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USA 1990
Originaltitel:Frankenhooker
Länge:80:46 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Frank Henenlotter
Buch:Robert Martin, Frank Henenlotter
Kamera:Robert M.Baldwin
Musik:Joe Renzetti
SFX:Matt Vogel
Darsteller:James Lorinz, Shirl Bernheim, Beverly Bonner, Max Brandt, Lia Chang, Carissa Channing, J.J. Clark, Sandy Colosimo, Helmar Augustus Cooper, Thomas Crognale, Vicki Darnell, Jennifer Delora
Vertrieb:Legend / Universum Film
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:28.04.2008 (Kauf)



Inhalt
Der Tüftler Jeffrey Franken führt ein solides Leben und will sich bald mit seiner Freundin vermählen. Nur blöd, dass ihnen da ein kleiner Unfall in die Quere kommt, bei dem seine Geliebte Elizabeth Shelley zu einem Haufen menschlicher Einzelteile zerhäckselt wird. Aber Jeffrey, der auf dem Gebiet der Hobby-Bioelektronik sehr bewandert ist, macht sich nichts draus und versucht, seine Angebetete wieder zusammenzusetzen, natürlich mit kleinen Änderungen am Körperbau. Für diese Details benötigt er aber "Material", was ihn direkt ins Rotlichtviertel treibt, wo eine Menge Bauteile für sein Projekt herumlaufen. Um an die ranzukommen, muss er aber erstmal mit dem Rest der Wirtskörper fertig werden ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 "Frankenhooker" liegt uns hier erstmals im anamorph kodierten Transfer von 1,85:1 vor und hinterlässt einen guten Eindruck, natürlich in anbetracht einer 1990er Jahre Independent-Produktion. Der ausgewogene Kontrast und der gute Schwarzwert sorgen dafür, dass der Transfer selbst in problematischen Szenen keine Details vermissen lässt und die sauberen Darstellung der Farben tragen ihr Übriges dazu bei, dass wir von einem gelungenen Transfer sprechen können. Die Schärfe befindet sich ebenfalls auf einem hohen Niveau, wirkt angenehm scharf und darf hin und wieder auch einiges an Details offenbaren. Dafür gibt es aber permanentes Bildrauschen zu bemängeln und auch die Kompression arbeitet nicht immer sehr sauber und unauffällig, wodurch desöfteren leichte Blockbildung auszumachen ist. Verstärkt wird dies auf High-Definition-Zuspielern, welches das Bild auf 1080p hochskalieren. Dennoch ein gutes Bild.
 ++++/-

Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Stereo)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Beide vorhandenen Tonspuren liegen in Stereo vor, können durchaus zu gefallen wissen, wobei der englische Mix sehr dumpf und blechern klingt. Dialoge verzerren, wirken unnatürlich und was bleibt, ist eine recht schlechte Sprachverständlichkeit. Der deutsche Mix klingt um einiges natürlicher und bietet eine besser Sprachverständlichkeit, welche aber eine Spur zu spitz erscheint, ohne im Hochtonbereich aber zu übersteuern. Optional lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten, damals gekürzte Sequenzen liegen derweilen im Original mit deutschen Untertiteln vor.
 +++---

Extras
Extras
  • Audiokommentar von Regisseur Frank Henenlotter und Make-Up Creator Gabe Bartalos
  • Featurette: Die Make-Up-Effekte von Frankenhooker (20:55 Min.)
  • Jennifer's Photo Scrapbook (11:20 Min.)
  • Interview mit Jennifer Delora (19:31 Min.)
  • Interview mit Patty Mullen (8:51 Min.)
  • Original Trailer (1:13 Min.)
  • Trailershow:
    • Bukarest Fleisch (1:35 Min.)
    • Flash Point (2:35 Min.)
    • Ex Drummer (1:26 Min.)
    • Todesager S-11 (2:11 Min.)
    • Izzat (0:58 Min.)
    • Botched (1:42 Min.)
    • The Ferryman (1:49 Min.)
    • Dog Bite Dog (2:11 Min.)
VerpackungKeepCase
 Legend Film lizenzierte den tollen Audiokommentar vom Regisseur Frank Henenlotter und Special Effects-Experten Gabe Bartalos für diese Neuauflage, ließ diesen aber nicht Deutsch untertiteln. Schade, denn neben einer Menge Anekdoten über den Dreh erfahren wir viel über die Entstehung der Spezialeffekte und über die Produktion im Allgemeinen. Das nachfolgende Extras ist Gabe Bartalos gewidmet, welcher uns in knapp 21 Minuten alles über die Effekte im Film erzählt. Unter Jennifer's Photo Scrapbook befindet sich eine Bildergalerie mit "Hinter den Kulissen"-Fotos, welche von Jennifer Delora zur Verfügung gestellt wurden. In den nachfolgenden Interviews erzählen die beiden Darstellerinnen Jennifer Delora und Patty Mullen ein wenig über ihre Zeit beim Dreh, was mit einer Gesamtlaufzeit von knapp 28 Minuten sehr umfangreich ausgefallen ist. Desweiteren spendiert man uns einen Originaltrailer, sowie eine Trailershow. Beim Coverdesign hat Legend aber diesmal gepennt. Während das Label bisher immer sehr viel Wert auf Cover und Layout legte, wirkt das Design bei diesem Titel eher unmotiviert und sieht nach Sparflamme aus. Zudem fällt negativ auf, dass sämtliche Extras ohne deutsche Untertitel auskommen müssen.
 +++/--

