischung aus Haunted House-Movie und Verfolgungs-Thriller. Es geht um eine junge Frau, die in das Haus ihrer verstorbenen Tante in kleines Provinzkaff zieht. Allerdings scheint es in dem Haus zu spuken und die Dorfbewohner sehen sie auch nur sehr argwöhnisch von der Seite an. Zudem wird sie plötzlich auch noch von einem gruseligen Leichenwagen verfolgt. Klingt verworren? Ist auch so! Die Story des Geschehens ist doch reichlich lasch ausgefallen und stellt zudem einige Fragen auf, ohne sie so recht zu beantworten. Man hat das Gefühl, dass hier mehrere Drehbuchschreiber am Werk waren, ohne dass der eine gewusst hat, was der andere schreibt. Zwar gibt es durchaus ein paar nette Wendungen, in dem sonst recht linearen Treiben, doch ehrlich gesagt, man sieht sie meist eh schon viel zu früh voraus. Vor allem zum Ende hin wird es mächtig konfus. Schade eigentlich.
Trotz des lauen Drehbuchs schafft es der Streifen aber stets und ständig eine nett gruselige Atmosphäre aufzubauen. Der unheilvolle Score klingt zwar nicht unbedingt viel anderes als der übliche Horrormix, trotzdem kann er einen gut in das gruselige Geschehen mit einbeziehen. Dazu eine nette Soundkulisse, aus der auch so ziemlich alles herausgeholt wurde, was man wohl erwarten dürfte. Zudem tun auch die dunklen Kulissen ihr Übriges. Und bis kurz vor Schluss bleibt das Treiben, trotz aller Vorhersehbarkeit, doch die meiste Zeit spannend, wenn auch nicht unbedingt schweißtreibend.
Schade nur, dass das Ende so was von lasch und dämlich geraten ist. Man hat das Gefühl, dass die Macher plötzlich ganz schnell zum Ende kommen wollten und lassen das Treiben in einer derartig billigen und enttäuschenden Auflösung dümpeln, dass es einem den gerade gehabten Gruselspaß rückwirkend doch ziemlich vermiest. Selten ein so derart enttäuschendes und abgekacktes Ende miterlebt. Ein gutes Beispiel dafür, wie man dem Zuschauer 80 wohlwollende, wenn auch storymäßig anspruchslose Filmminuten durch gut fünf grandios dämliche Minuten wieder vollkommen verhageln kann! Traurig, Traurig!
Was die Darsteller angeht, so wird Mittelmaß geboten. Hauptdarstellerin Trish Van Devere macht ihre Sache ganz zufriedenstellend, alle anderen wirken, mal mehr mal weniger, blass! Für so einen Streifen reicht es aber vollkommen aus!

Eigentlich ganz nette, wenn auch recht wirre Gruselunterhaltung, die ihre Mischung aus Gruselhaus- und Verfolgungsfilmchen erst einmal ganz nett halten kann, dann aber in einem der albernsten und rückwirkend "Film versauendsten" Enden aller Zeiten gipfelt. Ohne diese Enttäuschung wäre der Gesamteindruck wesentlich besser ausgefallen.



Bilder der DVD




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