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USA 2005
Originaltitel:Red Eye
Alternativtitel:Red-Eye
Länge:81:43 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Wes Craven
Buch:Carl Ellsworth, Dan Foos
Kamera:Robert D. Yeoman
Musik:Marco Beltrami
SFX:Digital Dream, Furious FX
Darsteller:Rachel McAdams, Cillian Murphy, Brian Cox, Jayma Mays, Laura Johnson, Max Kasch, Angela Paton, Suzie Plakson, Jack Scalia, Terry Press, Robert Pine, Mary Kathleen Gordon, Brittany Oaks, Tina Anderson
Vertrieb:Dreamworks
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:02.09.2006 (Verleih) / 02.09.2006 (Kauf)



Inhalt
Lisa Reisert (Rachel McAdams) hasst das Fliegen - aber dieser Nachtflug sprengt ihre bisherigen Vorstellungen von einem Horror-Trip ...
Ihr Flieger nach Miami hat seine Flughöhe noch nicht erreicht, als Lisas charmanter Sitznachbar Jackson (Cillian Murphy) sein wahres Gesicht zeigt: Er ist Teil einer Gruppe, die den Mord an einem einflussreichen Politiker plant - und Lisa ist der Schlüssel zum Erfolg dieses Anschlags. Weigert sie sich mitzumachen, genügt ein Anruf von Jackson, und ihr Vater wird erschossen. Lisas schlimmster Alptraum wird wahr: Gefangen in 10000 Meter Höhe und zum Schweigen verdammt, gibt es für sie keinen Ausweg. Verzweifelt versucht sie, ihren kaltblütigen Kidnapper zu stoppen. Doch mit jedem zurückgelegten Kilometer wächst Lisas Panik! Je näher sie Miami kommen, desto kleiner werden ihre Chancen, Jacksons teuflischen Plan noch zu durchkreuzen ...

Bild
Format2,40:1 (anamorph)
NormPAL
 Beim Bild sieht es ein klein wenig anders aus als beim Ton, aber auch nur, weil die Schärfe lediglich gute Werte erreicht. Es sieht aus, als ob ein Weichzeichner über dem anamorphen Breitbild liegt, weil die Vorlage eigentlich perfekt aussieht. Denn dort sind Details zu vermuten, die es irgendwie nicht auf die DVD geschafft haben. Das macht das Bild aber längst nicht schlecht, nur eben nicht sehr gut. In Sachen Farben und Kontrast hat man ein sehr ausgewogenes, dem Genre angepasstes Bild gezaubert, wobei natürlich zu beachten ist, dass ein beträchtlicher Teil des Filmes im düsteren Flugzeug passiert. Somit sind die sehr klaren, sonnigen Aufnahmen eher die Ausnahme. Trotzdem gut.
 ++++/-

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Türkisch
 Eigentlich sind es ja Dialoge, die den Film dominieren, der Dolby Digital 5.1-Ton kann aber trotzdem ordentlich Krach machen. Das liegt vor allem am feurigen Score, der für sich allein bereits raumfüllende, dicke Atmosphäre verbreitet. Das fällt zu Beginn nur in wenigen Momenten auf, in der letzten halben Stunde wird es dann aber spätestens ordentlich aufregend. Das trifft natürlich auch auf den englischen Ton zu. An Effekten wird auch einiges geboten, wobei es hier die kleinen Dinge sind, die Freude in Sachen Surround machen. Also eine insgesamt sehr überzeugende Tonspur, die trotz vergleichsweise geringem Action-Anteil einiges zu leisten imstande ist. Da braucht es auch keiner DTS-Spur, die hier einfach weggelassen wurde.
 +++++-

Extras
Extras
  • Audiokommentar
  • Making Of "Red Eye" (11:38 Min.)
  • Wes Craven - Eine neue Art von Thriller (10:50 Min.)
  • Gag-Rolle (6:30 Min.)
  • Trailer "Just Like Heaven" (2:20 Min.)
VerpackungKeepCase
 Dem Audiokommentar sitzt nicht nur Regisseur Wes Craven bei, sondern auch seine Produzentin Marianne Maddalena und sein Cutter Patrick Lussier, wobei natürlich Craven den Hauptteil der Erklärungen übernimmt und seine Beisitzenden nur selten mal reinreden. Zwei jeweils etwa 11 Minuten lange Specials begleiten den Film: Das Making Of ist zumeist ein Blick auf die Dreharbeiten, während "Eine neue Art von Thriller" die Vorproduktion und die Entwicklung der Figuren anspricht. Allein durch die Erklärungen zur Charakterisierung gibt es inhaltliche Überschneidungen. Unter "Gag-Rolle" verstecken sich amüsante Filmversprecher und der Trailer gehört nicht zu diesem Film, sondern zu einer selten dämlichen Liebeskomödie. Alle Extras wurden deutsch untertitelt.
 ++/---

