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KR, USA 2006
Originaltitel:D-War
Alternativtitel:D-War: The Rebirth of Legend
Länge:86:28 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Shim Hyung-rae
Buch:Shim Hyung-rae
Kamera:Hubert Taczanowski
Musik:Steve Jablonsky
SFX:Eddie Surkin
Darsteller:Jason Behr, Amanda Brooks, Robert Forster, Aimee Garcia, Craig Robinson, Chris Mulkey, John Ales, Elizabeth Peña, Billy Gardell, Holmes Osborne, NiCole Robinson, Geoffrey Pierson
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:05.06.2008 (Kauf)



Inhalt
In grauer Vorzeit sollte ein junger koreanischer Krieger seine Angebetete der guten Imoogi-Riesenschlange opfern, um die Menschheit vor der todbringenden Buraki-Schlange zu retten. Doch die Liebenden flohen vor ihrem grausamen Schicksal. Jetzt, 500 Jahre später, erwacht das alte Übel wieder. In Los Angeles taucht eine Armee höllischer Ungeheuer auf und verfolgt die reinkarnierte Sarah und ihren ebenfalls wiedergeborenen Freund Ethan - diesmal gibt es kein Entkommen!

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Was zu allererst beim Widescreentransfer von "Dragon Wars" auffällt, ist die teilweise starke Körnung des Filmmaterial, welche vor allem auf homogenen Flächen sehr deutlich zur Geltung kommt und den Transfer einiges an Einbußen in puncto Detailschärfe bringt. Diese ist auch das größte Manko an dem Transfer. Während die Schärfe noch relativ gut ist, zeigen Konturen immer wieder deutliches Edge Enhancement, es ist leichte Treppenbildung an den Kanten zu erkennen und die Detailschärfe hat mit der Körnung zu kämpfen. Zwar ist das Ergebnis noch sehr angenehm, aber oftmals wirken die Bilder sehr weich und unscharf, was sicherlich nicht nur ein gewolltes Stilmittel ist, um die CGI-Effekte etwas zu kaschieren. Der Kontrast überzeugt überraschenderweise immer dann, wenn dunkle Bildanteile dominieren und wartet mit einem satten Schwarzwert und einer meist hervorragenden Durchzeichnung auf, wodurch der Transfer an Plastizität gewinnt. In hellen Räumen oder Tageslichtaufnahmen fällt der harte Kontrast sehr deutlich auf und immer wieder muss dieser sich den eingesetzten Stilmitteln beugen, wirkt gekünstelt und teilweise sehr steil.
Die Farbgebung schwankt zwischen natürlich und stark verfremdet, wobei das Farbspektrum von normal über warm bis hin zu kalt eine ganze Palette an Veränderungen mit sich bringt, um das Gezeigte visuell zu unterstützen. Aber egal wie sehr die farbliche Komponente variiert, das Schema bleibt immer gleich und so wirken die Farben stets sehr satt und kräftig. Altersbedingt brauchen wir uns keine Gedanken über analoge Defekte zu machen und selbst die Kompression arbeitet weitgehend unauffällig, wobei der Transfer nicht gänzlich frei von Blockrauschen ist. Bis auf die Körnung ist im Bild auch keine weitere Art von Störungen auszumachen, so bekommen wir auch kein Rauschen zu Gesicht. Insgesamt ein guter, aber auch wechselhafter DVD-Transfer. Die Blu-ray soll hier deutlich besser sein, konnte von mir aber noch nicht begutachtet werden.
 ++++--

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Türkisch
 Der deutsche 5.1-Mix macht schon einiges her. Auch wenn wir uns mehr Feinheiten und Dynamik gewünscht hätten, so wird uns ein kräftiger und satter Dolby Track geboten, der die Action von der Leinwand direkt ins Wohnzimmer katapuliert. So sind von Beginn an sämtliche Kanäle im Einsatz, Ruhe scheint hier ein Fremdwort zu sein und wenn der Krieg erst einmal in vollem Gange ist und die Stadt in Schutt und Asche gelegt wird, ist die Soundabmischung kaum noch zu bremsen. Insgesamt vielleicht noch eine Spur zu frontlastig, werden Rears trotzdem nahezu permanent mit in das Geschehen einbezogen, wobei ich mir etwas mehr bidirektionale Spielereien gewünscht hätte. Zwar sind die Effekte nicht ohne, wirken stets gut platziert und wandern auch mal über die Kanäle, aber hier wäre noch deutlich mehr machbar gewesen. So dürfen wir uns aber über eine wirklich gute Abmischung freuen, welche mit viel Bums daher kommt, sehr räumlich wirkt und zudem stets gut verständlich bleibt. Ein wenig mehr Dynamik hätte es ruhig sein dürfen, etwas mehr Präzision und man hätte die volle Punktzahl vergeben können. Der englische 5.1-Track unterscheidet sich kaum vom deutschen Pendant und wirkt lediglich in den Dialogen etwas natürlicher. Optional spendiert uns Sony diverse Untertitel.
 +++++/