Fazit
Als Freund des Interner Link"Klumps mit Armen" wusste ich ungefähr, was mich bei diesem kruden Genrebeitrag seines geistigen Vaters erwarten würde: Bizarrer B-Horror mit viel schwarzem Humor, der auf Grund seiner eher billigen Machart eher eingefleischtere Genrefreunde, die ein Faible für leichtfüßigen "Schund" haben, ansprechen sollte. Diese werden mit der sinngemäßen "Frankennutte" ihren Spaß haben, ist der Film doch randvoll mit schwarzem Humor und in seinen 80 Minuten dermaßen seicht und oberflächlich unterhaltsam inszeniert, dass man sich trotz kaum vorhandener Spannung selten langweilt.
Die Geschichte dreht sich um den Bioelektroniker Franken, welcher seine Verlobte bei einem Rasenmäherunfall verliert. Ihren Kopf und ein paar andere kleinere Gliedmaßen kann er retten und hat nun das Vorhaben, sie wieder zum Leben zu erwecken. Ein bevorstehendes Gewitter kommt ihm wie gerufen, nur fehlen ihm noch Gliedmaßen, um den Körper drumherum zu gestalten. Feinste Nutten sollen ihm diese liefern. Aber er will niemanden töten - daher nutzt er deren Suchtmittel Crack als Grundlage für seine Superdroge, die nur den Tod beschleunigt, ohne dass er als Mörder dasteht. Tragischerweise hat dieses Supercrack den Nebeneffekt, dass der Konsument kurz nach Einnahme explodiert. Die Folge seiner "Doktorspielchen" im Kollektiv ist daher ein wahres menschliches Mikadospiel. Aber auch seine Reanimation läuft nicht so ganz, wie er sich es vorgestellt hat.

Wahrlich, die Story ist echt hirnrissig, aber ziemlich witzig geraten. Spätestens als die aus dutzenden Einzelteilen von Prostituierten zusammengesetzte Braut durch die Stadt wankt und ihren Freier wahrlich zur "Explosion" bringt, ist es passé mit jeglichem Horrorelement. Lediglich das Ende mit seinen an Interner Link"Society" erinnernden Matschwesen lässt noch einmal etwas "Grauen" aufblitzen, doch insgesamt ist der Film mehr im Komödienbereich anzusiedeln. Von der klassischen Frankenstein-Thematik bleibt eigentlich nur die Szene mit dem Wiedererwecken der Kreatur per Blitzschlag, der Rest orientiert sich eher an Interner Link"Re-Animator"-Motiven. So ist auch der Hauptcharakter ein leicht durchgeknallter Freak, der im Gegensatz zu Jeffrey Combs jedoch noch sympathisch rüberkommt und in Folge dessen weniger psychopathische Ausstrahlung hat. Daher sind solche Szenen wie das Dinner mit dem Kopf seiner Verlobten, bei dem er schwärmerisch von deren baldiger Zusammensetzung erzählt, wie auch der Rest, eher zum Lachen. Wie gesagt, Spannung kommt hier nie auf, die Atmosphäre ist dafür umso mehr gegeben - wenn auch alles sehr comichaft und überzeichnet wirkt; jedoch nicht so wild wie bei ähnlich gelagerten Troma-Produktionen. Dafür wird einem doch ob vieler kruder Details zu wenig wirklich Unappetitliches geboten. Appetitlich hingegen ist manch unangezogene Dame, besonders die am Ende umherwankende Geliebte strahlt trotz Flickwerks einen ganz eigenen Charme aus.
Mit dem eigenartigen Humor (Franken bohrt sich zwecks Stressabbaus mit der Bohrmaschine Löcher in den Kopf!) konnte die Bundesprüfstelle damals wohl nicht sonderlich viel anfangen, weshalb der Film bisher nur stark gekürzt auf dem Index stand. Erst in diesem Jahr schaffte Legend Film es, den Film vom Index zu bekommen. Ruft man sich die FSK-Wertungen der letzten Horrorkomödien vor Augen, so ist es kein Wunder, dass "Frankenhooker" auch noch eine 16er Freigabe bekommen hat. Bluteffekte gibt es so gut wie keine zu sehen, die Schaufensterpuppen explodieren dermaßen steril und sind in ihrer Herkunft nur einen Hauch offensichtlicher als die Schaumgummiattrappen der vielen Körperteile, mit denen hantiert wird. Nicht wirklich der Überfilm, aber wer solche Genremischungen mag, der sollte sich zumindest den Anfang mit dem Augen-Gehirn im Einmachglas geben! Wem das schon zu bizarr sein sollte, der kann sich auch die restlichen 75 Minuten schenken... :-)



Bilder der DVD




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Frankenhooker
Frankenhooker
Frankenhooker
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