Fazit
Angetreten war man ja zum Duell der Flugzeugthriller als "Red Eye" und "Flightplan" gleichzeitig ihre Trailer in die Kinos entsandten, nach Ansicht beider kann man das Gewese jedoch gar nicht mehr nachvollziehen. Während Schwendtkes "Flight Plan" die Voraussetzungen dieser Gattung voll und ganz erfüllt hat, entpuppt sich "Red Eye" mehr als standardisierter "In-der-Gewalt-von"-Suspenser, der zu einem gewissen, aber nicht mal überwiegendem Teil in einem Flugzeug spielt. Was Grusel-Altmeister Wes Craven da vermutlich mit kleinem Budget und wenig Zeit zusammengebastelt hat, genügt nun nicht höchsten Ansprüchen, ist aber ein handwerklich ansehnlicher kleiner Thriller, dem einzig und allein die Originalität der Handlung fehlt und deswegen von seinen Charakteren zehrt.

Rachel McAdams gibt hier eine Hotelfachfrau der verbindlichen, immer bereiten Art, sich selbst zurücknehmend, auf einem Nachtflug heimwärts aus Gründen eines Trauerfalls. Der Stress ist groß und der nette Mann am Flughafen entpuppt sich dann auch noch als handfester Psychopath, der droht, mittels eines Dritten ihren Vater umzubringen, falls sie es nicht so regelt, dass ein wichtiger Gast in ihrem Hotel Gegenstand eines Anschlags werden kann.
Trotz dieser zeitlich prekären Plotstränge sind die eingehenden 15 Minuten vor dem Flug fast noch die besten des ganzen Films, auch wenn da nur wenig passiert, denn in bester Tradition baut Craven hier erstmal seine Charaktere auf. Der dämonische Flug, in dessen Verlauf sich ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Täter und Opfer entspinnt, ist fast schon konventionell zu nennen, überzeugt aber dadurch, dass Protagonistin Lisa nie die hollywoodesken Heulkrämpfe verfällt oder durch übertriebene Zielstrebigkeit zu überzeugen sucht. Lisa reagiert statt zu agieren und das wirkt realistisch und sympathisch, auch wenn die Begleitumstände der Erpressung ziemlich an den Haaren herbeigezogen wirken und einiges unwahrscheinlich wirkt. Einmal aus der Hand ihres Peinigers, entspinnt sich dann im letzten Drittel eine spannende, wenn auch nicht überspektakuläre Verfolgungsjagd samt Showdown im Haus des Vaters, samt und sonders allen Unterhaltungsansprüchen gerecht werdend.
Craven arbeitet hier rasant und schnell, fließender Schnitte, große Schwenks, Tempo ist angesagt. Die Biederkeit der Geschichte (sie hätte auch als TV-Format gute Chancen gehabt) wird so übertüncht, Rätselraten und Pulsfrequenz sind die antreibenden Elemente. Während McAdams dabei eine gute Leistung zeigt, beweist Cilian Murphy, der schon den letzten Interner Link"Batman" veredelte, dass hinter sanften Gesichter die schlimmsten Menschen verborgen sein können. Der nette junge Mann verwandelt sich in etwas Eiskaltes, dass man nicht anders als mit dem Tod bestrafen kann.

Auf einen Nenner gebracht gibt es also nichts zu meckern, außer dass man das alles schon mal irgendwo gesehen hat, weswegen man dabei auch bequem essen, trinken oder Schach spielen kann, wenn man sich denn gern zwischendurch auch mal ablenken lässt. Und bei all der Kürze des Films gibt's auch keine roten Augen hinterher - Cravens Karriere hält diese Fingerübung mit Sicherheit weiter am Laufen, was nach Interner Link"Cursed" aber auch nötig war.



Bilder der DVD




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