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JP 1997
Originaltitel:Onibi
Alternativtitel:Fire Within, The
Länge:101:59 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Rokuro Mochizuki
Buch:Toshiyuki Morioka
Kamera:Naoaki Imaizumi
Musik:Kenichi Kamio
Darsteller:Yoshio Harada, Reiko Kataoka, Sho Aikawa, Ko Kitamura, Ryûji Mizukami, Hiroyuki Tsunekawa, Ryûji Yamamoto, Yoshiaki Fujita, Ei Kawakami, Toshihiro Kinomoto
Vertrieb:Asian Film Network / Ascot Elite
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:17.04.2007 (Verleih) / 25.05.2007 (Kauf)



Inhalt
Kunihiro (Harada Yoshio), ein gerade aus dem Gefängnis entlassener Yakuza-Killer möchte ein ruhiges Leben fernab von Verbrechen, Blut und Gewalt führen. Er versucht auszusteigen, doch seine Liebe zu Hino (Kataoka Reiko) und deren Beziehung zur Yakuza-Unterwelt führt ihn unweigerlich in den persönlichen Untergang.

Bild
Format1,78:1 (Letterbox)
NormPAL
 Es liegt nicht an dem Fakt, dass die DVD doch nicht anamorph ist, dass letztlich eine so niedrige Wertung dabei rauskommt, sondern an der minderwertigen Vorlage selbst. Und doch ist das nicht unüblich für japanische Produktionen der 80er und 90er Jahre. Gleich die erste Szene des im Winde wehenden Grases sieht unnatürlich aus, weil die geringe Schärfe mit einem Nachzeichner nun überharte Konturen zeigt. Damit allein wären nicht mehr als 3.5 Punkte drin, aber es sind noch andere störende Faktoren ersichtlich. Einer davon ist das Ghosting, das aber nicht so sehr hervortritt. Deutlicher sind da schon die sehr schwachen Farben, da der gesamte Film in gräulichen, bläulichen und blass grünlichen Tönen gestaltet ist, was aber weniger wie ein Stilmittel als wie eine Ausbleichung aussieht. Der Kontrast verhält sich ähnlich und ist nicht ausreichend differenziert, so dass etwas harte Schattierungen entstehen. Zumindest sind weder Kratzer noch Probleme bei der Kompression auszumachen und das Rauschen ist verhältnismäßig gering. Für ein Hochzoomen des Letterbox-Bildes eignet es sich aber nicht, dafür fehlt bereits im 4:3-Modus die Natürlichkeit.
 ++/---

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Von den beiden Tonspuren ist nicht allzu viel zu erwarten. Die deutsche Tonspur legt besonders Wert auf einen klar verständlichen Dialogteil, der mit etwas Umgebungsgeräuschen angereichert wird, die aber - beinahe typisch für so kleine Produktionen - aus jeder Menge Stadtlärm und -krach bestehen. Das klingt, wenn es leiser wird, ein wenig wie Rauschen, ist es aber nur selten. Letztlich entsteht daraus aber auch kein sonderlich fein aufgelöster Klang, auch weil die deutsche Synchro ein wenig aufgesetzt wirkt. Wer den O-Ton möchte, der bekommt ihn auf dieser DVD mitgeliefert und kann sich gelbfarbene, deutsche Untertitel hinzuschalten.
 +++---

Extras
Extras-
VerpackungKeepCase
 Leider nicht mehr als Menu mit toll gemachten Übergängen.
 ------

Fazit
- "In meiner Jugend beging ich Gewalttaten aus purem Vergnügen. Das habe ich nicht getan, weil meine Familie daran Schuld hatte, sondern weil ich so war, wie ich war. Ich tat es, um mich selbst zu bestrafen." (Kunihiro)

Eigentlich setzt der japanische Yakuza-Film ja nur das fort, was zuvor mit den Samurai-Filmen begann. Kunihiro ist so eine Art Samurai, ein Verbrecher einer aussterbenden Generation, die die Tradition ihres Metiers und die damit verbundenen Gewaltexzesse mehr schätzen als die allabendlich ausschweifenden Orgien und das Leben in Prunk. Kunihiro aber merkt, dass ihn die 27 Jahre im Gefängnis verändert haben, dass seine Karriere als Yakuza auf das Ende zugeht. Zwar wird ihm eine Wiederaufnahme in das Syndikat angeboten, doch ihm ist nach Veränderung. Er sucht sich einen ehrbaren Beruf und findet eine liebevolle Frau, mit der er sein Leben in Ruhe verbringen möchte. Nur ist "Onibi" viel zu tragisch und dramatisch aufgebaut, als dass der Zuschauer glauben würde, dass dem Protagonisten dies gelingen könnte. Es ist eine Geschichte des Abschieds, die mit Bandenkriegen und Auftragsmorden nur wenig gemein hat. Kunihiro lernt die einfachen Dinge des Lebens schätzen, hat aus seinen Gewalttaten gelernt, schafft es aber nicht, seine frühere Persönlichkeit komplett abzulegen. Er ist ein ruhiger Mensch, nicht übermäßig intelligent, aber erfahren und manchmal aufbrausend. Diese Wesenszüge kommen wieder hervor, als er seiner Liebe einen Gefallen erweisen möchte und einen Mann, der sie schlecht behandelt hat, einschüchtert. Das Opfer ist aber verwandt mit einem verfeindeten Yakuza-Boss, der natürlich Rache für die Demütigung verlangt. Somit findet sich Kunihiro natürlich in seinem alten, kriminellen Umfeld wieder.
Wenn man glaubt, dass nun Rasanz einsetzt, weil Kunihiro sich ebenfalls rächt, dann liegt man falsch, denn Regisseur Rokuro Mochizuki bewahrt sich die Poesie der ruhigen Bilder und vertieft das Spiel seiner Charaktere, die dem Zuschauer weit mehr am Herzen liegen werden als es beim Bloodshed-Genre sonst der Fall ist. "Onibi" dürfte also genau das Richtige für den Asien-Fan sein, der eine wundervoll verarbeitete Geschichte mit Tiefgang erwartet und daher weitestgehend auf Ballerorgien und kühle Gewaltorgien verzichten kann. Ein kleiner Geheimtipp also.

Nach der NTSC-DVD des Jahres 2005 veröffentlichte AFN den Film als PAL-Transfer knapp 2 Jahre später neu. Für Technik-Freaks wird das immer noch nichts sein, aber es ist schaubar.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Onibi - Feuerkreis
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