Extras
Extras
  • Making of (18:11 Min.)
  • Vergleiche Storyboard/Film:
    • Fucht aus dem Haus des Hypnotiseus (1:18 Min.)
    • Flucht aus em Restaurant (2:05 Min.)
    • Das Liberty-Gebäude (3:01 Min.)
    • Angriff der Bulcos (1:07 Min.)
    • Der Altar (4:35 Min.)
  • Konzeptkunst (48 Bilder)
  • Trailershow:
    • 8 Blickwinkel (2:27 Min.)
    • Todeszug nach Yuma (2:20 Min.)
    • Mein Freund der Wasserdrache (2:27 Min.)
    • Der Glücksbringer (1:35 Min.)
    • Resident Evil: Degeneration (1:00 Min.)
VerpackungKeepCase
 Das 18minütige "Making of" sorgt für einen netten Einblick in die Produktion, lässt Macher und Produzentenzu Wort kommen und zeigt "D-Wars" auf einer Convention, bei der man uns etwas mehr Hintergünde zur Entstehung vermitteln möchte. Setaufnahmen gibt es leider nicht und man hätte hier ruhig etwas mehr in die Tiefe gehen können, denn so kratzt das "Making of" mal wieder nur an der Oberfläche. Desweiteren gibt es fünf kurze Storyboard-Vergleiche, sowie eine umfangreiche Bildergalerie mit Konzeptzeichnung. Auf den Originaltrailer müssen wir verzichten. Stattdessen gibt es reichlich Trailer zu weiteren Filmen aus dem Hause Sony Pictures. Die DVD erscheint im KeepCase mit Glanzdruck. Sämtliche Extras wurden deutsch untertitelt.
 ++/---

Fazit
Machen wir uns nichts vor: "Dragon Wars" ist mies, aber im positiven Sinne. 75 Millionen hat dieses Projekt verschlungen und man merkt, dass jeder Cent in die CGI-Effekte geflossen ist. Diese sind als solche zu erkennen, machen aber trotzdem eine Menge Spaß und heben sich durchaus positiv von den ganzen B-Movie-Horrorfilmen ab, welche versuchen, Riesenschlangen über die Leinwand zu jagen. Die Nonstop-Action um und durch die Hochhäuser Los Angeles erinnert zwar extrem an Emmerichs Interner Link"Godzilla", nur dass wir es hier gleich mit einer ganzen Horde von Ungeheuern zu tun bekommen. Die riesengroße Drachenschlange wurde überraschend gut animiert, die Horde mit Dinosaurier ähnlichen Ungeheuern, welche stark an die guten alten "Dino Riders" erinnern und der Over-the-Top-Action die letzte Würze geben, machen ebenfalls einen guten Eindruck und der chinesische Drache am Ende des Film stellt animationstechnisch ein wahrer Augenschmaus dar. Nicht nur anhand des überraschend langen Finale merkt man, dass die Macher stolz auf die Effekte waren. Dürfen sie auch und Drachenfans werden sich freuen, endlich mal einen traditionellen chinesischen Drachen in Action zu sehen. Doch leider versucht man aus Scheiße Gold zu machen.
So sehr die Actionszenen meinen Augen schmeicheln, so nervtötend war die Umsetzung der durchaus interessanten Geschichte. Dünne Dialoge, unlogisches Verhalten bis hin zu Logiklöchern noch und nöcher sind an der Tagesordnung. Die Geschichte wird zwar anhand von Rückblenden genaustens erläutert, beim Intro sogar erzählt und trotzdem mag man nicht so recht nachvollziehen wollen, woher plötzlich die ganzen Viecher kommen. Die böse Drachenschlange war ja klar - oder auch nicht. Irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, man wäre zwischen den Actionszenen eingeschlafen und nur beim lauten Krachen des Soundtracks wieder aufgewacht. Vieles ist unlogisch, albern und einfach nur blöd. Dabei hätte man aus der Geschichte sicherlich ein episches Stück Fantasykino machen können. Es hätte lediglich einer Überarbeitung des sich selbst total auf Action reduzierenden Drehbuches bedurft.
So bleibt "Dragon Wars" ein satter CGI-Spaß. Wer aber dazu noch eine funktionierende Geschichte erwartet, sollte es erst gar nicht in Erwägung ziehen, den Film in den Player zu legen. Dafür ist dieser amerikanisch-koreanische Co-Produktion einfach zu schlecht und unausgegoren. Action- und Drachenfilmliebhaber sollten aber mal einen Blick riskieren. Vorher aber das Oberstübchen auf Sparflamme schalten, wobei das bei diesem No-Brainer schon als Warnhinweis auf dem Cover stehen sollte, da man sonst Gefahr läuft, einen bleibenden Schaden von den selten dämlichen Drehbuchergüssen eines nicht unerfahrenden Hyung-rae Shim (Buch/Regie) davon zu tragen.

Schade, "Dragon Wars" hätte ganz große Kino werden können, wird aber zumindest durch die CGI-Effekten in positiver Erinnerung bleiben. Technisch bietet die DVD gehobenen Standard und vor allem der Sound kann richtig gefallen. Wer allerdings einen Blu-ray-Player besitzt, sollte vorab zu BD-Variante greifen, welche nochmals eine erhebliche Steigerung verspricht.



Bilder der DVD




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